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Jónsson, Ásgrímur

Born
Galtafell/Árnessýsla, 4 March 1876
Died
Reykjavík, 5 April 1958
Country
Iceland, Denmark
Gender
male
GND-ID
Name Variations
Jónsson, Ásgrímur; Jònsson, Asgrimur; Jónsson, Asgrimur; Ásgrímur Jónsson
Occupations
Painter; Landscape Painter; Watercolourist
Places of Activity
Kopenhagen, Charlottenborg, Reykjavík
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By
Last edited
01.02.2024
Published in
AKL LXXVIII, 2013, 296

VITA

Jónsson, Ásgrímur, isländischer Maler, *4.3.1876 Galtafell/Árnessýsla, †5.4.1958 Reykjavík. Bruder des Bildhauers Einar J. Eltern: Gróa Einarsdóttir und Jón Bjarnason.

LIFE AND WORK

Der auf einer Farm im Südwesten Islands geb. J. gehörte als erster professioneller Maler Islands zu den bedeutendsten Wegbereitern der mod. Kunst seines Landes. 1900-03 stud. er an der KA Kopenhagen und lebte anschl. einige Jahre dort. Die Sommer verbrachte er in Island, um sich hier der Freilichtmalerei zu widmen. In dieser Zeit schuf er auch Gem. mit Motiven isländischer Volksmärchen, in denen sein bes. Interesse der Erzeugung einer dem Thema entsprechenden mystischen Atmosphäre galt. Bei einem Aufenthalt 1908/09 in Italien war J. von den weichen Farben in der warmen Luft beeindruckt. Auf dem Weg nach Italien und zurück hatte er in Weimar und Berlin Gelegenheit, Werke der frz. Impressionisten kennenzulernen, die ihn tief beeindruckten. 1909 ließ er sich in Island nieder und widmete sich fortan der Interpretation der isländischen Natur (z.B. From Hornafjörður, the Farm Stóralág, Southeast Iceland, 1912, Reykjavík, Listasafn Íslands, NG). Während seine frühen in Island entstandenen Lsch. Einflüsse der tonalen Malerei des 19. Jh. aufgewiesen hatten, setzte er nun den Schwerpunkt auf Lichteffekte, ohne jedoch impressionistische Verfahrensweisen anzuwenden. Einige Jahre zuvor hatte er mit der Verwendung von Wasserfarben begonnen und dabei hervorragende Ergebnisse erzielt. J.s Werk war überwiegend von einem romantischen Naturalismus geprägt, doch ab M. 1920 machten sich impressionistische Einflüsse bemerkbar. Die Wahl seiner Bildthemen wurde zunehmend unabhängig vom Motiv; oftmals setzte er ein Thema in zahlr. Varianten um. Angeregt durch die Beschäftigung mit dem Werk Vincent van Goghs und durch Arbeiten junger Künstler, die im Anschluss an ein Stud. im Ausland nach Island zurückgekehrt waren, näherte sich J.s Werk nach 1940 dem Expressionismus an. Seine letzte Schaffensperiode ist von einem dynamischen Pinselduktus und einer Betonung der emotionalen Wirkung von Farbe gekennzeichnet. - J. vermachte, neben seinem Atelier- und Wohnhaus, sein gesamtes Werk dem isländischen Staat. Die Á. J. Coll. ist heute eine Abt. der NG of Iceland, weitere Werke J.s sind in seinem Haus ausgestellt.

EXHIBITIONS

Group exhibitions:

2001 Washington D.C., Corcoran Gall. of Art: Confronting nature: Icelandic art of the 20th c. (K)

 

SOURCES

Thieme-Becker, Vollmer, and AKL:

ThB19, 1926; Vo2, 1955

 

Other encyclopedias:

K.Guðlaugsson, Islenskir málarar, I, Reykjavik 1982; DA XVII, 1996; Weilbach IV, 1996; LdK III, 1991; Bénézit VII, 2006

 

Printed sources:

L.Vilhjálmsdóttir, Á. J. myndir eftir, Kaupmannahöfn 1908/09; G.Ó. Scheving/B.Guðmundsson, Á. J. formálar á íslenzku og ensku eftir, Helgafell 1949; Á.J./T.Guðmundsson, Myndir og minningar, Reykjavík 1956; E.Ó. Sveinsson, Þjóðsagnabók Á. J.: myndir frá siðari árum íslenzkar þjóðsögur, Reykjavík 1959; Á.J./T.Guðmundsson, færði minningar hans í letur, Reykjavík 1962; S.Jónsdóttir, Fjórir frumherjar Thórarinn B. Thorláksson, Á. J., Jón Stefánsson, Jóhannes S. Kjarval (K Listasafn Íslands), Reykjavík 1985; H.Schram/H.Sigurðsson, Á. J., Reykjavík 1986. J.Gottskálksdóttir/H.Schram, Árbók listasafns Íslands (Reykjavík) 1:1988(1989)22-37; H.Schram, ibid. 2:1989(1990)32-42; J.Gottskálksdóttir, Ljósbrigði: Safn Á. J., Reykjavík 1996 (enth. Bibliogr.); Ó.Kvaran, Í landi birtunnar: myndir Á. J. úr Skaftafellssýslum, Reykjavík 1999; H.Schram, Reykjavík málaranna, Reykjavík 22005; D.K. Mundell, Á.J. The early watercolours 1904-1914, Reykjavík, Diss. 2011

 

Online sources:

NG of Iceland, Á. J. Coll. (2013)