Thomire, frz. Künstlerfamilie, 1708-1849 nachw., v.a. in Paris tätig als Bronzekünstler, Gießer, Bildhauer und Ziseleure, zudem ebd., in Bordeaux und im heutigen Dép. Gers als Maler.
Thomire (Künstler-Familie)
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Der früheste bek. Künstler namens Thomire ist der am 23.9.1708 mit seiner Heirat erstmals dok. Pariser Malermeister Jean-Baptiste (Paris, Arch. nat. [AN], MC/RE/LXIX/7), der am 13.9.1712 ebd. letztmals als Meister nachw. ist (†vor 6.1.1714 [AN, Y4250]). Seine verwandtschaftlichen Beziehungen zu den nachfolgenden Thomire ist bislang nicht geklärt. Die chronologisch direkten Nachf. sind ebenfalls Maler, zuerst Pierre (1721), dann dessen Sohn Pierre Augustin und dessen mutmaßlicher Sohn Pierre (1769). Das verwandtschaftliche Verhältnis zu dem auf Bronzearbeiten spezialisierten Zweig, der das Renommee der Fam. begründet, lässt sich noch nicht nachweisen. Dazu gehören zuerst die Brüder Luc-Philippe und der Kupferschläger Nicolas (ab 20.12.1757 in Paris nachw., †wahrsch. 29.8.1794 ebd.), gefolgt von dessen Sohn Louis, unter dessen Nachkommen keine Künstler sind. Der Sohn von Luc-Philippe, Pierre-Philippe, ist das bedeutendste Mitgl. der Fam. von weitreichender Bedeutung und mit großer Nachkommenschaft, darunter sein Sohn, der aber kaum bek. Ziseleur Marie Antoine. Die Schwiegersöhne André Antoine Beauvisage (*1767 Paris, †nach 1846) und Louis-Auguste Carbonnelle (*1774, †1864) werden seine Geschäftspartner. In der letzten Generation stehen drei Enkel von Pierre-Philippe bis zum Konkurs an der Spitze der Fa. Thomire et Cie: die Brüder Alphonse Louis Allard und Gustave Fortuné Louis Allard sowie Hippolyte Antoine Beauvisage (Beauvisage-T.).