Schiele, Egon, österr. Maler, Zeichner, Grafiker, *12.6.1890 Tulln, †31.10.1918 (Span. Grippe) Wien.
Schiele, Egon
Sohn des Oberoffizials der k. u. k. Staatsbahn Adolf Eugen S. und der Marie S., geb. Soukup. Eine seiner drei Schwestern, Gertrude, gen. Gerti, steht S. in seiner Frühzeit oft Modell, häufig auch für Aktzeichnungen, und heiratet 1914 S.s Malerkollegen Anton Peschka (1885). Während S.s Kindheit ist der Vater Stationsvorstand in Tulln, die Fam. wohnt in einer Dienstwohnung im Tullner Bahnhof. Ausb.: 1896-1902 Volksschule in Tulln, 1900-02 Realgymnasium in Krems, 1902-06 Landes-Real- und Obergymnasium Klosterneuburg. 1904 wird S.s Vater wegen einer schweren Erkrankung infolge einer Syphilis seines Postens enthoben, die Fam. übersiedelt nach Klosterneuburg/NÖ. Als der Vater E. 1904 stirbt, wird der Onkel Leopold Czihaczek zum Vormund von S. und seiner Schwester Gerti ernannt. S.s Zeichenlehrer Ludwig Karl Strauch, der Augustiner-Chorherr Wolfgang Pauker sowie der Klosterneuburger Maler Max Kahrer raten zu einer künstlerischen Ausb. für den jungen S. Gemeinsam mit dem späteren Schriftsteller Fritz Karpfen und dessen Bruder begründet S. 1906 die Union-Kunstzeichnen- und Malanstalt, von der in der Folge aber keine weiteren Aktivitäten ausgehen. Im Herbst 1906 besteht S. die Aufnahmeprüfung der Wiener ABK. Czihaczek sorgt für die Finanzierung des Stud. und vermittelt dem jungen S. eine gutbürgerliche, Theater und Musik aufgeschlossene Lebenswelt. 1908 Eintritt in die Allg. Malklasse von Christian Griepenkerl, mit dessen konservativen Lehrmethoden S. zunehmend auf Konfrontation geht. Stilistisch entwickelt sich S. von einem akad. Naturalismus zum secessionistischen Stil mit der Stilisierung der Flächen und Betonung der Konturierung. Unter dem Eindruck Gustav Klimts, den er wahrsch. erst im Nov. 1907 kennenlernt, übernimmt S. Komp. mit geometrisch-ornamentalen Flächen und bezeichnet sich selbst als "Silber-Klimt" (Wassergeister, Mischtechnik, 1907, Privatbesitz; Blumen vor goldenem Hintergrund, Öl/Lw., 1908, Wien, Leopold-Mus.). Zus. mit Gerti unternimmt er mehrmals Reisen nach Triest, wo Studien nach dem Triester Hafenviertel entstehen. Im Mai bis Juni 1908 nimmt S. an der Ausst. der Klosterneuburger Künstler im Stift Klosterneuburg teil; im Dez. 1908 bezieht S. sein erstes Atelier (Wien II., Kurzbauergasse 6). Im Sommer 1909 nimmt er mit Arbeiten auf Papier an der von der Klimt-Gruppe organisierten Internat. Kunstschau in Wien teil. Er macht die Bekanntschaft mit dem Architekten Josef Hoffmann (1870) und übernimmt Aufträge der Wiener Werkstätten für Postkarten. Im Frühjahr 1909 gründet S. zus. mit seinen Studienkollegen Anton Faistauer und Franz Wiegele (1887) sowie weiteren Malerkollegen wie Peschka (1885), Albert Paris von Gütersloh und and. Mitstreitern die Neukunstgruppe, als deren Präs. und Sekretär S. fungiert. Die erste Ausst. der Neukunstgruppe erfolgt im Dez./Jan. 1909/10 im Salon des Wiener Kunsthändlers Gustav Pisko. Gezeigt werden 165 Werke von rund 30 Künstlerinnen und Künstlern, u.a. Hans Böhler, Rudolf Kalvach sowie zahlr. Studierenden der Wiener KGS. Im Katalog der Schau wird ein von S. verfasstes Manifest der Neukunstgruppe abgedruckt, das er 1914 leicht verändert erneut publiziert (Die Aktion 20:1914). Während der Ausst. macht S. Bekanntschaft mit wichtigen Persönlichkeiten wie den Sammlern Carl Reininghaus und Dr. Oskar Reichel sowie dem Verleger Eduard Kosmack und dem Kunstkritiker der Arbeiterzeitung, Arthur Roessler. Roessler wird in den folgenden Jahren für S. eine der wichtigsten Bezugspersonen, er unterstützt S. publizistisch und berät ihn bei Ausstellungsangelegenheiten und beim Verkauf seiner Werke. An den nachfolgenden Ausst. der Neukunstgruppe sind u. a. auch Oskar Kokoschka, Anton Kolig, Robin Christian Andersen und Sebastian Isepp vertreten. Im Rahmen der von den Wiener Wkstn hrsg. Postkartenserie erscheinen drei Motive mit modebetonten Entwürfen von S. Beteiligung an der Ersten Internat. Jagd-Ausst. (Mai bis Okt.), wo S. im Saal der Klimt-Gruppe das Gem. eines lebensgroß sitzenden Frauenakts zeigte. Mit diesem und vier weiteren ähnlichen Aktgemälden, wovon sich heute nur Sitzender Männerakt (Selbstbildnis) (Öl und Gouache, 1910, Wien, Leopold-Mus.) erhalten hat, manifestiert sich erstmals der Bruch mit der Ästhetik des Jugendstils. Es entstehen zahlr. aquarellierte oder mit Gouache versehene Zchngn von torsohaften Akten, häufig auch Selbstdarstellungen, deren überlange, schmale Körper S. einer geometrischen Stilisierung unterwirft. Mit diesen Arbeiten rezipiert S. die expressionistische Avantgarde, die sich in Wien kurz zuvor erstmals in den Werken Kokoschkas manifestiert hat. Im Gegensatz zu Kokoschka allerdings bleibt S. trotz seiner formalen und motivischen Expressivität weiterhin einer stilisierenden Linearität verpflichtet. Zeitweise arbeitet er in Ateliergemeinschaft mit dem Maler Max Oppenheimer, beide Künstler porträtieren sich gegenseitig. Enge Kontakte hat er auch zu Erwin Dominik Osen, einem ausgebildeten Theatermaler, der in dieser Zeit zus. mit der Tänzerin Moa Nahuimir öff. auch als Tänzer und Pantomime auftritt. In der Entwicklung einer unbefangenen, unkonventionellen Körperlichkeit dürfte Osen für den jungen S. wegweisend gewesen sein. Osen und Moa stehen S. auch für zahlr. Zchngn Modell. Mai bis Okt. 1910 hält sich S. in Krumau/Češký Krumlov auf, dazwischen kehrt er vorübergehend nach Wien zurück. In Krumau verfasst S. rund 15 Prosagedichte, deren lyrisch-expressive Rhetorik Elemente der Dichtungen von Arthur Rimbaud aufweisen. Aufgrund von Streitigkeiten mit Czihaczek legt dieser noch während des Aufenthalts in Krumau die Vormundschaft nieder, wodurch sich für S. die finanzielle Situation schlagartig verschlechtert. Von Juni bis Okt. 1910 arbeitet er in der Alserbachstraße 39, anschl. bezieht er Atelier in Wien XII., Grünbergstraße 31. S. malt eine Serie lebensgroßer Bildnisse von Persönlichkeiten aus seinem Umfeld, unter ihnen Arthur Roessler (Wien Mus.), der Verleger Eduard Kosmack (Wien, Belvedere), der Malerkollege Karl Zakovšek (New York, Privatbesitz) und der Gynäkologe Dr. Erwin von Graff (Privatbesitz). Von Graff verschafft S. Zutritt zur städt. Klinik, wo S. hochschwangere Frauen nackt zeichnet. Im Herbst 1910 Bekanntschaft mit dem Eisenbahnbeamten Heinrich Benesch, der einer der wichtigsten Sammler von S.s Zchngn und Aqu. werden sollte und den S. 1914 im Doppelporträt Heinrich und Otto Benesch (Linz, Lentos) festhält. Von Apr. bis Mai 1911 hat er seine erste Einzelausstellung in der Wiener Gal. Miethke. Für den Ausstellungskatalog verfasst von Gütersloh den Essay "Versuch einer Vorrede". S. macht die Bekanntschaft mit Wally Neuzil, die zunächst als Modell für ihn arbeitet. Bald entwickelt sich zw. beiden eine Liebesbeziehung und Wally wird S.s ständige Partnerin. S. schafft von Wally zahlr. Zchngn und eines seiner Hw. (Bildnis Wally Neuzil, Öl/Lw., 1912, Wien, Leopold-Mus.). Gemeinsam mit Wally reist S. im Frühjahr 1911 nach Krumau mit der Absicht, dort dauerhaft zu bleiben. Die Tatsache, dass S. mit Wally unverheiratet zusammenlebt und junge Mädchen zu Aktstudien heranzieht, macht seinen Aufenthalt jedoch untragbar. Das Paar verlässt Krumau E. Juli wieder; im Sept. 1911 übersiedeln sie nach Neulengbach/NÖ. Die hier entstehenden Werke (u.a. Selbstbildnis mit Lampionsfrüchten, Öl und Deckfarben/Holz; Eremiten, Öl/Holz; Kardinal und Nonne [Liebkosung], Öl/Lw.; alle 1912, Wien, Leopold-Mus.) zählen zu den bedeutendsten Werken S.s. Ab Sept. 1911 übernimmt der Münchner Kunsthändler Hans Goltz für die kommenden Jahre S.s Vertretung in Deutschland. Im Nov. wird S. Mitgl. der Münchner Künstlervereinigung Sema; für die 1912 publ. Sema-Mappe schafft S. die Lith. Selbstdarstellung als Akt. Im Apr. 1912 stellt S. im Mus. Folkwang in Hagen gemeinsam mit Grafiken des schwed. Künstlers Emil Zoir aus, parallel zu einer Ausst. von Wilhelm Lehmbruck im gleichen Saal. In der Folge erwirbt Karl Ernst Osthaus für das Mus. Folkwang Die Kleine Stadt I (Tote Stadt VI) (Öl/Lw., 1912, Zürich, Kunsthaus). Dies ist der erste Ankauf eines Gem. von S. durch ein Museum. Am 13.4.1912 werden in S.s Atelier in Neulengbach von der Polizei 125 Zchngn S.s beschlagnahmt, S. wird in Untersuchungshaft genommen und am 30.4.1912 ins Kreisgericht nach St. Pölten überstellt. Bei der Gerichtsverhandlung am 4. Mai erweist sich die urspr. Anklage, die 14-jährige Tatjana Georgette Anna von Mossig, Tochter eines pensionierten Marineoffiziers, verführt zu haben, als haltlos. Weil Kinder aber gelegentlich in S.s Atelier Aktstudien gesehen haben, ist der Tatbestand der "Verbreitung unsittlicher Zeichnungen" gegeben, wofür S. zu drei Tagen Arrest, die mit der 24-tägigen Untersuchungshaft bereits verbüßt sind, verurteilt wird. Während der Gerichtsverhandlung in St. Pölten wird ein Bl. S.s öff. verbrannt. S. fertigt im Gefängnis von Neulengbach zwölf aquarellierte Zchngn an (größtenteils Wien, Albertina). Die sog. Neulengbach-Affäre findet in der Wiener Öffentlichkeit kaum Beachtung, bei S. löst sie jedoch eine schwere psychische Krise aus. U. a. stellte er ab nun seinen Umgang mit Kindermodellen ein. Reisen führen ihn nach Klagenfurt, Triest, Lindau, Bregenz und München und er macht die Bekanntschaft mit dem Sammler Franz Hauer. Im Nov. 1912 bezieht er ein neues Atelier (Wien XIII., Hietzinger Hauptstraße 101), das er bis zu seinem Tod behalten sollte. Durch Klimt lernt er den Industriellen und Sammler August Lederer und dessen Fam. kennen; der Sohn Erich Lederer, den S. auch porträtiert (Bildnis Erich Lederer, Öl/Lw., 1912/13, Basel, KM), wird sein Schüler. Zum Jahreswechsel 1912/13 wird die Neukunstgruppe als Ganzes in den Bund Österr. Künstler, der sich 1912 aus der ehemaligen Klimt-Gruppe konstituiert hat, aufgenommen. Im Frühjahr 1913 hält er sich zum Malen in der Wachau auf; er unternimmt Reisen nach Krumau, Villach und Tarvis; im Sommer 1913 besucht er Roessler in Altmünster am Traunsee. Die in dieser Periode entstehenden Lsch.- und Figurenbilder stellen einen Höhepunkt in S.s Tendenz einer geometrisch-stilisierenden Gestaltungsweise mit ansatzweise kubistisch-splittrigen Flächenzerlegungen dar (z.B. Mann und Frau I [Liebespaar I], Öl/Lw., 1914, Privatbesitz). S. wird Mitarb. der von Franz Pfemfert hrsg. Berliner Zs. "Die Aktion", in der Zchngn und Prosagedichte S.s veröff. werden. Im Mai 1914 lernt er bei Robert Philippi das Holzschneiden und Radieren und schafft einige Rad. und Hschn., setzt diese Technik aber nicht fort. Der Fotograf Anton Josef Trčka fertigt Porträtaufnahmen von S. in char. Posen und Gestik an. Er macht die Bekanntschaft mit dem Industriellen und Sammler Heinrich Böhler, der bei S. Malunterricht nimmt. Zudem arbeitet er an mehreren ungewöhnlich großformatigen, vielfigurigen allegorischen Darst., wie Auferstehung (Gräber, auch: Heldengräber-Auferstehung), Bekehrung II, Begegnung (Selbstbildnis mit einem Hl.), die S. teilw. nicht voll. und die sich bis auf wenige Fragm. alle nicht erhalten haben. An dem im Frühjahr 1914 durch Carl Reininghaus organisierten internat. Malwettbewerb ("Reininghaus-Konkurrenz") beteiligt sich S. mit dem erw. Gem. Begegnung (Selbstbildnis mit einem Hl.), erhält aber unerwartet keinen Preis. E. 1914 intensiviert sich die Beziehung zu den beiden Töchtern Adele und Edith des aus Deutschland stammenden Schlossermeisters und Bahnbediensteten Johann Harms, der mit seiner Fam. im gegenüberliegenden Haus von S.s Atelier in der Hietzinger Hauptstraße im 13. Bezirk wohnt. Am 31. Mai 1915 wird S. zum Militärdienst einberufen, nachdem er zuvor zweimal für untauglich befunden worden war. S. trennt sich von Wally Neuzil, vermutlich in diesem Kontext entsteht das Bild Tod und Mädchen (Mann und Mädchen, auch: Verschlungene Menschen, Öl/Lw., Wien, Belvedere). Am 17.6.1915 heiratet er Edith Harms. Er hält Edith in zahlr. Zchngn und zwei Gem. fest (Bildnis Edith S., stehend [Edith S. in gestreiftem Kleid], Öl/Lw., 1915, Den Haag, Gemeente-Mus.; Bildnis Edith S., sitzend, Öl/Lw., 1917/18, Wien, Belvedere). Im Juni und Juli erfolgt die Militärausbildung in Prag und Neuhaus/Jindřichův Hradec, ab Aug. absolviert er den Militärdienst in Wien und in der näheren Umgebung (Wach- und Kanzleidienste), parallel ist er weiterhin an Ausst. beteiligt (u.a. Berliner Secession: Bund österr. Künstler). Die Berliner Kunstzeitschrift "Die Aktion" veröffentlicht ein H. zu E.S. (Nr. 35/36). In dieser Zeit verändert sich S.s Malstil, die schroffe Expressivität weicht einer naturalistischen, lebensnäheren Darstellungsweise. Im Mai 1916 wird er nach Mühling/NÖ zum Dienst in einem Lager für kriegsgefangene russ. Offiziere versetzt. Dort entsteht eine Serie von farbigen Zchngn von Porträts russ. Kriegsgefangener sowie das Gem. Zerfallende Mühle (Mühle, auch Bergmühle; St. Pölten, Mus. NÖ), das eines der wenigen großformatigen Werke in diesem Jahr ist. Im Jan. 1917 wird er nach Wien in die "k.k. Konsumanstalt für die Gagisten der Armee im Felde" versetzt. Zus. mit von Gütersloh wird er mit der Organisation der Kriegs-Ausst. 1917 im Wiener Prater betraut. Im Juli 1917 gibt der Wiener Kunsthändler Richard Lányi eine Mappe von zwölf Lichtdrucken sowie Postkarten nach S.s Zchngn und Aqu. heraus. 1918 werden Zchngn S.s in der Zs. "Der Anbruch - Flugblätter aus der Zeit" veröffentlicht. Die 49. Ausst. der Wiener Secession (März 1918) ist S. und weiteren sechs von S. ausgewählten Malerkollegen gewidmet. S. zeigt mit großem Erfolg 19 große Gem. und 29 Arbeiten auf Papier. Im Apr. 1918 wird er ins K. u. K. Heeresmuseum versetzt, dort wird S., gemeinsam mit Faistauer, mit der Organisation von Ausst. von Kriegsbildern betraut. Im Juni 1918 gründet S. die nur wenige Wochen existierende Neue Secession Wien, deren einzige Ausst. mit 200 graf. Arbeiten von 30 Künstlerinnen und Künstlern, darunter viele Vertreter des dt. Expressionismus, er im Juni im Künstlerhaus Rudolphinum in Prag organisiert. Im Juli 1918 bezieht er ein weiteres Atelier (Wien XIII., Wattmanngasse 6). Er schafft zunehmend idealtypische, existentielle Darst. (Die Fam. [Kauerndes Menschenpaar, auch: Ein Menschenpaar], Öl/Lw., Wien, Belvedere; Mann und Frau II [Liebespaar III], unvoll., Öl/Lw., Wien, Leopold-Mus.). Im Sept. 1918 gründet S. den Sonderbund, dessen erste Ausst. er noch plant, aber nicht mehr erlebt. Am 28.10.1918 verstirbt Edith im sechsten Schwangerschaftsmonat an der Span. Grippe, wenige Tage später (31.10.) auch S. Er wird auf dem Friedhof in Wien-Ober St. Veit beigesetzt. - S. erscheint als äußerst vielschichtige, komplexe Persönlichkeit. Einerseits tritt er als lebenslustiger, umgänglicher Zeitgen. auf, der aus einem gutbürgerlichen Milieu stammt und sich im ges. Umgang selbstsicher zu behaupten weiß. Zudem entwickelt er ein beachtliches Organisationstalent in Hinblick auf eigene Vermarktungsstrategien und die Förderung von Gruppenaktivitäten. Andererseits lassen S.s Bildthemen auf einen eigenwilligen, grüblerischen Char. schließen, der sich offensichtlich der Ges. zu entziehen versucht. Viele Werke erscheinen tiefgründig, psychologisierend, insbes. jene mit mystischen, allegorischen Themen, und lassen auf eine spiritistisch veranlagte Persönlichkeit schließen (z.B. Die Offenbarung, Öl/Lw., 1911, Wien, Leopold-Mus.). Immer wieder finden sich in S.s Gem. auch Darst. von Sterben und Tod (z.B. Selbstseher II [Selbstporträt mit dem Tod], auch: Mann und Tod, Öl/Lw., 1911; Entschwebung [Die Blinden II], auch: Blinde, Öl/Lw., 1915; beide Wien, Leopold Mus.). Einen betont lyrisch-melancholischen Grundcharakter weisen auch S.s Landschafts- und Städtebilder auf, deren Motive sich häufig auf die Stadt Krumau und deren Umgebung beziehen. Sie erscheinen als Metapher für Einsamkeit und Vergänglichkeit und entfalten oft anthropomorphe Wirkungen (z.B. Tote Stadt III [Stadt am blauen Fluss III], Öl/Holz, 1911; Herbstbaum mit bewegter Luft [Winterbaum], Öl/Lw., 1912; Häuser am Meer [Häuserreihe], Öl/Lw., 1914; alle Leopold-Mus.; Vier Bäume, Öl/Lw., 1917, Wien, Belvedere). Selbst S.s freizügige erotische Darst. spiegeln intensive Reflexion existentieller menschlicher Befindlichkeiten wider. In Motiven von Paarbeziehungen scheint S. vielfach trad. Geschlechterrollen zu hinterfragen, gelegentlich finden sich auch gleichgeschlechtliche Paarkonstellationen und Darst. von tabuisierter Autoerotik. Geradezu spektakulär erscheinen S.s zahlr. Selbstdarstellungen mit exaltierten Posen und Gestik, das Gesicht gelegentlich zu entstellter Grimasse verzerrt. In diesen exzentrischen Selbstinszenierungen scheint S. in unterschiedliche Rollen zu schlüpfen und die Möglichkeiten psychischer Extremsituationen auszuloten. Solche Themen hält S. allerdings nahezu ausschl. auf Papier fest, zu den wenigen Ölgemälden mit erotischen Motiven zählen Liegende Frau (Öl/Lw., 1917, Wien, Leopold-Mus.) und Umarmung (Liebespaar II, auch: Mann und Frau; Öl/Lw., 1917, Wien, Belvedere). S. gehört zu den herausragenden Protagonisten der Wiener Moderne. Durch seine virtuose Beherrschung der Linie und der char. geometrisch-stilisierten, bisweilen expressionistischen Organisation von Farbe und Fläche im Bildraum hat sein Œuvre trotz seines kurzen Lebens bis heute an Bedeutung nicht verloren.
Solo exhibitions:
Wien: 1911 Gal. Miethke (K); 1914-15 Gal. Arnot; 1919 Kunsthandlung Gustav Nebehay; 1923, '48, '54 Neue Gal. (K); 1925 Kunsthandlung Würthle; 1928 Ausst.-Halle des Hagenbundes und Neue Gal. (K); 1948, '68, 2005, '17 Albertina (K); 2004, 2018 Leopold-Mus. (K); 2011 Belvedere (K) / 1912 Hagen, Folkwang-Mus. / München: 1913 Kunstsalon Goltz (K); 2011 Lenbachhaus (K) / 1984-86 Wien, ABK (K Internat. Wander-Ausst.) / New York: 1941, '48, '57, '68 Gal. St. Etienne (K); 1965 Guggenheim (mit Klimt; K); 2005, 2014-15 Neue Gal. (K); 2014 Nahmad Contemp. (K, mit Cy Twombly, Jean-Michel Basquiat) / 1949 Linz, Neue Gal. (K) / 1950 Salzburg, Künstlerhaus (K) / 1958 Baden-Baden, SKH (mit Klimt; K) / 1960-61 Boston, Inst. of Contemp. Art (K, Wander-Ausst.) / 1963 (K), 1998-99 (K) Innsbruck, Tiroler LM Ferdinandeum / 1963 Turin, Gall. Galatea d'Arte Contemp. (K) / London: 1964, '69, '79 Marlborough FA (K); 1972, '75 Fischer FA (K); 2011 Gall. Richard Nagy (K); 2015 The Courtauld Gall. (K) / 1971-72 Des Moines, AC (K, Wander-Ausst.) / Tokio: 1979 Seibu MoA (K); 1986 Isetan Mus. (K, Wander-Ausst.); 1991-92 Bunkamura Mus. (K, Wander-Ausst.); 1997 Seiji Togo Memorial Yasuda Kasai MoA (K, Wander-Ausst.) / 1981 Brüssel, Pal. des BA (mit Klimt und Kokoschka; K) / Rom: 1984 Rom, Pin. Capitolina (K, Wander-Ausst.); 2001-02 Mus. Centrale del Risorgimento (mit Klimt und Kokoschka; K) / 1987 Charleroi, Pal. des BA (K) / 1988-89 (Internat. Wander-Ausst., 2014-15 (mit Jenny Saville) Zürich, Kunsthaus (alle K) / 1995-98 Tübingen, KH (K, Internat. Wander-Ausst.) / 2001-02 Zug, Kunsthaus / 2003 Lugano, MAM (K) / 2004: Palermo, Civ. GAM E. Restivo (K); Tulln, Stadtgemeinde (K) / 2005 Amsterdam, Van Gogh Mus. (K) / 2007 Oslo, Munch Mus. (K) / 2008-09 Sankt Pölten, LM Niederösterreich (K) / 2010 Mailand, Pal. R. (K) / 2013 Budapest, SzM (K) / 2018 Liverpool, Tate (mit Francesca Woodman) / 2018-19 Schweinfurt, Mus. Georg Schäfer (K) / 2018-19 Wien, Unteres Belvedere (K) / 2020 Wien, Leopold-Mus. (mit Friedensreich Hundertwasser, K) / 2021 Wien, Leopold-Mus. (mit Erwin Osen). -
Group exhibitions:
1910 Prag, Klub dt. Künstlerinnen: Neukunstgruppe / Wien: 1912 Ausst.-Halle des Hagenbundes: Neukunstgruppe (K); 1913-14 Akad. Verband für Lit. und Musik: Internat. Schwarz-Weiss-Ausst. (K); 1918 Secession: XLIX. Ausst. der Vereinigung bild. Künstler Österreichs (K); 1933 Neue Gal.: A. Faistauer, G. Klimt, O. Kokoschka und E.S.; Wien Mus.: 1964: Wien um 1900 (K); 2004: S. und Roessler. Der Künstler und sein Förderer (K); Belvedere: 2006: Die Tafelrunde. E.S. und sein Kreis (K); 2015-16: Klimt, S., Kokoschka und die Frauen (K); 1985 Künstlerhaus: Traum und Wirklichkeit, Wien 1870-1930 (K); Leopold Mus.: 2004: E.S. - Horst Janssen (K); 2011-12: E.S. - Melancholie und Provokation (K); 2015: Wally Neuzil - Ihr Leben mit E.S. (K); 2015: Tracey Emin, E.S. - Where I want to go (K) / Köln: 1912 Städt. Ausst.-Halle: Internat. Kunst-Ausst. des Sonderbundes westdeutscher Kunstfreunde und Künstler (K); 2012 Wallraf-Richartz-Mus.: 1912 - Mission Moderne (K) / München: 1912 Gal. Thannhauser: Sema; 1912, '13 Münchner Sezession / Budapest, Művészház: 1912: Neukunstgruppe; 1913: Bund Österr. Künstler (K) / 1913 Düsseldorf: Große dt. Kunst-Ausst. / 1917 Stockholm, Liljevalchs KH: Österrikiska Konstutställningen (K) / 1917-18 Kopenhagen, Ostrigsk Kunstudstilling (K) / 1918 Zürich, Kunsthaus: Ein Jh. österr. Malerei (K) / Paris: 1937 Mus. du Jeu de Paume: Expos. d'Art Autrichien (K); 1986 Centre Pompidou: Vienne, 1880-1938 (K); 2005 Gal. nat. du Grand Pal.: Vienne 1900 (K); 2001 Mus. Maillol: La Vérité Nue (K) / Bern, KH: 1937: Österr. Kunst im 20. Jh. (K); 1957: Kunst aus Österreich (K, Wander-Ausst.) / Amsterdam: 1956-57 Sted. Mus.: Kunst uit Oostenrijk (K, Wander-Ausst.); 2006-07 Van Gogh Mus.: Vincent van Gogh and Expressionism (K, Internat. Wander-Ausst.) / 1963 Berkeley, Univ. AG: Viennese Expressionism (K, Wander-Ausst.) / 1981 Hamburg, KH: Experiment Weltuntergang (K) / 1984 Venedig, Pal. Grassi: Bienn. (K) / 1993-94 Madrid, MNCARS: Viena 1900 (K) / 1998 Brüssel, Mus. d'Ixelles: Österr. Expressionismus (K, Internat. Wander-Ausst.) / 2000 Hannover, Kestner Ges.: Aufbruch der Mod. (K) / 2000-01 Aosta, Mus. Archeol. Regionale: Klimt e S. e i maestri dell'Espressionismo austriaco dalla Fond. Leopold (K) / Frankfurt am Main, Schirn: 2005: Die nackte Wahrheit (K, Internat. Wander-Ausst.); 2015: Künstler und Propheten (K, Wander-Ausst.) / 2006-07 Rovereto, MART: S., Klimt, Kokoschka e gli amici viennesi (K) / 2007 Athen, Megaron: Klimt, S., Kokoschka and their Time (K) / 2010-11 Riehen, Fond. Beyeler: Wien 1900 (K) / 2011 Melbourne, NG of Victoria: Vienna (K) / 2021-22 Humlebæk, Louisiana MoA und Mannheim, KH: Mutter! (K).
Thieme-Becker, Vollmer, and AKL:
ThB30, 1936; Vo6, 1962
Other encyclopedias:
ELU IV, 1966; Fuchs, Geb. Jgg. II, 1977; Bauer, GEM VII, 1978; DA XXVIII, 1996; I.F. Walther, Künstler-Lex., in: Kunst des 20. Jh., II, Köln u.a. 1998
Printed sources:
F.Karpfen, Das E.S. Buch, W. 1921; A.Roessler (Ed.), In Memoriam E.S., W. 1921; A.Roessler, Briefe und Prosa von E.S., W. 1921; O.Kallir, E.S. Œuvre Cat. of the Paintings, W. 1930 (2. Aufl. N.Y./W. 1966); W.Hofmann, E.S. "Die Familie", St. 1968; R.Leopold, E.S. Gem., Aqu., Zchngn, Sg. 1972; A.Comini, E.S.s Portraits, Berkley 1974; P.Vergo, Art in Vienna. 1898-1918, Ox. 1975 (4. Aufl. 2015); C.M. Nebehay, E.S. Leben. Briefe. Gedichte, Sg./W. 1979; F.Whitford, E.S., Lo. 1981; P.Werkner, Physis und Psyche. Der österr. Frühexpressionismus, W./M. 1986; C.M. Nebehay, E.S. Von der Skizze zum Bild, M./W. 1989; J.Kallir, E.S. The Complete Works, N.Y. 1990 (erweiterte Aufl. 1998); W.G. Fischer, E.S. Pantomimen der Lust. Visionen der Sterblichkeit, Köln u.a. 1994 (2. Aufl. 2004); P.Müller-Tamm (Ed.), E.S. Inszenierung und Identität, Köln 1995; T.G. Natter, Die Welt von Klimt, S. und Kokoschka. Sammler und Mäzene, Köln 2003; J.Kallir, E.S. Aqu. und Zchngn, W. 2003; K.Smith, Between Ruin and Renewal. E.S.s Landscapes, New Haven/Conn. 2004; K.A. Schröder, E.S.: Eros und Passion, M. 2004; R.Steiner, E.S. Die Mitternachtsseele des Künstlers, Köln 2005; E.Leopold (Ed.), Der Lyriker E.S. Briefe und Gedichte 1910-1912 aus der Slg Leopold, M. u.a. 2008; R.Leopold (Ed.) E.S. Die Slg Leopold, Wien, M. u.a. 2009; E.von Samsonow, E.S. Ich bin die Vielen, W. 2010; H.Pereña Sáez, E.S. Wahrnehmung, Identität und Weltbild, Marburg 2011; J.T. Ambrózi u.a. (Ed.), E.-S.-Jb., Bd 1, W. 2011 (zahlr. Beiträge); H.Berger, Tod und Mädchen. E.S. und die Frauen, B. 2011; J.Kallir, S.s Frauen, M. u.a. 2012; E.von Samsonow, E.S. Sanctus Franciscus Hystericus, W. 2012; J.T. Ambrózi u.a. (Ed.), E.-S.-Jb., Bd 2/3, W. 2012/13 (zahlr. Beiträge); C.Bauer (Ed.), E.S. Der Anfang, M. 2013; id. (Ed.), E.S. Fast ein ganzes Leben, M. 2015; E.von Samsonow (Ed.), E.S. als Sammler, Weitra 2016; P.Karez, E.S., Ha. 2016; T.G. Natter (Ed.), E.S. Sämtliche Gem. 1909-1918, Köln 2017; B.Summerauer, E.S., W. 2017; H-P. Wipplinger (Ed.), 1. E.S.-Symposium im Leopold-Mus., W. 2017 (zahlr. Beiträge); D.Leopold, E.S., M. 2017; H.-D. Fronz, Kunstforum internat. 279:2022(Jan.-Febr.)286-288
Schiele, Egon, Maler u. Graphiker,*12.6. 1890 Tulln a. d. Donau, †31. 10. 1918 Wien. Sohn eines aus anhalt. Familie stammenden Wieners u. einer Krumauerin. Besucht 1906/09 die Wiener Akad. Weitergebildet unter dem Einfluß Klimts. Während des Krieges Wachtsoldat. Neigung zu Erotomanie, Mystik u. psycholog. Analyse (1910: Tote Mutter; Knabe; 1911: Selbstbildnis). Auch Hodler u. die Ostasiaten haben auf ihn gewirkt (1914: Häuser am Meer; 1917: Vier Bäume; 1918: Wasserfall). Anfängliche Beziehungen zum Jugendstil weichen in den letzten Arbeiten (1918: Bildnis der Gattin; Die Familie) einer ornamental-kalligraphisch betonten Ausdruckskunst von ganz persönlichem Gepräge. - Gemälde in d. Modernen Gal. Wien (Die Gattin d. Künstlers, sitzend, Sonnenblumen, Mann u. Mädchen, Bildnis V. v. Bauer, u. einige Aquarelle); 1. d. Secessions-Gal. Schleißheim (Mann u. Mädchen) u. im Gem.-Mus. im Haag (Die Gattin des Künstlers, stehend). Zeichnungen in der Albertina, Wien. Lit.: P. Gütersloh, E. S., Wien 1915. - Zeichnungen von E. S., 12 Bl. in Originalgr., Wien 1917. - A. Rößler, Krit. Fragmente (Aufs. über Ost. Neukstler), W. 1918. - E.-S.-Mappe, W. 1920. - Briefe u. Prosa v. E. S., hrsg. u. eingel. von A. Rößler, W. 1921. - In Memoriam E. S., hrsg. v. A. Rößler, W. 1921. - Das E.-S.-Buch, hrsg. v. F. Karpfen, W. 1921. - Das graph. Werks'. E. S., Mappe mit 2 Lith. u. 6 Rad., Text v. A. Rößler, W. 1921. - Erinnerungen an E. S., Marginalien von A. Rößler, W. 1922. - E. S. im Gefängnis, Aufzeichn. u. Zeichn., hrsg. v. A. Rößler, W. 1922.-A. Faistauer, Neue Malerei in Ost., W.1923. - O. Nirenstein, E. S., Persönlichkeit u. Werk, W. 1929 (mit Gemäldeverzeichnis). - Zeitschriften: Bild. Kstler (Wien), 1911 p. 104/21 (A. Rößler). - Die Kunst, 25 (= Kst f. Alle, 27), 1911/12 P. 443, 458. - Dtsche Kst u. Dekor., 34 (1914) 88, 90; 38 (1916) 53, 61; 41 (1917/18) 114f.; 44 (1919) 227/43 (A. Rößler); 63 (1928/29) 114/20 (W. Born). - Kst u. Ksthandwerk, 18 (1915) 177; 21 (1918) 433. - Die Graph. Kunste, 39 (1916) 70/78 (L. Liegler); 41 (1918) 13, Mitteil. d. Gesellsch. f. vervielf. Kst, 1919 p. 47. - Kstchronik, N. F. 27 (1916) 190; 28 (1917) 470f.; 29 (1918) 281f., 384; 30 (1919) 116f.; 32 (1921) 819; 33 (1922) 705 f. - Donauland, 1 (1917) 210, 957. - Der Cicerone, 10 (1918) 383; 16 (1924) 50f.; 18 (1926) 295f., 392; 20 (1928) 737f.; 21 (1929) 486. - Ost. Rundschat., 57 (1918) 237f. - Die bild. Este (Wien), 2 (1919) 991110 (H. Tietze), 114f.; 3 (1920) 67f. - Genius, 2 (1920) 68, 71. - Donauland, IV/1 (1920/21) 134. - Ararat, 2 (1921) 230f. - Ost. Bau- u. Werkk.st, 2 (1925/26) 9ff. - Amicis, 1(1926) 33ff. - Dedalo, 7 (1926/27) 519ff. - Meded. v. d. Dienst v. Kunsten en Wetensch. d. Gem. 's-Gravenhage, 2 (1926/32) 127. - öst. Monatsh. V. 5. 6. 1929 p. 283/92 (A. Rößler). - Kst u. Kstler, 27 (1929) 118f. - La Revue d'Art (Antwerpen), 30 (1929) 110f. - La Renaiss. de l'Art fr., 12 (1929) 492f.
Schiele, Egon, öst. Zeichner u. Maler, *12.6.1890 Tulin, N.-Ö., †31.10.1918 Wien. Postume Ausst.: 1941, 48, 49, 57, 59 u. 61 in d. Gal. St-Etienne in New York, 1948 in d. Albertina in Wien, 1956 bei Gutekunst & Kornfeld in Bern, 1957 in d. Gal. Wolfg. Gurlitt in München, bei Dr. E. L. Hauswedell in Hamburg u. in d. Staatsgal. in Stuttgart, 1959 in d. Silbermann-Gall. in New York, 1960 in d. Bayer Gall. ebda, 1961 in d. Este Gall. ebda u. in d. Gal. im Griechenbeisl in Wien. Auf der Ausst.: Neuerwerbungen neuer Meister der Albertina Wien, 1960, war S. mit 78 Arbeiten vertreten (vgl. Art Internat. [Zürich] 4 (1960) H. 1 p. 48f., m. 4 Abbn). In d. N. Pinakothek München ein Gemälde: Todeskampf. Im Minneapolis Inst. of Arts: Bildn. d. Malers Paris von Gütersloh. Lit.: Th.-B., 30 (1936). - Gerh. Schmidt, Neue Mal. i. Öst., 1956. p. 65/70, m. 5 Abbn, 176. - The Art Index (New York), 1941 H. passim. - Art Internat. (Zürich), 2 (1958) Nr 9/10 p. 37f., 62/64 (Abbn), 75f.; 3 (1959/60) Nr 9 p. 33, m. Abb.; 4 (1960) Nr 10 p. 39/41, m. 6 Abbn. - D. getreue Eckart (Wien), 8/II (1930/31) 589 (Abb.), 594. - Alte u. mod. Kst, 4 (1959) H. 12 p. 26, m. Abb. - Kst ins Volk (Wien), 2 (1950) 496/501, m. 6 Abbn. - Öst. Kst (Wien), 8 (1937) H. 5 p. 10 (Abb.), 12. - D. Kstwerk (Baden-Baden), 5 (1951) H. 3 p. 22/29, m 5 Abbn; 11 (1957) H. 5/6 p. 70, m. Abb., H. 9 farb. Taf. geg. p. 12, 13ff., m. 4 Abbn; 12 (1958) H. 1/2 p. 33 (Abb.). - [Öst.] Tagebuch (Wien), 1 (1946) 22.6. p. 8, 9, m. 3 Abbn; 3 (1948) Nov. p. 8 u. Umschlagbild zum Juniheft; 9 (1954) Blatt Nr 16 (Abb.). - D. Weltkst, 24 (1954) H. 1 p. 11 (Abb.); 25 (1955) H. 4 p. 2, m. Abb.; 26 (1956) H. 20 p. 9, m. Abb., 20; 27 (1957) H. 4 p. 10, m. Abb.; 30 (1960) H. 13 p. 9, m. Abb.; 31 (1961) H. 1 p. 12, Umschlagbild H. 2. - Werk (Zürich), 40 (1953) Beibl. p. 41.