Lotto, Lorenzo, ital. Maler, *um 1480 Venedig, †1556 Loreto.
Lotto, Lorenzo
Ort und Zeitpunkt von L.s Geburt werden trad. aus seinem am 25.3.1546 verf. Test. erschlossen, in dem er sich als "venetiano […] de circha anni 66", als "etwa 66-jährigen Venezianer" bezeichnet. Wichtige Quellen sind v.a. die zahlr. erh. Briefe und der sog. Libro di spese diverse, ein penibel geführtes Tagebuch der letzten 18 Jahre seiner Tätigkeit als Maler, in dem L. in Form einer doppelten Buchführung voll. Werke, gekauftes Mat., seine Einnahmen und Ausgaben notierte. L., Sohn des Tommaso, ist sehr wahrsch. in Venedig aufgewachsen. Auch wenn es keine Dok. über seine frühe Ausb. gibt, zeigen bereits seine ersten Werke eine genaue Kenntnis Giovanni Bellinis (1430), Giovanni Battista Cima da Coneglianos und Alvise Vivarinis, in deren Wkstn er vermutlich verkehrte. Der früheste Hinweis, der mit ihm in Verbindung gebracht werden kann, ist die Anwesenheit eines "maestro Lorenzo depentor" ("Meister Lorenzo, Maler") am 16.3.1498 in Treviso (Liberali, 1963) und eines seiner frühesten Werke, das sign. und dat. ("Lotus 150[…]") Bild mit dem in eine nordische Lsch. eingebetteten Hl. Hieronymus (Paris, Louvre), das sich als Meditation über die von G.B. Cima da Conegliano überlieferten Versionen desselben Themas zu erkennen gibt. Versch. notarielle Urkunden bezeugen die Anwesenheit des Künstlers von 1503-06 in Treviso sowie seine Kontakte zu dortigen Humanisten, für die er seine ersten Porträts, priv. Andachtsbilder und einige Altar-Taf. malt. Für seinen Gönner, den Bischof Bernardo de'Rossi, schafft L. die mit "L.Lotus.p." sign. Madonna col bambino e S. Pietro Martire (Neapel, Mus. di Capodimonte). Die Figur des der Jungfrau anempfohlenen Bischofs wurde durch einen Johannesknaben ersetzt. Außerdem entstehen in diesem Zusammenhang zwei Porträts, deren bewegliche Deckel mit Allegorien bemalt sind, die die Fam.-Tugenden der darunter verborgenen Bildnisse preisen. Es handelt sich um das Bildnis Bernardo de'Rossi (Neapel, Mus. di Capodimonte), dessen Deckel, die Allegoria degli appetiti dell'Anima razionale (auch Allegoria della Virtù e del Vizio gen., Washington/D.C., NG), sowie um den zweiten Deckel mit der Darst. der Laura in Valchiusa (oder Sogno di fanciulla), der vermutlich den Ritratto di gentildonna (Dijon, MBA) bedeckte. Durch diese Arbeiten könnte der Auftrag für das erste öff. Werk, das im Mai 1506 voll. Altarbild der Hl. Christina in der gleichnamigen Kirche in Quinto di Treviso, vermittelt worden sein. Blicke aus dem Bild, die sich auf die in ihrer kalten Farbigkeit durch das einfallende Licht hervorgehobene Engelspietà in der Lünette richten, bestimmen die Komposition. Die geringe Entfernung zw. Venedig und den Städten der Marken erlaubt es L., dort entstehende Neuentwicklungen im Blick zu behalten. Außerdem lernt er Albrecht Dürer kennen, was seine künstlerische Entwicklung entscheidend prägt; vgl. das für die Bruderschaft der Battuti von Asolo geschaffene Bild Apparizione della Vergine ai SS. Antonio abate e Ludovico da Tolosa (1506, Asolo, Dom). Wichtig ist im selben Jahr der Auftrag der Dominikaner von Recanati, ein großes Polyptychon für den Hauptaltar in S. Domenico zu schaffen. 1506-08 arbeitet L. vor Ort an den sechs Taf. (Predella verloren mit Ausnahme der Taf. Miracolo di S. Pietro Martire, Wien, KHM). Das Werk, das den Ärger des Bischofs von Recanati über den Verlust der Einkünfte aus der Kontrolle der S. Casa von Loreto thematisiert, bezeugt Anspruch und Qualität von L.s Malerei. Die Aufteilung in einzelne Kompartimente ermöglicht eine durch Licht organisierte räumliche Ordnung der Körper und so den Zusammenhalt der mon. Architektur. Der Ruhm des Polyptychons verbreitet sich möglicherweise über Donato Bramante bis zum Vatikan, wohin Papst Julius II. L. beruft. Auf den 7. März 1509 ist eine Zahlung von 100 Dukaten an "Laurentio pictori pingenti in camera nostra" (Liberali, 1963) dat., auf den 18. Sept. eine zweite über 50 Dukaten (Zocca, 1953) für Arbeiten in der späteren Stanza d'Eliodoro. Die Tatsache, dass Raffael etwa zur selben Zeit mit der Ausmalung der Stanzen beauftragt wird, lässt vermuten, dass L. eine gewisse Zeit für ihn gearbeitet haben könnte. Der ca. einjährige röm. Aufenthalt ist für L. fruchtbar, auch wenn nur wenige Werke erh. sind, wie der in der Doppelrolle als Sünder und Gelehrter dargestellte S. Girolamo (Rom, MN di Castel Sant'Angelo) in einer, den mittel-ital. Lsch. Peruginos und Raffaels angenäherten Natur. Die große Konkurrenz in der Stadt und auch L.s unklassischer Stil, den man vor Ort nicht gewohnt ist, führen wohl zu dem Entschluss, Rom zu verlassen. Er kehrt in die Marken zurück, von wo er noch einige Jahre lang Bilder schickt, etwa die Giuditta (1512, Rom, Banca Naz. del Lavoro), die 1603 in der Slg. Aldobrandini nachgewiesen ist. In Jesi und Recanati entstehen v.a. für kirchliche Auftraggeber und Bruderschaften Werke, die die Begegnung mit Raffael spiegeln. So malt er 1512 für S. Flaviano, die Kirche der Konventualen von Jesi, eine Deposizione (Jesi, PCiv.), die in der narrativ-expressiven Verschmelzung venez. und dt. Elemente zu L.s Hw. zählt. In Recanati aber hinterlässt er eine auf die Dreifaltigkeit konzentrierte ironische Transfiguration (Recanati, PCiv.), die G.Vasari in S. Maria di Castelnuovo mit einer Predella beschreibt, von der zwei Taf., Cristo conduce gli apostoli sul monte Tabor (St. Petersburg, Ermitage) sowie die Himmelfahrt Mariens (Mailand, Pin. di Brera) erh. sind. L.s Versuch, das Vorbild Raffaels mit seiner Vorbildung in Einklang zu bringen, die sich in expressiven und komplexen Komp. und komplizierten Posen der Figuren äußert, zeigt, wie sehr die klassische Formensprache Roms seine venez. Prägung beeinflusst. Gleichzeitig beweist er in dem 1513 für S. Domenico geschaffenen Fresko S. Vincenzo Ferrer in gloria, wie viel technische Finesse er in den Stanzen des Vatikans erlernt hat. Vermutlich verhelfen ihm wiederum die Dominikaner im Mai 1513 zu Teiln. und Sieg am Wettb. um einen großen Altar in Bergamo. Ab Sommer 1514 arbeitet L. an dem urspr. für die Kirche SS. Stefano e Domenico bestimmten Altarbild, das bei seiner Voll. als innovatives Zusammenspiel von venez. Farbe und lombard. Verdichtung erscheint und dem Künstler einen wirkungsvollen ersten Auftritt am Ort verschafft. Das auf 1516 dat. Altarbild, die sog. Pala Martinengo, eine thronende Madonna mit einem von Engeln gekrönten Christusknaben, befindet sich noch heute in Bergamo in S. Bartolomeo (drei Taf. der Predella in Bergamo, Accad. Carrara; Auszugsbild in Budapest, SzM). L. arbeitet ab 1513 ebd. für die wichtigsten Patrizier-Fam., aber auch für das städtische Bürgertum, in deren Auftrag Staffeleibilder - meist Porträts - entstehen, die zu den schönsten des 16. Jh. zählen. Darüber hinaus malt L. einige priv. Andachts- sowie Altarbilder, die orientiert sind an einer eher volkstümlichen Religiosität. So schafft L. wohl 1515 die kürzlich wieder aufgetauchte Madonna lactans (Moskau, Puškin-MBK) und das Doppelporträt des Arztes Giovanni Agostino della Torre col figlio Nicolò (London, NG); 1517 entsteht Susanna e i vecchioni (Florenz, Uffizien). A. der 1520er Jahre vollendet L. drei für den lombard. Kontext wichtige Altäre: die heute im Besitz der Kirche Sant'Alessandro della Croce befindliche Trinità (1519-20) mit der innovativen Lichterscheinung Gottes hinter Christus über einer als Val Cavallina kenntlichen Lsch. und schließlich das Retabel für die Kap. Angelini Marchetti in S. Spirito. 1522 signiert er das Polyptychon von Ponteranica, dessen sechs Taf. er durch einen einheitlichen Hintergrund mit Erinnerungen an die Meeres-Lsch. der Marken zusammenbindet und so die überholte Altarform überwindet. Ein gutes Beispiel für die ebenfalls in dieser Zeit entstehenden Andachtsbilder ist die Madonna col Bambino e i SS. Giovanni Battista e Caterina d'Alessandria con lo scoiattolo (Bergamo, Slg. Palma Camozzi), beispielhaft auch für den typischen metaphorischen Umgang mit Symbolen und sakralen Gegenständen. Dieser findet sich auch in Porträts, so im Ritratto dei coniugi Antonio Agliardi e Apollonia Cassotti (St. Petersburg, Ermitage) und dem 1523 voll. Werk Marsilio Cassotti e la sua sposa Faustina (Madrid, Prado). Der zeitweilige Aufenthalt in der Villa von Battista Suardi in Trescore Balneario führt L. in einen von Landsknechten bevölkerten und damit lutherisch beeinflussten Landstrich. Im Oratorium der Villa malt er 1524 einen großen Freskenzyklus mit im volkstümlichen Umfeld angesiedelten Historien, die noch heute durch die Frische der Farben und Affekte, den lebhaften Auftrag und die Vielfalt der Akzente begeistern. Die Storia di S. Barbara auf der linken Wand ist nach dem Vorbild einer Sacra Rappresentazione in Episoden rhythmisch gegliedert. Als deren Mittelpunkt fungiert eine Christus-Figur, aus dessen Fingern Zweige ranken und sich zu Schlingen formen, die Hll.-Büsten rahmen; auf der gegenüberliegenden Wand sind die Miracoli di S. Brigida zu sehen. Speziell gegen die lutherischen Lehren gerichtete Motive stellen die Hll.-Figuren Hieronymus und Ambrosius dar, die physisch den Angriff der Häretiker abwehren; sie sind durch Inschr. bezeichnet, die auf die Bulle Leos X. "Exsurge Domine" (1520) und die gegen Luther gerichteten Streitschriften anspielen. Im Auftrag des Consorzio della Misericordia von Bergamo übernimmt L. in diesen Jahren auch die Aufgabe, Zchngn und Kartons für die Intarsien des Chorgestühls der Stadtkirche S. Maria Maggiore anzufertigen. Im März 1524 erhält L. den Auftrag für die Intarsienmodelle, die ihn bis zur endgültigen Fertigstellung 1531 beschäftigen. In der Szene des Giuseppe venduto dai fratelli ist ein Selbstporträt des Malers zu erkennen. V.a. im Porträt bringt L. seine poetische Begabung und die Freude an Anagramm und Rebus zur Meisterschaft. 1525 malt er für Leonino Brembati das Bildnis eines Gentiluomo con zampino leonino d'oro (Wien, KHM), nachdem er schon einige Jahre zuvor dessen Gemahlin Lucina Brembati (Bergamo, Accad. Carrara) porträtiert hat. Nahezu gleichzeitig entstehen die Freskenausstattungen der Kap. des Consorzio della Vergine in S. Michele al Pozzo Bianco, Bergamo, mit vier Szenen aus dem Marienleben sowie der Außen-Kap. von S. Giorgio in Credaro mit der Natività coi SS. Rocco e Sebastiano als Mittelpunkt. Trotz des noch nicht erfüllten Vertrags über die Entwürfe der Intarsien des Chorgestühls und einiger and. noch laufender Arbeiten entschließt sich L., seinen Wohnsitz wieder nach Venedig zu verlegen. Am 22. April 1525 ist er in Jesi belegt, wo er die zweite Acconto-Zahlung für das Altarbild Martirio di S. Lucia entgegennimmt. Die erst 1532 voll. Altar-Taf. zählt zu L.s Hauptwerken. Für dieselbe Kirche malt er 1526-27 auch eine auf zwei Taf. verteilte Verkündigung (Jesi, MCiv.). Ab 1525 wieder in Venedig, findet L. zunächst bei den Dominikanern des Konvents SS. Giovanni e Paolo Unterkunft; ab Juli 1526 wohnt er in einem Haus bei S. Marina. Da wegen der dominanten Position Tizians große Aufträge im Bereich der Historienmalerei für das Patriziat vor Ort nicht infrage kommen, sieht er sich gezwungen, für priv. Auftraggeber zu arbeiten. So entstehen 1526 der Cristo Portacroce (Paris, Louvre) und das prachtvolle Bildnis des Ökonomen des Konvents SS. Giovanni e Paolo, Fra Marcantonio Luciani (Treviso, MCiv.), 1527 eine R. von Bildnissen des Andrea Odoni (Hampton Court Pal., R. Coll.), des Bischofs Tommaso Negri (Split, Franziskanerkloster Poljud) und als Höhepunkt der melancholische Ritratto di giovane gentiluomo (Venedig, Gall. dell'Accad.), die ihn als einen talentierten Schilderer von Seelenzuständen ausweisen. Weiterhin erfüllt er Aufträge für Bergamo und die Marken: Eine Assunta geht z.B. in die Kirche S. Maria in Celana, und am 15. Juli 1527 verschifft L. die Annunziazione für die Scuola dei mercanti im Oratorium S. Giorgio in Recanati (PCiv.). Nach Telusiano schickt er die mit "Lotus 1531" sign. und dat. Crocifissione in Monte S. Giusto, ein Auftrag des Bischofs von Chiusi Nicolò Bonafede für den Hochaltar von S. Maria, deren tragisches Geschehen sich an und unter den entfernt in der Höhe platzierten Kreuzen dramatisch entfaltet. Mit dem Altar der Scuola dei Mercanti für S. Maria del Carmine erhält er 1529 seinen ersten öff. Auftrag in Venedig. Das den Hl. Nikolaus zw. Joh.Bapt. und der Hl. Luzia darstellende Gem. bringt trotz seiner Orientierung an Tizian nicht den erhofften Erfolg, sondern wird im Gegenteil kritisiert, sodass sich L. in ironisch gefärbte Darst. von der Art der Venere scacciata da Castità con Cupido castigato (Rom, Slg. Rospigliosi Pallavicini) und eher volkstümliche Andachtsbilder (Adorazione dei pastori con angeli, 1530, Brescia, PCiv. Tosio Martinengo), flüchtet. Am 25. März 1531 verfasst L. ein erstes Test.: Erbe ist der "ospitale de poveri di Jesu Cristo a S. Johannepolo"; mit der Voll. aller evtl. bei seinem Tod noch unfertigen Gem. wird der Künstler Bonifacio de'Pitati beauftragt. Mit den Bildnissen Triplice ritratto di orefice (Wien, KHM) und dem in Venedig gemalten Gentildonna in veste di Lucrezia (London, NG) stellt er erneut sein herausragendes Talent als Porträtmaler unter Beweis. In den Marken, wohin er sich anschl. begibt, bleibt er wahrsch. bis 1539; dort ist er beschäftigt mit dem mon. Gem. S. Cristoforo tra i SS. Rocco e Sebastiano (Loreto, Mus. della S. Casa), der Visitazione und Annunciazione für die Kirche S. Francesco al Monte in Jesi (heute PCiv.) und dem Ritratto di gentiluomo sulla terrazza (Cleveland/Ohio, Mus. of Art). 1539 vollendet L. die mon. Madonna col Bambino che consegna il rosario a S. Domenico [...] für S. Domenico in Cingoli für den Dominikanerorden, der den Maler seit Anbeginn fördert: Im trad. Schema einer Komp. auf zwei Ebenen verbindet L. in einer ungewohnten Ikonogr. eine Sacra Conversazione mit Medaillons, die die Geheimnisse des Rosenkranzes visualisieren. Geschwächt kehrt er nach Venedig zurück mit dem Plan, sich dort endgültig niederzulassen. 1540-42 wohnt er im Haus von seinem Neffen Mario d'Armano; ein Geschenk für seinen Gastgeber "doi quadreti del retrato de Martin Luter et suo moier" zählt zu den Indizien für die Annahme, er sei ein Sympathisant des neuen Glaubens gewesen (Romano, 1976; Firpo, 2001). Im März 1542 vollendet er als letzten öff. Auftrag in Venedig das Bild Elemosina di Sant'Antonino für die Kirche SS. Giovanni e Paolo. Er übersiedelt nach Treviso zu seinem Freund Giovanni dal Saon und setzt große Hoffnungen in den Neubeginn. In den Folgejahren malt er überwiegend Porträts von Trevisaner Bürgern (Gentiluomo con collana d'oro, um 1543, Venedig, Fond. Giorgio Cini). Diese Werke zeichnen sich durch eine aus der individuellen Durchdringung des Char. gewonnene Freiheit der Posen und Gesten aus. Die R. der Bildnisse gipfelt in dem Meisterwerk Ritratto d'uomo con cappello di feltro (Ottawa, NG of Canada). - L. fertigt erste psychologisch geprägte Char.-Studien, die Bürger, Künstler, Literaten, Vertreter des niederen Adels oder Kleriker zeigen. Der vertraute Dialog zw. dem gemalten Individuum und einem betrachtenden Gegenüber macht die Modernität der Bildnisse aus. Ab Nov. 1545 ist L. wieder in Venedig nachw.; er verfasst am 25. März 1546 ein neues Test., das das alte außer Kraft setzt. E. des Jahres 1546 siedelt er erneut in die Marken über. Im Verlauf des Jahres vollendet er die Madonna col Bambino e i SS. Giacomo Maggiore, Andrea, Cosma e Damiano für die Scuola della Concezione in S. Giacomo dell'Orio, gefolgt von dem Bildnis des Fra Gregorio Belo (1547, New York, Metrop. Mus.) und dem Ritratto di famiglia (London, NG). Die acht Schaffensjahre vor seinem Tod sind kreative Jahre. Der 1542 beg. Libro di spese diverse erlaubt es, seine Bewegungen und Tätigkeiten genau nachzuverfolgen. 1549 und '50 bezahlt ihn der Adlige Giovanni Francesco Tudini für das Altarbild der Assunta in der Kirche S. Francesco alle Scale in Ancona. Als Gast der Franziskaner ebd. entschließt sich der verarmte L. zu einer Versteigerung seiner Bilder in der Loggia dei Mercanti, wo er aber nur sieben Bilder verkaufen kann. Auch die Porträts aus dieser Zeit zeigen immer seltener bed. Persönlichkeiten; sie sind schlicht und in nahezu monochromer Farbigkeit gehalten. Im Aug. 1552 begibt sich L. nach Loreto, wo ihm der Protonotar Gaspare Dotti ein Zimmer sowie einen Arbeitsraum im Kloster der S. Casa zur Verfügung stellt. Verarmt wird L. dort im Sept. 1554 zum Oblate. In seinen letzten zwei Lebensjahren übernimmt er für den Konvent die Ausstattung des Kanonikerchors mit Bildern.
Einzelausstellungen:
1983 Rom, MN di Castel Sant'Angelo (K) / 1997-99 Washington (D.C.), NG of Art (K; Wander-Ausst.) / 1998 Bergamo, S. Maria Maggiore (K); Recanati, Villa Colloredo (K) / 2011 Rom, Scuderie del Quirinale (mehrere Ausst. mit K); Venedig, Gall. dell'Accad. (K) / 2012-13 Moskau, Puškin-MBK (K) / 2013-14 San Secondo di Pinerolo Torino, Castello di Miradolo (K) / 2018-19 London, NG. -
Gruppenausstellungen:
2001 Bergamo, Accad. Carrara: Bergamo. L'Altra Venezia (K) / 2002 Berlin, Kpst.-Kab.: Kunstsinn der Gründerzeit (K).
Thieme-Becker, Vollmer und AKL:
ThB23, 1929
Weitere Lexika:
DEB VII, 1975; Bauer, GEM V, 1977; PittItalCinquec II, 1987; DA XIX, 1996; DBI LXVI, 2006 (Lit.)
Gedruckte Nachweise:
M.Boschini, La carta del navegar pitoresco, Ve. 1660; F.M. Tassi, Vite, I, Bergamo 1793; M.Michiel, Not. d'opere di disegno, Bassano 1800; B.Cecchetti, Arch. Veneto 2:1887(34)351-357; B.Berenson, L.L. An Essay in Constructive Art Criticism, II, N.Y. u.a. 1895; G.Frizzoni, Arch. Stor. dell'Arte 2:1896, 1-24, 193-224, 427-447; Vasari, ed. Milanesi, V, 1906; A.Banti/A.Boschetto, L.L., Fi. 1953; Mostra di L.L. (K Pal. Ducale), Vn. 1953 (Lit.); R.Pallucchini, L.L., Mi. 1953; E.Zocca, Riv. dell'Ist. naz. d'archeol. e storia dell'arte 2:1953, 329-343; E.Camesasca (Ed.), Pietro Aretino - Lettere sull'arte, II, Mi. 1957; Moschini Marconi II, 1962; G.Liberali, L., Pordenone e Tiziano a Treviso, Ve. 1963; P.Pouncey, L. disegnatore, Vi. 1965 (Lit.); Vasari, ed. Bettarini, Fi. 1966-87; L.Chiodi (Ed.), Lettere inedite di L.L. (1524-1532), Bergamo 1968; P.Zampetti, Il "Libro di spese diverse" con aggiunta di lettere e d'altri doc., R. 1969; G.Mariani Canova, L'opera completa del L., Mi. 1975; G.Romano, Paragone 27:1976, 82-91; L.Chiodi, Bergomum 71:1977(1-2)17-36; L.L. a Treviso (K), Treviso 1980; P.Zampetti u.a. (Ed.), L.L., Treviso 1981; L.L. nelle Marche (K Wander-Ausst.), Fi. 1981 (Lit.); Not. da Pal. Albani 13:1984(1); A.Gentili, I giardini di contemplazione, R. 1985; F.Cortesi Bosco, Il coro intarsiato di L. e Capoferri per Santa Maria Maggiore in Bergamo, 2 Bde, Bergamo 1987; L.C. Matthew, L.L. and the Patronage and Production of Venetian Altarpieces in the Early Sixteenth C., Diss. Princeton Univ., 2 Bde, Ann Arbor 1988 (Lit.); M.Polverari (Ed.), L.L. La pala dell'Alabarda, Ancona 1992; E.M. Dal Pozzolo, L.L. ad Asolo, Ve. 1995; GG Berlin, II: Gesamt-Verz. (K), B. 1996; L.Mozzoni/G.Paoletti (Ed.), L.L., Jesi 1996; F.Cortesi Bosco, L.L. Gli affreschi dell'oratorio Suardi a Trescore, Mi. 1997; P.Humfrey, L.L., New Haven 1997 (Lit.); L.Chiodi (Ed.), Le lettere di L.L. e scritti su L., Bergamo 1998; F.Cortesi Bosco, Bergomum 93:1998(1-2)7-73; A.Giordano, Il capolavoro di L. in Monte San Giusto e il vescovo Bonafede, R. 1999; A.Gentili (Ed.), Venezia Cinquecento 10:2000, 19-20; M.Firpo, Artisti, gioiellieri, eretici, Bari 2001; L.L. Il Compianto sul Cristo morto, Mi. 2002; F.Grimaldi/K.Sordi(Ed.), L.L. 1480-1556, Loreto 2003; B.Schwarz, Hitlers Mus. (K), W. u.a. 2004; C.Bertling Biaggini, L.L. Pictor Celeberimus, Hildesheim u.a. 2005 (Lit.); E.Dezuanni, L.L. da Venezia a Treviso, Treviso 2005; G.Lavagnoli, La Madonna del Rosario di L.L. a Cingoli, Ascoli Piceno 2006; C.Prete, L'arte antica marchigiana all'Espos. Regionale di Macerata del 1905, Cinisello Balsamo 2006; L.Mozzoni (Ed.), L.L. e le Marche, Fi. 2009; L.L. (K Rom), Mi. 2011 (Lit.); G.Donati/V.E. Genovese (Ed.), Forme del legno, Pisa 2013
Lotto, Lorenzo, venez. Maler, * gegen 1480 Venedig als Sproß einer schon im 13. Jahrh. im Bergamaskischen nachweisb. Familie, † (Herbst?) 1556 Loreto. Sein frühestes datiertes Bild stammt a. d. J. 1500. Im Gegensatz zu den meisten venez. Malern führte er ein unstetes Wanderleben : 1503/06 lebte er in Treviso, 1506/08 in den Marken (Recanati), 1509 u. wahrscheinlich in den folg. Jahren (bis 1512) in Rom, wo er bei der Ausschmückung des vatikan. Palastes beschäftigt war, 1512/13 wieder in Recanati, 1513/17 abwechselnd in Bergamo u. Venedig, 1517/25 in Bergamo, 1525/48 in Treviso sowie, vorwiegend, in Venedig, wo er sich großer Schätzung, auch von seiten Tizians, erfreute. 1549 kehrte er nach den Marken (Ancona) zurück u. starb 1556 in Loreto. - Unter den Venezianern seiner Zeit nimmt L. eine ganz besondere Stellung ein; sowohl in der Auffassung wie in der formalen Behandlung bietet seine Kunst erhebliche Abweichungen von der venez. Tradition. Zeichnet er sich einerseits durch ein besonderes Maß von Phantasie aus, so ist doch andererseits seine Kunst nicht frei von Bizarrerien, die ihren Ursprung in einer ungewöhnlichen Beweglichkeit, Nervosität u. Sensibilität haben. Immer überrascht die Eigenart u. Poesie seiner Erfindung; nur von ganz wenigen Werken, namentlich der späteren Zeit, besteht der Vorwurf der Manieriertheit zu Recht. Mehr als alle anderen venez. Maler zeigt er sich lombard. Kunst (Leonardo, Bramantino) verwandt, was ebenso in der Auffassung wie in der maler. Behandlung (stellenweise Glätte des Vortrages, Helldunkel) zutage tritt; in d. Farbenwahl durchaus venez. (obwohl auffallend früh zu kaltem Lila u. Grau neigend), folgt er in der Farbenverteilung keineswegs immer der venez. Tradition der gleichmäßigen farbigen Bildfüllung. Ungewöhnlich bedeutend, ebenso durch Lebendigkeit, Naturwahrheit u. sprechendsten Ausdruck wie durch Größe u. Originalität der Auffassung ausgezeichnet sind seine Bildnisse. Wir nennen im folgenden von den sehr zahlreichen Werken L.s die datierten oder auf Grund von Dokumenten sicher datierbaren Bilder, von den übrigen nur die wichtigsten sowie die in Berensons Monographie (2. Aufl. 1905) noch nicht genannten, aber als Werke L.s unbedingt gesicherten Bilder. 1. Frühzeit 1500-1508. Maßgebend sind Einflüsse von Giov. Bellini, Antonello da Messina, sowie von Vicentiner u. in besonderem Grade such von nordischer Kunst. Dat. Werke: Hieronymus in Landschaft. Louvre. 1500. - Bildnis des Prälaten de' Rossi. Neapel, Mus. War 1. Juli 1505 vollendet. - Himmelfahrt Mariae. Asolo. 1506. - Madonna mit Heiligen. Rom, Gal. Borghese. 1508. Altarwerk. Recanati. 1508. Eine der Predellentafeln jetzt bei Herrn Benda, Wien. Nicht datiert: Madonna mit Heil. Neapel, Mus. - Mad. m. Heil. Treviso, S. Cristina. - Verlobung d. hl. Katharina, München, Pinak. (Variante in Boston, Mus.). - Ferner sind einige undatierte Bildnisse in die Frühperiode zu setzen: ein antonelleskes Jünglingsporträt in Bergamo, Gall., das bez. Bild eines jungen Mannes in rotem Kleid im Wiener Mus., Jugendl. Mönch, Wien, Auspitz, ein weibl. Bildnis in Dijon und - als Abschluß der Frühzeit - das Jünglingsbildnis mit weißem Vorhang im Wiener Mus. Von den beiden mannl. Bildnissen bei Agnew, London, gehört eines ebenfalls in ganz frühe, das andere (mit einer kleinen Plastik in der r. Hand) in spätere Zeit. 2. Übergangszeit in Rom u. Recanati 1508-13. Starker Einfluß Raffaels. Grablegung Jesi. 1512. Transfiguration. Recanati, Municipio. - Glorie des hl. Vincenz. Recanati, S. Domenico. - Himmelfahrt Mariae. Mailand, Brera. 3. Bergamaskische Zeit 1513-25. Es entstehen die großen Altarbilder der thronenden Madonna mit Heiligen : nahe Berührung mit Correggio und dessen Madonna des hl. Franziskus (kein eigentlicher "Einfluß" C.s, da L.s Werke z. T. früher entstanden sind). Der jubelnde Schwung der Komposition u. die Fülle der Form sind echt bergamaskisch (gelegentlich an Palma erinnernd). Doppelbildnis des Agostino u. Niccolò della Torre, I.ondon, Nat. Gall. 1515. - Madonna mit Heiligen. Bergamo, S. Bartolommeo. 1516 (Predellen in der Gal. zu Bergamo, Giebelaufsatz mit einem Engel ini Mus. zu Budapest). - Susanna und die beiden Alten. London, fruher Sammlg Benson. 1517. - Madonna u. Kind mit Joh. d. T. Dresden. 1518. - Madonna mit Heiligen. Bergamo, S. Bernardino. 1521. - Madonna mit Heil. Bergamo, S. Spirito. 1521. - Christi Abschied von seiner Mutter. Berlin, K.F.M. 1521 (Gegenstück: Geburt Christi, Venedig, Akad.). - Madonna mit Heil., London, Nat.-Gall. 1521. - Hl. Katharina (Brustbild mit Handen). Seeon, Smlg Leuchtenberg. 1522. - Vermahlung der hl. Katharina. Costa di Mezzate bei Bergamo. 1532. - Vermählung der bl. Katharina. Bergamo, Gal. 1523. - Brautpaar. Madrid, Prado. 1523. - Fresken in der Cap. Suardi in Trescorre bei Bergamo. 1524. - Nicht datiert: Bildnis eines Juweliers, Frankf. a. M., Sinlg Koch; Damenbildnis, Bergamo, Gal.; Bildnis des Protonotars Giuliano u. Familienbildnis, London, Nat. Gall.; Bildnis eines Ehepaars, Auktion Lepke Berlin 1929, früher in Petersburg, Ermitage, und Schloß Gatschina. 4. Übergangszeit in den Marken, Venedig u. Bergamo 1525-28. Die lombard. u. correggesken Elemente in L.s Kunst treten zurück; Annaherung an Tizian. - Madonna mit Hlgen. Jesi. 1526. - Bildnis eines Mönches. Treviso, Pinak. 1526. - Bildnis des Bischofs Tomaso Negri. Spalato, Kloster Paludi. 1527. - Himmelfahrt Mariae. Celana bei Bergamo. 1527. - Bildnis des Andrea Odoni. Hampton Court. 1527. - Nicht datiert: Männliche Bildnisse in Berlin, K.F.M. No 320, u. Mailand; Museo civ.; Bildnis e. Edelmannes, Wien, Smlg W. v. Ofenheim; Bildnis eines Mannes mit einer Tierpranke u. Santa Conversazione im Wiener Mus.; Verkündigung, Recanati; Allegorie der Keuschheit. Rom, Gal. Rospigliosi. 5. Reifezeit in Venedig 1529-39. Auf Kompositionen im monumentalen Stil der Hochrenaissance (Jahre 1529130) folgen barocke Dramatik (Kreuzigung, Monte S. Giusto, 1531) u. ungemein ausdrucksvolle Porträtgestaltung (Bildnis eines Kranken, Rom, Pal. Doria). - Hl. Nikolaus in Glorie mit and. Heil. Venedig, Carmine (nach Ridolfi dat. 1529). - Heimsuchung u. Verkundigung. Jesi. 1530. - Verlobung der hl. Katharina, früher Wien. Gräfin Platen, 1929 Gal. Heinemann, Munchen. 1530. - Kreuzigung. Monte S. Giusto bei Macerata. 1531. - Hl. Sebastian u. hl. Cristophorus. Berlin, K.F.M. 1531. - Hl. Familie mit Katharina. Bergamo, Gal. 1533. - Madonna mit Heil. Florenz, Uffiz. 1534. - Madonna mit Heil. u. Putten und 15 Szenen (kleine Rundbilder) aus dem Leben Christi u. Mariae. Cingoli, S. Domenico. 1539. - Nicht datiert: Christus u.d. Ehebrecherin, Louvre; Lukrezia, London, Nat. Gall.; Bildnis e. Architekten, Berlin, K.F.M. 6. Spätzeit in Venedig u. Treviso 1540-49. Große Freiheit des malerischen Vortrags bei nachlassender Erfindungskraft. - Hl. Antoninus u. die Armen. Venedig, S. Giovanni e Paolo. dokum. 1542. - Madonna mit Heil. Sedrina bei Bergamo. 1542. - Christus, sein Blut spendend. Wien, Ksth. Mus. dokum. 1543. - Bildnis des Chirurgen Gian Giacomo Stuer und seines Söhnleins. Philadelphia, Smlg Johnson. dokum. 1544. - Madonna mit Fleil. Venedig, S. Giacomo dell'Orio. 1546. - Nicht datiert: Beweinung Christi. Mailand, Brera (Beispiel des manierierten Stiles d. Zeit). - Im Porträt bleibt die Gestaltungskst noch auf der ursprünglichen Höhe. Bedeutende, nicht sicher dat. Bildnisse: Messer Febo da Brescia (?) und Laura da Pola (?), und Bildnis eines alten Mannes, sämtlich Mailand, Brera. 7. Letzte Zeit in den Marken 1549-56. Der sich immer mehr steigernden Tiefe der religiösen Empfindung entspricht in den letzten Werken von Loreto eine fast monochrome Farbengebung. - Himmelfahrt Mariae. Ancona, Pinak. 1550. - Szenen aus dem Leben Christi. Opfer des Melchisedek. Michael und Luzifer. Zwei Propheten u. a. Loreto, Pal. Apostolico. Dokum. 1559-56. Lit.: a) Quellen u. Biographisches: Vasari, Vite, ed. Gottschewski-Gronau, V 100ff.; der a., Vita di L. L. con una introduz., note e bibliogr. di Luigi Serra (Le Vite etc., Collez. dir. da Occhini ed Cozzani), Florenz (o. J. [1913]). - Ridolfi, Maraviglie, ed. Hadeln, 1143ff. Franc. M. Tassi, Vite de' Pittori etc. bergamaschi, Bergamo 1793, I 116 ff. - P. Locatelli, Illustri bergamaschi, Bergamo 1867, I. - II libro dei conti di L. L., pubbl. p. c. del ministero della P. J., Rom 1895; dazu Anselmi, Del codice di L. L. scoperto in Loreto e degli scolari di lui nella nostra Marca, in N. Rivista Misena, VI (1893). - Repert. f. Kstwiss., XI (1888) 205; XXXII (1909) 69/71. - Jahrb. d. preuss. Kstslgn, XXIV Beib. p. 42; XXVI Beih. p. 129. - G. Bampo in Arch. Veneto, XXXII u. XXXIX. b) Zusammenfassendes: B. Berenson, L. L., 2. Aufl. London 1905 (grundlegend). - Crowe-Cavalcaselle, Hist. of paint. in North Italy, ed. Borenius, Lo. 1912, III 391/432. - Mary Logan in Gaz. des Beaux-Arts, 1895 I 361/78. - Gerspach in Revue de l'art chrét., XLIX (1906) 158ff., 233 fr. - B. Berenson, Venetian Painters, 1911, p. 43 ff., 113 ff. - A. Venturi, Storia dell'arte ital., VII (1915), 628 ff., 758 ff. - H. Mareel in L'Art et les artistes, IV (1906/07) 355 ff., u. in Athena, 1911 p. 419 ff. - G. Frizzoni in Bass. d'Arte, XVI (1916) 145ff. c) Über einzelne Werke (Fresken u. Tafelbilder) : P. Gianuizzi, Le Opere di L. L. nelle Marche, in Arte e storia, XIII (1894), u. N. Rivista Misena, VII. - G. Frizzoni in Arch. stor. dell'arte, 1896, u. Arte e storia XIV (1895) 6. - Lermolieff, Gal. zu München u. Dresden, Lpzg 1891, p. 60tf., 332f.; ders., Gal. Borghese u. Doria-Pamfili, Lpzg 1890. p. 305/08, 390/95; Gal. zu Berlin, Lpzg 1993, p. 87ff. - Repert. f. Kstwiss II (1879) 280ff. (Tschudi). - Arte, I (1898) 138ff. (Biscaro); IV (1901) 152ff. (Biscaro); XVII (1914) 382, XIX (1916) 189; XXII (1919) 181f.; XXIV (1921) 43, 48; XXVII (1924) 146ff.; XXIX (1926) 246f.; XXXI (1928) 83ff. - Bass. d'arte, VI (19061 55, 186ff.; N. S. II (XV), 1915, p.28; VII (1920) 61ff., 212, 213, 215; VIII (1921) 411f. - Arte nostra (Treviso), Nr 112 (1910) p. 16 ff. - Boll. d'arte, II (1908) 298 ff.; XIV (1920) 3, 7, 24, 65; Serie II, a. I (1922) 200ff., 204; VI (1926/27) 472. - Cronaca delle belle Arti, VII (1920) 3, 29 f. - Ztschr. f. bild. Kst, N. F. I (1890) 16 ff.; III (1892) 138ff.; XXIV (1913) 268, 273. - Kstchronik, 1892, p. 59; 1907, p. 240. - Burlington Mag., VI 453ff.; IX 136f.; XXXVII 39; I. 307, 310; LI 106f., 112; LII 92f.; LIII 116ff. Frimmel, Studien u. Skizzen d. Gemäldekunde, II 144. - Jahrb. d. ksthist. Sign d. ah. Kaiserh., XXX 49ff. (Frizzoni). - Jahrb. d. k. k. Zentralkommission, IV 212 ff. (Glück); V 2 ff. (Dvořák). - Gaz. des Beaux-arts 1896 I 35 ff. - The Art Journal. 1899, p. 92 f. - Les Arts, 1907, Nr 70, p. 11, 18; 1913, Nr 141, p. 8. - Monatsh. f. Kstwiss., VI 408. - Der Cicerone, XIX 249. - Apollo, VI 93; IX 269f. - Dedalo, IV, Bd I 19, 43, 44, 120 f. - Pantheon, I 52. - L. Serra, Elenco d. Opere d'Arte mob. delle Marche, 1925 p. 51, 56, 57, 61, mit Taf. XVIII f.; ders., Le Gall. commun. d. Marche, Rom o. J. (1928]. - Bull. of the Worcester Art Mus., XIII (1922) 54f. (Frauenbildnis). - Trésors d'art en Russie, IV Nr 30 (Tafel). - Arch. f. Kstgesch., 4. Liefg (1914) Taf. 78. - M. Krohn, Ital. Billeder i Danmark, Kopenh. 1910, p. 123f., 230. - Madsen, Fortegnelse over Malerisaml. paa Nivaagaard. 1913, p. 33ff. - A. Graves, Cent. of Loan Exhib., II (1913); 1V (1914). d) Kataloge der ins Text erwähnten Museen. Ferner: Darmstadt (Gem. des Landesmus., 1914). - Erfurt (Kat. Stadt. Mus., Abt. I, p. 5). - Florenz (Cat. dei Ritratti etc. Gal. Uffizi, 1911, p.41). - Leningrad (Kat. Ermitage (Somoff], 1909); vgl. dazu L. Venturi in Staryje Gody, 1912 April-FI. p. 11. - Mailand (Cat. Museo Poldi-Pezroli, 1905, Nr 614; Mus. Artist. Munic. 1879, p. 103, 108). - München. - Nantes (Cat. Musée Munit., 1913). - New York (Metropol. Mus., 1914). - Oldenburg (Gal.-Werk von Bode, 1888, p.21). - Rom (Gal. Colonna; Gal. Doria-Pamfili). - Rovigo (Bernardini, La Gall. de Quadri di Rovigo, 1905, p. 27). - Stockholm (Nat.-Mus., 1927; Kat. Old Mästare, 1928, Nr 4). - Stuttgart. - Vicenza (Cat. Museo Civico, 1912. Nr 87). - Wien (Kat. Palais Lanckoronski, 1903). - Worcester (Art Mus., 1922). - Cat. of a Coll. of Paint. etc. (J. G. Johnson, Philadelphia), Vol. I: B. Berenson, Ital. Painters, 1913 Nr 194/96. - Cat. Coll. Goudstikker, Amsterd. 1928; Nr 41. - Kaiser-Friedr.-Mus.-Verein. Gem. alter Mstr a. Berl. Bes. Ausst. i. d. Akad. d. Kste Juli/Aug. 1925, Kat. Nr 223. e) Über Zeichnungen: D. v. Hadeln, Venez. Zeichn. d. Hochrenaiss., Berlin 1925. - Stix-Fröhlich, Handzeichn. alter Meister a. d. Albertina. I, Wien 1928 Nr 82/85. - Arte, XXV (1922) 114f.; XXIX (1926) 12, 156. - Rass. d'arte, VIII (1921) 838. - Pantheon, II (1928) 531 ff. (W. Suida). - Die Graph. Künste. LI (1928) Beibl. p. 7f.