Hirst, Damien, brit. Konzept- und Installationskünstler, Maler, Kurator, Unternehmer, Sammler, *7.6.1965 Bristol, lebt in Devon und London.
Hirst, Damien
Stud.: 1983-84 Jacob Kramer College, Leeds; 1986-89 Goldsmiths College of Art, London, bei Michael Craig-Martin, Richard Wentworth, John Thompson. Ausz.: 1994 Stip. des DAAD (Dt. Akad. Austausch Dienst), Berlin; 1995 Prix Eliette von Karajan, Salzburg, und Turner Prize, Tate Gall., London; 2001 Grand Prize, 24th Internat. Bienn. of Graphic Arts, Ljubljana; 2005 Beaux Arts Mag. Art Award (Best Publ.). - H. wächst im Arbeitermilieu von Leeds auf und zeichnet als 16-Jähriger Leichen, wobei das fotogr. Selbstporträt With Dead Head (1981-91) entsteht, das die sein Werk kennzeichnende Todesthematik anstimmt. 1983-85 dominieren Collagen aus Fund- und Abfallstücken nach dem Vorbild von Kurt Schwitters. H.s Material- und Farbeinsatz in frühen Arbeiten, z.B. bei der Wandarbeit Boxes (1988) aus bunt bemalten Pappkartons, wurzelt u.a. im Werk von Tony Cragg. Noch als Student kuratiert H. 1988 die inzwischen legendäre, unabhängige Studenten-Ausst. Freeze, mit der sich eine neue Künstlergeneration ("young Brit. artists") formiert, deren charismatische Führungspersönlichkeit er wird. Die dort erstmals gezeigten, noch direkt auf die Wand aufgetragenen spot paintings zeigen rasterförmig angeordnete bunte Punkte aus handelsüblicher Lackfarbe. Bei den folgenden, nach chemischen Substanzen (z.B. Acetic Anhydride, 1991) betitelten Arbeiten dieser Serie auf Lw. differieren Farbzusammenstellungen und Formate. Schon früh delegiert H. die Ausf. seiner Ideen an befreundete Künstler als Ass., wie Hugh Allan und Rachel Howard. Die seit 1989 entstehenden Medicine Cabinets sind verglaste Laborschränke, die mit Originalverpackungen von Medikamenten nach ästhetischen Kriterien bestückt werden (z.B. Nothing is a Problem for Me, 1992), sie eröffnen den weiteren Themenkomplex Wiss. mit Schwerpunkt Medizin. 1990 findet H. mit dem Einsatz von mon. Glaskuben, die u.a. den Einfluss der Minimal Art der 60er Jahre und von Jeff Koons verraten, eine weitere für ihn typische Formensprache: In einem von schwarzen massiven Stahlrahmen eingefassten und zweigeteilten, durch Öffnungen verbundenen Glasgehäuse werden Stubenfliegen und deren Larven zugleich durch einen Rindskopf genährt oder von einem Fliegenvernichter bedroht: A Thousand Years (1990) führt in theatralischer Manier einen (nur simulierten) Lebenszyklus oder Tod vor und bildet so den Auftakt für H.s spektakuläre Inszenierung existentieller Fragen und Ängste des Menschen mithilfe anonymer, "banaler" Tiere, welche seine Kunst "realer" machen sollen. Für die Installation In & Out Of Love (1991) nutzt H. als Ergänzung zu monochromen Lackfarbenbildern die Farbigkeit exotischer Schmetterlinge durch Einsatz sowohl lebendiger als auch toter, auf der Farbe fixierter Spezies. Mit Letzteren beginnt die Serie der butterfly paintings. Weitere tote Tiere, die den Eindruck lebender Wesen erwecken sollen, folgen in der Natural Hist. Series, für die H. als Konservierungsstoff Formaldehydlösung verwendet: Große Laborschränke mit einzeln arrangierten, scheinbar schwebenden Fischen (z.B. I Want You Because I Can't Have You, 1991) erweitern die pseudo-wiss. Präsentationsform in den naturkundlichen Bereich, die Themen Sammlung sowie (über die Titel) Liebe und Sexualität miteinschließend. Einen vermeintlichen Schwebezustand führen auch "pneumatische" Arbeiten vor wie I Want to Spend the Rest of my Life Everywhere, With Everyone, One to One, Always, Forever, Now (1991-92), bei der ein Tischtennisball auf einem Luftstrom in Balance gehalten wird. 1991 wird eine der bekanntesten Arbeiten der brit. Kunst von dem mächtigen Kunstmäzen Charles Saatchi ermöglicht und 1992 ausgestellt: The Physical Impossibility of Death in the Mind of Someone Living als erste große Natural History-Arbeit zeigt einen Tigerhai in einem mit Formaldehydlösung angefüllten Glastank. Mit geöffnetem Rachen bedrohlich inszeniert, kommt diese Arbeit massenmedialen Klischees entgegen. Dies, der Titel und der Fakt der Tiertötung im künstlerischen Auftrag tragen dazu bei, dass H. bald nicht nur in Fachkreisen, sondern weltweit in den Medien diskutiert und damit auch einem sonst kunstfernen Publikum ein Begriff wird. H.s Glaskuben ohne Flüssigkeit sind oft in mehrere Kompartimente unterschiedlicher Größe unterteilt und erzielen so einen Raum-in-Raum-Effekt. Bei The Acquired Inability to Escape (1992) z.B. bleibt ein schmaler Teil leer, während sich im größeren nur ein Drehstuhl und ein Tisch mit Zigarettenschachtel und -anzünder sowie Aschenbecher befinden. Über den Titel ergibt sich so ein Bild für die menschliche Empfindung des physischen und psychischen Gefangenseins. Im Glaskubus inszeniert H. immer wieder eine filmstill-artige Situation, in der ein beklemmender Moment festgehalten zu sein scheint. In der einem Apothekenraum nachempfundenen Installation Pharmacy (1992) werden die Besucher selbst zu Protagonisten des Werks, wobei lebende Ratten (innerhalb einer Vitrine) auf H.s amer. Vorbild Bruce Nauman und Schalen mit Honig auf Joseph Beuys verweisen. 1993 erfährt H. auf der Bienn. von Venedig erste internat. Anerkennung mit Mother and Child Divided: In vier schmalen Vitrinen sind jeweils die Hälften einer Mutterkuh und ihres Kalbes konserviert. Der Widerspruch zwischen der kühl-pseudo-wiss. Darst. einerseits, dem Titel und der emotionalen Wirkung andererseits ist typisch für H.s Arbeiten, die zeitgen. Vanitassymbole erfinden: Neben Medikamentenverpackungen sind dies Objekte wie Zigarettenkippen, die wie Preziosen in schmalen Glasschränken platziert werden (z.B. Dead Ends Died Out, Examined, 1993), die ins Monströse vergrößerten, mit Partymüll gefüllten Aschenbecher (z.B. Horror at Home, 1995) und die künstlichen Pillen (z.B. The Void, 2000) oder synthetischen Diamanten (z.B. Memories of / Moments With You, 2008). Auch die sorgfältig arrangierten Szenarien in (z.T. verspiegelten) Glasschränken aus oft emotional besetzten Objekten wie Operationsinstrumenten (z.B. Still, 1994), anatomischen Modellen (z.B. Trinity, 2000) oder Tierskeletten (z.B. Where Are We Going? Where Do We Come From? Is There a Reason?, 2000-04) gehören dazu, wobei H. bei allen Arbeiten bes. Wert auf eine nach Perfektion strebende Ausf. legt. H. widmet sich außerdem der Zchng (z.B. Spot Drawing, 1990), Druckgrafik (z.B. The Stations of the Cross, 2005), dem Film (z.B. Hanging Around, 1995), Video (z.B. Breath, 2001), der Ill. (für Don't be so ... von P. Fryer, Lo. 2002), dem Design (CD für D.Stewart, 1994) und der Werbung, dabei immer seinen Themen und Motiven treu bleibend. An die Idee des entpersonalisierten Malprozesses knüpft H.s Zeichenmaschine von 1993 an, die auch Ausstellungsbesucher nutzen sollen, um spin drawings herzustellen. Seit 1995 produziert H. spin paintings, die durch das Aufschütten von Farbe auf eine rotierende runde Scheibe entstehen (z.B. beautiful, intense, violently gorgeous, painful, invading, love painting, 1995). 1997 erscheint sein erstes Künstlerbuch, das - wie viele andere Begleitpublikationen - die formale Nähe zu einem natur-wiss. Standardwerk sucht, um eine ebensolche Bedeutung zu beanspruchen. 1998 gestaltet H. für sein Restaurant Pharmacy das komplette Design und erzielt bei der Versteigerung des Interieurs 2004 einen Rekordgewinn. Seit E. der 90er Jahre hält die menschliche Gestalt in H.s Werk Einzug: Dies sind ins Gigantische vergrößerte anatomische Torsi aus Bronze, die, mit Lackfarbe bemalt, das Mat. Plastik vortäuschen (z.B. Hymn, 1999), echte oder künstliche Skelette (z.B. Resurrection, 1998-2003), lebensgroße Menschenfiguren in Vitrinen (z.B. Ways of Seeing, 2000) und seit 2003 Silber- oder Bronzeplastiken und Marmorskulpturen im Stil alter Werke, die aber durch die vorgeblich anatomische Präsentationsweise wie Häutung und Freilegung verfremdet werden (z.B. Corruption Exposed, 2004). Damit bleibt H. auch implizit seinem oft explizit gestalteten Lieblingsthema Pathologie treu. H.s Anleihen aus der christlichen Ikonogr. - zunächst nur über die Titel - verleihen den Arbeiten einen blasphemischen Char., z.B. in der Adam and Eve-Serie mit menschlichen Skeletten. Seit dem E. der 90er Jahre tauchen Motive und Symbole christlich-kath. Ursprungs in den Werken selbst auf oder werden für inszenierte Tierleichen (z.B. Saint Sebastian, Exquisite Pain, 2007) oder -teile (z.B. Sacred Heart [with Hope], 2007) verwendet. Das Kreuzigungsmotiv z.B. beim Triptychon God Alone Knows (2007) mit drei gehäuteten Schafen ist zugleich als eine motivische Reverenz an sein großes Vorbild Francis Bacon zu verstehen. 2003 inszeniert H. die Ausst. Romance in the Age of Uncertainty als Sakralraum: Gehäuteten Tierköpfen in Formaldehydlösung (Jesus and the Disciples, 1994) werden Glasschränke (The Apostles) wie ein Kreuzweg zugeordnet, von denen nur der als The Ascension of Jesus betitelte die Sterilität der vormaligen, mit nur einem Objekttypus besetzten Schränke beibehält; die übrigen sind chaotisch mit Gefäßen und Devotionalien bestückt, von Folterinstrumenten durchbohrt, mit Blutspritzern u.a. verunreinigt (z.B. The Martyrdom of Saint Matthew, 2002-03). Der Atheist H. nimmt die Rolle eines Künstler-Priesters an, der Kunst als Religions- und Wissenschaftsersatz zur Sinnfindung anbietet, indem er sich deren Fach- und Symbolsprache aneignet. Bes. deutlich wird dies bei der Gest. des eig. Namens in Form eines Pharmalogos, z.B. in der Druckgrafik-Serie The Last Supper (1999) oder bei der Ed. einer Marmortablette als The Eucharist (2005). Einen Gegenpart zur Serie mit Tausenden, auf farbig grundierter Lw. angeordneten Schmetterlingsflügeln, die den Anschein meditativer Mandalas oder ma. Glasmalereien zelebrieren (z.B. Devotion, 2003), bilden die fly paintings, bei denen die Lw. dick mit toten Fliegen bedeckt sind (z.B. Armageddon, 2002). Der Titel The Cancer Chronicles (2003) bezieht sich zugleich auf eine 13-teilige Serie von fly paintings (z.B. Leprosy-The Key-The Suicide of Judas Iscariot, 2003) und auf 13 Gedichte von H., dessen Wortkunst auch in seinen Werktiteln und dem Verfassen von Texten für Kat. und Ztgn zum Ausdruck kommt. Seit 2005 zeigt H. fotorealistische Malereien, die von seinen Ass. nach ausgewählten Fotos ausgeführt werden: die sog. fact paintings oder birth paintings (z.B. Self-Portrait as Surgeon, 2006). Die biopsy paintings zeigen mikroskopische Aufnahmen kranken Gewebes in Kombination mit Haaren, Skalpellen und Glassplittern. Weltweit Schlagzeilen ruft die Produktion einer weiteren "Kunst-Reliquie" hervor: For the Love of God (2007) zeigt den Platinabguss eines Totenschädels, in den nicht nur die Originalzähne, sondern auch über 8000 Diamanten eingesetzt wurden. Seit der M. des Jahrzehnts überwiegen selbstreferentielle Arbeiten, bei denen typische Motive, Objekte und Arbeitstechniken der zahlr. Serien vermischt und variiert werden, oft mit üppigem Einsatz von Gold, Marmor, Diamanten und anderen Edelsteinen. Es kommen mythologische Motive, Gestalten (z.B. König Midas) und Tiere (Einhörner) hinzu, einen Höhepunkt bildet aber The Golden Calf (2008), ein Stier als Nasspräparat mit Goldscheibe zwischen den vergoldeten Hörnern auf Marmorsockel. Eine Aukt. im Sept. 2008 bei Sotheby's unter Umgehung seiner Galeristen macht H. zum vermögendsten und wohl genialsten Selbstvermarkter unter den zeitgen. Künstlern. In H.s eig. Kunstsammlung sind viele befreundete Künstlerinnen und Künstler wie Sarah Lucas und Angus Fairhurst vertreten. Er besitzt die Produktions-Ges. Science Ltd. und die Verlags-Ges. Other Criteria zum Werkvertrieb. 2006 beginnt H. mit eigenhändiger Malerei, den Blue Paintings. Sie zeigen u.a. stilllebenartige Komp. mit bek. Motiven vor dunkelblauem Grund (Skull with Ashtray; Lemon and Cigarettes, 2006-07), mit denen er stilistisch und kompositorisch wieder F.Bacon nacheifert. Im Frühjahr 2010 zeigt H. in der Ausst. End of an Era das gleichnamige Werk von 2009 in Form eines Stierkopfs mit goldenem Horn in Formaldehydlösung auf Marmorsockel, um das Ende von Serien wie den spot paintings, butterfly paintings, spin paintings und fly paintings anzukündigen. An seinen typischen Motiven, Mat. und Techniken aber hält er fest, ersichtlich einerseits im Schmetterlingsmotiv der Druckgrafik-Serie The Souls (2010), andererseits im stählernen Vitrinenschrank voll schwarzer Pillen The Dark Continent (2009-10).
The Cancer chronicles, Lo. 2003; Why cunts sell shit to fools, in: In-A-Gadda-Da-Vida (K Tate Britain), Lo. 2004, 82 s.; The Elusive Truth (K Gagosian Gall.), N.Y. 2006; Nauman und die Happy Mondays, in: Monopol 2009(6)42; David Bailey, 8 minutes: H. & Bailey, Göttingen 2009.
Solo exhibitions:
London: 1991 Woodstock Street, ICA (K); 1999 Tate Gall.; 2000 Sadler's Wells; 2003 Saatchi Gall.; 2007 (K), '10 Paul Stolper; 2008 Sotheby's (K); 2009 Andipa Gall.; 2012 Tate Modern (K) / 1991 Paris, Emmanuel Perrotin / New York: 1992 Jay & Donatella Chiat; Cohen Gall.; 1996, 2000, '05, '06 (alle K), '10 Gagosian Gall. / 1992 Istanbul, Brit. Council / Köln: 1992 Unfair, Jay Jopling; 1993 Jablonka (K) / 1994 Berlin, Bruno Brunnet Fine Arts (K) und DAAD Gal. / Oslo: 1997, 2005 (K) Astrup Fearnley MMK; 2007 Kunsthaus Kabuso, Astrup Fearnley Coll. (K) / 1998 Southampton, City AG / 2002 Leeds, The Reliance / 2003 Ljubljana, Marble Pal. / 2006 (K), '10 Mexiko-Stadt, Gal. Hilario Galguera / 2007 London und Los Angeles, Gagosian Gall. (K) / 2008 Amsterdam, RM / 2009 Prag, Gal. Rudolfinum / 2010 Zürich, Gal. Andrea Caratsch / 2023-24 München, Mus. of Urban and Contemp. Art / 2025 Wien, Albertina Modern. -
Group exhibitions:
London: 1988 Surrey Docks: Freeze (K); 1990 Building One: Gambler und Mod. Medicine; 1992 Saatchi Coll.: Young Brit. Artists; 1992, '95 Tate Gall.: Turner Prize Exhib.; 1994 Serpentine Gall.: Some Went Mad Some Ran Away (K); 1997 RA: Sensation (K); Tate Modern: 2001 Century City; 2009 Pop Life (K; auch 2010 in Hamburg, KH); 2004 Tate Britain: In-A-Gadda-Da-Vida (K); 2008 BM: Statuephilia / 1993 Venedig: Bienn. / 2002 Wolfsburg, KM: Blast to Freeze (K) / 2007 Frankfurt am Main, Schirn: Art Machines (K) / 2009 Stuttgart, KM: Drei. Das Triptychon in der Moderne (K); Tokio, Mori AM: Medicine and Art (K) / 2010 New York, Gagosian Gall.: Crash (K); Berlin, Haunch of Venison: Have You Ever Really Looked At The Sun?; Paris, Mus. Maillol: The Death, So What (K) / 2020-21 Wien, Albertina: My Generation. Die Slg Jablonka (K).
Other encyclopedias:
I.F. Walther, Künstler-Lex., in: Kunst des 20. Jh., II, Köln u.a. 1998; Delarge, 2001; Künstler. Kritisches Lex. der Gegenwartskunst, Ausg. 53, M. 2001; P. Le Thorel-Daviot, Nouv. dict. des artistes contemp., P. 2004; Buckman I, 2006
Printed sources:
No sense of absolute corruption (K Gagosian Gall.), N.Y. 1996; The beautiful afterlife (K Gal. Bruno Bischofberger ), Z. 1997; R.Violette (Ed.), Damienhirst. I want to spend the rest of my life everywhere, with everyone, one to one, always, forever, now, Lo. 1997; 2005; K.Thümmel, Shark wanted, Diss. Freiburg im Breisgau 1997, Marburg 1998 (Microfiche-Ausg.); B.Riemschneider/U.Grosenick (Ed.), Art at the turn of the millennium, Köln u.a. 1999; J.Beard (Ed.), Theories, models, methods, approaches, assumptions, results and findings, N.Y. 2000; G.Burn, On the way to work, Lo. 2001; Romance in the age of uncertainty (K White Cube), Lo. 2003; The agony and the ecstasy (K Mus. Archeol. Naz.), N. 2004; From the cradle to the grave (K), Lo. 2004; T.Zaunschirm, Kunstforum Internat. 2005(174)84-87; In the darkest hour there may be light. Works from D.H.'s Murderme Coll. (K), Lo. 2006; New religion, Lo. 2006; Corpus. D.H. - Drawings 1981- 2006, Lo. 2007; The death of god (K Gal. Hilario Galguera), Lo. 2006; P.Holmes, Art news 2007(9)198-201; For the love of god. The making of the diamond skull, Lo. 2007; R.Fuchs (Ed.), Beyond belief (K White Cube), Lo. 2008; H.W. Holzwarth (Ed.), Art now, III, Köln 2008; R.Pelzer-Montada, Visual cult. in Britain 9:2008(1)81-100; Beautiful inside my head forever (Aukt.-K), Lo. 2008; C.Gether (Ed.), D.H., Ishøj 2009; Nothing matters (K White Cube), Lo. 2009; D.H. - No love lost. Blue paintings (K Wallace Coll.), Lo. 2009; Requiem (K PinchukArtCentre), Kiev 2009; J.Schlenzka, Monopol 2009(5)38-53; F.López Ruiz, Artefactos de muerte no simulada, Méx. 2009; Cornucopia (K Mus. Océanographique), Monte Carlo 2010; F.Stech, Kunstforum Internat. 2010(203)350 s
Online sources:
Other criteria; White Cube; Gagosian; Website H.