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Ščusev, Aleksej Viktorovič

Born
Chișinău, 26 September 1873
Died
Moskau, 24 May 1949
Country
Russia, Moldavia
Gender
male
GND-ID
Name Variations
Shchusev, Aleksey; Ščusev, Aleksej Viktorovič; Chtchoussev, Alexeï; Ščusjev, Oleksij Viktorovyč; Schtschusseff, Alexej Victorowitsch; Schtschusseff, Alexeij Wiktorowitsch; Chtchoussev, Alexeï (Transcription); Shchusev, Aleksey Viktorovich (Transcription)
Occupations
Architect; Restorer; Master Draughtsman
Places of Activity
Sowjetunion, St. Petersburg, Kiev, Moskau, Charkiv, Taškent
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Member of
GroupMAO, OACh, NOCh, Kuindži-Gesellschaft, POA, SRCh
By
Last edited
16.04.2024
Published in
AKL CII, 2019, 417; ThB XXX, 1936, 303; Vollmer VI, 1962, 406

VITA

Ščusev, Aleksej Viktorovič, russ. Architekt, Restaurator, Zeichner, Fachautor, *26.9.(8.10.)1873 Chișinău, †24.5.1949 Moskau. Älterer Bruder des Brückenbau-Ing. Pavel Viktorovič Šč. (geb. 16.1.1880 Kišinev, gest. 9.10.1957 Moskau), mit dem er bisweilen zusammenarbeitete; Vater des Architekten Michail Alekseevič Šč. (geb. 3.1.1908 St.Petersburg, gest. 29.4.1978 Moskau), Großvater des Architekten Aleksej Michajlovič Šč. (geb. 14.1.1932 Moskau, von Herbst 1988 bis Jan. 1990 Dir. des von Šč. 1946 gegr. und nach einer Fusion 1964 in Wiss. Forsch.-Mus. für russ. Archit. "A.V. Ščusev" umbenannten Museums in Moskau).

LIFE AND WORK

1891-97 Stud. an der AK St.Petersburg bei Leontij Nikolaevič Benois (Archit.) und Il'ja Efimovič Repin (Malerei), besuchte auch die Kl. von Archip Ivanovič Kuindži; 1897 Titel Archit.-Künstler und Gold-Med. (Recht auf Auslandsreise als AK-Stipendiat). 1898-99 Aufenthalt in Österreich, Italien, Tunesien, Frankreich, England und Belgien. Ab 1901 als freier Architekt beim Amt des Oberstaatsanwalts des Hl. Synods der russ.-orthodoxen Kirche tätig, weswegen nahezu alle vor 1917 entstandenen programmatischen Bauten Šč.s Kirchen waren. Nach Revolution und Bürgerkrieg, bes. nach dem Bau des Lenin-Mausoleums in Moskau (im Jan. 1924 ein provisorisches, im Frühjahr 1924 ein ständiges aus Holz; später das heutige aus Stein), nahm seine Tätigkeit neue Dimensionen an. Ohne der Kommunistischen Partei anzugehören, galt Šč. als der führende sowjetische Architekt und als Meister, der in der Lage war, jede Aufgabe umzusetzen und große (Archit.-)Institutionen zu leiten: u.a. 1918-25 Obermeister des Archit.-Ateliers der Bau-Abt. des Moskauer Stadtsowjets (Mossovet; dort entstand der erste Plan zum völligen Stadtumbau "Neues Moskau"); 1926-29 Dir. der Tret'jakov-Gal.; 1932-37 Leiter des 2. Mossovet-Archit.- und Projektierungs-Ateliers; ab 1938 Chefarchitekt des Archit.- und Projektierungs-Ateliers der Akad. der Wiss. (Akademproekt); 1946-49 erster Dir. des von ihm initiierten Mus. für russ. Archit., alles in Moskau. Langjährige Lehrtätigkeit: 1908-11 Zeichenschule der Ges. zur Förderung der Künste, St.Petersburg; 1913-18 Stroganov-KGS; 1914-17 FS für Malerei, Bildhauerei und Baukunst, beide Moskau (jeweils Zeichnen); 1923-30 Zivil-Ing.-HS (Prof.), Fak. für allg. und spezielle Baukunst; 1924-30 Vchutemas (Leiter eines Archit.-Ateliers); ab 1948 Archit.-HS, Fak. Projektierung und Bau von Wohn- und öff. Bauten (Prof.), alle Moskau. Mitgl.: 1899-1917 Russ. Archäol. Ges. (als Autor archäol. Studien, u.a. zum Haupteingang des Gur-Emir-Mausoleums in Samarkand); 1900-17 Petersburger Architekten-Ges.; 1903-17 Ges. der Künstler-Architekten (OACh); 1903-17 Neue Künstler-Ges. (NOCh; Ausst. 1904-07, '10); 1905-17 Bund Russ. Künstler (SRCh; Ausst. 1906-10, '13); 1908-17 Kuindži-Ges.; 1913-32 Moskauer Archit.-Ges. (1922-29 Vors.); ab 1932 Architekten-Verb. der UdSSR. Teiln. an zahlr. Archit.-Wettb. (v.a. nach 1917), u.a. 1911 Filiale der Staatsbank, Nižnij Novgorod; 1914 Dreieinigkeitskathedrale, Petrograd; 1915 Mietshaus der Gebr. Solodovnikov mit billigen Wohnungen, Moskau; 1925 Zentrales Telegrafenamt, ebd., und Haus der Staatlichen Industrie (Gosprom), Char'kov (Charkiv/Ukraine); 1927 Staatsbank, Moskau, und Bahnhof, Kiev; 1929 Lenin-Bibl., Moskau, und Columbus-Denkmal, Santo Domingo; 1932 Pal. der Sowjets, Moskau; 1935 Brücke über das Goldene Horn, Istanbul; 1936 UdSSR-Pavillon zur WA Paris 1937; 1949 Hotel-Hochhaus Borodino (im Rahmen der Stalinschen Hochhausbauten), Moskau. Ausz.: u.a. 1930 Titel Verdienter Architekt der UdSSR; 1937 ordentliches Mitgl. der Akad. für Archit.; 1943 Titel Akademiker der Akad. der Wiss. der UdSSR; vier Mal Stalin-Preis (als einziger Architekt der Stalinzeit; s.u.). - Šč.s langjährige Tätigkeit im Höhlenkloster Kiev (A. 20.Jh.) half ihm, in bezug auf die zeitgen. Sakral-Archit. eine eigenständige Position herauszubilden. Bei seinem ersten Auftrag ebd., der Ikonostase der Mariä-Himmelfahrt-Kirche (1902-04, nicht realisiert), beschäftigte er sich im Bemühen, eine dem hist. Interieur angemessene Ikonostase zu entwerfen, umfassend mit Altarschranken früh-byz. Kirchen, und verfasste dazu eine spezielle Studie (s.u.). Umgesetzt wurde jedoch nur sein zweiter Auftrag, Ikonostase und Wandmalereien in der Refektoriumskirche der Hll. Antonius und Theodosius ebd. (1905-10), der als gelungener Versuch der Wiederbelebung der früh-byz. Trad. sakraler Interieur-Gest. gelten kann. Um 1905 hatte Šč. seinen Individualstil ausgeprägt, der auf der Analyse alt-russ. Baudenkmäler und der freien Kombination aus ihnen entlehnter Volumen, Formen und Dekors basierte und auf ein expressives ästhetisches, in bestimmtem Geiste stilisiertes Gesamtbild abzielte. Sein Credo formulierte er in einem aufsehenerregenden Vortrag zur Schaffensfreiheit in der sakralen Archit. vor der Petersburger Architekten-Ges. (1905). In jenen Jahren begann Šč., seine Ansichten in die Praxis umzusetzen (Kirche des hl. Sergius von Radonesh auf dem Schnepfenfeld [Kulikovo pole], Ivanovka/Gouv. Tula, 1904-17, nicht voll.; Grab-Kap. für N.L. Šabel'skaja, Russ.-orthodoxer Friedhof Caucade, Nizza, 1904-07; Dreieinigkeitskirche des Mariä-Himmelfahrt-Klosters in Počaev/Gouv. Ternopol' [Počaïv/Ukraine], 1905-12). Bemerkenswert ist seine Rest. der aus dem 12.Jh. stammenden Basilius-Kathedrale in Ovruč/Gouv. Žitomir (jetzt Ukraine; ul. Proletars'ka 2, 1904-11), die aufgrund der praktizierten wiss. Rest.-Prinzipien als exemplarisch galt (bereits 1910 dafür Verleihung des Titels Archit.-Akademiker der AK St. Petersburg). Šč.s Reputation als eine der Zentralfiguren der neo-russ. Strömung des Jugendstils festigte sich endgültig in der Periode seiner intensivsten und produktivsten Tätigkeit auf dem Gebiet der Sakral-Archit. mit der Kirche Mariä Schutz und Fürbitte des Martha-Maria-Klosters Moskau (ul. Bol'šaja Ordynka 34a) und der Erlöserkirche im Landgut Natal'evka des Zuckerfabrikanten Charitonenko in Ivanovka/Gouv. Char'kov (beide 1908-12). In diesen Bauten wurden Charakteristika des Kirchenbaustils von Novgorod und Pskov markant umgesetzt, den Šč. als erster Vertreter des neo-russ. Stils analysiert und neu interpretiert hatte. In jenen Jahren verfasste er auch die Kapitel zur Archit. von Novgorod und Pskov des 11.-16. Jh. für die von I.Ė. Grabar' ed. russ. Kunst-Gesch. (s.u.). Der dezidiert intime oder aber mon. Char. der Bauten, die Harmonie und Freiheit bei der Planung von Volumen und Raum, die schlichten und klaren Formen, die organische Verbindung des zentrischen Grundkörpers mit den asymmetrischen Glockentürmen, Vorhallen und Refektorien sowie die berechnete "Zufälligkeit" in der Anordnung des architektonischen, plastischen und malerischen Dekors, die Šč.s stilbildende Illusion des bereits Dagewesenen, der "Patina" der Zeit beförderte und die das ganzheitliche expressive Erscheinungsbild abrundeten - all dies sind char. Elemente von Šč.s Spielart des neo-russ. Stils. In den 1910er Jahren griff er in zahlr. neoklassizistischen Projekten (Kirchen, Grabmale, Lehranstalten, Bahnhöfe) auch das Erbe des russ. Klassizismus von A. 19.Jh. auf. In Šč.s wichtigsten, teils in Italien entstandenen Bauten jener Zeit dominiert jedoch die Stilisierung von Motiven der alt-russ. Archit. (u.a. Russ. Pavillon auf der Bienn. Venedig, Giardini Pubblici, 1912-13, eröffnet 1914); er erprobte dabei eine neue Variante des neo-russ. Stils, der sich am prägnantesten in seinem größtem vorrevolutionären Projekt äußerte, dem Kazaner Bahnhof in Moskau (Auftrag zur Ausf. nach Wettb.-Sieg 1911). Das markante Dekor des sog. Moskauer Barock verband sich hier mit Motiven des alt-russ. Festungsbaus sowie Elementen der west-europ. Archit. (zentraler Turm: Anlehnung an den Sjujumbeki-Turm des Kazaner Kreml'; Turm mit dunkelblauer Uhr, Tierkreiszeichen und Glocke: Anlehnung an den Torre dell'Orologio, Piazza San Marco, Venedig).Nach Gründung der Sowjetunion (E. 1922) entwarf Šč. bedeutende öff. Gebäude v.a. im "Stalinschen Empire" mit trad. klassischen Formen. Er folgte stets stilisierend dem Zeitgeist und der Mode; Anerkennung brachten ihm jedoch v.a. jene Bauten, in denen er Motive der Nat.-Kunst Russlands, Georgiens, Usbekistans oder Moldovas neu interpretierte und damit faktisch das Postulat des Sozialistischen Realismus zur Einheit von sozialistischem Inhalt und nat. Form umsetzte. E. der 1920er/A. der 30er Jahre entstanden v.a. Bauten im Stil des Konstruktivismus (z.B. MChAT-Wohnhaus; Volkskommissariat für Landwirtschaft, beide Moskau). Der Übergang der sowjetischen Archit. vom Konstruktivismus zum "Stalinschen Empire" spiegelte sich in Šč.s Umarbeitung des von Leonid Ivanovič Savel'ev und Osval'd Andreevič Stapran erarbeiteten Entwurfs für das Hotel "Moskva" (Ochotnyj rjad 2, Moskau, 1./2. Bauabschnitt 1932-35 bzw. '36-37; 2004 komplett abgerissen, 2009 Replik). Danach entwarf er einige Inkunabeln des Stalinschen Moskau (u.a. GABT-Wohnhaus, Moskvoreckij-Brücke, KGB-Hauptgebäude) sowie Bahnhöfe in der russ. Provinz, astrophysikalische Observatorien (z.B. in Simeiz/Krim und im Goloseev-Wald b. Kiev, beide 1944) und Botanische Gärten (u.a. am See Bol'soj Vud''javr b. Kirovsk/Gebiet Murmansk, 1947). Ferner entwickelte Šč. Wiederaufbau- und Bebauungspläne für die Städte Istra (1942), Novgorod und Stalingrad (Volgograd, beide 1943-44), Tuapse (1945) und Kišinev (1945-47). Neben seiner triumphalen Karriere als Architekt besaß auch sein Schaffen als Zeichner Bedeutung. Seine virtuos ausgearbeiteten "Projekt-Bilder" im Genre der romantischen Archit.-Landschaft (Bleistift, Tusche, Gouache, Aqu., Bleiweiß) waren auf Ausst. (u.a. Mir iskusstva) sehr erfolgreich; lt. M.V. Nesterov wurde ein Bl. zur Dreieinigkeitskirche in Počaev auf der Ausst. des Bundes Russ. Künstler 1908 in Wien von einem Wiener Mus. angekauft (bisher nicht verifiziert). V.a. dank Šč. wurde eine solche Art der Präsentation von Archit.-Entwürfen in der sowjetischen Archit. der 1930er-50er Jahre allg. üblich.

WORKS

Almaty, Kunaev-Str. 142/Ševčenko-Str. 28: Hauptgebäude der Akad. der Wiss. Kasachstans, 1944-57.Bari, Corso Benedetto Croce 130: Chiesa S. Nicola (Chiesa russa) und Herberge der Orthodoxen Palästina-Ges., 1910-13.Moskau, Komsomol'skaja pl. 2: Kazaner Bahnhof, 1913-26, '40. - Krasnaja pl.: Lenin-Mausoleum, Stein, 1929-30 (1946 Stalin-Preis für die Rekonstr. des Sarkophags). - Orlikov per. 1/11: Volkskommissariat für Landwirtschaft (heute Rechenzentrum des Landwirtschafts-Minist.), 1928-33. - Bol'šaja Sadovaja ul. 12: Lomonosov-Inst. für Mechanik, 1930-34. - Moskvoreckij-Brücke, 1935-38. - Krymskaja naberežnaja: Hochhaus der Akad. der Wiss., 1935-49. - ul. Vavilova 34/5: Inst. für Genetik, 1936. - Lubjanskaja pl. 2: Hauptgebäude des KGB (heute FSB), 1939-47. - Leninskij prosp. 47: Inst. für organische Chemie, 1946-51. - Akad. der Wiss., Ostankino: Botanischer Garten, 1947. - Metrostation Komsomol'skaja-kol'cevaja, 1945-52 (1952 Stalin-Preis). - Wohnhäuser: Brjusov per. 17 (des Moskauer Künstlertheaters MChAT), 1928; Smolenskaja naberežnaja 2, 1934-35; 7-j Rostovskij proezd 5, 1934-36; Brjusov per. 7 (des Bol'šoj-Theaters [GABT]), 1936-37; Leninskij prosp. 13 (der Akad. der Wiss.), 1938-39. San remo, Corso Imperatrice 60/Corso Nuvoloni: Chiesa russa, 1912-13. St.petersburg, Observatorium Pulkovo: Wiederaufbau, ab 1944 (wiederöffnet 1954).Soči, Kurortnyj prospekt 110: Hotelsanatorium Novaja Macesta, 1927-28 (nach Wettb.-Sieg).Tbilisi, Šota-Rustaveli-Prospekt 29: ehem. Inst. für Marxismus-Leninismus, 1935-38 (nach Wettb.-Sieg 1934; 1941 Stalin-Preis).Toshkent: Staatliches Opern- und Ballett-Theater "A.Navoj", 1940-47 (1948 Stalin-Preis).Tuapse: Meeresobservatorium, 1945.

SELF-TESTIMONIES

etwa 200 Publ., u.a:. Ob altarnych pregradach Vizantii. Doklad na sobranii SPb obščestva architektorov, in: Zodčij 1902(11)134 s.; Mysli o svobode tvorčestva v religioznoj architekture, ibid. 1905(11)132 s.; Sv. Sofija Novgorodskaja i načalo samobytnosti (Kapitel 4), in: Istorika russkogo isk., ed. I.Ė Grabar', I, StP. 1909, 163-170; Rascvet novgorodskogo zodčestva (Kapitel 7), ibid., 255-269; Krepostnoe i graždanskoe zodčestvo Novgoroda i Pskova (Kapitel 9), ibid., 280-302 (alle drei zus. mit V.A. Pokrovskij); Aufsätze und Vorträge in: Mastera sovetskoj architektury ob architekture, I, Mo. 1975, 150-205.

EXHIBITIONS

Solo exhibitions:

1974 Moskau (K) / 1978 Helsinki, Mus. of Finnish archit. (K: J.Pallasmaa). -

 

Group exhibitions:

u.a. 1915, '17 Petrograd (St.Petersburg): Ausst. der Vrg Mir iskusstva (Welt der Kunst).

 

SOURCES

Thieme-Becker, Vollmer, and AKL:

ThB30, 1936 (s.v. Schtschusseff, Alexej Victorowitsch); Vo6, 1962 (s.v. Schtschusseff, Alexeij Wiktorowitsch).

 

Other encyclopedias:

SChU, 1973; LdK VI, 1994 (Lit.); DA XXVIII, 1996 (s.v. Shchusev, Aleksey Viktorovich); Dict. de l'archit. du XXe s., P. 1996 (s.v. Chtchoussev, Alexeï); M.Naščokina, Sto architektorov moskovskogo moderna, Mo. 2000.

 

Printed sources:

I.I. Novikov, Kazanskij vokzal v ansamble Komsomol'skoj ploščadi goroda Moskvy, Diss., Mo. 1952; N.B. Sokolov, A.V. Šč., Mo. 1952 (Ill., Verz. der Bauten); I.Ė. Grabar' u.a., Proizvedenija akademika A.V. Šč., udostoennye Stalinskoj premii, Mo. 1954; E.V. Družinina-Georgievskaja/Ja.A. Kornfel'd, Zodčij A.V. Šč., Mo. 1955 (Verz. der Bauten und Schriften); N.F. Chomuteckij, Iz perepiski A.V. Šč. i I.A. Fomina, in: Architekturnoe nasledstvo, IX, Le. 1959, 146-151; K.N. Afanas'ev, A.V. Šč., Mo. 1970 (Verz. der Bauten); Akademik A.V. Šč. Kat.-putevoditel' po fondam muzeja. K 100-letiju so dnja roždenija, Mo. 1977; 1900-1930 Paris-Moscou (K), P. 1979; Moskva-Pariž 1900-1930 (K), I-II, Mo. 1981; Chan-Magomedow, 1983 (s.v. Stschussew, Alexej Wiktorowitsch); 225 let Akad. Chudožestv SSSR (K), II, Mo. 1983; I.V. Sorokin, Chudožnik kamennych del, Mo. 1987; Avantgarde 1900-23. Russ.-sowjetische Archit., St. 1991; Severjuchin/Lejkind, 1992; Avantgarde II, 1924-37. Sowjetische Archit., St. 1993; Kunst und Macht im Europa der Diktatoren 1930 bis 1945 (K Wander-Ausst.), [Köln] 1996; Wilhelmi, 2001; S.A. Ščerbatov, Chudožnik v ušedšej Rossii, Mo. 2005; M.V. Nesterov, O perežitom. 1862-1917 gg. Vospominanija, Mo. 2006.

 

Archives:

Almaty, StsA Kasachstans. / Chișinău, StsA Moldovas: f. 2987 / Kiev, Mus.-Komplex Kiever Höhlenkloster: f. 128, op. 1, d. 3270, 3276, 3300 / Moskau, Ščusev-Archit.-Mus.: f. Šč. (5402 Einheiten); Priv.-Slg Šč.-Erben; AK: f. Sc.; RGALI: f. 2094 / St. Petersburg, RGIA: f. 797, op. 80, 123, 130, 157, 215; f. 799, op. 16, 77, 83; AK, Archit.-Mus.: Nrn A 668, A 7999-8002, A 8862, A 10461, A 15432- 15446, A 22170, A 25619-25620 (Zchngn, Projekte); Russ. Mus.: Nr A-46612-46614-III, A-35912-IV; Mus. für Religions-Gesch.: f. Šč. / Toshkent, StsA Usbekistans.

 


THIEME-BECKER

Schtschusseff, Alexej Victorowitsch, russ. Architekt, *26. 9. (alt. St.) 1873. Schüler der Petersb. Akad., 1910 Akademiker. Baute den Russ. Pavillon auf d. Int. Ausst. Venedig 1914 u. den Kasan.schen Bahnhof in Moskau. Lit.: Kondakoff, Jub.-Handb. d. St. Petersb. Kstakad. 1764-1914, o. J., II 417f. (russ.). - Apol-Ion (russ.), 1910 Heft 5 p. 57, 66, 70f.; 1913 H. 2 p. 36; H. 4 p. 46; H. 6 p. 50.

 

VOLLMER

Schtschusseff, Alexeij Wiktorowitsch, sowjet. Architekt, *26: 9.1873, †24.5.1949. Stud. an d. Leningrader Akad. 1910 Akademiker. Kasanscher Bahnhof in Moskau; Marx-Engels-Lenin-Institut in Tbilissi; Staatsoper in Taschkent; Lenin-Mausoleum in Moskau; Hotel Moskwa ebda (zus. m. L. N. Ssaweljeff u. O. A. Stapran); Ministerium an d. Gr. Sadowajaapraße in Moskau; Kirche des Maria-Martha-Stifts ebda. Lit.: Th.-B., 30 (1936). - Major, 3, m. Abbn. - Matthey, p. 101. -30 J. Sowjet. Architektur i. d. RSFSR, hg. v. d. Dtsch. Bauakad., Dtsche Ausg. Bibliogr. Inst. m. Taf. 38. - Bauwelt, 49 (1958) 641, m. Abb. - Illustr. Rundschau, 4 (1949) H. 11 p. 9, m. 4 Abbn u. Fotobildn. (Nachruf).