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Holbein, Hans (1497)

Geboren
Augsburg, 1497
Gestorben
London, 7. Oktober 1543
Land
Deutschland, Schweiz, Großbritannien
Geschlecht
männlich
GND-ID
Weitere Namen
Holbein, Hans (1497); Holbein, Hans (Junior); Holbein, Hans (the Younger); Holbein, Hans (der Jüngere); Holbai, Hans (der Jüngere); Olpeius, Hans (der Jüngere); Olpenus, Hans (der Jüngere); Olpenius, Hans (der Jüngere); Holby, Hans (der Jüngere); Holbyne, Hans (der Jüngere); Holben, Hans (der Jüngere); Holbeine, Hans (der Jüngere); Holbein, Hans (2)
Berufe
Maler*in; Zeichner*in; Grafiker*in; Miniaturmaler*in; Entwurfszeichner*in
Wirkungsorte
England, Basel, Luzern, London
Zur Karte
Von
Buck, Stephanie
Zuletzt geändert
19.04.2012
Veröffentlicht in
AKL LXXIV, 2012, 219

VITAZEILE

Holbein, Hans d.J., dt. Maler, Zeichner und Entwerfer für den Holzschnitt, *1497 oder 1498 Augsburg, †zw. 7.10. und 29.11.1543 London, wahrscheinlich an der Pest.

LEBEN UND WIRKEN

Mitgl. der Augsburger Malerfamilie Holbein: Sohn Hans' d.Ä., jüngerer Bruder Ambrosius H.s und Neffe Sigmunds. Verheiratet mit Elsbeth Binzenstock (Witwe des Gerbers Ulrich Schmid [†1515] mit Sohn Franz Schmid aus erster Ehe; †vor 8. März 1549); vier eheliche Kinder dokumentiert: Philipp (†um 1600) und Jakob (†1552), beide zu Goldschmieden ausgebildet, Katharina (†8.2.1590) und Küngold oder Kunigunde (†15.9.1590); zwei uneheliche Kinder von unbekannter Frau in England (in H.s Testament als noch unmündig erwähnt). Wappen: schwarzer Ochsenkopf mit Nasenring, auf goldenem Grund und rotem Stern zwischen den Hörnern (Basel, Hist. Mus.) Die Urkunden zu H.s Lebenslauf sind spärlich (Woltmann, 2:1876; Chamberlain, 1913; Foister, 2004; Sander, 2005). Die meisten Hinweise ergeben sich aus datierten oder annotierten Werken sowie aus verstreuten Hinweisen in der Korrespondenz von Zeitgenossen und wenigen Zahlungsnotizen. Von H.s Hand hat sich keine unabhängige schriftliche Quelle erhalten. H.s Geburtsjahr ergibt sich aus zwei Zchngn: dem 1511 datierten Silberstift-Portr. Hans H.s d.Ä. die beiden Söhne darstellend (Berlin, Kpst.-Kab.), mit Altersangaben über deren Köpfen - Hans war vierzehn, beim vielleicht drei Jahre älteren Ambrosius ist die Ziffer nicht mehr lesbar - und H.s Selbstbildnis in farbigen Kreiden (Florenz, Uffizien), auf dem er sich als 45-jährig bezeichnet. Sein Testament vom 7.10.1543 und eine Urkunde vom 29.11.1543, die dessen Vollzug dokumentiert (Guildhall Library MS 9171: Register of Wills of the Commissary Court of London, Bd. 2, f.116r, 116v, 121r; Black/Franks, 1861), bestimmen das Todesjahr zweifelsfrei. Auf dem Selbstbildnis bezeichnet sich H. als Bürger von Basel (IOANNES HOLPENIVS BASILEENSIS), der Stadt, in der er höchst wahrscheinlich 1515 als Geselle zu arbeiten begann, am 25.9.1519 in die Malerzunft "zum Himmel" aufgenommen wurde ("Hans Holbein der moller" Woltmann, 1:1874) und am 3.7.1520 das Bürgerrecht erhielt und als "aus Augsburg" bezeichnet wurde. Da er das Bürgerrecht als Zugereister kostenfrei erhielt, scheint er bereits verheiratet gewesen zu sein. Reisen und lange Auslandsaufenthalte prägen H.s Vita: Bereits als Geselle arbeitete er in Luzern, wo er am 24.10.1517, 10.12.1517, 30.4.1519 und 21.5.1519 dokumentiert ist. Im Herbst 1523 war er am Bodensee, denn bei seiner Rückkehr überbrachte er Erasmus von Rotterdam Briefe von Johann Fabri, dem Generalvikar von Konstanz (Koegler, 1912); im Frühjahr 1524 brach H. nach Frankreich auf (dok. durch einen Brief des Erasmus an Willibald Pirckheimer v. 3.6.1524) und war sicherlich in Bourges, wie zwei Nach-Zchngn nach Grabskulpturen des Herzogs Jean de Berry und der Jeanne de Boulogne in der dortigen Grabkapelle des herzoglichen Palastes belegen (Basel, KM). Die Dauer dieser Reise ist undokumentiert. Die nächste Quelle datiert vom März 1526 und ist eine Bezahlung H.s für "etliche Schilt" (Wappenschilde), die er im vorigen Jahr in Waldenburg gemalt habe. Spätestens seit Mai 1526 wurde auf Anweisung des Basler Rates eine Frau für die Pflege eines Kindes von H. bezahlt (Sander, 2005); am 4.7.1526 bemühte sich der Basler Bürgermeister Heinrich Meltinger bei den Antonitern von Isenheim um die Rückgabe der Malutensilien von H.s Vater, die dieser während seiner Tätigkeit dort zurückgelassen habe (er starb 1524 an unbekanntem Ort); am 29.8.1526 schrieb Erasmus an seinen Freund Petrus Aegidius in Antwerpen einen Empfehlungsbrief für H.: bei Bedarf könne Aegidius H. das Haus des Quentin Massys zeigen lassen und ihm Briefe mitgeben. In Basel frören die Künste, weshalb H. versuche, in England Geld zu verdienen. H. muss bald nach London weitergereist und dort von Thomas Morus aufgenommen worden sein, wie es ein Brief an Erasmus vom 18.12.1526 belegt. Nach zweijährigem England-Aufenthalt ist H. am 29.8.1528 wieder in Basel dokumentiert, als er im St. Johanns-Viertel von dem Tuchmacher Eucharius Rieher für 300 Gulden ein Haus kaufte und somit Nachbar des Druckers Hieronymus Froben wurde. Am 28.3.1531 erwarb er für 70 Gulden auch das kleine Nachbargebäude vom Fischer Uly von Rynach. Am 7.10.1531 erhielt er 13 Gulden für die Bemalung zweier Uhren am Basler Rheintor. In der ersten Hälfte des Jahres 1532 muss H. wieder von Basel nach London aufgebrochen sein. Aus einem Brief des Erasmus an Amerbach (dat. 22.3. und 10.4.1535 [Postskript] aber wohl bereits 1533 verfasst) geht hervor, dass er erneut über Antwerpen reiste und dort einen Monat verweilte. Vergeblich bot der Basler Bürgermeister Jacob Meyer zum Hirzen am 2.9.1532 H. brieflich 30 Gulden Jahresgehalt für so lange an, bis man ihn besser versehen könne, doch H. entschied sich für England. Da die Rechnungsbücher des Treasurers of the Chamber für 1532-37 nicht erhalten sind, ist unklar, wann H. in den Dienst Heinrichs VIII. trat. Spätestens 1536 war er fest angestellter Hofmaler, denn der französische Dichter Nicolas Bourbon ließ H. in einem an Thomas Soulemont - den französischen Sekretär des Königs - gerichteten Brief vom 5.9.1536 herzlich grüßen und bezeichnet ihn dabei als Maler des Königs und "Apelles dieser Zeit" ("Hanso pictori Regio, huius aeui Apelli"; Sander, 2005). Die nächsten Reisen sind erst wieder für 1538 dokumentiert, als H. im Auftrag Heinrichs VIII. auf dem Kontinent Bildnisse von Heiratskandidatinnen für den König anfertigte: am 2./3.-18.3.1538 war er mit dem Höfling Philip Hoby nach Brüssel unterwegs, um Christina von Dänemark zu porträtieren (London, NG); am 3.6.1538 reisten H. und Hoby nach Le Havre um Louise von Guise und eine weitere Dame abzubilden, und zwischen dem 11. und 22.8.1538 verließen beide London erneut, um Renée von Guise in Nancy und Anne von Lorraine in Joinville zu porträtieren. Vermutlich direkt im Anschluss reiste H. weiter nach Basel, wo die Malerzunft am 10.9.1538 ein Festessen im Gesellschaftshaus der St. Johanns-Vorstadt für H. ausrichtete. H. blieb bis nach dem 16.10.1538, als ihm der Basler Rat neben einem Jahresgehalt von 50 Gulden zwei Jahre Beurlaubung und 40 Gulden jährliches Wartegeld für seine Frau zusicherte. Die Rückreise führte H. über Paris, wo er seinen Sohn Philipp für sechs Jahre dem Goldschmied Jacob David als Geselle verdingte. Bei der Rückkehr nach London wurde er im Dezember für seine Unkosten entschädigt. Im Juli 1539 reiste H. nach Düren, Westfalen, um Amalie von Kleve und ihre Schwester Anna zu porträtieren - letztere wurde 1540 die vierte Ehefrau Heinrichs VIII. Im Sept. kehrte H. nach London zurück und erhielt ein volles Jahresgehalt vorausgezahlt. Im Herbst 1540 starb H.s Onkel Sigmund in Bern; H. beerbte ihn, wurde bei der Nachlassregelung aber wegen Abwesenheit von seiner Frau Elsbeth vertreten. Im Juni 1541 ist H. mit dem Einwohnerstatus eines "denizen" in London aufgeführt, und am 24.10.1541 als "stranger" in der Kirchengemeinde St. Andrew Undershaft in der City of London bezeugt. 1543 wird er dort oder in der Kirche St. Katherine Cree (beide in Leadenhall Street, London) anonym beerdigt worden sein. - H. wurde wahrscheinlich wie auch sein Bruder Ambrosius vom Vater in Augsburg zum Maler ausgebildet. Gründe für die Übersiedlung nach Basel sind nicht bekannt; vermutlich versprach die Stadt am Rhein als Zentrum des Buchdrucks eine gute Auftragslage: H.s seit 1516 entstandene Entwürfe für den Holz- und Metallschnitt gehören zu seinen frühesten Arbeiten und machen einen bed. Teil seines Basler Œuvres aus (siehe Falk, 1988; Müller, 1997); die Bilder des Todes (um 1525, teilweise geschnitten von Hans Lützelburger, Erstpublikation als Les simulacres & historiees faces de la mort …, Lyon, M. und G. Trechsel, 1538) gehören zu seinen berühmtesten Arbeiten, andere Kompositionen sind als Stundenbuchillustrationen (um 1519) entstanden oder bebildern die Apokalypse (um 1523) und das Alte Testament (um 1526). Während aus der Lehrzeit keine Werke gesichert sind, haben sich aus den Basler Gesellenjahren, die H. wohl in der Werkstatt des dort ansässigen Malers Hans Herbst begann, zahlreiche Gem. und Zchngn erhalten. In einer auf sechs Leinwänden ausgeführten Passion Christi (Basel, KM), die vermutlich aus Herbsts Werkstatt stammt, ist H.s Beteiligung am ehesten in der Geißelung Christi zu erkennen. Als H.s Werk wurde es bereits in Basilius Amerbachs Sammlungsinventar erwähnt. Im Dezember 1515 illustrierte H. zusammen mit Ambrosius ein lateinisches gedrucktes Exemplar von Erasmus von Rotterdams Lob der Torheit. Mit Sinn für die scharfsinnige Ironie des 1509 verfassten Textes versah H. ihn mit Feder-Zchngn; 79 der insgesamt 82 Rand-Zchngn werden Hans zugeschrieben. Das 1515 bei Johann Froben gedruckte Exemplar gehörte dem Schulmeister Oswald Geisshüssler, gen. Myconius; wahrscheinlich war für ihn auch das Aushängeschild eines Schulmeisters (in zwei Tafeln gespalten, Basel, KM) bestimmt, das Schulstuben mit Kindern und Erwachsenen zeigt und 1516 von den Brüdern H. bemalt wurde. Ebenfalls bereits 1516 führte H. den lukrativen Auftrag des Doppelbildnisses des amtierenden Bürgermeisters Jakob Meyer zum Hasen und seiner Frau Dorothea Kannengiesser aus. Die Porträtierten sind vor triumpbogenartiger Architektur mit modernem Renaissanceornament gezeigt, eine Kulisse, die beide, zu einem Diptychon verbundenen Tafeln, auch optisch vereint. Mit dem ambitionierten Werk, das auf einen Farbholzschnitt Hans Burgkmairs d.Ä. als Bildmuster zurückgreift, präsentierte sich der junge H. in einer Stadt, in der es eine große Nachfrage für Porträtmalerei gab, insbesondere von den Humanisten. H.s Portr. des Bonifacius Amerbach (1519, Basel, KM), dem Freund und späteren Universalerben Erasmus von Rotterdams, ist das erste einer Gruppe von Humanistenbildnissen, in denen Schrift und Bild vereint die Porträtierten und den Maler gleichermaßen preisen und den schon in den Rand-Zchngn zum Lob der Torheit deutlich gewordenen Anspruch des jungen Künstlers unterstreichen, dass die Malerei dem geschriebenen Wort der Humanisten ebenbürtig zur Seite steht. 1519 datiert und mit IO. HOLBEIN signiert, wurde es bei H. in Auftrag gegeben, als er Meister war; das Meyer-Bildnis monogrammierte H. hingegen als Geselle noch mit "HH" was ebenso auf Hans Holbein wie Hans Herbst als H.s Werkstattmeister verweisen mag. H.s berühmteste Humanistenbildnisse zeigen Erasmus von Rotterdam als Autor von überragendem Intellekt; die drei frühesten Bilder (Basel, KM; Paris, Louvre; London, NG) datieren 1523 und sind damit entstanden, als sich H. bereits in Basel erfolgreich bewiesen hatte - nicht nur als Porträtist, sondern auch als Maler religiöser Bilder, als Wandmaler und Entwerfer für den Buchholzschnitt sowie für Glasmalerei. All diese Gebiete sollten für H. wichtige Aufgabengebiete bleiben, wobei er in England statt Scheibenrissen Entwürfe für das Kunsthandwerk produzierte. Im öffentlichen Raum war die mon. Wandmalerei sicherlich die wirkungsmächtigste Facette von Holbeins Œuvre, doch blieb keines der Werke bis heute erhalten; nur wenige originale Entwurfs-Zchngn, Kopien und Originalfragmente (Basel, KM) dokumentieren die Wandbilder: 1517-19 war H. zusammen mit seinem Vater in Luzern, um das Haus des Schultheissen Jakob von Hertenstein zu bemalen, wobei H. die Fassade u.a. mit verschiedenen vorbildhaften Themen aus der antiken Literatur sowie mit dem Triumphzug Cäsars dekorierte und sich dabei auf Andrea Mantegnas Vorbild stützte, dessen mon. Komposition in Teilen durch Kpst.e bekannt war. Die Forschung ist sich heute einig, dass die Rezeption des italienischen Vorbilds keine Italienreise H.s voraussetzt. Wohl bald nach seiner Rückkehr nach Basel und vermutlich aufgrund des Erfolgs des Hertensteinhauses dekorierte H. für den Goldschmied Balthasar Angelroth das sogenannte Haus "Zum Tanz" an der Ecke der Eisengasse zum Tanzgässlein bezugsreich mit tanzenden Bauern über den Arkaden des Erdgeschosses. Eine vielschichtige Scheinarchitektur bricht die Fassade optisch auf, zeigt in der baulichen Realität unmögliche Tiefenräume, in denen sich Figuren und - gleichermaßen zum Leben erweckte - Skulpturen zu tummeln scheinen und verblüfft den Betrachter durch seinen Illusionismus. Der am 15.6.1521 abgeschlossene Vertrag für die mit 120 Gulden dotierte Ausmalung des Großratssaals des Basler Rathauses, den bedeutendsten Auftrag der Stadt, erklärt sich wohl aus dem Erfolg dieser spektakulären Fassadendekoration. Die Rathausdekorationen sind konventioneller: auf einem Bilderstreifen sind Szenen aus antiker Literatur und Bibel gezeigt, die den Rat zu gerechtem Handeln anhalten sollten. Bis November 1522 arbeitet H. an den Wand-Gem., und erneut 1530, als nach langer Unterbrechung die Südwand ausgemalt wurde. Diese Wandmalereien sind die einzigen Arbeiten H.s über die ein Urteil des Meisters überliefert ist: Als er Basel 1538 besuchte und gemäß Ludwig Iselin - einem Nachkommen Amerbachs - in Samt und Seide gekleidet war, habe er die Dekorationen am Haus "Zum Tanz" als "ein wenig gut" befunden, während ihm die Malereien im Rathaus missfielen. Scheinarchitekturen als Bühne figürlicher Kompositionen, die dem Betrachter die Möglichkeit der Malerei vor Augen führen, Illusion zu schaffen oder zu verweigern, beschäftigte Holbein als Thema zeitlebens in allen Medien: nicht nur in der Tafel- und Wandmalerei fand er dafür Lösungen, sondern auch in der architektonischen Titeleinfassung sowie in Scheibenrissen (zahlreiche in Basel, KM, Kpst.Kab.) und einer Reihe von Helldunkel-Zchngn der frühen Basler Jahre, die vermutlich als vollendete Werke im eigenen Recht entstanden. In dieser Technik folgte Holbein einer Tradition, die in ganz Süddeutschland beliebt war. Aufgrund der bildmäßigen Ausführung mit Weißhöhungen auf farbig grundiertem Papier rücken in diesen Bildern Zeichnung und Malerei als Medium eng zusammen. Die Helldunkel-Zchngn fungierten wahrscheinlich als private Andachtsbilder. Das Diptychon mit Christus im Elend und Maria (um 1520, Basel, KM) ist mit einer Zeichnung wie Christus auf der Rast von 1519 (Berlin, Kpst.Kab.) auch in Bezug auf die Bildstrategie verwandt, die den Betrachterstandpunkt stark einbezieht (Müller, in: Roskill/Hand, 2001). In diesen Kontext gehört auch der durch Dostojewski berühmt gewordene Tote Christus im Grabe (1521/22, Basel, KM), eine Tafel, die den Sohn Gottes mit erschreckendem Verismus als verlassenen, der Auferstehung harrenden Leichnam zeigt. H. scheint mit diesem Werk auf das Predella-Bild des Isenheimer Altars (Colmar, Mus. Unterlinden) Bezug genommen zu haben, den Matthias Grünewald 1512-15 für das Antoniter Kloster geschaffen hatte. Im Unterschied zu diesem war H.s Tafel aber vermutlich als Teil eines Epitaphs konzipiert, das Bonifacius Amerbach für die Verstorbenen seiner Familie seit 1519 geplant hatte (Müller, 2001). H.s wichtigste sakrale Gem. entstanden im Basel der 1520er Jahre, so die Passionstafeln (um 1524, Basel, KM), die als Aussenseite für einen geschnitzten Flügelaltar im Kreuzgang des Basler Münsters konzipiert, aber spätestens seit der Mitte des 17. Jh.s als unabhängiges Gem. im Basler Rathaus aufbewahrt wurden; zudem die im Stil einer sacra conversazione komponierte Solothurner Madonna (1522, Solothurn, KM) und die Madonna des Bürgermeisters Jacob Meyer zum Hasen (wegen der Herkunft aus Darmstadt in der Literatur als Darmstädter Madonna bekannt), welche die Familie des altgläubigen Bürgermeisters unter dem Schutzmantel Mariens präsentiert (1525/26 und 1528, Schwäbisch Hall, Slg Würth, Johanniterhalle). Als Gegenstand des sogenannten "Holbeinstreits" wurde die Tafel in der Kunstgesch. berühmt. Bis 1822, als sie im Kunsthandel entdeckt wurde, galt ein fast motivgleiches Bild in der Dresdener GG als das Original, wurde aber im Laufe einer mehrjährigen hitzig geführten öffentlichen Debatte als Kopie von der Hand Bartholomäus Sarburghs identifiziert (um 1635/37, Dresden, GG). Sakralmalerei und Porträtkunst verbindend, schlägt die Madonnentafel die Brücke zwischen H.s Basler und Londoner Zeit, zumal H. das Gem. 1528 bei seiner Rückkehr aus England auf Wunsch des Auftraggebers überarbeitete. Während Porträtmalerei nur ein wichtiger von vielen Aspekten seiner Tätigkeit in Basel war, dominiert sie H.s erhaltenes englisches Œuvre und damit bis heute das Bild des Malers in England. Wie schon das Meyer-Kannengießer-Diptychon von 1516 bereiten Porträt-Zeichnungen die Bildnisse der Darmstädter Madonna vor. Während H. bei dem frühen Werk jedoch das auch von seinem Vater verwendete Medium des Silberstifts auf präpariertem Grund verwendete und Rötel nur zur farbigen Akzentuierung der Wangen verwendete, stattdessen Farbangaben schriftlich auf der Zeichnung festhielt, sind bei den späteren Bildnis-Zchngn schwarze und farbige Kreiden verwendet, wodurch eine reiche tonale Wirkung entsteht (alle Basel, KM). Diese ist auch typisch für die grandiose Gruppe der Bildnis-Zchngn, die H. während der ersten Londoner Jahre ausführte (Windsor, R. Libr.). Die Spontaneität des Zeichenprozesses, die in diesen Blättern erkennbar bleibt, trägt wesentlich zur Erfahrung von Lebendigkeit bei, mit denen die Porträtierten dem Betrachter zu begegnen scheinen. Im Gem. weicht diese Offenheit einer stärker verhaltenen Gestaltung, die der repräsentativeren Funktion der Bildnisse entspricht. Die Wirkung von Naturnähe und die Illusion einer unmittelbaren Begegnung mit dem Dargestellten, die H.s Portr. erzeugen, wurde schon von Erasmus gerühmt, als H. ihm bei seiner Rückkehr aus England eine kleinformatige Version des Bildnisses überbrachte (vermutlich Zeichnung Basel, Kpst.-Kab.), das H. 1527 von Thomas Morus und seiner Familie anfertigte, das erste (nur in Kopien erhaltene) nordalpine Gruppenbildnis mit lebensgroßen Figuren. Auch die Funktion des Portr., die Erinnerung an den Dargestellten wach zu halten und sich durch das Geschenk eines Portr. empfehlen zu können, ist für H.s Portr. in der Korrespondenz des Erasmus belegt. Am 4.9.1524 schrieb er an seinen Gönner, den Erzbischof von Canterbury William Warham, er hoffe, dieser habe sein Bildnis erhalten (vermutlich Exemplar in London, NG), damit er etwas zur Erinnerung an ihn besäße. Das scheint der Fall gewesen zu sein, denn H. schuf auch ein Bildnis Warhams (1527, Paris, Louvre). H. war nicht nur als Porträtist für den Humanistenkreis tätig, sondern wie in Basel schuf er während der ersten englischen Jahre auch ephemere Malerei - so 1527 eine Dekoration für das Banqueting House in Greenwich. Unter den zahlreichen dort beschäftigten Künstlern wurde "Master Hans" am höchsten bezahlt. Trotz seines Erfolges kehrte er 1528 nach Basel zurück. Nach H.s Rückkehr setzte sich die Reformation in Basel durch und die Auftragslage verschlechterte sich, obschon H. 1530 die noch ungestaltete Südwand des Basler Ratsaals ausmalte. Das auf Standesmerkmale verzichtende intime Bildnis seiner Ehefrau und Kinder Philipp und Katharina (um 1528/29, Basel, KM) war sicherlich kein Auftragswerk. Ausgeführt auf Papier mag H. dieses Hw. der Porträtkunst für sich selbst angefertigt haben, um es bei weiteren Auslandsaufenthalten mitnehmen zu können. A. 1529 wurden im Basler Bildersturm auch Werke H.s zerstört, so die Abendmahltafel (um 1527, Fragment in Basel, KM). Das wichtige Auftragsgebiet religiöser Malerei, die zur Andacht anregen sollte, brach weg. Am 10.2.1529 wurde der evangelische Gottesdienst verbindlich in Basel eingeführt. Wie H. persönlich zur Reformation stand, ist nicht gesichert. Er war kein Teil der reformierten Gemeinde, denn im Frühjahr 1530 musste er sich dafür verantworten, nicht am Abendmahl teilgenommen zu haben. Er erklärte, dass man ihm "den Tisch besser auslegen müsse, bevor er ginge" (His 1879). Mehrere Holzschnitte H.s sind eindeutig kirchenkritisch (Christus als das wahre Licht, um 1526; Ablasshandel, um 1529), jedoch kein reformatorisches Propagandamaterial. Ihr Impetus ist eher mit der kritischen Humanistenrhetorik verwandt (zuletzt Bätschmann und Griener, 1997; Nuechterlein, 2011). Dies gilt auch für das "paulinische Glaubensbild" (Koepplin, in: Müller et al., 2006) Gesetz und Gnade (um 1535, Edinburgh, NG of Scotland), in dem das Alte und das Neue Testament als Einheit begriffen sind. 1532 ging H. erneut nach England, wieder mit Empfehlungsschreiben des Erasmus versehen, die H. dem Gelehrten nach dessen Aussagen abgenötigt hatte. Doch hatte sich auch in England die Auftragslage für H. geändert: William Warham starb im August 1532. Thomas Morus war im Mai desselben Jahres als Kanzler Heinrichs VIII. zurückgetreten und wurde 1535 enthauptet. Als neue Auftraggeber gewann H. die einflussreichen deutschen Hansekaufleute, die im Stahlhof ihre Londoner Niederlassung hatten. Mit dem ungewöhnlich großformatigen, besonders ambitionierten Bildnis des Kaufmanns Georg Gisze (1532, Berlin, GG) empfahl er sich und führte nicht nur eine große Anzahl von Einzelbildnissen für die Kaufleute aus, sondern entwarf für sie auch aus Anlass der Krönung Anne Boleyns (um 1501-36), der zweiten Gattin Heinrichs VIII., eine Festdekoration (1533, Berlin, Kpst.-Kab.) - ein Schaugerüst in Form eines Triumphbogens, auf dem sich der Berg Parnass erhob - sowie zwei mon. Gem. zur Dekoration der Versammlungshalle des Stahlhofes mit dem Triumph des Reichtums und der Armut (zerstört, Entwurfzeichnung in Paris, Louvre und mehrere gezeichnete Kopien in London, BM). Schon bald nach seiner Rückkehr nach England gewann H. auch Hofleute als Auftraggeber. Das vielleicht bemerkenswerteste Werk ist das Doppel-Portr. des französischen Gesandten Jean de Dinteville und dessen Freundes, des Bischofs von Lavaur Georges de Selve, der Ende Mai 1533 für wenige Wochen London auf geheimer Mission besuchte. Wie kein anderes Portr. H.s evoziert und negiert es zugleich Naturnähe in der Malerei: die etwa lebensgroßen Figuren stehen vor einer Etagere, auf der diverse astronomische Geräte, Musikinstrumente und Bücher liegen, alles täuschend echt gemalt, doch schwebt zusammenhanglos im Vordergrund ein als Anamorphose gezeigter Totenschädel, der den Betrachter veranlasst, seinen Standpunkt zu wechseln, denn erst von der Seite gesehen wird der Schädel klar erkennbar. Das mächtige memento mori weist auf die Flüchtigkeit der im Bild verewigten Escheinung und lässt sich als Kommentar auf die Wirklichkeitstreue der Malerei deuten. Das Portr.-Œuvre, das H. während seines letzten Lebensjahrzehnts in England schuf, prägte die dortige Porträtmalerei (über 50 Porträttafeln sind erhalten) und verleiht der damaligen englischen Hofgesellschaft bis heute ihr Gesicht: die große Anzahl von Bildnissen von Mitgliedern des Hofes sind in Öl oder als exquisite Porträtminiaturen ausgeführt, und wie zuvor in Basel bereitete H. die Bildnisse durch Zchngn vor (fast 100 sind erhalten). Dabei setzte er malerische Mittel zunehmend sparsam ein, konzentrierte sich auf die präzise Linie und erreichte dadurch eine verfeinerte Eleganz, die gemeinhin mit Hofkultur verbunden wird. Das Bild Heinrichs VIII. prägte H. durch seine machtvollen Kompositionen dauerhaft. Insbesondere das 1537 entstandene ganzfigurige Portr. auf dem Wandbild im 1698 abgebrannten Londoner Whitehall Palast (Karton, London, Nat. Portr. Gall.) erhielt durch zahlreiche ganz- und halbfigurige Einzelkopien einen ikonischen Status. Das Gem. feierte die junge Tudor-Monarchie und zeigte Heinrich mit Jane Seymour, die 1537 im Kindsbett verstorbene Mutter des Thronfolgers Edward, und den Eltern Heinrichs VIII. und Elisabeth von York. Eine Bildinschrift pries den Ruhm der beiden Herrscher, besonders aber Heinrich VIII. Diesen hatte H. kurz zuvor bereits auf einer vorzüglichen Tafel als Büstenbildnis dargestellt (Madrid, Fundación Coleccion Thyssen-Bornemisza). Das Kleinformat rückt diese in die Nähe von Bildnisminiaturen, eine Porträtform, die am Hof häufig als Geschenk fungierte. Gerne als Schmuckanhänger oder als Dosenbildnisse gefasst sind solche Miniaturen eng mit dem Kunsthandwerk verbunden, für das H. in der zweiten englischen Zeit viele Entwürfe - zum Teil als lavierte Feder-Zchngn - für Goldschmiede lieferte. Etwa hundert sind erhalten (die meisten in London, BM und Basel KM), die kunsthandwerklichen Objekte sind allerdings verloren. H.s enge Zusammenarbeit mit Goldschmieden ist auch durch die persönliche Verbindung zu H.s Gläubiger Hans von Antwerpen belegt, den H. als Testamentvollstrecker einsetzte. H.s späteste direkt mit königlichen Aufträgen verbundene Portr. waren die Bildnisse von Damen aus dem europäischen Hochadel, die als Heinrichs vierte Ehefrau in Frage kamen. Das ganzfigurige Portr. der Christina von Dänemark (London, NG) entstand vermutlich auf der Grundlage einer gezeichneten Studie in England, die H. in einer dreistündigen Pörträtsitzung am 12.3.1538 angefertigt hatte. Hingegen mag das auf Pergament ausgeführte en face-Bildnis der Anna von Kleve (Paris, Louvre) in der Anlage schon auf der Reise entstanden sein. Diese Portr. hatten enorme politische Bedeutung, da Heinrich sich in seiner Heiratsentscheidung auf die Lebensechtheit des Abbildes verließ. Als er Anna von Kleve persönlich traf, war er von ihr maßlos enttäuscht und ließ die Ehe bald scheiden. Auch wenn keine weiteren königlichen Aufträge überliefert sind - das herausragende Kinderbildnis Edwards VI. (Washington, NG) fungierte vermutlich als H.s Neujahrsgeschenk für den König - so wurde H. doch bis zu seinem Tode weiter bezahlt. Sein letztes großes Tafelbild, wurde von der Barber Surgeon-Gilde (London, Barbers’ Hall) bestellt und soll an den Zusammenschluss der Barbiere und Chirurgen erinnern, der am 24.7.1540 erfolgte. Das Werk blieb unvollendet und wurde von späterer Hand vervollständigt, doch basiert es auf einem Originalentwurf H.s; der Karton ist - vollständig von späterer Hand übermalt - erhalten (London, Royal College of Surgeons). Wie der Whitehall-Karton sind die Konturen durchstochen, um die Figuren auf die Holztafel pausen zu können. Wer das Gem. vollendete ist unklar. Der Maler mag mit H. gearbeitet haben, auch wenn keine Werkstatt dokumentiert ist und auch keine Schüler bekannt sind. Zahlreiche Portr. der englischen Zeit, die in der älteren Literatur als H.s eigenhändige Werke galten, wurden nach heutiger Meinung aufgrund von Pausen nach H.s Zchngn angefertigt (siehe Ainsworth, 1990; Foister, 2004). In der Zuschreibung der Zchngn kann helfen, dass H. Linkshänder (Jung, 1977) war. Auch für H.s Baseler Zeit sind keine Mitarbeiter dokumentiert, doch wurde jüngst ausgehend von Venus und Amor (Basel, KM) ein Œuvre des sogenannten Venusmalers konstituiert (Sander, 2005), eine Tafel, die immer als Pendant der 1526 datierten Laïs Corinthiaca (Basel, KM) galt. Beide Gem. sind bereits im 1586 erstellten Inv. der Kunstsammlung von Bonifacius Amerbachs Sohn Basilius als Arbeiten H.s erwähnt, dem sogenannten Amerbach-Kabinett, der Keimzelle der H.slg. des Basler KMs. Der Ruhm von H.s Malerei erklärt die Zuschreibung von allzu vielen in seinem Stil ausgeführten Werken an seine Hand. Einen zeitgenössischen Biographen hatte H. nicht. Die erste, in vielen Details zu korrigierende Vita wurde 1604 in Karel van Manders Schilderboeck publiziert und diente als Grundlage aller späteren Lebensbeschreibungen, so auch Joachim von Sandrarts Teutsche Akademie (1675), der ersten dt.-sprachigen H.-Vita.

WERKE

Gem. (sofern nicht anders erw. Öl auf Holz): Basel, KM: Kopffragmente eines männlichen und einer weiblichen Heiligen, um 1515 (zugeschr.); Adam und Eva, 1517; Zwei Schädel in einer Fensternische; Devise des Johannes Froben (Leinwand); Flügelbilder der Orgel des Basler Münsters, um 1525/6 oder 1528; Portr. Erasmus von Rotterdam "im Rund", um 1532; Portr. eines unbekannten Mannes. Berlin, GG: Portr. eines Mitglieds der Wedigh Familie, 1533; Portr. eines Mannes mit Laute; Portr. eines Mannes der Vos van Steenwijk Familie, 1541; Portr. Herzog Anton des Guten von Lothringen. Boston/Mass., Isabella Stewart Gardner Mus.: Portr. Sir William Butts; Portr. Margaret Bacon, Lady Butts. Braunschweig, HAUM: Portr. Cyriacus Kale, 1533. Cleveland/Ohio, Mus. of Art: Terminus, Devise des Erasmus. Den Haag, Mauristhuis: Portr. Robert Cheseman, 1533; Portr. eines Mannes mit Falken, 1542. Detroit/Mich., Inst. of Arts: Portr. einer Frau mit weißer Haube. Dresden, SKS: Portr. Thomas Godsalve und seines Sohnes John, 1528; Portr. Charles de Solier, Sieur de Morette. Enschede, RM Twenthe: Portr. Richard Mabott, 1533 (Werkstatt?). Florenz, Uffizien: Portr. Sir Richard Southwell, 1536. Fort Worth/Tex., Kimbell AM: Portr. Sir Thomas Strange of Hunstanton. Frankfurt am Main, Städel: Portr. Simon George. Freiburg im Breisgau, Münster, Universitätskapelle: Flügel des Oberried Altares. Hampton court Palace, R. Coll: Noli me tangere. Hannover, Niedersächsisches LM: Portr. Philipp Melanchthon (Rundbildnis mit bemaltem Deckel). London, NG: Portr. einer Frau mit Eichhörnchen und Star (Anne Lovell?). - V&A: Portr. eines Mannes (sog. Hans von Antwerpen). Los Angeles, J. Paul Getty Mus.: Allegorie der Begierde. Saint Louis/Mo., AM: Portr. Mary Wotton, Lady Guildford, 1527. München, AP: Portr. Derich Born im Rund. New Haven, Yale Univ. AG: Portr. eines Hanseatischen Kaufmanns, 1538. New York, Frick Coll.: Portr. Sir Thomas More, 1527. Portr. Thomas Cromwell. - Metrop. Mus.: Portr. Benedict von Hertenstein, 1517; Portr. Hermann Wedigh, 1532; Portr. Derick Berck, 1536; Portr. eines Höflings im Rund. Paris, Louvre: Portr. Nikolaus Kratzers, 1528; Portr. Sir Henry Wyatt. São Paolo, Mus. de Arte: Bildnis des Henry Howard of Surrey. Toledo, Mus. of Art: Portr. einer Dame (Cromwell Familie) (zugeschr.). Washington, NG: Portr. Sir Bryan Tuke. Wien, KHM: Portr. Deryck Tybis, 1533; Portr. eines Höflings im Rund, 1534; Portr. einer Hofdame im Rund 1534; Portr. eines unbekannten Mannes, 1541; Portr. Jane Seymour, 1537; Portr. einer unbekannten Dame; Portr. Dr John Chambers. Windsor/Berks., Windsor Castle, R. Coll.: Portr. Sir Henry Guildford, 1527; Portr. eines Mannes (sog. Hans von Antwerpen, 1532); Portr. William Reskimer of Merthen; Portr. Derich Born, 1533; Portr. Thomas Howard, 3rd Duke of Norfolk. - Miniaturen: Thornhill, Dumfriesshire, Drumlanrig Castle: Duke of Buccleuch; München , Bayerisches NM; London , V&A: Portr. Mrs Small; Portr. Anna von KIeve; Oxford , Bodleian Libr.: E-Initiale in Nikolaus Kratzer, Canones Horoptri, Ms. Bodley 504, fol. 1, um 1528; New York , Metrop. Mus.: zwei Portr. der Margaret und des William Roper; Windsor /Berks., Windsor Castle, R. Libr.: Salomo und die Königin von Saba, um 1534/35; Portr. Elizabeth Grey, Lady Audley; Portr. Henry Brandon, 1535; Portr. Charles Brandon, 1541; zwei Portr. der Catherine Howard (?). - Zchngn (mehr als 400 Zeichnung erhalten), wichtigste Slgn: Basel, Kpst.-Kab. London, BM. Windsor/Berks., Windsor Castle, R. Libr. Weitere Sammlungen (Auswahl): Augsburg, KS und Mus. Berlin, Kpst.-Kab. Braunschweig, HAUM. Dresden, Kpst.-Kab. Frankfurt am Main, Städel. Leipzig, MBK. Lille, MBA, Cab. des Dessins. München Staatliche GrS. Oxford, Ashmolean Mus. Paris, Louvre, Cab. des Dessins. - Selbstbildnisse: Florenz, Uffizien, 1542-43: Kopien eines verlorenen Selbstbildnisses im Rund. London, Wallace Coll. von Lucas Horenbout (?). Thornhill, Dumfriesshire, Drumlanrig Castle: Duke of Buccleuch.

QUELLEN

Thieme-Becker, Vollmer und AKL:

ThB17, 1924.

 

Weitere Lexika:

Hollstein, German XIV, 1988; Dict. de la peint., P. 1991; Waterhouse, 1988; DA XIV, 1996; Stewart/Cutten, 1997.

 

Gedruckte Nachweise:

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