Corinth, Lovis (Franz Heinrich Louis), dt. Maler, Grafiker, Zeichner, *21.7.1858 Tapiau/Ostpreußen (heute Gvardejsk/Russland), †17.7.1925 Zandvoort/Niederlande. Verh. mit der Malerin und Zeichnerin Charlotte Berend-Corinth.
Corinth, Lovis
1866-75 Kneiphöf-Gymnasium in Königsberg. Lebt vom achten bis zum sechzehnten Lebensjahr bei seiner Tante. 1873 Tod der Mutter. Geht nach Einjährigen-Examen zurück ins Elternhaus. Der Vater verkauft 1876 das Anwesen und zieht mit dem Sohn, dessen Wunsch, Maler zu werden, er unterstützt, nach Königsberg. Stud.: ab 1876 ebd. Akad. beim Genremaler Otto Günther, den er auf Reisen nach Berlin und Weimar begleitet; 1880 Akad. München, Klasse Franz von Defregger, später bei Ludwig Löfftz, Bekanntschaft mit Hans Olde und Bernt Grönvold. Im Rückblick hält er Wilhelm Trübner und Wilhelm Leibl für seine wichtigsten Vorbilder. 1882/83 einjähriger Militärdienst. 1884 erhält das Bild Das Komplott in London eine Bronzemedaille. Verbringt drei Monate bei Paul Eugène Gorge in Antwerpen, geht dann nach Paris, besucht die private Acad. Julian, wird Schüler von Tony Robert-Fleury und Adolphe William Bouguereau. 1886 Ostsee-Reise mit Hans Olde, auf der Lsch. und Porträts entstehen. Winter 1887/88 in Berlin, wo er den Künstlernamen Lovis annimmt; Begegnung mit Walter Leistikow, Max Klinger und Karl Stauffer-Bern. 1889 stirbt der Vater. 1890 Ausz. "mention honorable" für die Pietà in Paris und Umzug nach München. 1891 wird sein Diogenes in der Glaspalast-Ausst. scharf kritisiert. Otto Eckmann führt C. in die Technik der Rad. ein. Seit 1892 malt er Schlachthausszenen. Im selben Jahr Mitgl. der Secession, zählt 1893 zur Freien Vrg, die aus der Secession ausgeschlossen wird und 1893 bei Schulte in Berlin ausstellt. Rückblickend schreibt C. später: "Von der Intrigue gegen die Münchner Sezession ... datiert mein Aufstieg" (Autobiogr.). Die 1895 entstandene Kreuzabnahme erhält im Münchner Glaspalast eine zweite Gold-Med., das erste Gem., das er verkauft. Kontakte zu der Literatengruppe "Die Nebenregierung"; 1896 Gründungsmitglied der Freimaurerloge "In Treue fest", der er bis zum Tod angehört. Ab 1900 intensive Kontakte zur Berliner Secession um Max Liebermann, Walter Leistikow und Paul Cassirer. C. pendelt zw. beiden Städten, 1901 Mitgl. der Berliner Secession, an deren Ausst. er regelmäßig mit wichtigen neuen Werken beteiligt ist. Zieht im Herbst 1901 nach Berlin. Noch im Dez. des Jahres veranstaltet Cassirer eine Ausst. von C.s Gemälden. Eröffnet am 14.10.1901 eine Malschule, deren erste Schülerin, Charlotte Berend, er 1903 heiratet. 1904 Geburt des Sohnes Thomas. 1906 Beginn der Autobiographie. 1909 Geburt der Tochter Wilhelmine. 1910 Auftrag von Alfred Lichtwark für die Hamburger KH. Am 11.12.1911 schwerer Schlaganfall mit linksseitiger Lähmung. 1912 tritt C. nach der Wahl Cassirers zum Vors. der Secession aus dem Vorstand und der Jury aus. A. 1913 eröffnet Liebermann die große C.-Ausst. Cassirers mit über 200 Exponaten. Bei dem Eklat über die Rolle Cassirers in der Secession, in dessen Folge Liebermann und 41 weitere Mitgl. austreten und die Freie Secession gründen, bleibt C. als einziger namhafter Künstler Mitglied. Am 30.1.1914 Rede vor Studenten "Über das Wesen der Malerei", in der C. die von Herwarth Walden protegierte internat. Avantgarde angreift und für "dt. Kunst" eintritt. Begrüßt den Ausbruch des 1. WK. 1915 wieder Vors. der Secession. Sommer und Herbst 1917 Ausst. in Mannheim und Hannover. Ehrenbürgerschaft der Geburtsstadt Tapiau. März 1918 Ausst. in der Secession zum 60. Geburtstag; Ernennung zum Prof., 1919 Mitgl. der Berliner Akademie. Baubeginn des Hauses Petermann in Urfeld am Walchensee. 1921 Ehrendoktor der Univ. Königsberg. 1923 Ausst. zum 65. Geburtstag in der NG Berlin. 1924 Wanderausstellung in Zürich, Bern und Hamburg; Ausst. in Königsberg. Porträt des Reichspräsidenten Friedrich Ebert. 1925 Ehrenmitglied der Bayer. Akademie. Stirbt auf einer Hollandreise. 1937 werden bei der Aktion "Entartete Kunst" 295 zumeist späte Werke C.s aus öff. Besitz beschlagnahmt. - Im Frühwerk noch versch. Lehrern verpflichtet, findet C. in München, dessen Kunstleben seinen Neigungen mit dem theatralischen Klima des fin de siècle entgegenkommt, zu eigenem Ausdruck. Seine Werke in der Münchner Zeit sind charakterisiert durch einen verwirrenden Themenreichtum; Porträts, Akte, großformatige Studien wechseln mit relig. und mythologischen Historien, die in ungewohnter Weise aufgefasst sind. Während die Mythologien häufig zum Burlesken neigen (versch. Bacchanal-Darst., 1896, '98), erscheinen christliche Themen wie Kreuzigung (1897), Kreuzabnahme (1895) etc. in einem bizarren, krassen Naturalismus. Unter diesen Gem., die bei aller Eigenständigkeit gegenüber der in München wirkenden Trad. Böcklins, einen weiteren Ausdruck des Münchner Stilpluralismus bedeuten, ragt das Selbstbildnis mit Skelett (1896) heraus, in dem sich C.s Zugehörigkeit zur Moderne statuiert. Es ist das erste von zahlr. Selbstporträts, von denen etliche zu seinen bed. Werken zählen. C. hat in diesen Jahren genügend Selbstbewusstsein als Maler gewonnen, um 1900 nach der Ablehnung des Gem. Salome in der Münchner Sezession und dessen Verkaufserfolg in der Berliner Secession nach Berlin umzusiedeln. Mit der Übersiedlung in die damals dynamischste und kontrastreiche Kunstmetropole und stärker noch nach der Krankheit von 1911 werden lit. Themen zugunsten von Porträts deutl. zurückgedrängt. Hier gelingt es C. gesellschaftlich wichtige Auftraggeber zu gewinnen, so den Flottenadmiral Tirpitz (1917) und den Reichspräsidenten Ebert (1924). Wichtige Werke zeigen Vertreter des Kulturlebens: Gerhard Hauptmann (1900), Julius Meyer-Graefe (1917), doch die künstlerisch bed. Porträts gingen zumeist aus privater Situation hervor, am häufigsten Frau und Kinder zeigend. Das verschlossene, z.T. zur Depression neigende Wesen C.s lebt sich in diesen privaten Bildern in einer Intensität aus, die von den "großen" Werken selten erreicht wird. Porträts erhalten zudem sinnbildhafte Bedeutung (Mutterliebe, 1911; Flora, 1923). Auch durch Rollenporträts von Schauspielern (Rudolf Rittner als Florian Geyer, 1906) treten lit. Bildgegenstände auf neue Weise ins Bild. C. selbst hat die Zweiteilung der Sicht seines Lebenswerkes in die frühe Periode und diejenige nach dem Schlaganfall 1911 eingeleitet (die später zur Auf- oder Abwertung des einen Teils gegenüber dem anderen benutzt wurde). Die Krankheit bedeutete für ihn tatsächlich wohl weniger einen Bruch als eher eine Intensivierung des Malaktes. Auffällig ist jetzt die Hartnäckigkeit, mit der er einzelne Sujets, Akte, Selbstporträts, Blumenstillleben, Lsch. um den Walchensee, immer wieder durcharbeitet. Wie ihm früher Berlin den Ausgleich zum gesellschaftlichen Klima Münchens bot, so zieht er sich jetzt aus dem Überdruss gegen Berlin in die Lsch. am Walchensee zurück. Auch in der Druckgrafik (Lith. und v.a. Kaltnadel-Rad.) leistet C. Bedeutendes. Er widmet sich auch der Buchillustration und voll. über 1200 graf. Kompositionen.
Legenden aus dem Künstlerleben, B. 1908; Das Erlernen der Malerei, B. 1908; Das Leben Walter Leistikows. Ein Stück Berliner Kulturgesch., B. 1910; Über dt. Malerei, L. 1914; Gesammelte Schr., B. 1920; Von C. und über C. Ein Künstlerbuch von L.C. und W.Hausenstein, L. 1921; Selbstbiogr., L. 1926.
Einzelausstellungen:
1926 Berlin, NG; Secession: Zchngn / 1950 Boston, Inst. of Contemp. Art / 1951, '92-93 Hannover, LM / 1969 Montpellier: Das graph. Spätwerk /München: 1975 Lenbachhaus: Gem. und Druckgraphik; 1996-97 Haus der Kunst (K mit Bibliogr.) / 1976 Köln, WRM: Gem., Aqu., Zchngn und druckgraph. Zyklen / 1985 Essen, Mus. Folkwang; Wiesbaden: Arbeiten auf Papier / 1986 Regensburg, Ost-dt. Gal.: Bilder vom Walchensee / 1989 Göttingen, Rathaus: Martin Luther aus der Sicht von L.C. / 1993-94 Washington (D.C.), NG: Master prints and drawings from the Marcy family and the NG of Art / 2021-22 Wien, Belvedere (mit Charlotte Berend-C., Wander-Ausst., K).
Thieme-Becker, Vollmer und AKL:
ThB7, 1912; Vo1, 1953.
Weitere Lexika:
Kindler, ML I, 1964; Dt. Biogr. Enz., II, M. 1995; DA VII, 1996; Delarge, 2001
Gedruckte Nachweise:
H.Eulenberg, L.C. Ein Maler unserer Zeit, M. 1920; W.Conradt, L.C. als relig. Maler, Diss. Königsberg 1921; H.W. Singer, Zchngn von L.C., L. 1921 (Meister der Zchng, 8); A.Kuhn, ZBK 58:1924, 199 ss., 244 ss.; G.Biermann, Der Zeichner L.C., D. 1924; R.Grossmann, ZBK 59:1925, 268 ss.; A.Kuhn, ibid., 193 ss.; A.Kuhn, L.C., B. 1925; A.Rohde, Der junge C., B. 1941; C.Berend-C., Mein Leben mit L.C., Ha. 1947; Neu-Ausg. B. 1995; G.von der Osten, L.C., M. 1955; H.-J. Imiela, Die Portr. L.C.s, Diss. Mainz 1955; C.Berend-C., Lovis, M. 1958; ead., Die Gem. von L.C., M. 1958; 21992; H.Müller, Die späte Graphik von L.C., Ha. 1960 (Repr. 1994); T.Corinth, JbPrK 1964/65, 337-355; T.Deecke, Philobiblon 11:1967, 104-120; P.Hahn, Das lit. Figurenbild bei L.C., Diss. Tübingen 1970; T.Corinth, Illustration 63:1970(7)67-71; id., L.C.s Beziehung zu Hermann Struck und die Spaltung der Berliner Secession, in: Spuren unserer Zeit (Almanach), Hn. 1972, 3-12; T.Deeke, Die Zchngn von L.C. Stud. zur Stilentwicklung, Diss. Berlin 1973; H.Uhr, The Drawings of L.C., Diss. New York 1975; A.Zweite (Ed.), L.C. 1858-1925. Gem. und Druckgraphik (K), M. 1975; T.Corinth (Ed.), L.C. Eine Dokumentation, Tb. 1979; K.Schwarz, Das graph. Werk von L.C., San Francisco 31985; G.Bussmann, L.C. Carmencita. Malerei an der Kante, Ffm. 1985; P.Eipper, Ateliergespräche mit Liebermann und C., M./Z. 31986; H.G. Hannesen, L.C.s Fridericus Rex. Der Preußenkönig in Mythos und Gesch. (K), B. 1986; U.Fuelberth, Das Selbstbildnis in der Kunst L.C.s, Gießen 1987; U.von Kritter, Illustration 63:1989(1)15-21; K.Fussmann, Artforum 1986(5)106 ss.; H.Uhr, L.C., Berkeley 1990; I.Wirth, Berliner Malerei im 19. Jh., B. 1990; H.Uhr, L.C., Berkeley/L.A./Ox. 1990; W.Corinth, Ich habe einen Lovis, keinen Vater ... Erinnerungen, B. 1992; R.Hartleb/R.Beck, MBK Leipzig, Jahresheft 3:1996, 27-31; J.L. Verschragen, Pantheon 54:1996, 123-135; Von Barlach bis Viegener. Die KS des Dichters Hans Franck (K Staatl. Mus.), Schwerin 1998; Aus Stiftung und Erbe. Malerei und Graphik für die Stiftung Oldenburgischer Kulturbesitz (K), Oldenburg 2001; NP. Kat. der Gem. und Skulpt. (K München), [Köln] 2003
Corinth, Lovis (Louis), Maler, Radierer und Lithograph, geb. am 21. 7. 1858 zu Tapiau (Ostpreußen), entstammt einer alten ostpreußischen Bauernfamilie. Sein Vater, ein wohlhabender Gerbermeister, ließ ihm auf dem Gymnasium zu Königsberg i. Pr. eine gute Schulbildung angedeihen. 1876 bezog C. die Königsberger Maler-Akademie; seine ersten Lehrjahre überwachte hier Otto Günther. 1880 übersiedelte C. nach München - in die Malklasse von Professor von Loefftz. Von 1884 ab suchte C. seine Ausbildung in Paris zu vervollkommnen und arbeitete an der Akademie bei Bouguereau. In Paris erfährt der handwerklich nunmehr gründlich ausgebildete Akademieschüler Eindrücke entscheidender Art von der Kunst der großen flämischen Meister des 17. Jahrh. und von den modernen Franzosen, unter denen in dieser Zeit Bastien Lepage, - als dem Vermittler zwischen dem Pleinairismus der Manetschule u. Millets Bauernmalerei -, von seiten der deutschen Maler in Paris besondere Bewunderung gezollt wurde. Mehr als alle übrigen half Rubens die in C. schlummernde Kraft eines überschäumenden Malertemperaments zu wecken. Seinem Streben schwebt unverkennbar das große Vorbild Rubens vor, trotzdem bewegt sich C. ganz auf dem Boden der modernen Zeit und ihrer Forderungen. - In die Königsberger Heimat zurückgekehrt, entsteht 1887 seine erste fesselnde, weit über den Durchschnitt hinausragende Porträtleistung - das Bildnis seines Vaters. In der Porträtmalerei C.s gelangt der große, freie, unakademische und breitpinselige Vortrag zum vollen Durchbruch. Nicht ganz auf derselben künstlerischen Höhe stehen C.s stofflich der christlichen Passion und Mythologie entnommenen Kompositionen, bei denen bestimmte Mängel hervortreten, - namentlich ein durch andauerndes Arbeiten nach dem Modell noch nicht überwundener Akademismus - der der freischaffenden Phantasie des Künstlers Eintrag tut. C. schöpft seine Inspirationen mehr aus der malerischen Schönheit des Objektes als aus der Phantasie. Seine Einzelakte sind mitunter mit michelangelesker Wucht ins Monumentale gesteigert, während den Kompositionen oft die künstlerische Einheit und Notwendigkeit fehlt. C.s Akte, Porträts und Stilleben (zumal Fleischerläden) erfreuen sich einer stetig wachsenden Wertschätzung in Kennerkreisen. Sein "Selbstporträt mit dem Skelett", der "Maler Mosson", besonders der "Musiker Ansorge" aus der Münchener Sezessionsgalerie gehören zu den besten Leistungen auf dem Gebiete zeitgenöss. Porträtmalerei. Seine eminent suggestive Behandlung in der stofflichen Wiedergabe menschlichen Fleisches, die Kunst, ein Stück frischer und lebendiger Wirklichkeit mit vollendeter Illusionskraft wiederzugeben, fand zuerst in Berlin die richtige Schätzung, wo sich C. seit 1900 niedergelassen hat und seitdem neben Liebermann und Slevogt eine der Hauptstützen der Sezession bildet. - Mit souveräner Beherrschung des Handwerks und aus starkem innerem künstler. Bedürfnis heraus betätigt C. sich nebenbei auch als Radierer und Lithograph. Aus seiner illustrativen Tätigkeit sind hervorzuheben: "Tragikomödien" (8 Blatt Originallithogr. Quart fol. 1894), Publikation der Pan-Presse, "Das Buch Judith" mit 22 farb. Lithogr., und die monumentalen Illustrationen, gleichfalls farbige Lithographien zum "Hohen Lied" Schriftstellerisch hat sich C. bekannt gemacht durch sein Handbuch "Das Erlernen der Malerei" (Paul Cassirer, Berlin), eine Biographie "Walter Leistikow" (P. Cassirer, Berlin) und die "Legenden a. d. Künstlerleben" (Bruno Cassirer, Berlin). - Wir nennen folgende Hauptwerke C.s in chronologischer Reihenfolge: Trifolium (1894), Galerie, Darmstadt. - Kreuzigung (1898), protest. Kirche in Tölz (Bayern). - Salome (Gertrud Eysoldt) mit dem Haupt des Johannes (1899) und Rittner als Florian Geyer (1906) in der Samml. Tülle in Barmen. - Bildnis Peter Hille (1902), Kunsthalle, Bremen. - Bildnis C. Ansorge (1904), Sezessionsgal., München. - Kreuzabnahme (1907), Museum, Leipzig. - Per seus u. Andromeda (1900), Der Stier (1904), Die Reiter (1909), Das Strumpfband (1909), in der Galerie Simrock, Hamburg. - Das Urteil des Paris (1907), Sammlung Rothermundt, Dresden. - Gott Bacchus (1909) und Im Garten (1905), in der Galerie, Königsberg i. Pr. - Selbstporträt (1905), Nacktheit (1909), Aktgruppe (1905), weibl. Porträt (1909), Gerhart Hauptmann u. Gefangennahme Simsons (1908) in der Sammlung O. H. Claas, Königsberg i. Pr. - Mutterliebe, im Schles. Mus. zu Breslau. - Die Malerfamilie (1909), Interieur (1911) und weibl. Kopf mit Lilien (1911) in der Sammlung Steinbarth, Gr. Lichterfelde-Berlin. - Bildnis des Historikers Eduard Meyer (1910) u. desselben als Dekan (1911), Aus Hagenbecks Tierpark, Kunsthalle, Hamburg. - Rokoko (1909), Galerie, Hannover. - Stilleben, Kuchen (1909), Samml. Arnoldt, Berlin. - Altarbild Golgatha, Triptychon (1909-1911), Kirche in Tapiau. - C.s Gattin (seit 1904) Charlotte C. (s. d.) ist gleichfalls Malerin. Rud. Klein, L. Corinth (Kunst d. Gegenwart Bd I, 1908); ders., Kstler d. Sezession: L. Corinth etc., 1911. - Kunst u. Kstler III (1905); VI (1908) 234 246 (Karl Scheffler) u. Reg.; VII (1909); VIII (1910). - Die Kunst VII (Kst f. Alle XVIII), 1903, p. 83-87 (H. Rosenhagen) u. Reg.; XI (Kst f. A. XX), 1905; XVII (Kst f. A. XXIII), 1908, p. 481-489 (Fr. Rumpf, L. C. Zu seinem 50. Geburtstage); p. 490 ff. - Kat. d. Berlin. Sezession 1900 ff.; d. Münchner Sez. 1907 ff.; d. Münch. Glaspal. 1900, 1909; d. Ausst. d. Deutsch. Kstlerbundes; d. Pariser Salon 1885-91. Alfred Mayer.