Lastman, Pieter Pietersz. (Pietro), niederl. Maler, Zeichner, Grafiker, *1583 Amsterdam, begr. 4.4.1633 ebd. Bruder von Claes L. (s. Art.).
Lastman, Pieter Pietersz.
L. war der bedeutendste Historienmaler seiner Gen. in Holland. Geprägt durch einen mehrjährigen Italienaufenthalt entwickelte er eine auf expressiven Figuren und dramatischem Erzählmoment basierende Bildsprache, die von entscheidender Wirkung auf die niederl. Malerei des 17. Jh. und nicht zuletzt auf seinen berühmtesten Schüler Rembrandt war. L. arbeitete fast ausschließlich als Historienmaler, v.a. biblischer und sakraler und, zu einem geringeren Teil, antiker mythologischer und hist. Themen, von denen viele zuvor überhaupt noch nicht oder nur in der Druckgrafik dargestellt worden waren. Wenige Lsch. mit Staffagefiguren sind erh. oder in Reprod.-Grafik überliefert; reine Lsch.-Gem. sind ebenso wie Porträts lediglich dok., aber nicht bewahrt.Entstammte einer kath. Familie. Der Vater, Pieter Segersz (1548-1602?), war Bote der Stadt Amsterdam und später für die Besitzverwaltung minderjähriger Erben und die Versteigerung von Nachlässen verantwortlich. Die Mutter, Barbara (Barber) Jacobsdr (1549-1624), handelte zunächst mit Altwaren, stieg jedoch zur obersten vereidigten Taxatorin für Nachlass-Aukt. in Amsterdam auf. Unter L.s fünf Geschwistern ist auch der Goldschmied Seger Pietersz Coninck (1578-1650). L. war um 1600-02 in Amsterdam bei Gerrit Pietersz (Bruder des Komponisten Jan Pietersz Sweelinck) in der Lehre, hatte aber vermutlich bereits zuvor eine Grund-Ausb. zum Maler erhalten. Sein frühestes erh. Werk ist die Zchng Der Engel erscheint Hagar in der Wüste (dat. 1601; New Haven/Conn., Yale Univ. AG), die deutlich den Arbeiten seines Lehrers verpflichtet ist. Lediglich ein Gem. lässt sich L. aus dieser Schaffensperiode zuschreiben (Die Enthauptung des hl. Paulus, um 1601-02; Utrecht, Mus. Catharijneconvent). Wohl im Spätsommer 1602 brach L. nach Italien auf, vermutlich zus. mit Jan Pynas und seinem jüngerem Bruder Claes. Van Mander (1604) erwähnt L. als einen hoffnungsvollen Künstler in Rom.Lt. Sandrart (1675) arbeitete er dort zus. mit Adam Elsheimer und and. Künstlern aus dem Norden; auch Peter Paul Rubens wird er in diesem Kreis kennengelernt haben. Neben lediglich einem Gem. (Verbleib unbek.; Seifert 2011, 36), das L. zugeschr. werden kann, haben sich aus dieser Zeit je zwei Figurenstudien (Amsterdam, RM) und zwei gezeichnete Rom-Ansichten (Amsterdam, RM und Priv.-Besitz) sowie eine gezeichnete Kopie (Cambridge, Fitzwilliam Mus.) nach einem Altarbild von Paolo Caliari (gen. Veronese) erhalten. Letzteres belegt L.s Aufenthalt in Venedig. Am 1.3.1607 ist L. wieder in Amsterdam dokumentiert. 1608 zog seine Mutter gemeinsam mit den Kindern in die Sint Anthonisbreestraat 59, wo L. den Rest seines Lebens wirkte. -Die frühesten sign. und dat. Gem. sind von A.Elsheimers Werken angeregt und zeigen wenige mon., in die Lsch. eingebettete Figuren (Die Taufe des Kämmerers, Berlin, GG; Die Flucht nach Ägypten, Rotterdam, BvB; Die Anbetung der Könige, Prag, NG; alle 1608). Sein Grisaille-Gem. Christus am Ölberg (Stuttgart, SG) wurde 1608 von Claes L. in Kupfer gestochen. 1611 entwarf L. im Auftrag der Amsterdamer Goldschmiedegilde ein Buntglasfenster für die Zuiderkerk (Zchng in Berlin, Kpst.-Kab.; Gem.-Kopie des 1658 entfernten Fensters von Thomas de Keyser, 1660; Paris, Fond. Custodia). 1618 bestellte der dänische König Christian IV. bei ihm drei Gem. zur Ausstattung des Oratoriums in der Kap. von Schloss Frederiksborg (zerst. 1859). 1621 entstand für den Kaufmann Isaac Boddens das Haus- oder Gewerbeschild Jonas wird vom Wal ausgespien (Düsseldorf, Mus. Kunst Pal.). Dies sind die einzigen belegten Aufträge L.s, der zumeist Bilder im Kabinettformat auf Holz, seltener auf Lw. anfertigte und die Themen offenbar weitgehend selbst wählte. Für sein größtes Bild, Die Schlacht an der Milvischen Brücke (1613; Bremen, KH), eine tour de force ital. Motive von Raffael bis Tizian, wird ein öff. Auftrag als Kaminstück vermutet. Auch die Entwürfe für eine Kpst.-Ser. von zwöf ital. Kostümfiguren (Hollstein X, 11-22, nach L.) mögen im Auftrag entstanden sein. Reprod.-Grafik nach seinen Entwürfen oder Gem. ist rar. Ob L. selbst Rad. anfertigte, bleibt ungewiss. Lediglich Judah und Tamar (Hollstein X, 1) nach seinem eig. Gem. (um 1613-15; Chicago, Harlan J. Berk Coll.) kann ihm mit einiger Wahrscheinlichkeit zugeschrieben werden, zeigt sein Monogr. allerdings erst im zweiten Zustand. Den Opferstreit zw. Orestes und Pylades (1614; Amsterdam, RM), ein nie zuvor in der nachantiken Kunst dargestelltes Thema, hat L. aus versch. antiken und zeitgen. Texten abgeleitet und mit Motivzitaten von Andrea Mantegna bis Hendrick Goltzius angereichert.Das Bild verdeutlicht exemplarisch L.s "philologisch" und visuell kompilierende Arbeitsweise, die auf dramatische Wirkung und eine Frühform hist. Authentizität abzielte. - L. besaß seinem Inv. von 1632 zufolge die vergleichsweise große Anzahl von etwa 150 Büchern, daneben auch Druckgrafik und Werke zeitgen. Maler, u.a. von Jacob Jordaens. Mindestens zweimal (1619, '30) wurde L. in Streitfragen um Gem. von Michelangelo Merisi Caravaggio gehört, deutlicher Beweis seiner Expertise in ital. Kunst. Diese drückte sich auch in der italianisierenden Sign. "Pietro Lastman" aus, die er achtmal gebrauchte (zuerst 1614 auf dem Opferstreit). L.s Klientel wird man wesentlich unter den gebildeten Eliten Amsterdams und and. großer Städte suchen müssen; Dok. hierzu existieren kaum. 1632 wurde in ein heute verschollenes Bild im Inv. des Statthalters der Vereinigten Niederlande Frederik Hendrick erwähnt. -L.s Komp. sind nach den elsheimerischen Anfängen zunehmend von Figuren und Figurengruppen dominiert; die Lsch. tritt in den Hintergrund und verschwindet manchmal fast vollständig. Innenraum-Darst. (Die Hochzeitsnacht von Tobias und Sarah, 1611, Boston, MFA; David im Tempel, 1618, Braunschweig, HAUM) bleiben extrem selten. Häufig werden ital. und niederl. Motive, oft durch Druckgrafik vermittelt, eingesetzt. Der Vorrang der Figuren ist auch in den nur in geringer Anzahl erh. Zchngn deutlich. Lediglich ein beidseitig verwendetes Bl. (Edinburgh, NG of Scotland) zeigt Komp.-Entwürfe für zwei Gem. (Bileam und die Eselin, 1622, Jerusalem, Israel Mus.; Coriolan und die röm. Frauen, 1625, Dublin, Trinity College). Char. sind acht relativ große Figurenstudien in Rötel, gelegentlich auch mit schwarzer Kreide und weiß gehöht, auf gelb oder orange präpariertem Papier. Zwei davon (Hamburg, KH; Hannover, Niedersächsisches LM) sind Vorarbeiten zum Coriolan, eine (Oxford, Ashmolean Mus.) für Laban verlangt die Idole zurück (1622, Boulogne-sur-Mer, Château-Mus.), eine weitere (Amsterdam, RM) wohl für Ariadne und Bacchus auf Naxos (1628, Stockholm, KS der Univ.). Diese Zchngn dienten L. wiederholt als Figurenvorrat für versch. Bilder. Sein letztes Gem. Der Triumphzug des Sesostris (San Francisco, de Young) entstand 1631. Kurz darauf Umzug, wohl krankheitsbedingt, zu seinem Bruder Seger Pietersz. Am 7.7.1632 ließ L. ein Inv. seines Haushalts aufnehmen (Dudok van Heel 1991 [Kroniek], 12-15); begr. wurde er in der Oude Kerk in Amsterdam.Zwei Gedichte von Theodore Rodenburgh und Balthazar Gerbier rühmen L. und belegen ebenso wie einige Bildgedichte, u.a. von Joost van den Vondel, seine ausgezeichnete Reputation zu Lebzeiten und in den folgenden Jahrzehnten (vgl. Golahny 1996 [Dutch crossing]; Seifert 2011, 62-68). Er stand im Zentrum der Amsterdamer Historienmaler (Claes Cornelisz. Mo[e]yaert, Adriaen van Nieulandt, Jan Symonsz und Jacob Symonsz Pynas, Jan Tengnagel, François Venant), die bisweilen anachronistisch als "Prä-Rembrandtisten" bezeichnet wurden, wirkte aber auch auf Künstler anderenorts, wie etwa Leonaert Bramer (Delft), Salomon und Jan de Bray, Pieter Fransz de Grebber (alle Haarlem) oder Lambert Jacobsz (Leeuwarden). Um 1619-21 lernte Jan Lievens in L.s Wkst. und 1625 rundete Rembrandt dort für sechs Monate seine Ausb. ab. Rembrandts Schaffen, insbesondere jedoch das Frühwerk, reflektiert immer wieder deutlich Eindrücke von L.s Werken. Um 1636 fertigte Rembrandt vier Zchngn nach L.s Gem. an; in der Folgezeit scheint Rembrandt diese und weitere Kopien sowie zwei Konvolute von L.s Zchngn, die er wohl aus dessen Nachlass erworben hatte, intensiv zur Arbeit mit seinen Schülern herangezogen zu haben. L.s Werk entfaltete v.a. durch Rembrandts Wkst. eine Wirkung bis in die 2. H. des 17. Jh. hinein (Seifert 2011, 222-230; 2014). Weitere Untersuchung verdient das Verhältnis L.s zur fläm. Malerei, insbesondere zu P.P.Rubens und J.Jordaens, das ein wechselseitiges gewesen zu sein scheint und wohl auf L.s Bekanntschaft mit P.P.Rubens in Rom zurückging (Seifert 2011, 230-238).
Gem.:
Thieme-Becker, Vollmer, and AKL:
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Other encyclopedias:
Wurzbach, NKL II, 1910; Hollstein X, 1954; DA XVIII, 1996
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Lastman (Lasman), Pieter Pietersz., Historienmaler, * Amsterdam 1583, † ebda 1633 (4. 4. begr.). Sein Vater, der Kurier war, hieß Pieter Zeegersz., führte also nicht den Namen Lastman. L., sein 4. Kind, kam laut van Mander zu Gerrit P. Sweelink, dem Schüler des C. Cornelisz. van Haarlem, in die Lehre u. trat wahrscheinlich 1603 eine Italienreise an; als Ziel gibt Houbraken (I 132) Rom an. über die Dauer dieses Aufenthaltes besteht keine Sicherheit; es ist möglich, daß L. schon 1605 wieder zurück war. Urkundlich erwähnt wird er in Amsterdam erst wieder 1607, in welchem Jahre er mit anderen Künstlern im Katalog der Nachlaßversteigerung des Gillis III van Coninxloo notiert wird. L. wohnte bis an sein Lebensende in Amsterdam. Für eine Reise nach Kopenhagen liegen keine zwingenden Beweise vor. Am 7. 7. 1632 ließ er ein Inventar seiner Habe aufnehmen (im Auszug abgedruckt bei Freise p. 19/21). Als Schüler L.s werden vor allem Jan Lievens u. Rembrandt genannt. Die Wertschätzung L.s im 17. Jahrh. hat einen Niederschlag gefunden in ruhmvollen Erwähnungen bei Orlers, Hoogstraaten, Sandrart u. a. Dem entsprechen die hohen Preise seiner Gemälde in dieser Zeit (bis zu 900 fl.). Sein von Th. de Keyser gemaltes Porträt gilt für verschollen. - Van Manders spärliche Angaben über L.s künstler. Herkunft werden in allgemeiner Form bestätigt u. erweitert durch 2 bez. u. 1603 dat., sicherlich noch vor der Italienreise entstand. Zeichn. im Amsterdamer Kabinett, die seine Abhängigkeit vom Manierismus der Generation der Cornelisz. van Haarlem u. H. Goltzius erweisen. Durch den Aufenthalt in Italien erfolgte unter dem Einfluß Elsheimers eine tiefgehende Wandlung in L.s Stil, die allerdings erst in Gemälden von 1608/09 (Berlin, Göttingen, Braunschweig, Rotterdam) erkennbar wird. Das landschaftlich-romantische Idyll tritt hervor und bestimmt den Charakter dieser Bilder. Das figürl. Element (Taufe des Kämmerers, Flucht nach Ägypten, Ruhe auf der Flucht, Odysseus u. Nausikaa) ist ihm in etwas steifer Form angepaßt. Die künstler. Produktion der Jahre 1604/08 ist bis jetzt nur in Zeichn. einigermaßen erkennbar; es sind bibl. Themen in anspruchsloser Auffassung u. Wiedergabe mit Feder u. Pinsel (Berlin, Braunschweig, Bremen), in der Technik oft kunstlos u. an Elsheimers Zeichenweise erinnernd. Mit einiger Sicherheit läßt sich in diese Jahre das den frühen Zeichn. verwandte Bild "Juda und Thamar" (holl. Privatbes.; gestochen von P. Nolpe, rad. von J. v. Noordt) setzen. In den figurenreicheren Kompositionen des 2. Jahrzehnts des Jahrh. (Joseph teilt Korn aus, 1612; Konstantinsschlacht, 1613; Paulus u. Barnabas in Lystra, Orestes u. Pylades, beide 1614) entwickelt L. trotz mancherlei Reminiszenzen an Raffael, Michelangelo, Tizian, Caravaggio, die Bassani, die Carracci, Dom. Fetti u. Rubens einen ganz persönlichen Figurenstil. Eine mit tiefen Schatten kräftig modellierende Plastik läßt die Figuren markant hervortreten; in der Darstell. der Historie werden Nebenepisoden, das genrehafte Milieu, erzählerfreudig betont. Durch reiche, in bunten, ungebrochenen Farben (grün, rot, blau, violett u. weiß) leuchtende Gewänder u. durch kostbare Gerätschaften wird ein üppiger Gesamteindruck erzielt. In der Komposition kommt L. über eine versteifte, an die Bildränder sich anlehnende Form nicht hinaus, insbesondere bei Themen rein epischen Inhalts; in dramatischen Szenen erreicht er eine kunstvolle Verflechtung der Figuren, die sich pyramidenartig in die Höhe staffeln. Diese bewußte Regie der Massen nimmt immer mehr zu (vgl. Die Fassungen von "Odysseus u. Nausikaa" von 1609 in Braunschweig u. von 1619 in Augsburg) u. führt um 1620 zu einer neuen Stilwandlung. Die Kompositionen werden jetzt gern effektvoll gegen einen hellen Himmel mit tiefem Horizont zur Wirkung gebracht, die Formensprache wird einfacher u. großzügiger in den Kontrasten (vgl. die Fassungen der "Taufe des Kämmerers" von 1609 u. 1622). In L.s Spätwerken erlahmt offensichtlich seine Phantasie; er kommt zu einer rezeptmäßigen u. ausdruckslosen Zusammensetzung früherer Motive. Auch das Kolorit wird matter; das Braun der Untermalung tritt stärker hervor, die Lokalfarben werden trocken und fallen durch ihre Härte leicht aus dem Rahmen des Ganzen heraus. - Das Charakteristische der Leistung L.s liegt in seiner Erzählerkunst. Er ist der erste Maler des 17. Jahrh. gewesen, bei dem die bibl. u. mytholog. Historie die Bedeutung einer selbständ. Bildgattung bekam. Hervorstechend bleibt der sachliche, ganz der Erzählung zugewandte Charakter seiner Historien. Kennzeichnend ist schon sein Themenkreis: am zahlreichsten sind seine Historien aus dem Alten Testament, besonders der Genesis; im Neuen Testament liegt der Nachdruck auf dem Leben Christi, die alten Andachtsthemen treten zurück; mythologische Historien sind selten. Der Charakter seiner Historien ist, abgesehen von den unter Elsheimers Einfluß stehenden Frühwerken (bibl. Idylle), meist episch-dramatisch. Drastische Gestensprache mit stereotyp sich wiederholenden Bewegungsmotiven. Prägung von Charakterköpfen, besonders in den Werken der Jahre 1615/20. Kräftige Herausarbeitung des dram. Kerns. Somit schuf L. die Grundlage für den Historienstil des frühen Rembrandt. Eine herrschende Rolle spielt er gegenüber den anderen Prärembrandtisten, die alle seine Kunst- u. Erzählermittel benutzt haben. Das Oeuvre L.s ist am vollständigsten in der Monographie von Freise (s. Lit.) zusammengestellt. Berichtig. u. Nachträge dazu: 1. Gemälde: Freise Nr 20 jetzt Slg Mac Coy, Belfast (Abb. Oud-Holl., XLI 110); Nr 32 seit 1919 bei Goudstikker, Amsterdam (Kat. 1926 Nr 30); Nr 36 jetzt Leningrad, Ermitage; Nr 39 ist bez. u. 1826 dat.; Nr 41 jetzt Budapest, Mus.; Nr 42 alte Nachzeichn. davon im Rembrandthaus, Adam; Nr 75 jetzt Rembrandthaus, A'dam, bez. u. 1616 datiert. Nicht bei Freise: Beweinung Abels, Rembrandthaus, Adam, bez. u. 16'24 dat.; Juda u. Thamar, holt. Privatbes.; Taufe Christi, versteig. 8. 4. 1913 bei Lepke, Berlin, als Moeyaert (Kat. Nr 98), identisch mit dem bez. u. 1629 dat. Bild gleichen Themas der Verst. vom 13. 3. 1923 in Stockholm (Abb. im Kat.); Rastendes Hirtenpaar, Leihgabe der Slg Chabot (Clarens) im Zentralmus. Urrecht; Coriolan empfängt die Abgesandten, Dublin, Trinity Coll. (Abb. Oud-Holl., XLI 1 58). - 2. Zeichn.: Freise Nr 17 seit 1922 im Städel-Inst. Frankf. a. M. (Abb. in Stift u. Feder, Heft I Nr 18; fraglich). Nicht bei Freise : Sophonisbe empfängt den Giftbecher, Feder, lav., Bremen, Kunsthalle (Abb. in Veröffentl. d. Prestel-Gesellschaft, 1915 II Nr 21); Abrahams Opfer, Rötel, lav., Mähren, Privatbes. (Abb. in: Die Graph. Künste, 1913, 4. Heft); Steinigung d. Stephanus, versteig. 21. 6. 1919 Lepke, Berlin (Abb. im Katal.), jetzt Kupferstichkab. ebda als Sal. Koninck. Lit.: K. Freise, P. L., s. Leben u. s. Kst, Diss. Phil. Halle-Wittenberg 1910, mit Lit.; erweitert (Oeuvreverz.) u. mit 44 Abb. als Bd V der Kstwiss. Studien, Lpzg 1911; cf. Bespr. von F. M. Haber d i † z I in Kstgesch. Anzeigen, Wien 1910, p. 120125, u. A. Bredius in Monatsh. f. Kstwiss., Lpzg 1911, p. 129f. - Ergänz. u. Nachtr. zu dem Lit.-Verz. bei Freist: Frederiksborg, 11: F. Beckett, Slottets Historie, 1914. - A. Bredius, Künstler-Inventare (Quellenstud. z. holl. Kstgesch.), 1915/22, Reg. - J. Meder, Die Handzeichnung, 1919. - Th. Frimmel, Neue Blätter f. Gemäldekde, I (1922/23)8, in. Abb., 98f. - H. Wichmann, Leon. Bramer, 1923. - Harry Schmidt, Jürgen Ovens, 1923, p. 96 f., 292. - P. Ganz, Msterwerke d. öffentl. Kstslg i. 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