Caliari, Paolo (gen. Veronese), ital. Maler, *1528 Verona, †19.4.1588 Venedig.
Caliari, Paolo (1528)
Sohn des Steinmetzen ("spezapreda") Gabriele di Piero und der Catherina, Bruder von Benedetto C. und des Steinmetzen Francesco C. (*1520), Vater von Gabriele und Carlo C. In Verona lt. einem Dok. vom 2. März 1541 Schüler ("garzonus") des Malers Antonio Badile, den mit Ausnahme von Vasari, der Giovanni Caroto nennt, auch spätere Autoren und Biographen (Borghini; Ridolfi) als Lehrer des C. aufführen. Noch 1555 urkdl. in Verona nachw.; erstmals vermutl. schon 1550/52, sicher jedoch 1553 in Venedig, wo er ab 1555 bei SS. Apostoli wohnt. Überliefert ein Dok. aus dem Jahr 1553 die Namensform "Paullo spezapda", so taucht 1555 in einem Vertrag, den der Maler mit "io Paullo veronese" (cf. Caliari, 1888, 17, 24) bestätigt, erstmals der von einer alten Veroneser Fam. adoptierte Name C. auf. 1560 lt. Angabe seines wichtigsten Biographen Ridolfi (1646/48) Romreise im Gefolge des Prokurators Gerolamo Grimani, 1566 Heirat mit Elena Badile in Verona, als Trauzeuge fungiert der Maler Paolo Farinati. Wenig später Umzug in die Calle di Ca' Mocenigo in der Pfarrei S. Samuele. 1574/75 hält sich Paolo zus. mit seinem Bruder Benedetto in Padua auf. In der Nähe von Treviso erwirbt er 1582 Grundbesitz. - Angesichts fehlender Dok. bereitet die Bestimmung des in Verona entstandenen Frühwerks (ca.1545-1553) der Forsch. erhebl. Schwierigkeiten. Fresken im Pal. Canossa (um 1545), drei kleine Gem. mit Szenen der Esther-Geschichte, die nicht mehr nachw., ledigl. in einer Ölskizze überlieferte Auferweckung der Tochter des Jairus (Paris, Louvre) aus der Avanzi-Kap. in S. Bernadino (um 1546) sowie die zw. 1546 und 1548 im Zuge einer Kap.-Stiftung in S. Fermo entstandene, in einem "bozetto" (Florenz, Uffizien) vorbereitete Pala Bevilaqua-Lazise (Verona, Mus. di Castelvecchio) gelten als früheste Zeugnisse C.s. Zugeordnet werden dieser Gruppe weitere Werke, darunter die Beweinung Christi (Verona, Mus. di Castelvecchio, um 1546/48), das Bildnis einer Frau mit Kind (Paris, Louvre), zwei Fassungen der Myst. Vermählung der hl. Katharina (New York, Priv.-Slg; New Haven, Yale Univ. AG) und der Taufe Christi (Braunschweig, HAUM; Raleigh, North Carolina Mus. of Art), deren Chronologie kontrovers diskutiert wird (cf. das mit "Paolo Caliari F." bez. Porträt eines jungen Mannes in Schwarz, Kunsthist. Mus. Wien, von Rearick, Kat. 1988, als Debütstück angesprochen), oder die, wie etwa im Falle einer jüngst bek. gewordenen, seit dem 17. Jh. als Werk des Battista Zelotti geführten Grablegung Christi (Schweiz, Priv.-Slg, vgl. Gisolfi Pechukas bzw. Pignatti, in: Gemin, 1990), mit der Problematik konfrontieren, Frühwerke eindeutig von dem Schaffen einer Gruppe stilist. vergleichbarer lokaler Maler (Zelotti, Battista Angolo, Domenico Brusasorci, Anselmo Canneri) abzugrenzen. Kontrovers auch die Diskussion der u.a. an Moretto und Romanino orientierten Anfänge C.s als Portr.-Maler (cf. Rearick, in: Gemin, 1990) der, wie das Gem. Christus und Maria Magdalena (London, NG) zeigt, frühzeitig dazu neigt, Portr. bzw. Figuren mit porträthaften Zügen in seine relig. Historien-Gem. einzubeziehen. 1550/52, im Anschluß an die Tätigkeit in der Villa Soranza des M. Sanmicheli (1816/17 zerst., Fresko-Fragm. in Castelfranco, Dom; Venedig, Seminario Patriarcale; Vicenza, MCiv. und England; cf. Schweikhart, 1971) wohl erstmals in Venedig, wo die an der "Pala Pesaro" Tizians orientierte, von der dekorativen Qualität kühler Farben geprägte Pala Giustinian für die gleichnamige Kap. in S. Francesco della Vigna entsteht. Im Auftrag des Kardinals Ercole Gonzaga liefert C. Ende 1552 oder A. 1553 für den Dom in Mantua das von Vasari gewürdigte, vom Studium der Formensprache Giulio Romanos und Correggios geprägte Altar-Gem. der Versuchung des hl. Antonius (Caen, MBA). 1553 bis 1560 findet er Zugang zu Kreisen prominenter venez. Auftraggeber. Mit dem Decken-Gem. des Blitze schleudernden Jupiter (Paris, Louvre) debütiert er A. 1553 an der Seite von Zelotti und Giovanni Battista Ponchino in der Sala delle Udienze im Dogenpalast; es folgen bis 1555/56 zahlr. weitere Decken-Gem. und Dekorationen (Schulz, 1968) für die Sala della Bussola und die Stanza dei Tre Capi. Von der zeitgen. Kritik als "opera veramente di disegno & gentile" (A.Guisconi i.e. F.Sansovino, 1556) gelobt, löst der junge Künstler in den Räumen des Consiglio dei Dieci Probleme der perspektiv. Verkürzung und Figurenmodellierung kühn, individuell und nicht ohne manierist. Eleganz. Wohl im Anschluß an die für den Dom in Montagnana geschaffene Transfiguration, entsteht in Venedig im Auftrag des Priors B. Torlioni, vermutl. unter Beteiligung von Gehilfen (Antonio Fasolo?), die Dekoration der Sakristeidecke der Kirche S. Sebastiano (am 10.11.1555 voll.), in der Paolo, unterstützt durch Benedetto, mit Unterbrechungen bis ca. 1570 tätig ist, dort auch sein Grabmal mit der Portr.-Büste von M. Carneri. Dem unmittelbar folgenden Auftrag (1.12.1555) für den Soffitto der Kirche erwachsen mit der Verbannung der Vashti, der Krönung der Esther und dem Triumph des Mordechai farbenprächtige, perspektivisch kühn angelegte und innovative Hw., die von Generationen von Malern bewundert und kopiert werden sollten. Wichtige Stationen der Karriere C.s markieren in den folgenden Jahren u.a. der Auftrag (1556) für das große Gastmahl im Hause des Simon in SS. Nazaro e Celso in Verona (Turin, Gall. Sabauda, um 1560), die Mitwirkung an der Ausmalung der Decke der Libreria Vecchia in Venedig (3 Tondi, 1556/57, cf. zuletzt Hope, in: Gemin, 1990), Fresken im Pal. Trevisan in Murano (1557/58), im Langhaus und in der Kuppel des Chors von S. Sebastiano (verloren) sowie die Dekoration der Orgelflügel (1558/60) der gleichnamigen venez. Kirche. Mit protobarocken Werken wie der Verkündigung, der Anbetung der Hirten und der Himmelfahrt Mariae für die Decke der venez. Kirche S. Maria dell' Umilità (heute S. Giovanni e Paolo, zur frühen Dat. vgl. Sponza, 1993) und den Orgelflügeln für S. Geminano (Modena, Gall. Estense) setzt in den 60er Jahren, der reifen Phase Paolos, eine umfangreiche Produktion ein. Neben Tizian und Tintoretto avanciert C. in Venedig zum gefragtesten Maler. Ruhm und Anerkennung der Fresko-Dekoration (1560/61) der von Andrea Palladio erb. Villa Barbaro in Maser - in gemalte Architekturen eingebundene Landschaften, mytholog. und allegor. Figuren - brachten C. lt. Ridolfi 1562 den Auftrag für das große, ledigl. durch ein "ricordo" des Federico Zuccaro (cf. Rearick, Kat. 1988) überlieferte Gem. Friedrich Barbarossa küßt Papst Victor IV. die Hand (1577 zerst.) im Pal. Ducale ein. Im Anschluß an die Ausf. von 3 Altar-Gem. (1562) für die Benediktiner von S. Benedetto Po bei Mantua entsteht 1562/63 mit der die Gruppe der großen symmetr. konzipierten "cene" eröffnenden Hochzeit zu Kana für das Refektorium der Benediktiner von S. Giorgio Maggiore (Paris, Louvre) ein Lw.-Gem. von einzigartiger Monumentalität. Stilist. vergleichbar sind das 1562/64 für S. Giorgio in Braida in Verona geschaffene Martyrium des hl. Georg sowie die ikonogr. ungewöhnl. Gem. mit dem Martyrium der hll. Marcus und Marcellianus und dem Martyrium des hl. Sebastian an den Seitenwänden der Chor-Kap. von S. Sebastiano in Venedig. Nach erfolgloser Beteiligung am Wettb. (31. Mai 1564) für das Decken-Gem. der Apotheose des hl. Rochus im Albergo der Scuola di San Rocco - die Zchng im Isabella Stewart Gardner Mus. Boston von Cocke, 1984 als Kopie, von Rearick, Kat. 1988, als autographes Werk gedeutet - führt C. mehrere Kartons für Mosaiken in S. Marco aus und voll. vermutl. A. 1565 die Madonna mit Kind und den hll. Sebastian, Katharina, Elisabeth, Petrus, Franziskus und Joh. Bapt. für den Hochaltar von S. Sebastiano. C.s Eigenart, dem Narrativ-Epischen bes. Aufmerksamkeit zu schenken, seine Vorliebe für gemalte, ausschl. malerischen und nicht illusionist. Zwecken dienende Architekturen zur Bewältigung vielfiguriger Szenen kulminiert in den vom Dialog mit Jacopo Sansovino, Palladio und Gestaltungsprinzipien Sebastiano Serlios geprägten sakralen Gastmählern für versch. Konvente in Venedig und Vicenza. Vom Gastmahl im Hause des Simon (Mailand, Brera, 1568/70) für das Refektorium von S. Sebastiano führt ein direkter Weg zu dem urspr. wohl als "Letztes Abendmahl" konzipierten Gastmahl im Hause des Levi (Venedig, Gall. dell Accad.), für das sich C. am 18. Juli 1573 vor der Inquisition zu verantworten hatte (Fehl, 1961; Muraro, 1990). In zeitl. Nachbarschaft zu den "cene" muß wohl das in seiner Dat. umstrittene Gem. Jesus unter den Schriftgelehrten (Madrid, Prado; zur Dat. 1570/71 cf. Weingart, 1993) sowie die aus dem Bes. der Pisani in Venedig stammende Familie des Darius vor Alexander d. Gr. (London, NG) angesetzt werden. Ebenso wie in den vier zw. 1570/72 realisierten Gem. für den Pal. der venez. Patrizier-Fam. Cuccina (Dresden, GG AM) entfaltet sich in diesen Werken die detailreiche Bilderzählung auf schmalen, lichterfüllten Bildbühnen, auf denen harmon. gruppierte Figuren agieren. Neben Portr. (Agostino Barbarigo, Cleveland Mus. of Art, um 1572) entstehen in den 70er Jahren zahlr. Gem. für venez. Pal. und Kirchen, wobei die Wkst., der neben Benedetto C. und Alvise Benfatto dal Friso zeitweilig Maler wie Antonio Vassilacchi, Francesco Montemezzano oder Parrasio Michieli angehören, eine immer größere Rolle zu spielen beginnt. Im Febr. 1574 entsteht in Venedig das Porträt des Sir Philip Sidney (verschollen; cf. Muraro, in: Gemin, 1990). A. der 80er Jahre, nach Voll. umfangreicher Dekorationen (Sala del Maggior Consiglio, Sala del Collegio) für den durch Brände (1574/77) teilw. beschädigten Pal. Ducale, bestimmen vermehrt kleinformatige relig. Bilder für priv. Sammler die Produktion. Ihre Herauslösung aus dem Corpus der autographen Werke bleibt schwierig. Wie im Falle der sog. Duke of Buckingham-Serie (cf. Brown, 1988), lag die Ausf. z. T. in den Händen der Wkst., die zudem - aus einem umfangreichen Fundus schöpfend - Zchngn C.s für eigene Projekte nutzte und, wie unterschiedl. Fassungen derselben Themen (z.B. Raub der Europa, Auffindung des Moses) zeigen, seine Werke geschickt adaptierte oder kopierte. Zw. 1579 und 1582 beteiligte C. sich mit einem "modello" (Lille, MBA) am Wettb. für das Paradies, das die Hauptwand der Sala del Maggior Consiglio schmücken sollte. Eine das "modello" vorbereitende, erst kürzl. bekannt gewordene Feder-Zchng (cf. Rearick, 1995) belegt einmal mehr die Bedeutung gez. Vorstudien, die heute in vielen Fällen nur noch aus dem 1682 erstellten Nachlaß-Inv. der Erben C.s (cf. Gattinoni, 1914) zu erschließen ist. Ist das Spätwerk der Apotheose der Venezia (Venedig, Pal. Ducale, 1579/82) hinsichtl. erzähler. Vielfalt und komplexer perspektivischer Regie noch einmal Ausdruck der Meisterschaft C.s im Bildaufbau, so kennzeichnet seine letzten Arbeiten eine intimere Formensprache, gepaart mit einem breitpinseligen Farbauftrag und stimmungsvollem Hell-Dunkel (Wunder des hl. Pantalon, Venedig, S. Pantalon, 1587). Das maler. Werk C.s haben Pignatti/Pedrocco (1995) zuletzt auf 403 Nrn beziffert. Gemessen an dem Familien-Inv. von 1682 nimmt sich die Anzahl der heute bek. Zchngn bescheiden aus.
Weitere Werke (Öl/Lw., soweit nicht anders angegeben; zur Diskussion der Chronologie cf. Cocke, Rearick sowie zusammenfassend Pignatti/Pedrocco, 1995):
Einzelausstellungen:
1939 Venedig, Ca' Giustinian (K: R.Pallucchini) / 1972 Alabama, Birmingham Mus. of Art: Veronese & his studio in North American Coll. (K: D.Rosand) / 1988 Washington, NG of Art: (K: W.R. Rearick); Venedig, S. Giorgo Maggiore, Fond. Cini: Disegni e Dipinti (K: A.Bettagno); ebd., Gall. dell' Accad.: Restauri (= Quad. della Soprintend enza ai beni artist. e stor. di Venezia 15:1988); Verona, Mus. di Castelvecchio: Veronese e Verona (K: S.Marinelli) / 1993 Paris, Louvre: Les Noces de Cana de Véronèse. Un Œuvre et sa rest. (K: N.Volle/J.Habert).
Gruppenausstellungen:
1981 Venedig, Pal. Ducale: Da Tiziano a El Greco (K: R.Pallucchini) / 1983-84 London, RA: The Genius of Venice (K: J.Martineau/C.Hope) / 1993 Paris, Grand Palais: Le s. de Titien (K: M.Laclotte/G.Nepi Scirè). - Reproduktionsgraphik: 1977 Venedig, Mus. Correr: P. Veronese e i suoi incisori (K: P.Ticozzi) / 1979 Rom, Villa alla Farnesina alla Lungara: Immagini dal Veronese - Incisioni dal sec. XVI al XIX (K: P.Ticozzi, R. 1978; Lit.).
Thieme-Becker, Vollmer und AKL:
ThB5, 1911 (Lit).
Weitere Lexika:
EWA XIV, 1967 (s.v. Veronese, Paolo); DEB II, 1972; DBI XVI, 1973; PittItalCinque II, 1987 (s.v. Veronese)
Gedruckte Nachweise:
A.Guisconi i.e. F.Sansovino, Tutte le cose notabile e belle che sono in Venetia, Ve. 1556, 8; Vasari, ed. Milanesi, VI, 1881, 369 s.; R.Borghini, Il Riposo, Fi. 1584, 561 s.; P.Lomazzo, Idea del tempio, Mi. 1590, 159; Mander, 1618, fol.104v s.; C.Ridolfi, Vita di P. C. Veronese celebre pittore, Ve. 1646; id., Le maraviglie dell'arte (Ve. 1648), ed. D. von Hadeln, B. 1965, I, 296-352; F.Scanelli, Il microcosmo della pitt., Cesena 1657, 241-249; M.Boschini, La carta del navegar pitoresco (Ve. 1660), ed. A.Pallucchini, Ve./R. 1966; id., Le minere della pitt., Ve. 1664; id., Le ricche minere della pitt. venez., Ve. 1674; B.dal Pozzo, Le vite de'pittori, Vr. 1718, 77-114; E.A. Cicogna, Delle inscrizioni venez., I-VII, Ve. 1824-53; G.Gattinoni, Inv. di una casa venez. del sec. XVII. La casa degli Eccellenti C. eredi di P. il Veronese, Mestre 1914 (Inv. Zchngn). - Monogr., WV: P.Caliari, P. Veronese. Sua vita e sue opere, R. 1888 (Dok., Lit.); G.Fiocco, P. Veronese, R. 1934; R.Marini, Veronese, Mi. 1968 (frz. Ausg. mit einem Beitr. von S.Béguin, Le goût pour Véronèse en France, P. 1970); T.Pignatti, P. Veronese, I-II, Ve. 1976 (Dok., Lit.); D.von Hadeln, P. Veronese (aus dem Nachl. ed. von G.Schweikhart), Fi. 1978; R.Cocke, Veronese, Lo. 1980; K.Badt, P. Veronese (aus dem Nachl. ed. von L.Dittmann), Köln 1981; R.Pallucchini, Veronese, Mi. 1984; R.Cocke, Veronese's drawings. A cat. raisonne, Lo. 1984; T.Pignatti/F.Pedrocco, Veronese, Fi. 1991; id./id., Veronese, I-II, Mi. 1995 (Lit.). - Periodica, Hb.: F.Ingersoll-Smouse, GBA 69:1927, 211-235; ead., GBA 70:1928, 25-48 (Werke in frz. Slgn); T.Hetzer, RömJb 1:1940, 1-38; P.Fehl, GBA 58:1961(6)325-354; T.Pignatti, Le pitt. di P. Veronese nella Chiesa di S. Sebastiano in Venetia, Mi. 1966; E.Forssman, Wallraf-Richartz-Jb. 29:1967, 105-139 (Bild-Archit.); C.Gould, in: Essays in the hist. of art presented to R.Wittkower, Lo. 1967, 123-127; W.Prinz, in: Festschr. 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St. Andrews 1990; D.Gisolfi Pechukas, L'"Anno Veronesiano" and some questions about early Veronese and his circle, in: Arte veneta 43:1989/90, 30-42; M.Muraro, in: Symboles de la Renaiss. 3:1990, 187-221 (Levi-Gastmahl); T.E. Cooper, in: Crisi e rinnovamenti nell'autunno del rinascimento a Venezia, ed. V.Branca/C.Ossola, Fi. 1991 (Civilità venez. Saggi, 38), 271-292 (Hochzeit zu Kana, Auftraggeber); W.R. Rearick, Master drawings 30:1992(2)143-173 (Schwarze-Kreide-Zchngn); A.Priever, Pantheon 51:1993, 92-100 (Zchng Levi-Gastmahl); F.Renzo Pesenti, Ricerce di storia dell'arte 51:1993, 5-19 (Kolorit); R.Weingart, in: Schülerfestschr. für L. Dittmann, St. Ingbert 1993, 45-63 (Dat. Disputà, Prado); S.Sponza, in: Studi per P.Zampetti, ed. R.Varese, Ancona 1993, 353-360; L.Gnocchi, Paolo Veronese fra artisti e letterati, Fi. 1994; W.R. Rearick, Master drawings 33:1995(2)132-143 (unbek. Zchngn, Sagredo-Coll.); P.Humfrey/S.Holt, Venezia Cinquecento V, Nr 10, 1995 (Auftraggeber, S. Francesco della Vigna); J.Habert, Véronèse. Une dame vénitienne dite la Belle Nani (K Louvre), P. 1996 (Coll. solo, 4); M.Seidel, Venez. Malerei z.Z. der Gegenreformation. Kirchl. Programmschriften und künstler. Bildkonzepte bei Tizian, Tintoretto, Veronese und Palma il Giovane, Münster/Ha. 1996 (Bonner Stud. zur Kunstgesch., 11); H.D. Huber, P. Veronese. Kunst als soziales System (in Vorbereitung); Mus. del Prado. Inv. gen. de pint., I: La Col. Real, Ma. 1990; Treasures untraced. An inv. of the Ital. art treasures lost during the Second World War, R. 1995; A.Priever, Vorbild und Mythos - Die Wirkungsgeschichte der "Hochzeit zu Kana" P. Veroneses, Sigmaringen 1997
Caliari, Paolo, genannt Paolo Veronese, Maler, geb. in Verona wahrscheinlich 1528. Trotz Biadegos Ausführungen möchte ich an diesem Datum festhalten. Die Büste Paolos von der Hand des Camillo Bozzetti, die der Bruder und die Söhne Paolos über dem Grab des Künstlers in S. Sebastiano aufstellten, trug die Inschrift: Paolo Caliari effigies aetatis suae anno 58. Dies beweist nun keineswegs, daß Paolo 58 Jahre alt, 1588 starb, sie sagt weiter nichts, als daß Paolo hier 58jährig dargestellt war: Die Büste war zu Lebzeiten Paolos entstanden und wurde dann zum Schmuck seines Grabes verwandt. Auf dieser falsch interpretierten Inschrift möchte auch Ridolfis Angabe fußen, der Paolo mit 58 Jahren sterben, aber 1532 geboren sein läßt (1). Das Necrologio des Ufficio sanitario gibt an, Paolo sei am 19. 4. 1588 im Alter von 60 Jahren in der Pfarrei S. Samuele zu Venedig gestorben; danach wäre er 1528 geboren, was vollkommen mit der Angabe der Anagrafe von S. Paolo in Verona von 1529 harmoniert, laut der Paolo, der Sohn des Steinmetzen Gabriele di Piero (der ganz sicher der Vater des Künstlers ist) ein Jahr alt ist. - Die künstlerische Herkunft Paolos ist noch nicht recht aufgeklärt. Ridolfi gibt ihm den Antonio Badile als Lehrer und tatsächlich nennen die Anagrafe von 1541 einen 14jährigen Paulus discipulus im Hause des Badile, womit aber nun nicht bewiesen ist, daß dieser mit P. Caliari identisch ist, der im gleichen Jahre von den Anagrafe im Haus seines Vaters genannt wird, aus welchem Umstande ich aber nicht mit Biadego die Unmöglichkeit der Identität folgern möchte; nennen doch die Anagrafe Paolo noch 1557 im väterlichen Hause, das er, wie sich zeigen wird, schon Jahre vorher verlassen hatte. Beinahe noch mehr als Badile, scheint Domenico Brusasorcis Vorbild für die Entwicklung des jungen Paolo von Bedeutung gewesen zu sein. Auch liegt die Annahme nicht fern, daß Paolo schon frühzeitig im nahen Mantua die Fresken Giulio Romanos kennen lernte, schließlich könnte er sich, da er bereits 1551 bei Castelfranco tätig war, früher als gemeinhin angenommen wird, in Venedig umgesehen haben. Die frühesten Werke sind auf Leinwand übertragene Reste der Fresken, die Paolo nach Vasaris Zeugnis in Gemeinschaft mit Zelotti in Villa Soranzo bei Castelfranco ausgeführt hat. Von diesen Fragmenten ist eine allegorische, weibliche Figur, die sich in der Pinakothek des Seminario zu Venedig befindet, 1561 datiert (die Signatur "Paulus" nicht von ganz unzweifelhafter Originalität) und ebenso wie 3 weitere größere in die Sakristei des Doms von Castelfranco übertragene Stücke, Temperantia, Iustitia, Fama und Chronos und 4 Putten sicherlich nicht Zelottis, sondern Paolos Werk; ebenso ein Putto, der sich heute im Museo civico in Vicenza befindet. Andere Fragmente der Fresken aus Villa Soranza sollen nach England gelangt sein. - Laut Vasari dekorierte Paolo gemeinsam mit Zelotti auch einen Saal des Palazzo Porto-Colleoni in Thiene. Dort sind noch in einem Raum Freskendarstellungen aus der römischen Geschichte erhalten, die aber weder C.s, noch Zelottis Hand deutlich erkennen lassen. Im Frühjahr 1552 erhielten Paolo, sowie Brusasorci, Battista del Moro u. Paolo Farinato vom Kardinal Ercole Gonzaga den Auftrag, je ein Altarbild für den Dom von Mantua zu malen. Die Bilder waren am 11. März 1553 bereits vollendet, wie ein Brief der 4 Künstler an den Kardinal zeigt. Die von Paolo gemalte "Versuchung des hl. Antonius" jetzt im Museum zu Caen. Am 14. 1. 1555 gibt der venezian. Patrizier Vincenzo Zeno dem Steueramt an, daß er u. a. ein Haus bei SS. Apostoli besitzt, in dem Paolo Veronese zur Miete wohnt. Paolo hat sich also nicht erst im Laufe des Jahres 1555, sondern spätestens Ende 1554 vielleicht noch etwas früher in Venedig niedergelassen, und es deutet manches darauf hin, daß nicht die Sakristeidecke von S. Sebastiano seine erste Arbeit in Venedig gewesen ist, sondern daß er schon vorher mit Ponchino und Zelotti den Soffitto der Sala del Consiglio de' Dieci dekoriert hat. In dem Schnitzwerk dieser Decke ist nämlich das Wappen Donato angebracht, das sich kaum anders als auf den 1553 gestorbenen Dogen Francesco Donato beziehen läßt. Damit ist allerdings nicht gesagt, daß die in diese Decke eingelassenen Bilder ebenfalls unter dem Dogat dieses Dogen entstanden, aber es ist unwahrscheinlich, daß sie beträchtlich später als das Schnitzwerk fertiggestellt wurden. Ferner spricht ein bisher übersehenes literarisches Zeugnis für die frühe Entstehung dieser Malereien. nämlich ihre Erwähnung i. J. 1556 durch A. Guisconi (wahrscheinlich Pseudonym des Franc. Sansovino). Nun sind, wie wir gleich sehen werden, die Jahre 1555 und 1556 so stark mit anderen Arbeiten besetzt, daß, auch die Leichtigkeit des Schaffens Paolos in Betracht gezogen, die Deckenbilder des Consiglio dei Dieci kaum in diesen Jahren entstanden sein können. Sie sind also auf 1554, vielleicht sogar auf 1553 anzusetzen. Von den 9 polychromen Deckenbildern gehören folgende Paolo: Das im Louvre befindliche Mittelstück "Jupiter schleudert Blitze gegen die Verbrechen", die in das Museum von Brüssel verschlagene "Juno Schätze über Venezia ausstreuend", sowie noch im Dogenpalast befindlich "Jugend und Alter" und scheinbar auch "Venezia zum Olymp aufblickend". An den umgebenden Chiaroscurofiguren ist Paolo ebenfalls beteiligt. - Vasari läßt Veronese gleich darauf den Soffitto der anstoßenden Sala della Busolla dekorieren, was die Stilkritik bestätigt (das Hauptbild, Markus und die Kardinaltugenden im Louvre). Dagegen erscheint es zweifelhaft, ob wirklich, wie Vasari sagt, auch hier Zelotti mit Paolo arbeitete. Jedenfalls ist das Mittelstück "Markus erscheint den drei christl. Tugenden" (jetzt im Louvre) Veroneses Werk. - Am 3. 6. 1555 verpflichtete sich Paolo, für den Hochaltar d. Pfarrkirche in Montagnana eine Transfiguration zu malen, die bis Weihnachten fertig sein soll. Das Bild ist noch heute am genannt. Ort. Gleichzeitig arbeitete Veronese an der Dekoration der Sakristeidecke von S. Sebastiano, die laut Inschrift 10. 11. 1555 vollendet wurde, wo er in der Mitte die Marienkrönung darstellte, die er mit den 4 Evangelistenfiguren umgab. Die 4 kleinen Tondi mit Putten in den Ecken, wie auch die umrahmenden Festons sind von Gehilfen ausgeführt. Am 1. 12. 1555 erfolgte bereits der Auftrag für den Soffitto der Kirche von S. Sebastiano, den Paolo mit 3 Szenen aus der Geschichte Esthers schmückte. Restzahlung für die Arbeit 30. 11. 1556. - Im August oder Sept. 1556 erhielten Paolo und 6 andere Maler den Auftrag, für d. Decke des großen Bibliotheksaales in der von Sansovino erbauten Libreria je drei Tondi allegorischen Inhaltes zu malen. Eine Zahlung erfolgte 24. 9. 1556, die Restzahlung 10. 2. 1557. Paolo erhielt außerdem, da das Schiedsgericht seine Arbeiten für die besten erklärte, eine goldene Ehrenkette. Auf zwei Philosophenbilder, die Paolo für denselben Bibliotheksaal malte, bezieht sich vielleicht eine Zahlung vom 1. 3. 1560. - Zahlungen vom 31. 3. und 8. 9. 1558 zeigen, daß Paolo zu dieser Zeit wieder in S. Sebastiano tätig war, und zwar schuf er damals scheinbar die zugrunde gegangenen Fresken in der Kuppel des Chores und die arg beschädigten des Langhauses: Am Triumphbogen die getrennten Verkündigungsfiguren, Propheten und Sibyllen, an den Längswänden das Martyrium des Titelheiligen und zwar der gefesselte Sebastian auf der einen Wand, die Bogenschützen auf der gegenüberliegenden; im erhöhten Chor "Sebastian vor Diokletian" und das zweite Martyrium des Heiligen; über den Bogen, die diesen Chor tragen, Apostelfiguren. Am 26. 10. 1558 verpflichtete sich d. Schreiner Domenego, das Orgelgehäuse für S. Sebastiano nach Paolos Entwürfen zu arbeiten. Paolo selbst malte die Orgelflügel und zwar außen die "Darstellung Christi im Tempel", innen den "Teich von Bethesda", an der Brüstung die Anbetung der Hirten und an den Flanken die Chiaroscurofiguren des Hieronymus und Franziskus. Restzahlung gleichzeitig für die Entwürfe d. Chorgestühls 1. 4. 1560. - Ridolfi erzählt, Veronese sei im Gefolge des Prokurators Girolamo Grimani nach Rom gereist und man glaubt, daß diese Fahrt 1560 stattgefunden hat. Erfolgte sie wirklich so spät, so hat sie für die Kunst Paolos gar keine Bedeutung gehabt. Römische Elemente sind in einigen Frühwerken enthalten, vor allem in denen d. Sala del Consiglio dei Dieci, doch scheint hier der Mitarbeiter Ponchino der Vermittler gewesen zu sein. Zum Glück hat sich Veronese sehr bald diesen ihm gewiß nicht zuträglichen Einflüssen entzogen. Um 1560 sind aus stilkritischen Gründen die von Vasari gerühmten Arbeiten in der Villa Barbaro in Maser anzusetzen, wo Paolo die Mittelhalle und die an diese stoßenden kleineren Räume mit Fresken dekorierte. An den Wänden allegorische Figuren, Landschaften und illusionistisch aufgefaßte Gruppen und Einzelfiguren: Venezianer und Venezianerinnen hinter Balustraden oder in halbgeöffneten Türen stehend. An den Decken mythologische Szenen. - Die Fresken in den Villen Magnadole und Romanziol, die ebenfalls Veronese zugeschrieben werden, sind im Gegensatz zu denen in Maser sehr schlecht erhalten. Scheinbar handelt es sich in beiden Villen nicht um eigenhändige, sondern um Arbeiten der Schule. - 1562 arbeitete Paolo 3 Altarbilder für S. Benedetto di Polirone bei Mantua, über deren Schicksal wir nichts wissen. Am 6. 6. des gleichen Jahres erhielt er den Auftrag für die riesige "Hochzeit zu Kam" für das Refektorium des Klosters S. Giorgio Maggiore in Venedig, jetzt im Louvre zu Paris (No 1192); das Bild war schon am 6. 10. 1563 vollendet. Während diese gewaltige, figurenreiche Komposition fast ganz eigenhändig ausgeführt ist, scheint das gleichfalls 1562 für die Klosterkirche von Praglia bei Padua, jetzt im Museo Civico zu Padua befindliche Altarbild mit dem Martyrium. der Hell. Primo und Feliciano von Paolo nur entworfen zu sein. - In dieser Zeit war Veronese wieder für den Dogenpalast tätig, und zwar schuf er ein großes Historienbild "Die Begegnung Barbarossas mit dem Gegenpapst Viktor IV." Der Auftrag scheint schon Ende 1561 oder Anfang 1562 erfolgt zu sein, im August 1564 war das Bild bereits vollendet, vielleicht schon seit mehreren Monaten. Das Bild ist beim Brande 1577 zerstört worden. - 1563 fungierte Veronese mit Tizian, Pistoja, Schiavone u. Tintoretto als Sachverständiger in d. bekannten Prozeß gegen die Zuccari. Am 20. 11. 1564 erhielt er eine Zahlung, der eine weitere am 6. 4. 1565 folgte für zwei Lünettenbilder, die er für den Hof der Procuratia gemalt hatte, Bilder, die später, nachdem sie von Tintoretto restauriert waren, in die Räume der Procuratia de Supra gelangten und sich heute nicht mehr nachweisen lassen. 1565 lieferte Paolo die Kartons für die Darstellungen des "Blindgeborenen" und des "Aussätzigen", die Bartolomeo Bozza in der Markuskirche in Mosaik ausführte. Es sind dieses die einzigen Kompositionen in S. Marco, die sich mit Gewißheit auf Paolo zurückführen lassen; eine Zahlung vom 1. 12. 1578 ebenfalls für Kartons ist bis jetzt noch nicht überzeugend auf ein -Mosaik der Kirche bezogen worden. Ebenfalls 1565 war Paolo wieder für S. Sebastiano tätig, und zwar hat er offenbar damals das Hochaltarbild "Madonna mit dem Kinde von Engeln umgeben auf Wolken, unten Sebastian zwischen Johannes dem Täufer, Katharina, Elisabeth, Petrus und Franziskus", sowie die beiden Bilder an den Wänden der Chorkapelle gemalt, "Sebastian ermutigt die zum Richtplatz geführten Märtyrer Markus und Marcellinus" sowie "Das zweite Martyrium des Titelheiligen". - 1566 hielt sich Paolo in Verona auf, und zwar heiratete er dort am 17. 4. Elena, Tochter seines inzwischen verstorbenen Lehrers A. Badile. 1566-1567 malte er in Venedig eine "Taufe Christi" für den Hochaltar von S. Giovanni in Latisana; das noch erhaltene Bild wurde am 21. 6. 1567 in der Kirche aufgestellt. 1570 schuf Paolo für das Refektorium von S. Sebastiano das "Gastmahl im Hause des Pharisäers", jetzt in der Brera in Mailand, 1572 das Bankett Gregor des Großen im Refektorium des Klosters auf dem Monte Berico bei Vicenza und gleich darauf für die Mönche von SS. Giovanni e Paolo in Venedig, das heute in der dortigen Akademie (No 203) befindliche "Gastmahl im Hause des Levi", das das Datum 20. 4. 1573 trägt und seinen Urheber zwang, am 13. 7. dieses Jahres vor dem Tribunal der Inquisition zu erscheinen, da diese an den Narren, Zwergen, Landsknechten und anderen dekorativen Figuren, mit denen Paolo die Komposition ausgestattet hatte, Anstoß genommen hatte u. haeretische Tendenzen witterte. Das Prozeßprotokoll, das sich erhalten hat, hat über die kulturhistorische Bedeutung hinaus immensen kunstgeschichtlichen Wert, da wir hier einen Renaissancekünstler ganz ausnahmsweise einmal nicht theoretisch, traktatmäßig, sondern ganz naiv über Kunst sprechen hören, - das Datum 1573 tragen das "Rosenkranzbild" No 207 der Akademie in Venedig, früher in der Kapelle der Compagnia del Rosario in S. Pietro Martire in Murano und die große, aus S. Silvestro zu Venedig in die Londoner National Gallery gelangte "Anbetung der Könige". - Am 30. 3. 1575 waren Paolo u. sein Bruder Benedetto in Padua, wie aus einem Beschluß des Magistrates von Udine hervorgeht, der die Absicht hatte, den Soffitto seiner Sala del Consiglio durch die sich gerade in Padua aufhaltenden Bruder dekorieren zu lassen. Paolo wurde noch bis zum Ende des Oktober 1575 in Padua festgehalten: Er malte damals das Martyrium der hl. Giustina für den Hochaltar der dieser Heiligen geweihten Kirche. Den Auftrag für Udine hat der Künstler aber nicht ausführen können, denn er wurde scheinbar von der Signorina nach Venedig zurückgerufen. Hier hatte im Jahre 1574 ein Feuer mehrere Räume des Dogenpalastes ausgebrannt. Gegen Ende 1575 waren die Restaurierungsarbeiten so weit gediehen, daß man an Neudekoration der Säle gehen konnte. Paolo fiel zunächst die Aufgabe zu, die Decke der Sala del Collegio zu dekorieren, für die er bereits am 23. 12. 1575 eine Zahlung erhielt, der bis ins Jahr 1577 weitere folgten. Paolo stellte hier in drei Mittelfeldern, die von kleineren Feldern mit den Gestalten der Tugenden und Chiaroscurobildern umgeben sind, den Glauben, die thronende Venezia mit Friede und Gerechtigkeit, sowie unter den Gestalten von Mars und Neptun die Kriegsmacht zu Wasser und zu Lande dar. An der Wand, über dem Thron des Dogen aber malte Paolo Sebastiano Venier, der kniend dem Heiland für den Sieg bei Lepanto dankt. - In dem anstoßenden Anticollegio wird Paolo von den älteren Autoren die in Fresko ausgeführte Verherrlichung Venedigs am Soffitto zugewiesen, eine Zuschreibung, die sich angesichts der totalen Übermalung im 18. Jahrh. nicht nachprüfen läßt. - 26. 7. 1578 schätzte Paolo mit Palma Giovane die vier mythologischen Bilder ab, die Tintoretto für das sogenannte Atrio quadrato des Dogenpalastes gemalt hatte. Im Dogenpalast hatte 1577 wiederum das Feuer gewütet und u. a. den Bilderschmuck der Sala del Gran Consiglio vernichtet. Bei Verteilung der Bilder für die Neudekoration des Saales fielen Paolo eins der drei großen Mittelstücke des Soffitto zu "Die Apotheose Venedigs", auf der das Wappen des Dogen Niccolà da Ponte angebracht, das also vor 1585 entstanden ist, ferner zwei kleinere Bilder an der Decke "Die Eroberung Smyrnas" und "Die Verteidigung Skutaris durch Antonio Loredan", sowie mehrere Wandgemälde, von denen Paolo aber nur "Die Rückkehr des Dogen Andrea Contarini nach dem Sieg von Chioggia" fertigstellen konnte und auch diese nur unter Heranziehung von Gehilfen. Die beiden anderen Wandbilder mit Szenen aus der Geschichte Venedigs wurden nach Paolos Tode von seinen Erben ausgeführt, das große "Paradies" hinter dem Dogenthrone aber, das Paolo mit Francesco Bassano malen sollte, kam später in Tintorettos Hände. - Von kleineren Werken aus der Spätzeit des Künstlers sind nur fest datierbar die Verkündigung, No 260 der Accademia zu Venedig, früher in der Scuola de' Mercanti, 1581 vollendet u. die ebenfalls 1581 entstandene Palla für d. Hochaltar von S. Luca in Venedig mit dem die Madonna malenden Titelheiligen, eine Verkündigung im Eskurial u. eine büßende Magdalena im Prado zu Madrid, beide 1583 dat., u. 2 kl. 26. 3. 1584 bei Paolo bestellte Altarbilder für S. Giovanni Xenodochio in Cividale, das eine den hl. Rochus, das andere die Madonna mit Kind und Engeln darstellend. Bevor nun im folgenden eine Liste derjenigen wichtigeren Werke - Vollständigkeit kann hier nicht angestrebt werden - gegeben wird, für deren Datierung wir keine anderen Anhaltspunkte als den Stil der Bilder selbst haben, muß darauf, was bisher nur angedeutet wurde, ausdrücklich hingewiesen werden, daß Paolo nicht alle seine Bilder eigenhändig ausführte. Er leitete wie später Rubens eine vielköpfige, gut organisierte Werkstatt, aus der Bilder in die Welt gingen, von denen bisweilen kaum mehr als die formalen und koloristischen Ideen Eigentum des Meisters waren. In der Regel scheint Paolo allerdings die Bilder selbst angelegt und in den wesentlichen Partien selbst ausgeführt zu haben, um nur nebensächlichere Teile Gehilfen zu überlassen. Ein sehr gutes Beispiel hierfür ist die große Kreuzigung in der Akademie zu Venedig, No 255, wo neben der glänzenden Faktur des Meisters die unbeholfenere Gehilfenhand ganz deutlich zu erkennen ist. - Es gibt nun nichts Falscheres, als alle diese zahlreichen Bilder, die mehr oder weniger von anderen ausgeführt sind, Paolo zu nehmen und womöglich unter seine Schüler zu verteilen, denn es handelt sich nicht um kleine Kabinettstücke, sondern um große, wesentlich dekorative Stücke. bei denen die Idee sehr viel mehr als die Qualität der Ausführung bedeutet. Ferner gehörte nun einmal der Werkstattsbetrieb unlösbar zur Persönlichkeit Paolos, aus dessen Bilde man einen charakteristischen Zug herausretuschieren würde, wollte man seine Tätigkeit als Haupt und Leiter eines sehr produktiven Ateliers unberücksichtigt lassen. Hauptgehilfen Paolos waren seine Verwandten, sein Bruder Benedetto, sein Neffe Alvise Benfatto (nicht wie dort irrtümlich angegeben 1611, sondern 7. 10. 1609 und zwar im Alter von 65 Jahren. Vgl. Cicogna, Iscrizioni veneziane III 276) und in der Spätzeit die Söhne des Meisters, Carlo und Gabriele neben vielen anderen, deren Namen wir noch nicht kennen. Die folgende Bemühung, in die Masse der nicht festdatierten, wichtigsten Bilder Paolos etwas chronologische Ordnung zu bringen, muß ausdrücklich als Versuch bezeichnet werden. Die kritische Forschung hat sich bisher so wenig mit dem Künstler abgegeben, daß wir noch weit entfernt von einer klaren Anschauung der Wandlungen seines Stiles sind. Werke der fünfziger Jahre: Venedig, S. Francesco della Vigna, hl. Familie mit dem Knaben Johannes, Justina (?) und Antonius Abt, scheinbar eins der frühesten von Paolo in Venedig geschaffenen Werken, den Bildern Badiles noch sehr nahestehend; die betr. Kapelle (Giustiniani) wurde laut Inschrift 1551 vollendet. Ebendort, S. Sebastiano, Madonna mit Kind, weiblicher Heiliger und Antonius von Padua (Porträt), Halbfiguren. Ebendort, S. Barnaba, hl. Familie. - Verona, Museo Civico, Kreuzabnahme, ursprünglich in S. Maria della Vittoria. - Florenz, Uffizien, Martyrium der hl. Justina. Ebendort, hl. Familie mit dem Knaben Johannes und Katharina. Ebendort, Verkündigung, von Morelli fälschlich Zelotti zugeschrieben. - London, National Gallery, No 1041, Vision der hl. Helena, vielleicht identisch mit dem von Ridolfi in Casa Contarina in Padua beschriebenen Bilde. Ebendort No 1318, 1324, 1325, 1326 vier Allegorien, Ehebund, Untreue, Verachtung (?), Respekt, die Bilder waren früher in der Sammlung der Königin Christine von Schweden, dann in der des Herzogs von Orléans. - Turin, R. Pinacoteca, No 580, Das Festmahl im Hause Simons des Pharisäers, früheste der großen Cene Paolos, für das Refektorium von SS. Nazaro e Celso gemalt, später an die Familie Spinola in Genua verkauft, von dieser 1824 an Carlo Felice von Savoien. - Dresden, Gemäldegalerie, vier für die Familie Cuccina gemalte Bilder, No 224, Madonna mit Kind, Johannes den Täufer und Hieronymus, vor ihnen die von den drei Kardinaltugenden geleiteten Mitglieder der Familie Cuccina. No 226, Die Hochzeit zu Kana. No 225, Die Anbetung der Könige. Dieses scheinbar etwas später als die beiden vorhergenannten. No 227. Die Kreuztragung. Die Ausführung dieses Bildes im Gegensatz zu den 3 anderen vielleicht nicht ganz eigenhändig. Ebendort, No 236, Bildnis eines vornehmen Herrn (Daniele Barbaro?). - Paris, Louvre, No 1199, Bildnis einer jungen Frau mit einem Knaben an der Hand, früher in der Samml Bevilacqua in Verona. - Wien, K. Gemäldegalerie, No 396, Christus heilt die Tochter des Jairus. Werke der sechziger Jahre: Wien, Akademie, No 1, Die Heil. Geminianus und Severus (stark restauriert), ursprünglich zweiteilig, Außenseite der Flügel der Orgel in S. Geminiano zu Venedig, von den Innenseiten der hl. Mennas in der Gallería Estense in Modena, Johannes der Täufer im Palazzo Reale in Mailand. Die Bilder wohl wenige Jahre nach der 1556 erfolgten Restauration d. Kirche entstanden. - Paris, Louvre, No. 1196, Christus in Emmaus. - Madrid, Prado, No 527, Der 12jährige Christus im Tempel. Ebendort, No 528, Der Hauptmann von Capernaum (die Komposition mit einigen Veränderungen von Paolo und seinen Schülern oft wiederholt; das Madrider Exemplar bei weitem das beste). Ebendort, No 532, die Findung Mosis, wurde ebenfalls von Paolo u. seiner Schule mehrmals wiederholt. - Venedig, Akademie, No 37, hl. Familie mit dem Knaben Johannes, Hieronymus, Franziskus u. Justina (?), ursprüngl. in d. Sakristei von S. Zaccaria, von Francesco Bonaldi ca 1562 gestiftet. Venedig, S. Caterina, Verlobung der hl. Katharina. Ebendort, SS. Giovanni e Paolo, Anbetung der Hirten, ursprüngl. in der Kapelle der Seidenweber in der Kirche der Crocicchieri. - Verona, S. Polo, thronende Madonna mit dem Kinde, Johannes dem Täufer, Antonio von Padua und zwei Herren aus d. Familie Marogna. Ebendort, S. Giorgio in Braida, Martyrium des hl. Georg. - London, Nat. Gallery, No 294, Die Frauen des Darius vor Alexander dem Großen, für die Familie Pisani gemalt. Ebendort, No 26, Weihe des hl. Nikolaus, nicht wie der Katalog irrtümlich angibt, aus S. Niccolò de' Frari zu Venedig, vielleicht identisch mit einem der 3 für S. Benedetto di Polirone bei Mantua 1562 gemalten Bilder (s. oben). - Florenz, Pitti, No 216, Bildnis eines Herrn, angeblich Daniele Barbaro, nicht identisch mit der Persönlichkeit des oben erwähnten Dresdener Bildnisses. - Rom, Palazzo Colonna, No 90, Bildnis eines grüngekleideten Herrn. Gallería Borghese, No 137, Johannes der Täufer predigend, von Morelli unbegreiflicherweise Zelotti zugeschrieben. - New York, Metropolitan Museum, Venus u. Mars, wie die beiden folgenden Bilder im 17. Jahrhundert in der Samml. der Königin Christine von Schweden. New York, Knoedler Galleries (1911, vgl. Americ. Art News, 7. 1. 1911), Weisheit und Stärke (Herkules); ebend., ein Mann (Paolo Veronese?) zwischen Tugend u. Laster. - Wien, Akademie, No 88, 84, 85, Verkündigung, Anbetung der Hirten, Mariae Himmelfahrt, ehemals Dekorationsstücke des Soffitto der Kirche der Umiltà in Venedig. - Murano, S. Pietro Martire, Büßender Hieronymus, früher in S. Maria degli Angeli. Ebendort, Petrus und ein Engel besuchen die hl. Agathe im Kerker, ebenfalls früher in S. Maria degli Angeli, von Boschini Benedetto Caliari zugeschrieben, was unglaubhaft, bereits 1569 als Werk Paolos von Battista Fontana gestochen. - Brescia, S. Afra, Martyrium der Titelheiligen. - Venedig, S. Sebastiano, Kreuzigung Christi. Diese beiden vom Ende der 60er Jahre, vielleicht auch etwas später. Werke der siebziger Jahre: Paris, Louvre, No 1193, Gastmahl im Hause Simons des Pharisäers, ursprünglich im Refektorium des Klosters der Servi zu Venedig, 1664 von der Republik Ludwig XIV. zum Geschenk gemacht. - Mailand, Brera, No 139, Thronender Antonius Abt, von Ciprian, Cornelius und zwei Chorknaben umgeben, ursprünglich auf dem Hochaltar von S. Antonio zu Torcello. - Wien, Hofmuseum, No 389 u. 404, Anbetung der Könige. Verkündigung. Ehemals Dekoration d. Orgeltüren v. S. Antonio zu Torcello. - Florenz, Pitti, No 186, Taufe Christi, ursprünglich in S. Giovanni dalle Navi, dann in S. Maria Iconia zu Padua, 1816 bei einem Bilderaustausch nach Florenz gesandt. - Madrid, Prado, Venus und Adonis. - Venedig, Dogenpalast, Raub der Europa, für Jacopo Contarini gemalt; geringere z. T. veränderte Repliken Paolos u. seiner Schüler im Wiener Hofmus., in der Dresd. Gal. No 243, in der Londoner Nat. Gall. No 97, in der Gall. Capitolina in Rom. - Venedig, Akad., No 45 Dekkengemälde aus d. Magistrato delle Biade im Dogenpalast, Venezia mit Herkules und Ceres, ursprünglich Tondo, jetzt durch Einschnitte verkleinert. Ebendort, No 661, der hl. Nikolaus von dem Volk von Myra begrüßt, Teil der Deckendekoration der Kirche S. Niccolò de' Frari, zu der auch die Evangelisten Lukas und Johannes, No 256, sowie Markus u. Matthäus No 261 der gleichen Galerie, sowie die Stigmatisation des hl. Franziskus in der Akademie, Wien, No 10 gehören. Ob die kürzlich aus d. Marciana in die Akad. in Venedig gelangte Anbetung der Könige wirklich mit dem ehemal. Mittelstück dieser Dekoration identisch ist, scheint mir fraglich, da dieses Stück in Farbengebung und Figurenmaßstab beträchtlich von den anderen abweicht. Etwas später als die Deckengemälde, vielleicht erst um 1580, scheinen die Wandbilder für S. Niccolò de' Frari gemalt zu sein, von denen sich eines ebenfalls in der venezianischen Akademie befindet, No 255, Kreuzigung Christi, ein anderes in der Brera zu Mailand, No 151. - Venedig, S. Andrea, Hieronymus in der Einöde. Ebendort, S. Francesco della Vigna, Auferstehung Christi. Ebendort, S. Giacomo dall' Orio, Laurentius, Hieronymus und Nikolaus, scheinbar von Laura Barbarigo zum Gedächtnis ihres 1572 verstorbenen Gatten Girolamo Malipiero gestiftet, von Zanetti als eins der besten Bilder Paolos gerühmt, jetzt von durchaus nicht günstiger Wirkung. Ebendort, S. Pietro di Castello, Petrus, Paulus und Johannes der Evangelist, nach Sansovino von dem Patriarchen Giovanni Trivisan (1560-1590) gestiftet. - Dresden, Galerie, No 230, Der barmherzige Samariter. Werke der achtziger Jahre: Berlin, Kaiser Friedrich-Museum, vier Allegorien aus dem Fondaco dei Tedeschi, No 303, 304, 309, 311, Jupiter, Fortuna und Germania; Minerva und Mars; Saturn hilft der Religion die Ketzerei überwinden; Apollo und Juno. - Wien, Hofmuseum, No 391. Judith (fälschlich Zelotti zugeschrieben). - Venedig, S. Giuseppe di Castello, Anbetung der Hirten mit dem hl. Hieronymus, scheinbar von den Erben des Girolamo Grimani gestiftet. Ebendort, S. Pantaleone, der Titelheilige heilt ein Kind; ebendort, Bernardin von Siena als Jüngling Kranke pflegend. - Oldenburg, Augusteum, No 95 Venus (Bildnis) u. Amor, verschiedentlich Zelotti zugeschrieben, aber ganz eigenhändiges Spätwerk Veroneses. - Turin, Pinacoteca, No 564, Danae; No 572, Königin von Saba vor Salomon (Ausführung vorwiegend von Gehilfen). - Kassel, Galerie No 505, Die Madonna erscheint der hl. Anastasia (?). Die Kenntnis der Zeichnungen Veroneses liegt noch ganz im argen. Von den zahlreichen, bildmäßig durchgeführten Kompositionen meist auf blau oder grau getöntem Papier mit überreichlicher Anwendung von höhendem Weiß scheint die Mehrzahl Nachahmern anzugehören. Als Beispiel für Blätter dieser Art von Paolos Hand seien genannt, Madonna mit dem Kind und sieben Engeln, Paris, Louvre, No 140 der Notice etc. von Fr. Reiset, sowie Madonna mit dem Kinde in Wolken, unten Thomas und Caecilie, Berlin, Kgl. Kupfstkab. Ferner sind zu nennen Federzeichnungen, meist stark laviert: London, Brit. Mus., Vermählung in Gegenwart eines Dogen (Braun 128); ebendort, Schuld der Kallisto (Braun 129); ebendort, Jagdszene (Braun 131). Wien, Albertina, Anbetung der Könige (Inv. No 1625; Albertina Publ. No 239). Budapest, Nationalgalerie, Gastmahl im Hause Simons des Pharisäers (Albertina Publ. No 556). Turin, Kgl. Bibliothek, Martyrium der hl. Justina, scheinbar erster Entwurf für das Altarbild in S. Giustina zu Padua. Ferner Studienköpfe in schwarzer Kreide: Mohrenknabe, Paris, Louvre (Reiset, No 141). Frauenkopf, Florenz, Uffizien, Coll. Santarelli 7431. Mädchenkopf, Stockholm, Nazional-Mus. (Abb. Sirén, Dessins etc. en Suède). Vasari, Le vite, ed. Milanesi, VI 369 ff., 489, 491. - Anselmo Guisconi (wahrscheinlich Pseudonym des Franc. Sansovino), Tutte le cose notabili etc. in Venetia, Venezia 1556, Neudruck, Venezia 1861, Nozze Piamonte-Gei. - Franc. Sansovino, Venetia descritta, Venezia 1581, Neuausgaben von Giov. Stringa 1604, und von Giustiniano Martinioni 1663. - Raffaelo Borghini, Il riposo, ed. Firenze 1730 p. 459 ff. - C. Ridolfi, Le maraviglie etc., ed. 2. II 3 ff. Marco Boschini, Le ricche minere, Venezia 1674. - Rinnovazione delle ricche minere, Venezia 1733. - Zanetti, Pittura veneziana, Venezia 1792 p. 222 ff. - Moschini, Guida di Venezia, 1815. - Cicogna, Inscrizioni veneziane IV 147 ff. - Franc. Zanotto, Il palazzo ducale di Venezia, Venezia 1853, passim, und La Regina Catterina Cornaro in atto di cedere la corona di Cipro etc. Dipinto da P. e C. Caliari, Venezia 1840. - Federic Memorie Trivigiane, Venezia 1803 II 53 ff. - Zannandreis, Le vite dei pittori etc. veronesi, Ed. Verona 1891 p. 160 ff. - Bernasconi, Pittura italiana etc., Verona 1864 p. 322 ff. - Lorenzi, Monumenti per servire alla atora del Pal. ducale, I, Venezia 1868. - Saccardo, Les mosaiques de S. Marc, p. 64, 90. - Ital. Forschgn, hrsg. v. ksthist. Institut in Florenz. IV 140 ff. - Campori, Raccolta di Cataloghi, Modena 1870, passim. - P. Biagi, Elogio di Paolo Caliari Veronese, Atti dell' Accademia di Belle Arti in Venezia, 1815. - A. Aleardi, Sullo ingegno di Paolo Caliari, Atti dell' Ace. di B. A. in Venezia, 1872. - G. De Scolari, Del celebre quadro di P. Caliari "La familgia di Dario", Verona 1875. - Pietro Caliari, Paolo Veronese, Roma 1888. - Charles Yriarte, Paul Veronèse, Paris 1888. - G. Biadego, Intorno a P. V. in Atti del R. Ist. veneto di scienze, lettere ed arti, Serie VII Bd X 99 ff. - F. H. Meißner, P. Veronese, Bielefeld-Leipzig 1897. - A. BeIl, Paolo Veronese, London 1905. - B. Patzak, Unbekannte Fresken des P. V., Repert. für Kstw. XXVIII 444 ff. - G. Cassi, Un celebrato dipinto di P. V. (Taufe Christi in Latisana), Bolletino d'Arte, IV 481 ff. - Hadeln, Wann ist P. V. geboren, Kstchron., N. F. XII 257 ff. und einige noch nicht publ. Notizen aus dem venez. Staatsarchiv. Hadeln.