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Zuloaga, Ignacio

Born
Eibar (Guipúzcoa), 26 July 1870
Died
Madrid, 31 October 1945
Country
Spain
Gender
male
GND-ID
Name Variations
Zuloaga, Ignacio; Zuloaga y Zabaleta, Ignacio; Zuloaga Zabaleta, Ignacio; Zuloaga, Ignacia; Zuloaga y Zabalet, Ignacio; Zabaleta, Ignacio y
Occupations
Painter
Places of Activity
Baskenland, Eibar (Guipúzcoa), Madrid, Segovia, Sevilla, Paris, Zumaya (Guipúzcoa), Rom, London, Bordeaux
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Last edited
10.04.2025
Published in
AKL CXIX, 2023, 384; ThB XXXVI, 1947, 593 s; Vollmer V, 1961, 219 s

VITA

Zuloaga (Zuloaga y Zabalet; Zuloaga y Zabaleta; Zuloaga Zabaleta), Ignacio, span. Maler, *26.7.1870 Eibar/Guipúzcoa, †31.10.1945 Madrid.

LIFE AND WORK

Z. stammte aus einer weitverzweigten bek. Kunsthandwerkerfamilie. Sein Vater war der internat. bek. Tauschierer Plácido Z. 1874-76 lebte die Fam. im Exil in Saint-Jean-de-Luz. Ausb. in der väterlichen Werkstatt. 1887 kopierte Z. im Prado in Madrid Werke span. Maler des S. de Oro. Erstes bek. Gem. El Ciego de Arrate (Zumaya, Casa Mus. Zuloaga). 1889 sechs Monate in Rom, 1890 zus. mit Pablo Uranga Díaz de Arcaya und Francisco Durrio y Madrón Übersiedlung nach Paris. Dort an der Acad. Libre und der Acad. La Palette Unterricht bei Henri Gervex, Eugène Carrière und Pierre Puvis de Chavannes. Z. unterhielt enge Kontakte zu frz. Malern wie Jean-François Raffaëlli und Maxime Dethomas, dessen Schwester Valentine er 1899 heiratete. Mit Paul Gauguin, Henri de Toulouse-Lautrec, Vincent van Gogh und Emile Henri Bernard stellte er 1891 und 1894 in der Gal. Le Barc de Bouteville aus. 1891 in Bilbao Gründung der Soc. Festiva El Escritorio (Kurding Club). Hier bemalte er eine Wand mit Amanecer und gestaltete 1895 ein Fresko im Casino von Bermeo. Ab 1892 ausgedehnte Aufenthalte in Andalusien. 1893 reiste Z. nach England. Er porträtierte die Fam. des Kunstsammlers Alfred Morrison, Geschäftspartner seines Vaters (Alfred Morrison, Bilbao, MBA), die Nichte des Malers James McNeill Whistler (La Americana, Madrid, Fund. Zuloaga) und den Cambridge-Professor Oscar Browning (Bilbao, MBA). Ab 1898 Zusammenarbeit mit seinem Onkel Daniel Z. in Segovia, mit dem er dort 1906 ein Atelier in der romanischen Kirche S.Juan de los Caballeros eröffnete. Nach seiner Heirat 1899 lebte Z. zunächst in Elgueta (Guipúzcoa), ab 1902 in Bordeaux. 1902 Gesellschafter der Expos. Nac. de BA in Paris. 1905 entwarf Z. das Bühnenbild zur Oper Carmen für die Berliner Oper. Weitere Aufträge für Theater folgten, so im selben Jahr in Brüssel für die Oper Pepita Jiménez seines Freundes Isaac Albéniz, 1915 für La vida breve von Manuel de Falla in Paris, mit dem er auch bei dessen Stück El retablo de Maese Pedro zusammenarbeitete, und 1917 für die Oper Goyescas von Enrique Granados. 1908 erwarb Archer Milton Huntington, der Gründer der Hisp. Soc. in New York, das Gem. La fam. del torero gitano (1903, ebd.), ernannte Z. zum Mitgl. der Hisp. Soc. und richtete ihm 1909 eine Ausst. aus. 1914 Kauf des Geburtshauses von Francisco Goya in Fuendetodos. Im 1.WK zunächst in Eibár und ab 1917 in Madrid (Auftragsbilder Retrato del Duque de Alba, 1918, Madrid, Casa de Alba; Retrato del Rey Alfonso XIII, 1919). 1921 auf Einladung de Fallas in Granada. 1922 Präs. der Kunstkommission des Mus. Basque in Bayonne. 1931 Präs. des Patronats am MAM in Madrid. - Ausz.: 1896 Silbermedaille, Expos. de BA e Industrias Artíst. in Barcelona; 1898 Goldmedaille ebd.; 1901 Goldmedaille, Internat. Kunstausstellung in Dresden; 1903 Goldmedaille, Bienn. in Venedig (Gem. Bailarinas españolas); 1907 Premio del Rey und Ehrendiplom, Expos. Internat. in Barcelona (für Gem. La mujer del abanico; 34 Werke ausgestellt); 1911 1. Preis, Internat. Kunstausstellung in Rom; 1912 Ehrendiplom, Internat. Kunstausstellung in Amsterdam; 1917 L'ordre nat. de la Légion d'honneur und Ehrendiplom, Expos. Hisp.-Francesa in Zaragoza; 1938 Gran Premio Mussolini, Bienn. in Venedig. - Z. ist einer der bekanntesten span. Maler der 1.H. des 20. Jahrhunderts. Sein individueller Stil formte sich aus der Mischung von span. Trad. und europ. Strömungen des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Z. wurde zunächst durch seinen Vater geprägt, der ihn nicht nur im Zeichnen unterrichtete und ihm seine KS zum Stud. zur Verfügung stellte, sondern ihn auch dazu ermunterte, zu reisen, um sich weiterzubilden. Dies legte den Grundstein für Z.s Kosmopolitismus. Erste Impulse erhielt Z. 1889 in Rom durch das Stud. der Renaiss. (Gem. El forjador herido, 1890, Zumaya, Casa Mus. Zuloaga). In Paris setzte er sich zunächst mit dem Naturalismus, dem Impressionismus und dem Symbolismus auseinander. Dabei spielten seine Kontakte zu span. Malern wie Santiago Rusiñol, Enric Clarasó und Ramon Casas eine wesentliche Rolle, die eine auf dem Impressionismus basierende Malerei pflegten und für Z. auch ikonogr. vorbildhaft wurden. Mit Rusiñol verband ihn eine bes. enge Beziehung, v.a. bewunderte Z. jedoch Edgar Degas sowie Auguste Rodin, der ihn zus. mit dem russ. Kunstsammler Ivan Schtschukin 1905 nach Spanien begleitete und mit dem er mehrmals ausstellte. Seine ersten Pariser Werke waren Darst. des mod. Lebens in der Metropole und in den Vorstädten. Vagabunden, Straßenmusiker, Zuhälter und Prostituierte wurden zu Sujets, die er auch später immer wieder aufgriff (Músico ambulante en Rouen, 1891, Bilbao, MBA; Au bord de l'Oise, um 1893 ebd.). Wie Casas gestaltete er seine Protagonisten als isolierte, in sich versunkene Figuren in kalten Farbharmonien aus Grau-, Blau- und Brauntönen. Z. legte großen Wert auf die Erfassung des Atmosphärischen, wandelte dabei jedoch seine Kompositionsschemata und die menschlichen Typen wenig ab, wobei sich die Genres Bildnis und Typendarstellung oft vermischten (Mujer de Alcalá de Guadaira, 1896, Zumaya, Casa Mus. Zuloaga; Una manola, um 1913, Madrid, Prado). Seine Aufenthalte in Andalusien, bes. in Sevilla, und die andauernde Auseinandersetzung mit Kultur und Identität wirkten sich auf seinen Stil aus. 1895 stellte Z. in der Gal. Le Barc de Bouteville erstmals seine in Andalusien gemalten Werke aus. Z. begann mit dem Zeichnen populärer Typen, lebte zeitweise bei den gitanos, lernte deren Sprache Caló, besuchte die Stierkampfschule La Puerta de la Carne und beschäftigte sich mit Flamenco. Unter dem Einfluss der Generación del '98 erforschte er die kastilische Ikonogr., schuf aber zunächst Werke, die eine exotisierende, dem frz. Zeitgeschmack entsprechende Sicht auf Spanien boten (Bailarinas andaluzas, 1903, Bilbao, MBA; Picador gitano, 1903, ebd.). Mit seinen Themen avancierte er in Paris schnell zu einem gefragten Maler, der regelmäßig in Ausst. vertreten war. Sein 1899 im Pariser Salon ausgestelltes Gem. Mi tío y mis primas (1898, Paris, Orsay) wurde vom frz. Staat für das Mus. de Luxembourg angekauft, der belg. Staat erwarb im selben Jahr das im Genter Salon gezeigte Gem. El alcalde de Ríomoros (1898, Antwerpen, MRBAB) sowie kurze Zeit später das Gem. Víspera de la corrida (1898, Brüssel, MRBAB), das zuvor in der span. Expos. Nac. nicht akzeptiert worden war. Auch für die Ausst. im span. Pavillon der WA 1900 in Paris wurde er nicht zugelassen. Als Z. 1901 die Goldmedaille der Internat. Ausst. in Dresden erhielt, würdigte ihn die Zs. Le Paris Illustré mit einem Sonderheft. Mit seinen regelmäßigen Aufenthalten in Segovia differenzierte sich sein Spanienbild. Der zunächst pittoreske Char. seiner Darst. wich urtümlichen, mystischen und dramatischen Aspekten. Z. entwickelte ein echtes Interesse am ländlichen Leben in Kastilien und an seinen Bewohnern. Seine nostalgisch-melancholischen Darst. veränderten mit ihrer Ausdrucksstärke und der psychologischen Durchdringung den Blick des europ. Kunstpublikums auf Spanien fundamental (Torerillos de pueblo, 1906, Madrid, CARS; Las brujas de S.Millán, 1907, Buenos Aires, MNBA). Während man außerhalb Spaniens in ihm einen Nachf. der span. Schule sah, wurde er im Land selbst als altmodisch und unpatriotisch diffamiert, auch wenn einige Intellektuelle, wie Ramiro de Maeztu, seine Werke als Paradigmen der politischen, ges. und moralischen Krise um 1900 interpretierten. Ungeachtet dieser Kritik und ohne sich mit den zeitgen. avantgardistischen Strömungen zu beschäftigen, verfolgte Z. seinen figurativen Stil. Er widmete sich weiter den Malern des span. S. de Oro, wie Diego Velázquez, Jusepe de Ribera und v.a. Dominico Greco, deren Werke er auch selbst sammelte, und adaptierte sie an mod. Sichtweisen. Eine solche Verknüpfung gelang ihm z.B. in dem an Greco orientierten, aber nach fotogr. Perspektive komponierten Gem. El Cristo de la sangre (1911, Madrid, CARS), das im Pariser Salon 1912 die Aufmerksamkeit auf sich zog. Guillaume Apollinaire lobte es als ein realitätsgetreues Abbild der span. Ges. mit ihrem Hang zu relig. Mystizismus. In den 1920er Jahren wandte sich Z. der Landschaftsmalerei als eig. Genre zu, die er bis dahin in seinen Figurenbildern und Porträts eher als Emotions- und Bedeutungsträger genutzt hatte (Mujeres de Sepúlveda, 1909, Bilbao, MBA; La escritora Blanca Barrymore, con el Alcázar al fondo, 1924, Zumaya, Casa Mus. Zuloaga). Die raue kastilische Lsch. wurde in seiner Interpretation zu einem Symbol des zeitgen. Spanien und der eig. Identifikation mit dem Land (Cerros de Calatayud, 1921, New York, Metrop. Mus.; Paisaje de Alhama, 1923, Madrid, CARS). Sein internat. Prestige verdankte Z. bes. den Porträts, die er als gut bezahlte Aufträge für Prominente aus Wirtschaft, Kultur und Politik, v.a. aus den USA, schuf (Retrato de Madame Malinowska (La Rusa), 1912, Madrid, CARS; Retrato de la condesa Mathieu de Noailles, 1913, Bilbao, MBA; Retrato del pintor Fermín Arango, um 1934, Oviedo, MBA de Asturias). Auch in den 1930er und '40er Jahren konnte Z. seine großen Erfolge mit bed. Ausst. in den USA und Lateinamerika fortsetzen. Als internat. anerkannter Maler profitierte er von dem Retour a l'ordre und der neuen Wertschätzung der figurativen Malerei nun auch in Spanien. Da sein Stil als repräsentativ für die politisch gewünschte alte Ordnung galt und propagandistisch genutzt werden konnte, wurde er unter Franco rehabilitiert, der 1938 drei Gem. Z.s Adolf Hitler schenkte. Z. stellte sich in den Dienst der Diktatur. In einer Einzelausstellung im MAM Madrid 1941 zeigte er das Porträt Francisco Franco (1941, Bilbao, MBA), er wirkte an der Ausstattung der Basilika in der Gedenkstätte Valle de los Caídos mit und fertigte im Auftrag der Reg. das Bildnis des US-amer. Botschafters in Spanien, Carlinston J. Hayés (1945) sowie Darst. der span. Eroberer Pedro de Valdivia (1942, Santiago de Chile, Pal. de La Moneda) und Hernán Cortés (um 1941-42, Madrid, Fund. Zuloaga).

WORKS

Alicante, MBA. Berlin, NG. Bordeaux, MBA. Budapest, Magyar NG. Cambridge/Mass., Harvard AM. Dallas, Meadows Mus. Detroit/Mich., Inst. of Arts. Indianapolis/Ind., MoA. London, BM. - Tate Mod. Madrid, Banco de España. Málaga, Mus. Carmen Thyssen. Moskau, Puškin-MBK. New York, Brooklyn Mus. Pamplona, Mus. de Navarra. Paris, Louvre. - Mus. Rodin. Pau, MBA. St. Petersburg, Ermitage. Philadelphia/Pa., MoA. Rom, GNAM. San Sebastian, Fund. Kutxa. - Mus. de S.Telmo. Santiago de Chile, MNBA. Sant Salvador, Mus. Pau Casals. Segovia, RA de Hist. y Arte S.Quirce. Sitges, Cau Ferrat. St. Louis/Mo., AM. Triest, Civ. Mus. Revoltella. Valencia, MBA. Venedig, Ca' Pesaro. Vitoria-Gasteiz, MBA de Alava. Washington/D.C., NG of Art. Wien, Belvedere.

EXHIBITIONS

Solo exhibitions:

1904 Düsseldorf, Internat. Kunst-Ausst. (20 Gem. in eig. Saal) / 1914 Moskau, Gal. Lemercier / New York: 1909 Hisp. Soc. (K); 1916 Brooklyn Mus. (K); 1925 Reinhardt Gall. (K); 1989 Span. Inst. (K) / Madrid: 1926 Círculo de BA; 1941 MAM; 2000 CARS (K); 2017 Fund. cult. MAPFRE (K) / Barcelona: 1942 Sala Argo; 1980, '95 Sala Parés (K) / 1976, '85 San Sebastián, MBA (K) / 1981 Bayonne, Mus. Bonnat (K) / Bilbao: 1990 (K), 2019 (K), '21 MBA; 2003 Mus. Taurino (K) / 1990 Santander, Fund. Marcelino Botín (K) / 2005 Murcia, Fund. Caja Murcia (K) / 2018 Valencia, Fund. Bancaja (K) / 2021 Tallinn, Mikkeli Mus. / 2022 Granada, Hospital Real (K) / 2023-24 München, KH Hypo-Kulturstiftung (Wander-Ausst.) / 2024 Hamburg, Bucerius-Kunst-Forum.

 

SOURCES

Thieme-Becker, Vollmer, and AKL:

ThB36, 1947; Vo5, 1961

 

Other encyclopedias:

Edouard-Joseph III, 1934; ELU IV, 1966; Madariaga I, 1971; Bradshaw, RBA 1931/1946, 1976; Bauer, GEM VIII, 1978; Dicc. de arte esp., Ma. 1996; DA XXXIII, 1996; Schurr/Cabanne II, 1996; Stewart/Cutten, 1997; A.Roussard, Dict. des peintres à Montmartre, P. 1999; Delarge, 2001

 

Printed sources:

B.de Pantorba, Z.: ensayo biogr. y crítico, Ma. 1944; E.Lafuente Ferrari, La vida y el arte de Z., San Sebastián 1950; J.M. de Arozanema, Z., el pintor, el hombre, San Sebastián 1970; M.Milhou, Bull. hispanique 83:1981(1-2)109-130; G.Plessier, Étude critique de la correspondance échangée entre Z. et Rodin de 1903 a 1917, P. [1983]; J.Kruse, Von Menzel bis Beuys (K der Veste), Coburg 1992; Mus. del Prado. Inv. gen. de pint., III: Nuevas adquisiciones, Mus. Iconogr., tapices, Ma. 1996; M.Gómez de Caso Estrada, Hist. y vida 1996(334)85-95; Sorolla & Z. (K MBA), Bilbao 1997; Z., Maeztu (K Mus. I.Z.), Estella 1998; Maestros antiguos y mod. (K MBA), Bilbao 1999; S.Rementeria Sanz, Bidebarrieta: Rev. de humanidades y ciencias soc. de Bilbao 9:2001, 183-197; M.Gómez de Caso Estrada, Correspondencia de Z. con su tío Daniel, Segovia 2002; id., Estud. segovianos 57:2015(114)339-386; H.González Zymla/L.de Frutos Sastre, Cat. de pint. de la Real Acad. de la Hist., Ma. 2003; La borghesia allo specchio (K Turin), Mi. 2004; J.Novo González, Ondare 25:2006,233-243; R.Hoozee (Ed.), MFA Ghent. Paint. cat., II, Gent 2007; A.Rubio Celada, Los Z.: artistas de la cerámica, Ma. 2007; id., in: F.González Moreno (Ed.), Renacimientos Luna, Cuenca 2010; F.Marías Franco, Cuad. de arte de la Univ. de Granada, 40:2009, 317-352; E.Querci, in: M.Ruyra de Andrade (Ed.), When Spain fascinated America, Ma. 2010; J.P. Lorente Lorente, Artigrama 25:2010, 165-184; J.Romero Portillo, Z. en Sevilla, Sevilla 2015; I.Suárez-Zuloaga y Gáldiz, Cuad. de arte e iconogr. 24:2015, 63-103; id. (Koord.), El verdadero Z., Ma. 2021; Z. y Manuel de Falla (K Centro Cibeles), Ma. 2015; E.Storm, The discovery of El Greco, Chicago 2016; A.Castán Chocarro, Señas de identidad: pint. y regionalismo en Aragón (1898-1939), Zaragoza 2016; M.de Unamuno, Z. y la pintura, Ma. 2017; F.Villegas Torres, Vínculos artíst. entre España y el Perú (1892-1929), Lima 2017; G.Juberías Gracia, in: Coleccionismo, mecenazgo y mercado artíst., Sevilla 2020; id., Ars bilduma 2021(11)15-31; A.Folguera/A.González Sánchez, Sobre. Prácticas artíst. y polít. de la ed. 8:2022, 75-83

 


THIEME-BECKER

Zuloaga (y Zabaleta), Ignacio, span. Maler, *26. 7. 1870 Eibar im Baskenlande (zw. Vergara u. Bilbao), Sohn des Plácido, Neffe des Daniel. Ansässig in Zumaya. Abkömmling einer alten baskischen Waffenschmiedefamnilie (s. Art. Eusebio Z.). Kopierte zunächst im Prado-Museum. Bildete sich nach kurzem Aufenthalt in Rom autodidaktisch in Paris aus, wo er in engem Verkehr mit 2 älteren Landsleuten, Pablo de Uranga u. dem Landschafter Santiago Rusifiol, stand. Berührung mit Manet's Werk. Befreundet mit Rodin, Gauguin, Degas u. d. Dichter Stephane Mallarmé. Eifrige Studien im Louvre. 1894 Debüt im Salon (Soc. Nat.). Der Wunsch, Greco, den er schon damals sammelte, gründlichst kennen zu lernen, treibt ihn nach Toledo. Bald nach Rückkehr nach Paris geht er mit Rusifiol nach Italien u. studiert in Florenz die Quattrocentisten. Anschließend Studien in Granada. Lebt seitdem abwechselnd in Spanien (Eibar, Madrid, Segovia, Sevilla) u. in Paris, gegenwärtig meist in d. baskischen Fischerdorf Zumaya. Im Sommer 1936 irrtümlich totgesagt. - Neben Greco auch von Velázquez, namentl. aber von Goya beeinflußt, dessen wahrer Nachfolger er ist, ohne dadurch sein individuelles Gepräge u. die unmittelbare Zeitnähe einzubüßen. Ein ebenso kraftvoller Kolorist wie scharfer Beobachter u. lebendiger Schilderer des heimatlichen Volkstums. Echt spanisches Wesen und das heiße Temperament seiner Rasse leben in Z.s, seinem Umfang nach fast unübersehbarem Werk, das ebenso das hart arbeitende wie das sich vergnügende Volk, die kokette Maja u. die feurige Tänzerin so gut wie die vornehme Dame u. den stolzen Torero, Bettler, Zwerge und Hexen und nicht zuletzt die kastilische Landschaft in ihrer großartigen öde schildert. Z. ist der wahre Historiograph des mehr und mehr verschwindenden Altspanien, soweit es sich von Pariser Einflüssen unberührt gehalten und seinen bodenständigen Charakter bewahrt hat. Bilder in allen größeren Museen Spaniens u. in folg. öff. Smlgn des Auslandes: Nat.-Gal. Berlin, Mus. of F. Arts Boston (USA), Mus. Brüssel, Mus. Buenos Aires, Mus. Simu Bukarest, Art Instit. Chicago (USA; [das früher in d. Bremer Ksthalle bewahrte Bild]), Mus. Folkwang Essen, Mus. Gent, Mus. Leipzig, Nat. Gall. London, Metrop. Mus. New York, Louvre, Luxembourg-Mus. u. Musée du Jeu de Paume Paris, Kais.-Fr.-Mus. Posen, Gall. Naz. d'Arte mod. Rom, City Art Mus. Saint Louis (USA), F. Arts Gall. San Diego (USA), Mus. Tournai, Mus. Revoltella Triest, u. Gall. d'arte mod. Venedig. Viele Bilder in amerik. Privatbes., dar. die von grocartiger Tragik erfüllte "Víctima de la fiesta" (Pikadcr, auf blutbedeckter Schindmähre vom Stiergefecht heimkehrend), bei Colonel Joseph J. Kerrigan, New York. Lit.: Monographien: L. Bénédite, I. Z., Paris 1911; deutsch (Beckmann's Kstbücher), Berl. 1911. - G. de Frenzi, I. Z., Rom 1912. - J. de la Encina, El arte de I. Z., Barcelona 1917. - J. Francés, El Pintor de la Raza: I. Z., Madrid o. J. - I.Z., Madrid, Tip. artística, 1920. - Five Essays in the Art of I. Z. (Hispanie Soc. of America), New York 1909. - Zeilschriften: El Año artistico (hg. v. J. Francés), 1915 (Madrid 1916) p. 225f.; 1916 (M. 1917) p. 139-59, 296f.; 1918 (M. 1919) p. 137/39, 159 (Abb.); 1919 (M. 1920) p. 134 (Abb.), 139 (Abb.), 170, 324, 339, 388; 1920 (M. 1921) p. 23, 361 (Abb.); 1922 (M. 1923) p. 150; 1925/26 (Barcelona 1928) p. 437/42, Taf.-Ahh. 119. - Apollo (London), 11 (1930) 38/43; 12 (1930) 273, m. Abb.; 29 (1939) 41. - L'Art et les Artistes, 10 (1909/10) 14/27 (Ch. Moriee); nouv. sér., 11 (1925) 185/214 (C. Mauclair). - The Art Bulletin (New York), 7 (1924/25) 117/30 (Ausst. in New York 1925). - Art et Décoration, 27 (1910 I) 73/88. - The Art News (New York), 22 (1023/24) Nr 23 p. 5; Nr 34 p. 1; 23 (1924/25) Nr 2 p. 1; Nr 11 p. 1, 4; Nr 13 p. 1, 3; Nr 16 p. 6; Nr 18 p. 6; Nr 20 p. 6, 11; 25 (1926/27) Nr 26 p. 10, m. Abb. - Arte español, 15/16 (1926/27) 144/48. - Boletin de la R. Acad. de la Hist., 72/73 (1918) (Conde de Llobregat, Los Z. de Fuenterrabfa). - Bull. de la vie artist., 1921 p. 336/38.D. Cicerone, 19 (1927) 68ff. (Z.-Ausst. in Madrid). - DWD Deutsch. Wissensch. Dienst, Nr 19 v. 4. 11. 1940, p. 5f. (H. Kehrer). - Emporium, 19 (1904) 413/29 (V. Pica). - Fine Arts Journal (Chicago), 31 (1914) 93ff. - Forma (Barcelona), 1 (1906) 58/63; 2 (1907) 200/39 (M. Utrillo), 283 (Abb.), 292f., 305, 336, 353 (Abb.), 360, 374. - Gaz. d. B.-Arts, 1931 I p. 137 (Abb.), 152 (Abb.), 153f. (Bilder d. Smlg Carlos de Beistegui, Paris). - Jahrb. d. bild. Kst, 1902 p. 27f. (H. v. Tschudi). - Illustration, 19.;6 I 247. - Die Kunst, 25 (Kst f. Alle 27), 1913 p. 1/17 (C. Mauclair), Abb. bis p. 23; 27 (K. f. A. 28), 1913 p. 193ff., 202f. (Abb.). - Über Land u. Meer, 1910 Nr 20 p. 502ff. - Museum (Barcelona), 3 (1913) 1/40 (C. Mauclair), 280. - Museum of F. Arts Bull. (Boston), 15 (1917) 39. - Museus d'art, 1937 p. 89/92. - Ord och Bild (Stockholm), 15 (1906) 331ff. (Ausst. Stockh.). - Neue Freie Presse (Wien), 25. 6. 1910 (Herrn. Bahr). - Rassegna Contemp., 1913 p. 422-36 (C. Tridenti). - Revue de l'art anc. et mod., 14 (1903) 163/72 (P. Lafond); 45 (1924) 77ff., 168ff.; 49 (1926) 121 (Abb.). - The Studio, 29 (1903) 159-69; 35 (1905) 225 (Abb.). - Velhagen & Klasings Monatshefte, 28/III (1913/14) p.185/93 (M. v. Boeh n); 42/II (1927/28), Taf.-Abb. geg. p. 136; 53/II (1938-39), farb. Taf.-Abb. geg. p. 400, Text p. 473. - Vita d'arte, 7 (1911) 109/12 (E. Cozzani); 11 (1913) 9/20 (C. W. Colucci). - Die Weltkst, 12 (1938) Nr 52 v. 25. 12., p. 3; 13 (1939) Nr 28/29, v. 23. 7., p. 12; 14 (1940) Nr 30/31, v. 21. 7., p. 10. - Cat. of Painting by I. Z. (Hisp. Soc. of America), New York 1909. - V. Pica, L'Arte mondiale a Roma nel 1911 (Coll. di Monogr. ill.), Bergamo 1913, p. XIV ff. - Kat. Ausst. Span. Kst d. Gegenw., Berlin, Pr. Akad. d. Kste 1942.

 

VOLLMER

Zuloaga, Ignacio, span. Maler, *26. 7. 1870 Eibar, Baskenland, †31. 10. 1945 Madrid. Zu den bei Th.-B. gen. öff. Smlgn hinzuzufügen: Detroit Inst. of Arts in Detroit, Mich., USA (Lolita u. Landsch.); Staatsgal. Stuttgart (Teeverkäuferin in den Pyrenäen); Städel-Kstinst. Frankfurt a. M. (Gitane et Andalouse); Smlg d. Hispanic Soc. of Amer. in New York (Opernsängerin Lucrezia Bori, Familienbildnis, Stierkämpfer, Lucienna Breval als Carmen, Meine Base Candida, Kreuzabnahme, Selbstbildnis [1909], Don Miguel de Unamuno y Jugo, Victima de la Fiesta). Sonderausst. 1941 im Museo Nac. in Madrid (Bilder d. letzten Zeit). Gedächtn.-Ausst. 1946 in d. French a. Company Gall. in New York. Lit.: Th.-B., 36 (1947). - Bénézit, 8. - The Art Index (New York), 1945ff, passim. - Arte Español, 8 (1926/27) Taf. geg. p. 144, 148, m. Taf.; 9 (1928/29) 527. - D. Kat f. Alle, 52 (1936/37) Beil. p. 6; 57 (1941/42) 186, 191 (Apb.). - D. Kst im Dtsch. Reich, 6 (1942) 122 (farb. Abb.). - Kst ins Volk (Wien), 1 (1949) 344/49, m. 6 Abbn. - Velhagen & Klasings Monatsh., 50/I (1935/36) Taf. geg. p. 592, 686f. - Westermanns Monatsh. 171/72 (1941/2) 617/619 (farb. Abb.). - Museum (Barcelona), 7 (1927) 393/424, m. zahlr. Abbn. - The Studio, 117 (1939) 89, m. Fotob., 112, 113, m. 2 Abbn. - Cat. of Paintings Hisp. Soc. of America, New York. 1932, II 517/42, m. zahlr. Abbn u. Lit.