Publicly available

Moore, Henry (1898)

Born
Castleford (West Yorkshire), 30 July 1898
Died
Much Hadham (Hertfordshire), 31 August 1986
Country
Great Britain
Gender
male
GND-ID
Name Variations
Moor, Henry Spencer; Moore, Henry; Moore, Henry (1898); Moore, Henry Spencer
Occupations
Sculptor; Master Draughtsman; Graphic Artist
Places of Activity
England, Much Hadham (Hertfordshire), New York, London, Hampstead (London)
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By
Last edited
13.01.2026
Published in
AKL XC, 2016, 378; Vollmer III, 1956, 417 s; Grieb

VITA

Moore, Henry (H. Spencer), engl. Bildhauer, Zeichner, Grafiker, *30.7.1898 Castleford (West Yorkshire), †31.8.1986 Much Hadham (Hertfordshire).

LIFE AND WORK

Sein Vater Raymond Spencer M., Bergarbeiter, dessen Vorfahren aus Irland stammten, hatte sich zu einem leitenden Angestellten in der Zeche hochgearbeitet. Als überzeugter Sozialist und Gewerkschafter wusste er, wie wertvoll Bildung und eine gute Ausb. sind. Ab 1910 konnte M. mithilfe eines Stip. die Castleford Secondary School besuchen; dort wurde er erstmals an die bild. Kunst herangeführt. 1915-16 folgte er dem Wunsch des Vaters und studierte Pädagogik, um ab Sept. 1916 an einer Grundschule in Castleford zu unterrichten. 1917-19 freiwillige Teiln. am 1.WK. Ende 1917 erlitt er eine Gasvergiftung in der Schlacht von Cambrai. Nach der Genesung trat M. als Ausbilder in ein militärisches Trainingscamp für Rekruten ein. Auf eig. Wunsch kehrte er an die frz. Front zurück, wo ihn die Nachricht vom Waffenstillstand erreichte. Während des Krieges Hinwendung zur Lit.; dieses Interesse hielt bis zu seinem Lebensende an. Später zählten mehrere Schriftsteller zu seinen Freunden: Stephen Spender, T.S. Eliot, W.H. Auden, Elias Canetti u.a. 1919 Eintritt in die KA von Leeds. Nach einem einjährigen Zeichenkurs begann er dort das Stud. der Bildhauerei. Von großer Bedeutung war, dass er Zugang zum Haus von Sir Michael Sadler, dem Vizekanzler der Univ., und dessen umfänglicher Slg afrikanischer und mod. Kunst erhielt. Erstmals sah er dort Orig. von Paul Gauguin, Vincent van Gogh, Paul Cézanne, Pablo Picasso, Henri Matisse, Giorgio De Chirico und Wassily Kandinsky. 1921 erfolgte mithilfe eines kgl. Stip. der Wechsel ans Royal College of Art, London. Wöchentliche Besuche im BM eröffneten ihm die "World language of sculpture" (Notebook, No. 6), die er lebenslang im Blick behielt. Das umfassende Selbst-Stud. der Skulptur-Gesch., das fortgesetzte Zeichnen - sei es nach dem lebenden Modell, in freier Formentwicklung oder angeregt durch die Alten Meister (darunter Rembrandt, William Blake, Gustave Courbet, Cézanne und Auguste Rodin) - sowie später die intensive Auseinandersetzung mit Naturfunden aller Art charakterisieren den pluralistischen Ansatz von M.s skulpturalem und plastischem Schaffen. Als bes. reich erweist sich auch M.s zeichnerisches Œuvre: Seine Arbeiten auf Papier umfassen sieben Bde; darin drückt sich v.a. der Entdecker und reflexive Künstler aus. Und dies buchstäblich, denn viele Zchngn beinhalten Notizen und Handlungsanweisungen. Auch wird hier M.s starker Bezug zur Farbe evident. Ab 1922 regelmäßige Besuche in Paris. M. stand in Austausch mit Picasso, Jacques Lipchitz, Henri Laurens (1885), Alberto Giacometti, Joan Miró, Ossip Zadkine u.a. So hielt er von London aus den Anschluss an die internat. Avantgarde. In seinem bildhauerischen Werk folgte M. in den ab 1921 erh. Skulpturen zunächst der modernistischen Doktrin des "direct carving", der "stoniness" und der "truth to material". Hierbei dienten ihm v.a. Henri Gaudier-Brzeska und der frühe, vortizistische Jacob Epstein (1880) als Vorbild. Beide stehen für die Art von Primitivismus, die M.s Werk - verbunden mit seinem Stud. von Cézanne und außer-europ. Skulptur (Afrika und primitive Kunst aus Ozeanien, Mexiko, Alaska und Peru) - bis E. der 1920er Jahre bestimmte. 1925 fünfmonatiges Reise-Stip. für Italien mit Stationen in Rom, Florenz, Venedig und Ravenna. M. studierte dort v.a. Giotto, Masaccio und Michelangelo. Nach seiner Rückkehr unterrichtete er am Royal College of Art bis 1931 Bildhauerei. Anschl. leitete er bis 1939 an der Chelsea SchA eine Abt. für Bildhauerei, die er selbst aufgebaut hatte. 1928 erhielt M. seinen ersten öff. Auftrag für die Stadt London: das Steinrelief West Wind für das London Transport Executive Building (Metro-Station St. James). 1929 heiratete er Irina Radetsky (1907-88), eine russ. Studentin der Malerei. Umzug nach Hampstead. Reger Austausch mit den benachbarten Künstlerfreunden Barbara Hepworth, John Rattenbury Skeaping, Ben Nicholson, Graham Sutherland, John Piper und den Emigranten Naum Gabo, Martin Gropius, Laszlo Moholy-Nagy u.a. Erwerb des kleinen Landhauses Jasmine Cottage in Barfreston, einem Dorf in Kent nahe Canterbury. Hier entstanden ab 1931 die ersten Reclining Figures in Blei, die in ihrer Deformation und Integration von abstrahierten Gittern und Stäben "surrealistisch" anmuten. Die objet-trouvé-Ästhetik seiner Freunde - Vertreter des Surrealismus - inhaltlich erweiternd, befasste sich M. nun verstärkt mit "Form- und Rhythmusprinzipien" (Unit One, 1934, in: Wilkinson, 2002) von Kieselsteinen, Knochen, Muscheln, Felsen, Bäumen etc., um aus ihnen neue Formen zu schöpfen. Die Essenz von M.s künstlerischer Begegnung mit dem Surrealismus liegt in einer zunehmenden Abstraktion, die auf Anregungen des surrealistisch geprägten Giacometti zurückgeht. 1931 erster Mus.-Ankauf eines Werkes durch Max Sauerlandt, Dir. des MKG in Hamburg. Zus. mit Paul Nash, Hepworth und dem befreundeten Kunstkritiker Herbert Read gründete M. 1933 die bed. Avantgardegruppe Unit One. Die Mitgl. betonten bei gleichzeitiger Hervorhebung von Einheit (unit) und Individualität (individuality): "a point in the forward thrust of modernism in archit., paint. and sculpture" (ibid.). In einem Art. der dazugehörigen Publ. benennt M. die für seine Arbeit maßgeblichen fünf Qualitäten: "truth to mat., full three-dimensional realisation, observation of natural objects, vision and expression and vitality and power of expression." Mit Ausnahme der Mat.-Gerechtigkeit, die M. in den frühen 1950er Jahren aufgab, blieb er den gen. Wertmaßstäben sein Leben lang treu. In Carving (Figure) schlägt M., darin Hepworth folgend, sein erstes explizites "Loch" durch eine Steinfigur. 1934 erscheint Reads erste M.-Monografie. 1936 Teiln. an der Internat. Surrealisten-Ausst. in London. Eigenständige Adaption surrealistischer Gest.-Prinzipien (objet trouvé, Doppelbild, Metamorphose). Auf dieser Basis und im Dialog mit der engl. Romantik entwickelte M., gestützt auf seine bed. Transformation Drawings, seine unabhängige biomorphe Abstraktion. Sie wird indirekt begleitet von einer Ästhetik des "organic whole" (Lichtenstern, 2008). Im Herbst 1934 nahm M. an der von der marxistisch orientierten Vrg Artist's Internat. (später Artist's Internat. Assoc. AIA) organisierten Gruppen-Ausst. "The Social Scene" teil. Er unterstützte deren Widerstand gegen den Faschismus. Zus. mit Nicholson, Piper, Fernand Léger und Zadkine war er 1935 auch auf der AIA-Ausst. "Artist's against Fascism" vertreten. Sein links-politisches Engagement verleugnete M. nie. Rückblickend stellte er 1984 allerdings fest: "I was approached by the communists in the 1930's when a lot of people did join them. But I didn’t go that far. To be a member of the communists was an active role which I didn't want to have." (Lichtenstern, 2008). 1935 Erwerb eines größeren Landhauses in Burcraft in Kingston bei Canterbury. Hier entstanden unter Mithilfe des jungen Bernard Meadows die ersten Reclining Figures in Holz. Diese Werkgruppe (1935-78) besteht aus insgesamt sechs Liegenden, die in ihrem rhythmisch gebundenen Formenfluss in der Holzskulptur des 20. Jh. neue Maßstäbe setzten. Als Mitgl. des Artist's Refugee Committee bemühte sich M. 1938 um die Eingliederung von aus Nazi-Deutschland nach England geflüchteten Künstlern. Die Zeit des 2.WK bedeutete für ihn eine gravierende Zäsur und drängte ihn zu neuen künstlerischen Lösungen. 1940-42 entstanden die außerordentlichen Shelter Drawings, z.T. im Auftrag als Official War Artist geschaffen. Mit Blick auf die Flüchtlinge, die sich in den Untergrundröhren der Londoner U-Bahn vor den Bomben retteten, kreieren diese Zchngn ein humanistisches Menschenbild voll mythischer Erinnerungen und ungewohnter farbiger Intensität: Nach 1945 begründeten sie M.s internat. Ruhm mit. 1940 wurde das Atelier in Hampstead durch einen Bombeneinschlag teilw. zerstört, daher Übersiedlung nach Perry Green, Much Hadham (Hertfordshire) nordöstlich von London, in ein Bauernhaus aus dem 15. Jh., das M. bis zu seinem Lebensende bewohnte. 1943 Auftrag zu Madonna and Child, gefertigt aus engl. Hornton Stone für die St. Matthew's Church in Northampton. Die überlebensgroße Gruppe spiegelt in ihrem tektonischen Aufbau, ihrer Geschlossenheit und in ihrem würdevollen Ausdruck M.s Vorliebe für die romanische Skulptur Englands. Unter den wenigen geglückten sakralen Bildwerken des 20. Jh. nimmt diese Arbeit einen der wichtigsten Plätze ein. A. der 1950er Jahre mündete M.s Neubewertung der Gewandfigur, zu der ihn die Shelter Drawings geführt hatten, in die allmähliche Rückeroberung und freie Adaption der bislang abgelehnten Skulptur der griech. Klassik. 1946, nach der Geburt der Tochter Mary, häufen sich Mutter-Kind-Gruppen. 1946 begründete die Retr. im New Yorker MoMA mit 58 Skulpturen und 48 Zchngn M.s internat. Ruhm (weitere Stationen in Chicago, San Francisco und Australien). 1948 erhielt er auf der Bienn. von Venedig den Internat. Preis für Skulptur. 1950 erste Einzel-Ausst. in Westdeutschland (Hamburg, Düsseldorf). Sogleich erlangte M.s Œuvre sowohl in Ost- als auch West-Deutschland große Aufmerksamkeit. In der DDR fanden vorwiegend seine figurativen Arbeiten Beachtung, in der BRD primär seine biomorph-abstrakten Werke. In der Folgezeit trug der Brit. Council M. und sein Werk auf zahlr. Ausst. gleich einem brit. Exportschlager in die Welt. Seit den frühen 1950er Jahren häuften sich im In- und Ausland zudem die Aufträge für Skulpturen im öff. Raum. Von der Presse wurde M. als "Picasso der Skulptur" tituliert. 1951 erste Retr. in der Londoner Tate Gallery. Anlässlich seiner Athener Ausst. reiste M. 1951 erstmals nach Griechenland und besuchte die antiken Kunststätten von Athen, Mykene, Korinth, Delphi und Olympia. Bes. beeindruckt war er von dem weißen Licht Griechenlands. 1951 bildete die tunnelmäßig durchhöhlte Reclining Figure: Festival die Hauptattraktion auf dem Festival of Britain in South Bank, London. Im Medium der Bronze steigerte M. hier das Thema der Raum-Durchhöhlung zu neuer Dynamik und zu einer für die Zeitgen. befremdlich wirkenden Deformation. Im gleichen Jahr entdeckte er sowohl in Holz als auch in Bronze die Form-Thematik der Upright Internal/External. 1952-57 folgten bed. Bronzewerke, so die legendäre Gruppe King and Queen, die in der internat. Nachkriegsskulptur das Genre der Idolplastik begründete, sodann eine Reihe von liegenden oder sitzenden weiblichen Gewandfiguren und schließlich die exemplarischen Krieger-Darstellungen. Im Okt. 1954 Reise nach Neapel und Pompeji. Die gegossenen Gipskörper konfrontieren ihn mit seinem Thema der liegenden Figur. Einige der dort zu beobachtenden Stellungen und Körperhaltungen leben 1955/56 in späteren Reclining Figures (vgl. LH 401, 402) und in der Maquette for Fallen Warrior (1956; LH 404) fort. Im Frühjahr 1958 besuchte M. Auschwitz, wo er in einer Jury über ein Denkmal für die ermordeten Juden zu entscheiden hatte. 1959 war M. auf der documenta II u.a. mit Falling Warrior vor der Ruine der Kasseler Orangerie vertreten. 1959 begann mit der ein- oder mehrfach geteilten liegenden Figur ein neuer, umfangreicher Motivkomplex. In ihm verdichtete M. nicht nur seine frühere Figurenbildung in Anlehnung an die Lsch. (Berge, Hügel), sondern er suchte seinem Grundthema, der Interdependenz von Form und Raum, weitere Ausdrucksdimensionen zu verleihen. Die geöffneten Körper-Fragm. schließen sich über die Raumintervalle für das Auge schlüssig wieder zusammen. Mit Two Piece Reclining Figure No.1 ist M.s Alterswerk anzusetzen, das sich bis 1983 mit zahlr. Großformaten vorwiegend als Outdoor-Sculpture entfaltet und sich eine Sensibilität für Licht und Atmosphäre bewahrt. Das Kriterium der Vollansichtigkeit wird dabei immer bestimmender. Der Größenzuwachs wird bei der Vorbereitung der Zwischenmodelle ab 1968 durch die Verwendung des neuen Werkstoffs Polystyren erleichtert. Am Typus der Messerschneide-Figuren, Standing Figure: Knife Edge oder der abstrakt gehaltenen Knife Edge Two Piece interessiert M. v.a. der spannungsreiche Wechsel von gestufter Flächenausbreitung und extrem dünner Formenzuspitzung. In Locking Piece ist es das "fitting together" (M. in Bowness, 1977) großer ausladender Formen, die sich aus einer ringförmigen Anlage heraus ins Weite öffnen und den Betrachter so an einem fortschreitenden Prozess der Befreiung teilhaben lassen. Das vollends auf Allansichtigkeit angelegte Three Way Piece No.2, The Archer (1964-65), wurde in seinem Facettenreichtum erstmals sichtbar, als es im Juni 1965 in der Gipsversion während der Gedächtnisfeier für T.S. Eliot im Globe Theatre auf der Bühne präsentiert wurde: Auf einer Drehscheibe führte es ein Wechselspiel von Ruhe und Bewegung paradigmatisch für Eliots Sprache vor Augen. In den 1960er-Jahren wurde die Großfassung (Höhe 325 cm), von der nur noch ein zweites Exemplar in Toronto existiert, auf der Terrasse der Neuen NG in Berlin aufgestellt. 1965 erwarb M. ein Haus in Forte dei Marmi in der Nähe von Carrara - fortan sein sommerliches Arbeitsrefugium. Freundschaft mit Marino Marini. Atelierbesuch bei Lorenzo Guerrini in Rom. 1968 umfängliche Schenkung an die Tate Gallery. 1974 Eröffnung des H.M. Sculpture Centre in der AG of Ontario, Toronto. 1977 Einweihung der H.M. Found. in Much Hadham, gefolgt von der Einrichtung des Center for the Study of Sculpture in Leeds (1982). - Wie kein Zweiter führte M. in der engl. Kunst eine Renaiss. der Bildhauerei herbei. Darüber hinaus begründete er mittels seiner biomorphen Abstraktion in der Skulptur-Gesch. einen neuen Begriff von bewegter organischer Form. Letztlich sah er sich im Dienst einer "humanity of form" (Notebook, No. 4). Für den fließenden Raum und die lebendige Form suchte er Auge und Tastsinn zu schulen und das Grundempfinden des Rezipienten für "Gleichgewicht" und "Rhythmus" (Lichtenstern, 2008) zu stärken. Wo er diese Raum-/Form-Interdependenzen als Anregung vorfand - sei es in der Vielfalt der Naturformen, in der Anatomie von Mensch und Tier oder in den durchgängigen Form-Ideen hist. versch. Skulpturenzeugnisse -, es bedeutete ihm gleich viel. Bewusst über Constantin Brancusis essentielle Formgebung hinausgehend, deren epochale Bedeutung er anerkannte, wollte er die reine, verdichtete Gestalt öffnen, räumlich durchdringen und durch neue Spannungsverhältnisse dynamisieren. Er folgte theoretischen Grundsätzen, die sich als ein Leitsystem behaupten sollten. Allerdings war es ihm nicht um eine eig., begrifflich ausgearbeitete Ästhetik zu tun. Dies geht u.a. aus bestimmten Topoi hervor, die er immer wieder umkreiste. Sie lauten: "Innere und Äußere Form", "Balance" (im Sinne von Ausgleich und Synthese), "Transformation", "Größe" als Maßstab der inneren Vorstellung, "Rhythmus" als Lebensprinzip, "spiritual vitality" und "intensity". - Für die Skulptur im öff. Raum setzte M. über 50 Jahre hinweg neue Maßstäbe. War es von 1928-48 vorwiegend die öff. Hand, deren Aufträge er erfüllte, so konnte M. später selbst Bedingungen stellen und die Standorte frei wählen. Dabei ging er stets von der Konzeption und dem je eig. formalen Appell-Char. der Skulptur aus. In der sie umgebenden Lsch. oder vor Archit. sollte sie gleichsam ihre "Echoform" finden. Da M. die Aufstellung seiner mon. Werke in der freien Natur favorisierte, begrüßte er die zu seiner Zeit verstärkt entstehenden Skulpturenparks. Entsprechend erweiterte er seinen eig. Skulpturenpark in Much Hadham stetig. Zur Einzigartigkeit von M. und seinem Werk gehört nicht zuletzt seine weltweite, schon zu Lebzeiten außerordentlich breite Wirkungsgeschichte. Vergleichende Untersuchungen zu seiner Rezeption liegen für Ost- und Westdeutschland, England, die USA, Japan, Russland und Polen vor (Lichtenstern, 2008). Hier wird ersichtlich, wie die versch. landesspezifischen Adaptionen Wandlungen unterworfen waren und aus den je eig. kult. Trad., aber auch politischen Zwängen, heraus motiviert wurden. Waren Letztere jenseits des Eisernen Vorhangs eher unter dem Verdikt der sowjetischen Formalismus-Doktrin auf die figurativen Arbeiten M.s (einschließlich der Shelter Drawings) konzentriert, so folgte man im übrigen Europa, aber auch in den USA und in Japan eher M.s abstrakten Entdeckungen und pflegte einen pluralistischen Umgang mit allen Sparten seiner Kunst. Doch auch hier gab es erstaunliche Schwerpunktsetzungen: So lässt sich bei den Deutschen Karl Hartung, Bernhard Heiliger, Brigitte Meier-Denninghoff und Martin Matschinsky, Wieland Förster und dem Engländer David Nash eine eigenständige Weiterverarbeitung der naturästhetischen Impulse M.s beobachten. In Japan war die Rezeption v.a. im Hinblick auf den leeren Raum und seinen Bezug zur Natur geprägt. Hier spielten zen-buddh. Aspekte eine Rolle. Das Phänomen einer sich zw. den 1930er und '70er Jahren zunehmenden M.-Rezeption dürfte sich nicht zuletzt aus dem schöpferischen Kern seines Werkes erklären: der Lebenszuversicht.

WORKS

Antwerpen, Middelheim-Mus. Basel, KM. Berlin, AK. - Haus der Kulturen der Welt. - Kpst-Kab. Bielefeld, KH. Bonn, ehem. Bundeskanzleramt. Boston, MFA. Buffalo/N.Y., Albright-Knox AG. Cambridge/Mass., Fogg AM. Chicago, Art Inst. Dallas/Tex., City Hall. Detroit, Inst. of Arts. Duisburg, Wilhelm-Lehmbruck-Mus. Edinburgh, Scottish NG of Mod. Art. Essen, Mus. Folkwang. Frankfurt am Main, Oper. Freiburg im Breisgau, Europaplatz. Hakone, Open-Air-Mus.: Arch Leg, Bronze, 1969-70; Cut, 1979-81. Hamburg, KH. Hannover, Sprengel Mus. Humlebæk, Louisiana. Kofu, Yamanashi Prefectural Mus. of Art. Köln, Mus. Ludwig. Künzelsau, Mus. Würth. Leeds, Leeds AG. London, Arts Council. - Battersea Park. - British Council Coll. - City of Westminster. - St. Paul's Cathedral. - Tate Britain. - Time-Life-Building. Los Angeles, LACMA. Louisville/Ky., Speed AM. Madrid, CARS. - Mus. Thyssen-Bornemisza. Manchester, Manchester AG. - Whitworth AG. Mannheim, KH. Minneapolis/Minn., Walker AC. München, PM. New Haven/Conn., Yale Univ. New York, Columbia Univ. - Guggenheim. - Lincoln Center for the Performance Arts. - MoMA. Norwich, Univ. of East Anglia. Otterlo, Kröller-Müller Mus. Paris, Centre Pompidou. - Unesco. Purchase/N.Y., Donald M. Kendall Sculpt. Gardens: Reclinig Figure, 1956; Locking Piece, Bronze, 1962. Rotterdam, Bouwcentrum: Wall Relief. San Francisco, Maritime Plaza: Standing Figure. - Louise M. Davies Symphony Hall. Schwäbisch Hall, KH Würth. St. Louis/Mo., AM. Toronto, AG of Ontario. Wakefield/Yorks., AG. Washington/D.C., Hirshhorn Mus. and Sculpt. Garden. - NG of Art. West Bretton, Yorkshire Sculpt. Park. Wien, Karlskirche. Zürich, Seepromenade.

SELF-TESTIMONIES

W.Hofmann (Ed.), H.M. Schr. und Skulpt., Ffm. 1959; P.James (Ed.): H.M. on Sculpt., Lo. 1966 (neu Aufl.: N.Y. 1971; dt. Ausg. 1972); M.Ayrton/M., Giovanni Pisano, Ffm. 1970 (engl. Erst-Ausg. Lo. 1969); A.Wilkinson (Ed.), H.M. Writings and Conversations, Lo. 2002.

EXHIBITIONS

Solo exhibitions:

London: 1928 Warren Gall.; 1931 Leicester Gall.; 1968, '78, 2010 Tate Gall.; 1988 RA / 1941, '82 Leeds, City AG / 1968 Düsseldorf, Städt. KH (Wander-Ausst.) / 1971 München, PM, SG Mod. Kunst / 1972 Florenz, Forte Belvedere / Paris: 1977 Mus. de l'Orangerie; 2010-11 Mus. Rodin / 1983 New York, Metrop. Mus. / 1984 Berlin, (Wander-Ausst.) / 1989 Martigny, Fond. Pierre Gianadda / 1994 Pforzheim, Reuchlinhaus (Wander-Ausst.) / 1996-97 Mannheim, KH / 2009 Duisburg, Wilhelm-Lehmbruck-Mus. (Druckgrafik; Skulpt.). -

 

Group exhibitions:

1924 London, Redfern Gall.: Gruppen-Ausst. (mit Hepworth) / 1930 Venedig: Bienn. / 1941 Leeds, Temple Newsam House: H.M., J.Piper, G.Sutherland / 1959 Kassel: documenta / 2016-17 München, Haus der Kunst: Postwar - Kunst zw. Pazifik und Atlantik 1945-1965 (K)-.

 

SOURCES

Thieme-Becker, Vollmer, and AKL:

Vo3, 1956

 

Other encyclopedias:

Turnbull, 1976; Bradshaw, RBA 1947/1962, 1977; Bauer, GEM VI, 1978; ContempArtists, 1983; EAPD, 1989; Spalding, 1991; Windsor, 1992; DA XXII, 1996; I.F. Walther, Künstler-Lex., in: Kunst des 20. Jh., II, Köln u.a. 1998; R.Kostelanetz, A dict. of the Avant-Gardes, N. Y. 22000; Windsor, Sculptors, 2003; Grieb II, 2007

 

Printed sources:

H.E. Read, H.M., Lo. 1934; D.Sylvester (Ed.), H.M. Complete Sculpt., 5 Bde, Lo. 1944-94; P.A. Riedl, H.M. König und Königin, St. 1957; H.E. Read, H.M. A Study of his Life and Work, Lo. 1965; D.Mitchinson (Ed.), Unpublished Drawings, N.Y. 1971; A.Bowness (Ed.), H.M. Sculpt. 1964-73, Lo. 1977 (WV); R.Morphet, in: The Tate Gall., 1976-78 (K), Lo. 1979; A.G. Wilkinson, The M. Coll. in the AG of Ontario, Tor. 1979; G.Cramer u.a., H.M. (K Grafik), 4 Bde, Genève 1973-88; M./D.Finn, H.M. at the BM, Lo. 1981; C.Lichtenstern, BurlMag 123:1981(944)654-658; G.Levine (Ed.), H.M. Wood Sculpt., N.Y. 1983; R.Berthoud, The Life of H.M., Lo. u.a. 1987; G.C. Argan, H.M., St. 1989; Von Menzel bis Beuys (K), Coburg 1992; D.Mitchinson/J.Stallabrass, H.M., N.Y. 1992; A.Davis (Ed.), H.M. Bibl., 5 Bde, Lo. 1992-94; P.Fuller, H.M. an Interpretation, Lo. 1994; C.Lichtenstern, H.M. "Zweiteilig Liegende I", Ffm. 1994; H.M. Ursprung und Vollendung (K Wander-Ausst.), M. u.a. 1996; A.Garrould (Ed.), H.M. Complete Drawings, 7 Bde, Aldershot 1996-2004; S.Wenk, H.M. "Large Two Forms", Ffm. 1997; D.Mitchinson (Ed.), Celebrating M., Lo. 1998; H.M. 1898-1986 (K Wien; Retr.), Ostfildern 1998; H.M. Liegende (K), Recklinghausen 1999; Vom Expressionismus zur Gegenwart (K Krems), W./M. 2001; J.Andrews, London's War, Aldershot 2002; PM. Malerei, Skulpt., Neue Medien (K München), Köln 2002; J.Beckett/F.Russell (Ed.), H.M. Critical Essays, Aldershot u.a. 2003; H.M. Human Landscapes (K Wolfsburg), Bielefeld 2004; G.Portelli, Mod. Brit. Sculpt., Atglen, Pa. 2005; G.Belleiche, Statues de Paris, P. 2006; Wilhelmi, 2006; KS Dresdner Bank. München, Frankfurt am Main, Berlin (K), Wb. 2007; C.Lichtenstern, H.M. Werk - Theorie - Wirkung, M. u.a. 2008; G.Harper/T.Moyer (Ed.), Landscapes for art, Hamilton, N.J. 2008; F.Ullrich, Kunst im öff. Raum in Recklinghausen, Recklinghausen 2008; A.Causey, The Drawings of H.M., Farnham u.a. 2010; H.M. (K Tate Britain), Lo. 2010; H.M. (K Zentrum Paul Klee), Köln 2015; Kritisches WV (in Vorbereitung), Much Hadham

 


VOLLMER

Moore, Henry, engl. Bildhauer, Aquarell. maler, Lithograph u. Zeichner, *30. 7. 1898 Castleford, Yorkshire, ansässig in Much Hadham, Herts. Sohn eines Bergmanns. Stud. 1919/21 an d. Kstschule in Leeds, dann am Roy. Coll. of Art in London. 1925 mit Reisestipendium in Paris u. Italien (Rom, Florenz, Venedig, Ravenna). Bis 1939 Lehrer an d. Kstsch. in Chelsea (London). 1937 Aufenthalt in Spanien, 1947/48 in New York. 1948 in Italien, dazwischen wiederholt in Paris. 1951 in Griechenland. Zur Zeit lehrtätig an der Slade School in London. Anfänglich hauptsächl. weibl. Akte von schweren, kolossalen Formen, deren abbreviatorische, auf monumentale Wirkung ausgehende Stilisierung die Vernachlässigung der Einzelform bis aufs Äußerste treibt; beeinflußt von mexik. u. afrik. Plastik u. von Masaccio, nach dessen Fresken in der Brancaccikap. in S. M. del Carmine in Florenz er kopierte. In weiterem Verlauf s. Entwicklung Übergang zu abstrakten Formen. Arbeiten in Stein, Zement, Holz, Bronze, Messing, Alabaster. Neuerdings von den öff. u. privaten Sammlungen bes. der USA eifrig begehrt. Internat. Bildhauerpreis auf der 24. Biennale Venedig 1948; Ehrendoktor der Univ. Leeds 1945; Ehrenmitgl. des Roy. Inst. of Brit. Architects 1949; Mitgl. d. Akad. Stockholm 1951. öffentlich aufgest. Werke: Relief f. d. Untergrundbahnstation St. James in London (1928); Madonna mit Kind in St. Matthew in Northampton (1943/44); Mad. in d. Pfarrk. in Clayton, Suffolk (1949); Denkmal f. Dartington Hall in South Devon (1945/46); Gruppe von 3 weibl. Gewandstatuen im Battersea Park in London (1947/4S); Familiengruppe (Bronze) in der Barclay School in Stevenage (1948-49; 2. Exempl. im Mus. of Mod. Art in New York); Liegende (Bronze) auf dem Dachgarten des Time Life Building in London (1952/53; 2. Exempl. im Bes. d. Stadt Köln); 2 weibl. Sitzstatuen (Bronze) im Freilichtmus. in Middleham (1952/53). Weiterhin vertreten in: Kstmus. Basel, City Art Gall. in Leeds, Albright Art Gall. Buffalo, Mus. of Mod. Art New York, City Art Gall. Wakefield, Mus. Tel Aviv, Vict. a. Albert Mus. London, Univers. Washington, D. C. (Ruhende; Wiederholung im Mus. in St. Louis), u. Stadt. Ksthalle Mannheim (Der Krieger). Als Zeichner oft an Barlach erinnernd (Schlafendes Paar im Luftschutzkeller, 1941, Tate Gall. London). Wichtigste Koll.-Ausst.: 1949 Brüssel u. Paris, 1950 Hamburger Kstverein, Düsseldorf u. Bern, 1951 Tate Gall. London, Juli/Aug. 1953 Kestner-Ges. Hannover (ill. Kat.), Nov./Dez. 1954 C. Valentin Gall. New York (desgl.), Jan./Febr. 1955 Ksthalle Basel. Lit.: Who's Who in Art, 1934. - H. E. Read, Sculpture a. Drawings, 1944. - J.J. Sweene y, H.M.,New York 1946. - Barr. - Giedion-Welcker. - Haftmann. - Apollo,12 (1930)409/13,m. 7 Abbn; 34 (1941) 157; 50 (1949) 131; 53 (1951) 148f.; 55 (1952) 95 (Abb.). - Art in Amer., 35 (1947) 4/18. - Art in Australia, Ser. 4 (1941) Nr 3, p. 10/14. - Art Digest, 27, Nr v. 15. 10. 1952, p. 6 (Abb.). - Arts a. Architect., 64, März 1947, p. 21/23. - Von Atelier zu Atelier (Düsseldf), 3 (1955) 109 (Abb.). - Athena, 1 (1947) H. 10 p. 48 (Abb.), 49. - Emporium, 106 (1947) 46, m. Abb.; 107 (1948) 128 (Abb.). - glanz München), 1 (1949) H. 1, p. 25 (Abb.). - Graphis (Zürich), 2 (1946) 126/35, m. 8 (2 farb.) Abbn; 6 (1950) 248 (Abb.); 9 (1953) 49 (Abbn). - D. Holz- u. Steinbildh. (Nürnbg), 1955 p. 1, Abb. p. 17. - Horizon, 4 (1941)200/06. - Journal of Aesthetics a. Art Criticism, 6 (1947) 95/105; 7 (1948) 29/38. - College Art Journal, 6 (1946) Nr 1, p. 72/74, Nr 3, p. 200c. - Museums Journal, 41 (1942) 259/61. - D. Kunst u. d. schöne Heim, 48 (1949/50) 53/55, m. 3 Abbn; 49 (1950/51) Beil. p. 145, 198; 52 (1953/54) 214/17, m. 5 Abbn. - Kst u. Volk (Zürich), 17 (1955) H. 1, p. 15/20, m. 6 Abbn. - Kst ins Volk (Wien), 5 (1953-54) 305, m. Abb., 309, m. Abb.; 6 (1954/55) 186. - D. Kstblatt, 15 (1931) 167/70, m. 4 Abbn. - D. Ksthandel, 46 (1954) H. 4, p. 11 (Abb.). - D. Kstwerk (Baden-Baden), 1 (1946/47) H. 8/9 p. 49, m. farb. Abb.; 2 (1948) H. 8, p. 38 (Abb.); 4 (1950) H. 4, p. 59/61, m. 2 Abbn, H. 5, p. 51 (Abb.), H. 8/9, p. 29 (Abb. u. Fotobildn.), 70/75, m. 5 Abbn; 6 (1952) H. 6, p. 34 (Abb.), 39; 7 (1953) H. 3/4, p. 56 (Abb.), 91 (Abb.). - Magaz. of Art, 40 (1947) 96/101; 42 (1949) 212 (Abb.); 44 (1951) 171/74. - The Burlington Magazine, 91 (1949) 141. - D. Münster, 2 (1948/49) 221 (Abb.). - Phoebus, 1 (1946) 44. - Rhode Island School of Design, Museum Notes, 9, Jan. 1952, p. 3f., m. Abb. - Architect. Review, 108 (1950) 135. - The Studio, 99 (1930) 26 (Abb.); 115 (1938) 197 (Abb.); 123 (1942) 10 (Abb.), 11 (Abb.), 81, 114; 130 (1946) 192; 131 (1946) 121 (Abb.), 175 (Abb.); 133 (1947) 26, m. Abb., 46 (Abb.); 136 (1948) 168 (Abb.); 137 (1949) 46 (Abb.); 138 (1949) 80f., m. Abb.; 142 (1951) 1 (Abb.), 73 (Abb.), 190; 146 (1953) 37 (Abb.), 176 (Abb.); 148 (1954) 58 (Abb.). - Thema (Gauting-München), H. 5 (1949) 39 (Abb.), 40 (Abb.), 41. - D. Weltkst, 21 (1951) Nr 9, p. 8; 23 (1953) Nr 18, p. 2, m. 3 Abbn; 24 (1954) Nr 21, p. 14; 25 (1955) H. 4, p. 5 (Abb.), 6. - D. Werk (Zurich), 36 (1949) 123 (Abb.); 37 (1950) 99f., m. Abb.; 38 (1951) 149 (Abb.), Beil. p. 118f., m. Abb.; 40 (1953) 98 (Abb.); 42 (1955) Beil. p. 39, m. Abb. - The Art Index (New York), 1929ff. passim. - Kat. d. Ausst. "documenta", Kassel Juli -Sept. 1955, m..Abb.

 

NÜRNBERGER KÜNSTLERLEXIKON

Moore, Henry, engl. Bildhauer, * 30. 7. 1898 Castleford/Yorkshire - † 31. 8. 1986 Sohn des Raymond Spencer Moore, Bergarbeiter. ∞1929 Irina Radetzky, Kunststudentin, eine Tochter Marie (* 1946). 1910 Stipendium für den Besuch des Gymnasiums in Castleford. 1917 Militärdienst, Gasvergiftung in der Schlacht um Cambrai, Dezember 1917 Rückkehr nach England. 1919 Stipendium für die Leeds School of Arts, 1921 Stipendium für das Royal College of Art in London. 1922 erste bildhauerische Arbeiten, ab 1923 jährliche Reisen nach Paris. 1924 Lehrauftrag am Royal College of Art in London, 1925 Reisestipendium des Royal College of Art für eine sechsmonatige Reise durch Frankreich und Italien. Führender und international bedeutendster englischer Bildhauer des 20. Jh. und einer der einflußreichsten Künstler der europäischen Moderne. Verarbeitete Anregungen der ägyptischen und altamerikanischen Kunst mit Inspirationen des Pariser Surrealismus und der Arbeiten A. Archipenkos und C. Brancusis in seinem Schaffen zu einer unverwechselbaren organischen Abstraktion der menschlichen Figur. Mit seiner antiklassischen Haltung bekannte er sich zum Archaischen. Sein zentrales Thema war der Mensch. 1940 Übersiedlung nach Much Hugham. 1941 Kurator der Tate Gallery, 1944 Ehrendoktor der Literatur der Universität Leeds. 1948 Internationaler Bildhauerpreis der 24. Biennale in Venedig, 1952 Internationaler Bildhauerpreis in São Paulo, Besuch von Brasilien und Mexiko. 1958 Ehrendoktor von Havard, USA. 1959 Internationaler Preis für Bildhauerei in Tokio. 1979 Eröffnung des Gebäudes der Henry Moore Foundation in Much Hadham Perry Green. Anläßlich der Eröffnung ihres Nürnberger Hauses 1978 stiftete die Firma Karstadt die Skulptur "Großer Totem", entstanden 1968, die vor dem Eingang des Kaufhauses in der Karolinenstraße in Nürnberg aufgestellt wurde, einer von 8 Güssen, die sich u.a. im Museum of Fine arts, montreal und Privatbesitz befinden.

 

Bibliography

Robert Melville: Henry Moore, Skulpturen und Zeichnungen 1921-1969. München 1971; Lexikon der Kunst, Bd. 4, Leipzig 1992, S. 831-832; Masa, Freiplastiken S. 110, 481.