Cigoli, il (eigtl. Cardi, Lodovico [Ludovico]), ital. Maler, Architekt, Zeichner, Kunstschriftsteller, * 21.9.1559 Villa Castelvecchio b.Cigoli (heute Teil von S.Miniato al Tedesco/Pisa), †8.6.1613 Rom (beigesetzt in S.Giovanni Battista dei Fiorentini, ab 1644 in Florenz, SS.Michele Arcangelo e Gaetano da Thiene).
il Cigoli
Erster Sohn von Giovanni Battista di Ulivieri C. und Ginevra del Mazza (Mazzi). Bruder des Malers und Stechers Sebastiano Cardi (*zw. 1560/68 Cigoli, †1644 [?] ebd.), der u.a. als C.s Gehilfe arbeitet und lt. Baldinucci die Ill. zu dessen "Trattato della prospettiva pratica" (Orig.-Ms. Florenz, Uffizien, GDS, Inv. 2660 A; unvollst. Kopie: Florenz, BN Centrale, Mss. Gal. 107) liefert (cf. DBI XIX, 1976). Als Kind in Empoli erzogen durch den Priester Don Sebastiano Coccoli, gen. il Morellone. Zw. 1568 und 1570 geht C. nach Florenz, hier 1572/73 Schüler von Alessandro Allori. 1574 zus. mit diesem u.a. Schülern an der Ausstattung der am 17.5. in S.Lorenzo abgehaltenen Exequien für Cosimo I de'Medici beteiligt. Am 18.10.1578 besteht C. mit dem Gem. Kain tötet Abel das Examen zur Einschreibung in die Accad. del Disegno. Seine allen anderen überlegene Arbeit wird dem Luogotenente der Akad., Senator Jacopo Pitti, gestiftet (verloren). Wegen Krankheit mehrfach in seiner Heimat; verspätete Einschreibung bei der Akad. nicht regulär am 1.1.1579, sondern am 30.6.1580. Erhält im Hause des Architekten Bernardo Buontalenti Unterricht in Archit. und zus. mit Giovanni de'Medici Lektionen in Mathematik und Perspektive durch den großherzogl. Mathematiker Ostilio Ricci. Gleichzeitig Forts. der unter Allori beg. Anatomie-Stud., u.a. mit Ton-Kopien von Skulpt. Michelangelos in der Neuen Sakristei von S.Lorenzo. Erstes öff. Werk ist wohl das Noli me tangere, um 1580, für den Convento di S.Chiara in S.Miniato al Tedesco. April/Juli 1581 zus. mit Allori u.a. Florentiner Meistern Deckenfresken (Grotesken) für die Gall. der Uffizien. 1581 Fresko im Chiostro Grande des Konventes S.Maria Novella. 18.10.1581 "Maestro accad." der Accad. del Disegno, d.h. Lehrer der dort eingeschriebenen jungen Künstler mit Berechtigung des Titels "Messere". Lt. (unvollst. erh.) Reg. bekleidet er ebd. (meist für ein Quartal) folgende Ämter: 1582, 1608 Consigliere-Infermiere, 1584, '87, '92, '94 Festaiolo, 1588, '92, '96, '97, '98 Console. 1584 von Buontalenti aus Cigoli nach Florenz berufen, um von Tommaso della Croce, gen. il Crocino, unvoll. hinterlassene Werke zu Ende zu führen. Bittet am 26.7.1588 erfolgreich zus. mit seinen Brüdern Sebastiano und Ulivieri (Flachshändler, später Buchhalter) um das Florentiner Bürgerrecht. 1589 unter Buontalenti an der Ausrichtung der Hochzeit von Ferdinando I de'Medici mit Maria Christina von Lothringen (am 1.5. im Dom) beteiligt. Dok. ist sein (verlorenes) Gem. Manfred unterliegt Karl v.Anjou für den Triumphbogen im Borgo Ognissanti und drei Propheten für den Kuppel-Tambour des Domes (heute Depositi delle Gall.). 1594 Entwürfe für die Rest. der Capp. del Sacramento in S.Marco und deren Ltg (für Senator Giuliano Serragli). 1596 Teiln. am Wettb. für die Dom-Fassade (Holz-Modell im Mus. dell'Opera del Duomo; Mag., Nr 133). 1597 voll. er das Martyrium des hl.Stephan (Hw.) im Auftrag der Zaccaria Tondelli für S.Maria Assunta beim Ex-Convento di Montedomini (heute Gall. Palatina). In dieser Zeit Mitgl. der lit. Inst. "Accad. Fiorentina". 1597/1600 Ausf. einer anatom. Studie in Wachs, bez. Lo Scorticato (heute MN del Bargello - zus. mit einer Fassung in Bronze). Stattet 1598 die Exequien für Philipp II. von Spanien aus (am 12.11. in S.Lorenzo). Von seiner Hand zwei (verlorene) Gem. aus diesem Anlaß: Philipp II. in Mailand und Allegorie Asiens. Anschl. Pläne und Ltg weiterer Exequien am 22.12. in der Capp. degli Spagnoli in S.Maria Novella in Florenz. 1600 Entwürfe zu Bühnenbildern und Kostümen der Theateraufführungen anläßl. der Hochzeit von Maria de'Medici mit Heinrich IV. (5.10.). Projektiert und leitet 1602 im Auftrag von Senator Lorenzo Usimbardi und dessen Brüdern die Rest. der Capp. di S.Pietro Apostolo in S.Trinita. 1602/03 Vorlagen zu Arbeiten des Opificio Statale delle Pietre Dure. Plant und leitet 1602/04 im Auftrag von Roberto Strozzi die Rest. des "Nonfinito" gen. Palazzo. 1603 Mitgl. der Florentiner Accad. della Crusca, wo er den Beinamen "l'Innominato Cigoli" führt. Planung und Ltg der Rest. von Kirche und Convento di S.Gaggio b.Florenz. 3.4.1604 Ankunft in Rom, um eine der 12 Stein-Taf. für die Altäre von St.Peter zu bemalen (Fragm. erh.; Auftrag von Ferdinando de'Medici, durch Vermittlung des toskan. Anwalts am päpstl. Hof Monsignore Alessandro Giusti). Die Taf. ist 1606 voll. und wird wegen Abnutzung 1760/70 durch eine Mosaik-Kopie ersetzt. 1604/07 Fassaden-Entwürfe für St.Peter. 1605 in Florenz Entwurf für den Pal. Rinuccini in Oltrarno. 1606 ebd. Plan zum Bau der Capp.Maggiore in S.Felícita (Auftrag von Senator Girolamo Guicciardini und dessen Bruder Piero). Plant und leitet die Rest. der Capp. di S.Paolo Apostolo in S.Trínita (Auftrag von Senator Mario Doni und dessen Neffen Ottavio); 1607 dgl. Rest. der Capp.Maggiore von S.Maria Maggiore (im Auftrag der Karmeliter, später von Antonio Cappelli bezahlt). Lt. kürzl. gefundenem Dok. entsteht in diesem Jahr als weiteres Hw. der Ecce Homo (Florenz, Gall. Palatina). Zwar ist als Auftraggeber Monsignor Innocenzo Massimo delle Colonne bek., aber C.s Biographen berichten fälschl., daß dieser 1604/06 einen Wettb. zum Thema "Ecce Homo" zw. Caravaggio, C. und Domenico Cresti, gen. il Passignano ausgeschrieben habe. Lt. Dok. A.1608 Kreuzabnahme (Hw.) für die Capp. der Confraternita di S.Elena in S.Stefano Diacono zu Empoli (1690 erbittet Ferdinando de'Medici diese Taf. für die Gall. Palatina). C. gestaltet 1608 drei Triumphbögen und ein Schiff für die Seeschlacht auf dem Arno ("L'impresa degli Argonauti") anläßl. der Hochzeit von Cosimo II de'Medici mit Maria Magdalena von Habsburg sowie dem Einzug der Braut in Florenz (18.10.). Bei dieser Gelegenheit wird auch C.s Loggetta, gen. dei Tornaquinci, Ecke der Vie Strozzi und Tornabuoni, eingeweiht. 1609 plant und leitet C. die Ausstattung der Exequien von Ferdinando I de'Medici (am 22.6. in S.Giovanni Battista dei Fiorentini zu Rom). Dort lt. Dok. im März 1610 tätig für S.Paolo fuori le Mura und ebd. vermutl. Arbeit an einem weiteren Hw., der Grablegung des hl.Paulus. Planung und Ltg von Rest. und Dekoration dreier Medici-Bauten in Rom: dem Pal. auf dem Campo Marzio (später Pal.Firenze gen.), der Villa Medici bei Trinità dei Monti und dem Pal. Madama (wobei dessen Erweiterung zwar von C. geplant, später aber durch Paolo Marucelli ausgef. wurde, z.T. unter Verwendung von C.s Plänen). 1610-13 freskiert C. im Auftrag von Papst Paul V. die Kuppel der Capp.Paolina von S.Maria Maggiore. 1611/13 Entwürfe zu einer Loggetta im Garten des Pal. von Kardinal Scipione Borghese auf dem Quirinal. Malt ebd. Fresken mit fünf Szenen von Amor und Psyche (1875 abgelöst wegen geplanten Abbruchs; ab 1952 im Pal. Braschi). Am 30.4.1613 vom Großmeister des Malteser-Ordens Alof De Wignacourt (und auf Vorschlag von Papst Paul V. und Kardinal Scipione Borghese) zum Cavaliere Milite ernannt. 26.5.1613 erkrankt C. an einer von den Biographen nicht näher bestimmten Krankheit, an der er innerhalb von 14 Tagen stirbt. Errichtet am 3.6.1613 bei dem Notar und Cancelliere der Apostol. Kammer Giovanni Ferrini sein Test. und bestimmt die drei Söhne seines Bruders Ulivieri zu Erben. - C.s Einschreibung in der röm. Accad. di S.Luca ist nicht dok., aber von Giovanni Battista Cardi und den folgenden Biogr. glaubwürdig überliefert. Er hielt an der Accad. eine Lektion "Sulla necessità del disegno per gli artisti" (unpubl. oder verloren). Verloren ist auch die "Orazione di ringraziamento per la nomina ad Accademico della Crusca". Aus C.s früh verf. "Trattato di Pitt." sind nur einzelne Sätze auf Bll. seiner Zchngn überliefert. Der "Trattato di prospettiva pratica" (Florenz, Uffizien, GDS), 101 Bll. mit zahlr. Ill. von Sebastiano C., welcher Hschn. für den nicht ausgef. Druck vorbereitete, erläutert neben architekton. Fragen zwei von C. erfundene techn. Hilfsmittel zum besseren perspektiv. Zeichnen, die von den Zeitgen. auch verwendet wurden. 1629 erhält C.s Neffe Giovanni Battista Cardi, der viele Jahre zus. mit diesem in Rom lebte, das Imprimatur für die Biogr. seines Onkels (mit Widmung an Ferdinando II de'Medici); erstmals 1913 (K.H.Busse/G.Battelli), dann 1980 (A.Matteoli) ediert. Der nie publ. "Trattato di Prospettiva pratica" wurde in jüngster Zeit untersucht (F.Camerota, 1985/86; M.Lorber, 1989; M.Kemp, 1991). - C. bereitet Gem. und architekton. Projekte zeichner. sehr ausführl. vor und sorgt sich auch um die Konservierung seiner Zchngn. Sie sind in großer Anzahl weltweit verbreitet. Hinzu kommen zahlr. Stiche versch. Autoren nach Gem. von C., die auch verlorene oder zerst. Werke überliefern.
Thieme-Becker, Vollmer, and AKL:
ThB6, 1912.
Other encyclopedias:
DBI XIX, 1976 (s.v. Cardi, Lodovico); M.Cinotti, Cat. della pitt. ital. dal '300 al '700, Mi. 1985; PittItalCinquec II, 1987; DA VII, 1996
Printed sources:
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Cigoli, Lodovico, eigentl. Lod. Cardi da Cigoli, ital. Maler u. Archit., geb. auf Castelvecchio am 12. 9. 1559, † zu Rom 8. 6. 1613. Die Biographie dieses Hauptmeisters der florentinischen Seicentoschule entnahm Baldinucci im wesentlichen einer Vita, die Giov. Batt. Cardi, der Neffe und Erbe des Künstlers als Einleitung zu dessen ungedrucktem (im Gabin. d. Stampe der Uffizien vol. 2660 aufbewahrtem) Traktat über die Perspektive vor 1628 geschrieben hatte. Hier wird als der Geburtsort des C. Castelvecchio genannt, eine unweit Empoli in unmittelbarer Nähe des Dorfes Cigoli im Arnotal gelegene Villa, deren Neubau dann offenbar C. selbst (vor 1604, - Fideikommißverfügung) unternommen hat. Voll hier kam der Künstler mit 13 Jahren nach Florenz, wo er 4 Jahre hindurch im Atelier des Al. Allori studierte. Eine Vergiftung zwang ihn jedoch, wiederum in der Heimat, einen Genesungsaufenthalt zu nehmen, bis Ifin nach 3 Jahren Buontalenti nach Florenz zurückberief. Dieser wurde sein Lehrer in der Baukunst und machte ihn zugleich auch mit Sante di Tito bekannt, dem sich C. für einige Zeit als Schüler anschloß. Die Berührung mit der Tradition der späten Sarto-Nachfolger war für den Stil des jungen, in der Schule der Michelangelo-Nachahmer erzogenen Künstlers von entscheidender Bedeutung. Wiewohl an die Stelle der vier Daten, die Cigoli Baldinucci seiner an Irrtümern um so reicheren Biographie einfügt, heute ein gesichertes Oeuvre von über 30 datierten (von ca 45 bekannten) Werken getreten ist, sind die 5 überlieferten Jugendarbeiten des C. verschollen. Jedoch trägt die Merkmale des frühesten Stiies ein Bildchen der Madonna mit nacktem Kind im Budapester Mus., das die Jugendentwicklung C.s von Pontormo bis Chimenti da Empoli wiederspiegelt. Eine größere Madonna mit lesendem Kind, beide in modischer Kleidung, in der Florentiner Pitti-Galerie, stammt noch aus den 80er Jahren; dieser ähnlich, doch reifer, ist die Madonna in Livorno (Kapuzinerkirche). Gegen 1581 entstand C.s erstes Hauptwerk, ein Fresko im Chiostro grande von S. M. Novella zu Florenz. Das Thema dieser Arbeit "Christus in der Vorhölle" erscheint hier schon aus dem Banne der manieristischen Tradition befreit. Vollends das zweite, um 1584 anzusetzende Fresko am gleichen Orte, entfernt sich schon im Gegenstande, "die Einkleidung des hl. Vincenz Ferrer", aus dem Zusammenhange mit der Manier der Michelangelonachfolger. Da die nächste Arbeit C.s, gleichfalls eins seiner Hauptwerke, "die Stephanusmarter" in der Akademie in Florenz, erst auf das Jahr 1587 zu datieren ist, so dürfte die von den Biographen vermutete Reise nach Oberitalien in die Jahre kurz vorher fallen. Jedenfalls hat mit dieser Darstellung (zu der sich ca 20 Handzeichn. in den Uffizien u. a. a. O. finden) bereits eine intensive Rezeption der Kunst des Baroccio stattgefunden, dessen unmittelbarer Einfluß auch in der (füglich etwas früher anzusetzenden) "Laurentiusmarter" (Mus. S. Marco) offenbar ist. überhaupt sind die Stilschwankungen das Kennzeichen dieser Periode. C. unterliegt den vielfachen Einwirkungen der verschiedenen Strömungen, die die Kunst der Übergangsepoche durchziehen, u. übernimmt mit unbedenklichem Eklektizismus bald von der Schule des Sarto, bald von der des Bronzino, je nach dem Thema, die Formel für die Darstellung. Unter diesen Bedingungen entstand die höchst konventionelle "Trinità in atto di Pietà." (Refektorium S. Croce zu Florenz), die sich trotz ihrer malerischeren Aufmachung nicht von Erzeugnissen der Allori unterscheidet, oder die lärmhafte Schilderung der Auferstehung: (Arezzo, Galerie; bez. und 1591 dat.), die von Vorbildern des Sante di Tito durchaus abhängig ist. Nur für jene neu aufkommenden, mehr historischen Themata, die nicht durch anerkannte Redaktionen der manieristischen Schule festgelegt waren, wie die "Auferweckung des Lazarus" von 1592 (Dokum.; Montopoli, S. Marta) findet C. eine moderne, befriedigende Form des bildlichen Ausdrucks und übertrifft hiermit selbst das spätere, mit einer stolzen Inschrift versehene Werk seines Lehrers Al. Allori (in Pistoia). Erst 1595 gelingt es ihm, mit der Darstellung selbst eines altertümlichen Vorwurfs, der SS. Concezione (in Pontorme bei Empoli), einen beträchtlichen Abstand von den berühmten, oft nachgeahmten Fassungen aus dem Kreise Vasaris (1540) und seiner Nachfolger zu gewinnen. In Empoli (Collegiata) befinden sich auch noch zwei ziemlich gute Bilder aus dieser Zeit: "Das Abendmahl", angeblich von 1591 und die "Kreuzauffindung durch Heraklius", ein seit Greg. I'aganis - im Carminc zu Florenz verbranntem - Hauptwerk oft beliebter Gegenstand, der auch von C. noch ein zweitesmal behandelt worden ist (Kirche S. Marco, Florenz, 4. Altar links). Der fortschreitenden Entwicklung des Künstlers entsprechend, kann man vom Jahre 1596 ab eine dritte Schaffensperiode erkennen, zur Zeit, als die Tafel mit dem hl. Albert, der die ertrinkenden Juden rettet, an der inneren Fassade (Inschrift) von S. Maria Maggiore in Florenz und die mit dem Monogr. bez, und dat. Stigmatisation (Mus. S. Marco) entstanden. Das letztere Gemälde ist die hervorragendste von jenen Franziskusdarstellungen C.s (öfters auch der Heilige im Gebet), die in über 30 Wiederholungen (2 Orig. i. d. Akademie in Florenz) bekannt geworden sind; (1. Kopie als "spanischer Meister" in Leipzig [Städt. Mus.]; der ihm hier zugeschrieb. Johannes, No 34, ist die Replik eines Bildes des Crist. Allori im Pal. Pitti). Es sind ekstatische Einzelgestalten, die, zumal auf das Format der "Ausdruckshalbfiguren" (Exempl. d. Kap. auf Castelvecchio und in S. Chiara in S. Miniato al Tedesco) reduziert, von den wiedererwachten physiognomischen, eminent psychologischen Interessen des Barockstils Zeugnis geben. Verwandten Charakters sind die freilich in dieser Epoche noch seltenen "Sehnsuchtsköpfe" der Magdalena (Montepulciano); auch als Ganzfigur (Florenz, Pitti; Madrid, Prado) bedeutet diese Heilige einen neuen Vorwurf der malerischen Kunst: der weibliche Akt in der Landschaft (der mannhaften Generation d. Manieristen unbekannt). Die laut Urkunde 1592 bestellte, 1597 vollendete "Kreuzabnahme" aus Empoli (in Florenz, Pitti) ist, verglichen mit Früherem, ja selbst barocciesken Vorbildern, eine durchaus unabhängige, eigenartige Schöpfung, während bei dein bez, und ebenfalls 1697 dat. "Antoniuswunder" (das Maultier kniet vor dem Sakrament) in Cortona (S. Francesco), aus dem gleichen Jahre, überhaupt kein Zusammenhang mit der Tradition mehr zu erkennen ist; schon dem Thema nach ist diese Darstellung nur in dem modernen Zeitalter denkbar. In Cortona (Gesii) noch eines jener sehr mittelmäßigen, konventionellen Gnadenbilder, wie sie damals in der Provinz verlangt wurden: eine "Rosenkranzmadonna", die, wie die sehr ähnliche Tafel in Pontedera (chiesa vecch.) auf die ältesten Vorbilder des Sarto-Ateliers zurückgeht. In einem vierfigurigen Bilde in Pistoja (SS. Annunziata) dagegen erscheint das von den Manieristen zu einer massenhaften Porträtversammlung mißbrauchte Thema der Wochenstube im Sinne cines fortgeschrittenen Barockstils reformiert; ebendort im Redentore eine tüchtige Darstellung der Kreuztragung; eine andere, echte, in Halbfigur (als "Carracci") in Schleißheim. Beide Werke erwähnt Baldinucci ebensowenig, wie die, jedoch durch Cardis Zitat gesicherten, freilich geringen Bilder: Madonna mit 4 Heil. in Cesena und die Geburt Christi in Massa di Carrara; (eine andere, bessere Nativitä in Pisa, Mus.). Höchst altertümlich wiederum ist die mittelmäßige, aber (entgegen Brogi) eigenhändige Pietà mit 8 Heil. in Colle val d'Elsa (1598): der volle Gegensatz zu der unvergleichlichen, von den Biographen übergangenen Wiener Pietà, die sich durch eine bezeichnete Handzeichnung im Louvre auf 1599 datieren läßt (Teppich danach, 1695 [Arazzi-Museum] in Florenz; auch hier Handzeichnungen). 1600 erhält C. einen großen öffentlichen Auftrag für den Pal. Vecchio: die "Erwählung Cosimos I. zum Großherzog", eine seiner besten historischen Kompositionen, freier, als das ein wenig von Vasari beeinflußte, aus Porträts zusammengesetzte Bild am gleichen Orte: "Leo X. ernennt 31 Kardinäle". Im Jahre 1601 wird auch der Teppichkarton "Christus vor Herodes" fertig (Arazzimus. Florenz), 1602 schmückte C. die Familienkirche (Inschrift) der Corsini, S. Cajo vor Florenz (auch architektonisch) aus; er malte dort die Disputation der hl. Katherina mit den 4 Kirchenvätern, eine Darstellung, deren besonders disponierte Figurenordnung und spezifisch koloristische Tendenz das Magierbild in der Akademie als einen Verwandten aus den Jahren 1603/4 erkennen lassen. Der "Einzug in Jerusalem" in S. Croce ist offenbar das Altarbild, das C. den Serristori, nach Briefen, im Jahre 1604 unvollendet zurückließ, als seine Übersiedelung nach Rom eine Unterbrechung sämtlicher Arbeiten (z. B. auch der nur von Cardi genannten und, wie das Gemälde in S. Croce, von Biliverti vollendeten Flucht nach Ägypten "per le Altezze"; seit 1812 im Louvre) notwendig machte. Der Grund des Fortganges von Florenz war für den Künstler sicherlich die Beteiligung an der Konkurrenz zu der S. Petersfassade in Rom, in der Maderna gegen C. siegte, eine Tatsache, die Baldinucci zu vertuschen sucht. Doch blieb C. in Rom, wo er schon gelegentlich der Ausschmückung einer Kapelle in S. Giov. dei Fiorentini, 1599, bekannt geworden war, in der er den schreibenden S. Hieronymus im Gehäus dargestellt hatte. Für Rom entstanden nun mehrere Hauptwerke C.s, obwohl er auch noch auf auswärtige Bestellungen arbeitete, so 1605 (nach Dokum.) für den Soffitto von S. Stefano in Pisa, die "Einsetzung des Stefansordens", ein Bild nach dem für repräsentative Kompositionen festgelegten Schema. Die Datierung 1606 findet sich auf Dorigny's Stich nach der zerstörten "Lahmenheilung" in S. Peter; die zwei verschiedenen Fassungen dieser Darstellung (die letzte von 1608) kann man noch in den Handzeichnungen der Uffizien (und Scacciatis Reproduktionen derselben) verfolgen. In dieser Zeit malte C. auch das "Ecce Homo" (Pitti), szenisch und formal von der illusionistischsten Form des vollendeten Barockstils. 1608 erhält er den Auftrag für sein in S. Paolo fuori verbranntes Meisterstück das "Begräbnis des Apostels", zu dem jedoch der Karton und Handzeichnungen in den Uffizien erhalten sind. Auch diese Tafel war nie ganz fertig geworden, da C. noch 1608, zum Einzug der Maria Magdalena als Braut Ferdinands II., nach Florenz zurückgerufen wurde, um die künstlerische Leitung der Straßen- und Theaterdekoration zu übernehmen, und auch für die Folge mit Aufträgen hoher Besteller überhäuft war. Zwei Gemälde nämlich vollendete er noch 1610: das bez. Bild im Pittipalast in Florenz "Christus Petrus am See", dein eine ähnliche Darstellung in der Akademie (aus Riottoli), wohl von 1593, vorausging, und das vor allem schöne Werk für die Borghese "Joseph und Potifars Weib" (Gall. Borghese, Rom: dat. u. bez.), ein Thema, das seit C. den Florentiner Künstlern der malerische Vorwand für die Abschilderung zeitgenössischen Lebens wurde. Noch 1610 wurden auch die (nach Dokumenten 1612 bezahlten) Fresken in der Kuppel der Cap. Pauls V., C.s Gönner, in S. Maria Ma,ggiore, die stehende Madonna u. Apostelgruppen, nicht gerade sein glücklichstes Werk, begonnen; während der durch eine bez. Handzeichnung der Uffizien (entgegen Baldinucci) auf das Todesjahr 1613 datierbare Freskenzyklus "Amor und Psyche" im Pal. Rospigliosi in Rom zu dens Fortschrittlichsten und Besten gehört, was C. geschaffen bat. Die Vollendung der nach Dokum. von d. Großherzogin bestellten "Assunta" (im Magazin von S. Salvi) wurde durch des Meisters Tod verhindert; ein geringes Bild des gleichen Gegenstandes, mit der nach archaischer Weise sitzenden Madonna (etwa von 1593) befindet sich in der Impruneta bei Florenz. Kurz vor seinem Tode wurde C. in den Malteserorden aufgenommen. Er liegt in S. Fellcitä zu Florenz begraben neben Galilei, mit dem ihn seit seiner frühesten Jugend innige Freundschaft verbunden hatte. - C.s Selbstbildnis befindet sich in den Uffizien; ein anderes, auf der Rückseite bez. u. 1594 dat. Porträt im Pitti (No 226; neuerdings erkannt); ein weiteres in S. Luigi d. Francesi zu Rom. Nicht Chimenti da Empoli, sondern C. gehört nach Baldinuccis Zitat auch das 1600 datierte Porträt des Concino Concini (Besitzer O. Messinger, München, siehe Kat. d. Porträt-Ausst. in Florenz, 1911). - Außer den im Text genannten Stücken befinden sich Originalwerke C.s noch in den im Literaturverz. aufgeführten Orten. Der Nachweis der Tätigkeit C.s als Baumeister ist keineswegs ein so leichtes Problem, wie Gurlitts Darstellung es glauben macht. An größeren Bauten ist seine Autorschaft nicht mit Sicherheit festzustellen. Die frühesten Arbeiten sind Dekorationen, wie das Marmorportal der Salviati-Kapelle von 1588 in S. Marco (Handzeichn. erhalten). Hier verleugnet er ebensowenig wie in dem Holzmodell zur Domfassade von 1586 (das mit dem in der Domopera aufbewahrten und nach Poggi's Katal. fälschlich als "unbekannt" bezeichneten Modell No 733 auf Grund der genauen Beschreibungen Cardis u. Baldinuccis, zahlreicher Literaturbelege, Handzeichnungen und eines Dokumentes identifiziert werden konnte) die Schule Buontalentis (besonders im dreigeschossigen Aufbau), die freilich später von oberitalienischen Einflüssen verdrängt wurde, durch die sich C. zu einem typischen Palladioklassizisten entwickelte. Sein neuer Stil fand den vollendetsten Ausdruck in dem um 1604 begonnenen Hof des Pal. Nonfinito, dessen strenge, an Ornamenten arme Arkatur zu der reichgeschwungenen Formengebung an Buontalenti's bekannter Fassade d. Palastes bereits in scharfen Gegensatz getreten ist. Mit dieser wiederum zeigt die Schauseite des Pal. Rinuccini einige Verwandtschaft, so daß sie zeitlich nicht mehr mit C. in Verbindung gebracht werden kann; übrigens wird sie erst seit 1755 (Ruggieri) auf ihn zurückgeführt. Die meisten der von C. entworfenen Architekturen wurden erst nach seinem Fortgange von Florenz ausgeführt, lassen sich jedoch durch die häufige Verwendung eines sehr charakteristischen (palladiesken) Triumphbogenmotivs auf zwei dorischen Säulen "in antis" (das auch schon im Hof des Pal. Nonfinito vorkommt), sowie durch Handzeichn. für den Meister in Anspruch nehmen. Vor 1591 entwarf C. das Tor zum "Paradiso dei Gaddi" (Piazza Madonna); und auch die Einbauten in S. Cajo, die Substruktion eines hochgelegenen Betchors in Gestalt eben jener 8teiligen Bogenstellung, außerdem Wandpilaster und Säulengiebel am Altarbild, wurden inschriftlich schon 1602 errichtet (für beide Werke sind Handzeichn. erhalten). Verschiedene Altarinkrustationen (in S. Trinitä etc.) können ebenfalls noch vor 1604 entstanden sein. Hingegen wurden die versetzte Loggia de' Tornaquinci wie die Dekoration der Chorkapelle in S. Felicitä nicht mehr unter C.s Aufsicht und daher mit einigen Abweichungen ausgeführt. In Rom fertigte C. 1605 fünfzehn Pläne für S. Peter, die ebenso vollzählig wie die Einzugsdekorationen von 1608 (Triumphbögen usw.), nebst einem bezeichneten und 1608 datierten Stich R. Cantagallinas nach C.s mythologischem Schiff zu der im Arno aufgeführten Seeschlacht in der Handzeichnung-Samml. der Uffizien vorhanden sind. Die Fassade des Pal. Madama in Rom jedoch, die von Gurlitt als Paradigma des Barockstils sowie als "das Hauptwerk, das nach C.s Entwurf entstanden" sei, abgebildet und selbst in der jüngsten Monographie dieses Palastes noch als solches ausgegeben wird, ist erst ein halbes Jahrhundert später (1692) von Paolo Marucelli dem quattrocentistischen, bis dahin nie restaurierten Baukörper vorgelegt worden; C. ist daran vollkommen unbeteiligt. Der in der Literatur weit verbreitete Irrtum läßt sich auf eine Verwechslung Baldinuccis zurückführen und wird durch des Künstlers eigene Briefe im Staatsarchiv in Florenz aufgeklärt. C. hat, wie erwähnt, auch einen Ttaktat über die Perspektive verfaßt; die darin enthaltenen Stiche, belanglose, meist nur geometrische Umrißzeichnungen von C.s Bruder Sebastiano werden unverdientermaßen durch die Literatur geschleppt. Doch kann Sebastiano Cardi den anonymen Stich "Christus im Hause des Pharisäers" nach der Zeichnung C.s (Uffizien) zu einem Bilde in Forli gefertigt haben, von dem Cardi in der Vita aussagt: "che fu subito intagliato", während Baldinucci nur die Kopie dieses gleichzeitigen Stiches von Corn. Galle zitiert, die Brulliot (wohl daraufhin) einzig anerkennt. Graphische Arbeiten des Lodovico C. gibt es also nicht, wie schon Nagler richtiggestellt hat. Dagegen sind 50 Stiche nach seinen Werken bekannt. Eine stattliche Sammlung von über 600 (teils von Baldinucci erwähnten) Zeichnungen C.s befindet sich in den Uffizien, von denen ca 200 als Studien zu bekannten Werken identifiziert werden konnten. Ferner besitzen die Museen in Paris (Louvre, 36 echte Blätter), München, Wien und London Zeichnungen seiner Hand. C. modellierte auch cine bekannte anatomische Figur, zu der der Wachsbozzetto sich im Bargello in Florenz befindet; entwarf dic Altarreliefs in der Pitti-Kapelle und den reliefierten Sockel zu Giambologna's Reiterstandbild Henri's IV. auf dem Pont neuf zu Paris. Die Bedeutung C.s für Florenz ist eine außerordentliche; er war hier der Begründer des Barockstils in der Malerei. Das Problem, das seine künstlerische Entwicklung darstellt, ist die Überwindung des Manierismus, jenes "plastischen" Stiles der Michelangelonachahmer, der Florenz ein halbes Jahrhundert hindurch beherrscht hatte. Doch erst, nachdem er mit der Tradition abgerechnet hat, selbst dem Manierismus gleichsam verfallen durch ihn hindurchgeschritten ist, geht er, um neue Anregung zu suchen, nach Oberitalien; dort, wo der frühreife Correggio die Kunst eines ganzen Jahrhunderts vorweggenommen und bereits Nachfolger erzeugt hatte: Baroccio ist der Künstler, dem die nachblühende Kunst des florentinischen Seicento die nachhaltigste Befruchtung verdankt. C.s Rolle war die des Vermittlers; seinem Einflusse vermochte keiner von den Zeitgenossen zu widerstehen, und selbst seine Lehrer (ein Al. Allori) geraten in Abhängigkeit von ihm. Proportional mit der Annäherung an die Jahrhundertwende wird das Tempo der Entwicklung der heimischen Kunst stetig beschleunigt, in dem Maße, daß bereits C.s Schüler Cristof. Allori, der große Kolorist, ihren Höhepunkt erreicht. Doch schon in dem Werke unseres Meisters selbst erscheint die Lösung des in der neuen Kunst beschlossenen Problems erbracht. Es ist: der malerische Stil, der die Befreiung der Malerei von jenen ihr wesentlich unangemessenen "plastischen" Prinzipien (der Flächenbc-Setzung usw.) bedeutet, die sie unter Preisgabe ihrer wesenseigentümlichsten Vorteile vor den anderen Künsten seit der Renaissance verfolgt hatte. Der Barockstil bildet, indem er auch die letzten Möglichkeiten der Flächenkunst ausbeutet, das erste, vollkommene Beispiel des malerischen Stiles in der Geschichte der Kunst. Dokum. Quellen: G. II. Cardi, Vita C.s, im Trattato d. Prospettiva pratica des C., Ms. in den Uffizien, Gabin. d. Stampe vol. 2660. - Bibliot. nazion. zu Florenz (Magliab.) : Mss. Cod. 136. Cl. 26 a. c. 228 (Fideikommiß). - Cod. II, II 110, (Domfassade) fol. 564. - Mss. Passerini, Alberi d. Famiglie No 171b. - Staatsarchiv (A. S. F.) zu Florenz, Arch. Medie.: Briefe C.s : Filz. 893 c. 227 (Teppich); Filz. 914e. 161 u. Filz. 922 c. 547 (Romreise); Filz. 1347 c. 43 (Pal. Madama). - Gualandi, N'. Race. d. Lettere 1844 I 288 f. Biographisches: Baldinucci, Not. d. prof. ed. 1702 p. 15-49; ed. 1612 IX 86; ed. 1846 III 236. - Serie d. illustri i. pittura. Flor. 1766 VIII. 85. - Baglione, Vite de' pitt. 1733 p. 145. - Ron doni, (Vita Cs. in) Mernor. stor. d. S. Miniato 1877 p. 310 f. - Emporium XVIII (1903) p. 71 (Abbild.). Lanzi, Stor. pittor. 1795 III 206. - Rosini, Stor. d. Pitt. V 281. - Woltmann-Woermann, Gesch. d. Mal. III 207. - Milizia, Mem. d. Archit. 1785 II. - Ruggieri, Scelta d. Architetture Flor. 1755 (Stiche). - Gurlitt, Gesch. d. Barock. p. 255. - Nagler, Kstlerlex. II 359. - Ders., Monogr. II 364. - Brulliot, Dict. I 1360. - Huber u. Rost, Handb. 1799 III 269. - Heinecken, Dict. 1769 III 582. - K. Busse, (Monogr. C.s in) "Manierismus u. Barockstil"; Leipz. Dissert. 1912. Topographisch: a) Florenz : Richa, Not. ist. d. chiese forent 1754-62, II, IV, VI, VIII, X (Reg. Cardi u. Cigoli). - Limburger, Geb. v. Florenz 1910, Reg. - Riv. d'Arte 1905 p. 94 (S. Maria Novella). - Kataloge: Uffizien; Pitti; Gal. Corsini; Ferri, Ind. Disegni d. Uffizi. - A. Scaceisti. Dis, orig. d'eccell. pitt. n. Gal. d. Firenze, 1766 (Stiche nach Handzeichn.); Domopera 1901; Mus. Nazion. (Bargello) No 2740; Riv. d'arte 1909 VI 2-4 (Porträts); Kat. Porträtausst. 1901 p. 206 No 6. - Boll. d'arte V 286 (Zeichn. i. d. Bibl. Maruc.). - Rom : F. Titi, Descr. in Roma 1763. - Laf enestre, Peint. en Europe : Rome 1905. Bertolotti, Art. bologn., Roma 1885 p. 141. - L. Càllari, Palazzi d. Roma. - Baracco, Il Pal. Madama; Privatdruck 1904. - Das übrige Italien : Falciai, Arezzo 1910 p. 155. - Coleschi, Stor. d. (Borgo) S. Sepolcro 1886 p. 164 etc. - Della Celia, Cortona antica 1900 p. 129. - Mancini, Cortona (Samml. Ital. art.) 1909 p. 115 (Abbild.). - Giglioli, Empoli art. 1906 pass. - Pogg Riv. d'Arte 1905, 2-3. p. 49. - Calzini-Mazzatinti, Guida d. Forli 1893 p. 13. - Montepulciano (Samml. Ital, art., vol. 31) p. 80 (Abb.). - Montopoli, Archiv. comun.; Testam. des Sim. Ganucci. 1592; cf.: Arte e Storia 1682 p. 70, 87. - R. Grassi, Descr. d. Pisa, 1837 p. 119. - Tanfani-Centofanti. Not. art. pisan. 1898 p. 51. - Tolo ornei, Guida d. Pistoja 1821. - Brogi, Inv. d. prov. di Siena 1694 p. 152, 317. c) Außerhalb Italiens : Inv. gén. d. France. V 140; VI 106. - Gaz. d. B.-Arts. (s. Reg.). - Kataloge von : Budapest 1906 No 164 - Madrid 1910 No 100 - Petersburg 1893 No 246-7 - Schleißheim 1905 No 522 - Wien 1907 No 347. 363. K. Busse.