Kubin, Alfred (Alfred Leopold Isidor), österr. Grafiker, Schriftsteller, Buchillustrator, *10.4.1877 Leitmeritz (Litomerice), †20.8.1959 Zwickledt/Wernstein am Inn.
Kubin, Alfred
K. berichtet, beginnend 1911 mit der Publ. der sog. Sansaramappe, in einer für seine Zeit bemerkenswerten Ausführlichkeit über sein Leben. Er beschreibt seine aus seiner Sicht problematische Kindheit, die ständigen Auseinandersetzungen mit dem Vater, den frühen Tod der Mutter, die Unsicherheiten der Berufswahl bis hin zu frühen belastenden sexuellen Erfahrungen mit einer älteren Frau und einem gescheiterten Selbstmordversuch am Grab der Mutter. Viele dieser eher psychoanalytisch motivierten Informationen scheinen nach kritischer Betrachtung der Quellen nicht den Tatsachen zu entsprechen. Seine Ausbildungszeit ist allerdings offensichtlich von Fehlschlägen gekennzeichnet: häufige schulische Wechsel, kein Abschluss, eine gescheiterte Lehre als Fotograf wie auch die frühzeitige Entlassung aus dem Militärdienst. Ab 1898 lebt K. in München, wo er zunächst die priv. Malschule von Ludwig Schmid-Reutte besucht, sich anschl. an der kgl. ABK für das Fach Malerei bei Nikolaus Gysis immatrikuliert. Während dieser Zeit wird er aber bereits als "Künstlerphilosoph" in der Schwabinger Szene bek., seine Tuschezeichnungen, in denen Sexualität, Tod und Grausamkeit zentrale Themenfelder der Auseinandersetzung markieren, kursieren in Sammlerkreisen. Die gut angenommene Webermappe, 1903, wie auch erste Galerieausstellung in München und Berlin verfestigen in den ersten Jahren des 20.Jh. seine Akzeptanz als Künstler. 1905 lernt er die begüterte Witwe und als Übersetzerin tätige Schwester des Schriftstellers Oscar A.H. Schmitz, Hedwig Gründler, kennen. Das Paar heiratet wenige Monate später und erwirbt den Freisitz Zwickledt in der Gemeinde Wernstein, nahe bei Schärding, wo K.s Vater lebt. Dieses sog. "Kubinschlössl" verlässt K. nur mehr für ausgewählte Reisen und die jährliche Sommerfrische im Bayerischen Wald. Er erhält dort viel Besuch, u.a. von Paul Klee. Von hier aus betreibt er seinen ausgedehnten Briefwechsel - in schwer lesbarer Hs., oftmals ergänzt durch kleine Zchngn - mit Künstlern, Literaten und Philosophen. 1909 erscheint sein Roman Die andere Seite im Verlag Georg Müller, München, der die Reise eines Alter Egos des Künstlers in ein gleichsam zeitloses Traumreich im Osten schildert, bis hin zur finalen Katastrophe des Untergangs dieses Reiches. Der Roman ist erfolgreich, insbesondere aufgrund der prägnanten Illustrationszeichnungen, die K. in den Folgejahren zu einem der gesuchtesten Buchillustratoren der dt. Verlagsszene machen. Speziell die Werke der fantastischen Weltliteratur werden von K. in stilprägender Manier illustriert. 1909 wird er eingeladen, an der Gründung der Neuen Künstlervereinigung München mitzuwirken, aus der schließlich 1911 die Künstlergruppe Blauer Reiter hervorgeht, an deren zweiter Ausst. er sich beteiligt. Der intensive Kontakt mit dem Münchner Künstlerkreis endet mit Ausbruch des 1.WK. In der Folgezeit publiziert K. mehrere druckgrafische Mappenwerke (u.a. 1918 Ein Totentanz, 1921 Am Rande des Lebens, 1941 Abenteuer einer Zeichenfeder) und wird regelmäßig in internat. Gal. und zunehmend auch Mus. ausgestellt. Außerdem erhält er eine Einladung als Vortragender an das Bauhaus. Er gehört seit 1923 zu den Mitgl. der neu gegr. Innviertler Künstlergilde, der Linzer Künstlervereinigung Maerz und ist seit 1930 Mitgl. der Preußischen Akad. der Künste Berlin sowie seit 1949 Mitgl. der Bayerischen Akad. der Schönen Künste. 1920 besucht K. die Slg Prinzhorn in der Psychiatrischen Klinik in Heidelberg; tief beeindruckt tauscht er Werke und publiziert 1922 als erster Künstler ein Plädoyer für eine Akzeptanz dieser Werke von psychisch kranken Menschen im Sinne der Kunst. Eine intensive Liebesbeziehung mit der Arztgattin Emmy Haesele, die durch seinen Einfluss Künstlerin wird, prägt die frühen 1930er Jahre und findet ihren Reflex etwa in der Mappe Ali der Schimmelhengst, in der K. in kompakter Wort- und Bildkombination die unglückliche Liebesgeschichte eines Tartarenpferdes schildert. In der Zeit des Nationalsozialismus wird über ihn zunächst ein Publikationsverbot ausgesprochen, diese Entscheidung aber wieder revidiert, und K. kann in diesen Jahren ungehindert ausstellen und veröffentlichen, wenngleich er in seinen Werken und Briefen kritische Distanz zum System hält. Nach dem 2.WK wird er zu einer Leitfigur des künstlerischen Neuanfangs in Österreich, insbesondere der Künstler rund um die Wiener Gal. nächst St.Stephan. 1948 verstirbt seine Frau Hedwig, die seiner künstlerischen Arbeit stets wichtige organisatorische Unterstützung und inhaltliche Impulse gegeben hat. K. zieht sich immer mehr zurück, publiziert aber noch regelmäßig. Seine Werke werden bei der Bienn. in Venedig wie auch bei der documenta III und in mehreren Museumsausstellungen, u.a. bei der Gründung der Neuen Gal. Linz gezeigt. 1955 übergibt K. seinen gesamten Nachlass an das Land OÖ und die Republik Österreich, wobei er eine kleine Leibrente erhält. Seine eig., noch bei ihm verbliebenen Werke wie auch seine umfangreiche, v.a. graf. KS werden nach seinem Tod zw. der Wiener Albertina und dem LM Linz aufgeteilt. Da das Mus. in Linz auch die umfangreiche K.-Slg von Pfarrer Samhaber, K.s Vertrauten der letzten Lebensjahre, erwirbt, befindet sich heute dort die weltweit umfangreichste Slg seiner Werke. Von dieser Institution wird auch sein Wohn- und Sterbehaus als "K.-Gedenkstätte" betreut. Der große Kunstpreis des Landes OÖ ist nach ihm benannt. Der Hamburger Apotheker Kurt Otte hat ab den frühen 1920er Jahren beg., ein umfassendes K.-Arch. aufzubauen; seine Slg wird 1971 vom Lenbachhaus München erworben und als Forschungsarchiv weitergeführt. 1995 wird von der LG Linz ein umfassendes "K.-Projekt" mit einer Ser. von Themen-Ausst. und Buch-Publ. organisiert. Wichtige Museumsausstellungen finden 1977 in Baden-Baden, Wien und München, 1990/1991 in München und Hamburg, 1999 in Linz und München, 2007 in Paris und 2008 in New York statt. Neben den sog. "Kubiniana" des österr. Komponisten Hans Erich Apostel als zentrales Beispiel einer musikalischen Annäherung an das Werk K.s wird auch mehrfach sein Roman Die andere Seite zu Bühnenstücken mit Musik (u.a. von Bruno Mantovani) verarbeitet. - Die frühesten Werke des Künstlers kurz vor und nach 1900 sind in seiner char. lavierten Tuschfederzeichnung in Verbindung mit vielfach in Spritztechnik ausgef. Hell/Dunkelzonen gestaltet. Wie (alp)traumhafte Visionen schildern sie fantastische Szenerien, in denen Erotik, Sexualität, Tod und Grausamkeit zentrale Themenfelder markieren. Dazwischen finden sich aber auch humorvolle Bll. - wie generell in seinem Œuvre. Das Heimliche, Geheimnisvolle, Groteske, Unheimliche und Bedrohliche in vielfältigsten Formen verbindet sich und präsentiert sich stets mehrdeutig. Jeder Bildgegenstand wird zum Symbol, jede Bildszene verweist auf eine umfassende narrative Situation. Ab 1903/04 integriert K. behutsam Farbelemente und wendet sich anschl. malerischen Experimenten, u.a. mit Kleisterfarben, zu. K. nähert sich in diesen Darst., die an Unterwasserwelten oder mikroskopische Zellengebilde erinnern, schon sehr der Abstraktion, ohne diese jedoch definitiv zu vollziehen. Das Format seiner Arbeiten bleibt klein, sein inhaltliches Interesse gilt nun exotischen Gegenden, zunehmend aber auch seiner näheren Lebensumgebung. Die Rückkehr zur Zchng markiert v.a. die Arbeit am Roman Die andere Seite mit seinen über 50 Illustrationen. In der nunmehr sehr expressiven Figurenschilderung nähern sich in diesen Jahren die künstlerischen Perspektiven von Klee und K. an, wenngleich nur für kurze Zeit, da K. den Schritt in die Abstraktion, den er zwar - siehe sein prägnanter Briefwechsel mit Wassily Kandinsky - sehr gut nachvollziehen kann, für sein eig. Kunstwollen aber nicht als sinnvoll erachtet. Sein expressiver Figurenstil verbindet sich nun mit vielfältig variierten Schraffuren und einer durchgängig von gebrochenen Farbtönen charakterisierten Kolorierung. Die bearbeiteten Themenbereiche bleiben geprägt durch die Schwerpunkte des Frühwerks, allerdings greift K. nun viel häufiger Motive seiner näheren Lebensumgebung auf und betont den narrativen Char. seiner Bildkompositionen. K. hat teilw. sogar selbst kleinere Erzählungen zu von ihm geschaffenen Grafiken verfasst. In den 1930er Jahren interessiert er sich sehr für prägnante Typenschilderungen, seine Hauptsujets werden nun öfter bildfüllend gestaltet. Stets sind seine Werke jedoch geprägt durch eine konsequente Ambivalenz, sie entziehen sich definierenden Zuordnungskategorien. Gleiches gilt für die vielen kunsthist. wie auch lit. Bezüge, die sich darin finden: K. baut zeit seines Lebens nicht nur eine umfangreiche Bibliothek auf, sondern auch eine große Slg an Grafiken ihm thematisch nahe stehender, im weitesten Sinne fantastischer Künstler. K. arbeitet so lange es ihm gesundheitlich möglich ist, kopiert auch immer wieder eig. Komp. und fertigt Varianten davon an. Viele seiner Bll. werden fototechnisch reproduziert, teilw. vom Künstler handsigniert weitergegeben. K. gestaltet ein umfangreiches lithogr. Werk, wobei er sich hier der Technik des Umdruckpapiers bedient, also nicht selbst am Stein arbeitet. In seinen letzten Schaffensjahren wird sein Strich weicher und flüssiger, er integriert nochmals vermehrt Worte direkt in die Blattkompositionen und setzt seine Szenerien zuletzt in einer fast an die zeitgleichen Tendenzen des Informel erinnernden Freiheit.
Die wilde Rast. A.K. in Waldhäuser. Briefe an Reinhold und Hanne Koeppel, M. 1972; U.Riemerschmidt (Ed.), A.K. Aus meiner Werkstatt, M. 1976; id. (Ed.), A.K. Aus meinem Leben, M. 1977; F.von Herzmanovsky-Orlando, Der Briefwechsel mit A.K., 1903 bis 1952, Sg. u.a. 1983; H.Geerken/S.Sigrid Hauff, Briefwechsel Salomo Friedländer/Mynona und A.K., W./Linz 1986; M.Frommel/F.X. Hofer (Ed.), Margret Bilger - A.K. Briefwechsel, Schärding 1997; V.Michels (Ed.), Außerhalb des Tages und des Schwindels, Hermann Hesse - A.K. Briefwechsel 1928-1952, Ffm. 2008; M.Illetschko/M.Hirsch (Ed.), A.K. / Reinhard Piper. Briefwechsel 1907-1953, M./Z. 2010.
Einzelausstellungen:
1977 Baden-Baden, KH (K; Wander-Ausst.) / 1990-91 (K; Wander-Ausst.), 2018-19 München, Lenbachhaus / 1999 Linz, LM (K; Wander-Ausst.) / 2007-08 Paris, MAMVP / 2008 New York, Neue Gal. / 2022 Wien, Leopold-Mus.
Thieme-Becker, Vollmer und AKL:
ThB22, 1928; Vo3, 1956; Vo6, 1962
Weitere Lexika:
Edouard-Joseph II, 1931; Toman I, 1947; ELU IV, 1966 (Nachtr.); Kindler, ML III, 1966; List, 1967; Fuchs, Maler (19.Jh.) II, 1973; LKJL II, 1977; Bauer, GEM V, 1977; NDB, XIII, B. 1982; ContempArtists, 1983; S.Monneret, L'impressionnisme et son époque, II, P. 1987; EAPD, 1989; Davidson II.2, 1992; Ries, 1992; Flemig, 1993; LGB IV, 1995; DA XVIII, 1996; Schurr/Cabanne II, 1996
Gedruckte Nachweise:
P.Raabe, A.K., Ha. 1957; Ernst Jünger - A.K.: eine Begegnung, Ffm. u.a. 1975; A.Marks, Der Illustrator A.K. Gesamt-Kat. seiner Ill. und buchkünstlerischen Arbeiten, M. 1977; A.Hoberg (Ed.), A.K. 1877-1959, M. 1990; P.Assmann (Ed.), A.K. (1877-1959). Mit Einem WV des Bestandes im Oberösterr. LM, Sg. 1995; A.Geyer, Träumer auf Lebenszeit, W. 1995; C.Fronius (Ed.): A.K. - Hans Fronius, Weitra 1999; A.Hoberg u.a., A.K. Das lithogr. Werk, M. 1999; A.Geyer, Heimlicher Lebenstanz, W. 2005; P.Assmann (Ed.): A.K. und die Phantastik, Wetzlar 2010; P.Assmann/M.Oberchristl (Ed.), A.K. (1877-1959). Bilder des Phantastischen, Weitra 2010; C.Brunn, Der Ausweg ins Unwirkliche, Ha., 2. aktualisierte Aufl. 2010; S.Rollig (Ed.), A.K.: 1877 - 1959. Die graph. Slg des Lentos KM Linz, Nü. 2010; R.Zieglgänsberger, A.K.s Nebenwelten von Morphiumteufeln und Vogelmenschen. Mit einem Bestands-Verz. der K.-Zchngn des Kunstforums Ostdeutsche Gal. Regensburg, Rb. 2010; P.Assmann/A.Hoberg, K. handschriftlich, Weitra 2011; "Geistesfrische". A.K. und die Slg Prinzhorn, Weitra 2012
Kubin, Alfred, Graphiker u. Maler, *10.4.1877 zu Leitmeritz (Nordböhmen) als Sohn eines ehem. österr. Offiziers, der später als Geometer nach Salzburg, dann nach Zell am See versetzt wurde, so daß, wie. sich K. selbst in einem Brief ausdrückt, "die Luft der Alpen die Welt seiner Kindheit" wurde. Die eigentümlichen Umstände, die K. früh zu einer melancholischverängstigten Empfindung trieben, hatten ihren Mittelpunkt in einem schweren langjährigen Siechtum der Mutter u. deren frühem Tode; sie starb, als K. 10 Jahre zählte. Die Situation wurde nach dem Tode der Mutter noch heilloser, da zwischen dem Vater und dem Sohn feindselige Spannung bestand, die sich erst nach vielen Jahren lösen sollte. K. wurde Schüler einer Lateinschule, kam jedoch nicht vorwärts u. wurde in eine Kunstgewerbeschule, später nach Klagenfurt zu einem Verwandten geschickt, der dort Photograph war. Er machte bei dem Onkel, der sich seiner nicht viel annahm, eine Lehre durch, deren Ziel die Kunst der Landschaftsphotographie war. Die geringe Systematik dieser Ausbildung hatte die Folge, daß sich K. auf sich selbst angewiesen sah. Der Heranwachsende führte ein seltsames Dasein zwischen ernster Lektüre u. provinziellen lebemännischen Allüren. Den stärksten, noch heute nachlebenden Eindruck der Klagenfurter Zeit bedeutete die Bekanntschaft mit Schopenhauer. Die schlimme Wirrnis dieser Jugend - die nach dem eigenen Eingeständnis K.s die Grundlegung seines großen graphischen Lebenswerkes geworden ist - schien alsbald ein katastrophales Ende finden zu sollen: K. machte am Grab seiner Mutter einen Selbstmordversuch; es war nur ein Zufall, der ihn dem Leben bewahrt hat. Nun versuchte K. sein Heil im entgegengesetzten Extrem: er wollte Soldat werden, um sich zu stärken. Mit 19 Jahren freiwillig eingerückt, erlitt er nach 3 Wochen einen furchtbaren Zusammenbruch; die Nervenkrise dauerte viele Monate. Einigermaßen genesen, stand er abermals - ein Mensch von 20 Jahren - vor der Berufsfrage. Er entschloß sich, Maler zu werden, u. reiste im Frühjahr 1898 nach München, wo er verschiedene Zeichenschulen und die Akad. besuchte. Die wichtigsten Einwirkungen auf K. gingen in dieser Zeit von L. Schmid-Reutte u. N. Gysis aus, soweit es sich um eigentliche Belehrung handelte. Die stärksten künstlerischen Förderungen erwuchsen ihm allerdings nicht aus solcher (im übrigen guten) Lehre, sondern aus den Meisterwerken der Münchner Sammlungen. K. selbst hat des öfteren ausgesprochen, daß die Alte Pinakothek ihn zum höchsten Begriff von der Kunst erzogen habe. Dazu kam der Einfluß der Graphik Klingers, die den jungen Adepten alsbald in eine bestimmte Sphäre graphischer Dämonie bannte, auch Einflug von Rops, Redon, Ensor, Munch u. Goya. Das Letzte, Intimste seiner Persönlichkeit endlich fand Gestalt durch jenes bekannte Erlebnis in einem Münchner Varieté, das durchaus banal scheint, aber in Wahrheit den bedeutsamsten psychologischen Moment seiner ganzen Entwicklung bezeichnet (vgl. Das Kunstblatt 1921 p. 196/98). Dieses u. andere seelische Erlebnisse führten neue Nervenkrisen herauf, brachten aber auch den Anfang des persönlichen Stils K.s u. seinen erstaunlich frühen Erfolg. Schon 1902 stellte er unter lebhaftem Beifall bei Paul Cassirer in Berlin aus. 1903 trat er mit einer 1., von Hans v. Weber verlegten Mappe vor das Publikum. Ein äußeres Ereignis von freilich einschneidender Bedeutung war der Tod der Braut, der die Existenz K.s fast ebenso stark erschütterte und bestimmte, wie vor Jahren der Tod der Mutter, u. seiner düsteren und geheimnisvollen Weltansicht ein neues, nachwirkendes Argument gewann. Eine Reise nach Wien machte ihn mit dem älteren Bruegel vertrauter. 1905 kam er nach Paris. Die Impressionisten entzückten ihn, blieben aber für sein "Geheimfach" ohne stärkere Bedeutung. Auch Italien blieb ohne tiefere Wirkung. Immerhin regten ihn die Impressionisten zum Malen an, und seine meisten malerischen Versuche, in einer dem experimentierenden Künstler allein angehörenden Deckfarbentechnik unternommen, gehören der Zeit nach der Pariser Reise an. Das Jahr 1906 brachte eine, wie es scheint, endgültige Befestigung der Existenz: K., der sich inzwischen mit einer Schwester des Schriftstellers O. A. H. Schmitz verheiratet hatte, erwarb den alten Landedelsitz Zwickledt bei Wernstein in Oberösterreich - ein kleines Besitztum voll romantischer Wunderlichkeiten. Diese Heimat wurde der Rahmen für die ganze folgende Produktion u. kam seinem leidenschaftlichen Lesebedürfnis (E. T. A. Hoffmann, Hauff, Jean Paul, die Droste, Poe, die Romantiker, Dostojewski, Balzac, Barbey d'Aurevilly usw.) entgegen, das fast ebensosehr zur Natur K.s gehört wie seine gedankenvolle Zeichenkunst. Von Zwickledt aus wurden Reisen unternommen: nicht nur die regelmäßigen jährlichen Winter- oder Frühjahrsfahrten nach München, sondern auch jene Fahrten in Dalmatien (1907), auf dem Balkan (1909), die seinen Sinn für das Geheimnisvolle viel stärker ansprachen, als Frankreich u. Italien. In Zwickledt entstand 1908 auch der merkwürdige Roman "Die andere Seite", in dem K. mit literarischen Mitteln ähnliche Wirkungen erreicht wie in seinen Zeichnungen. Aus dem Bezirk seiner Wahlheimat ist noch der Einfluß wichtig, den der Bayrische Wald mit der Macht eines Urwaldes auf die Einbildung K.s ausübte. Die stilistische Entwicklung K.s weist, im großen gesehen, drei Stadien auf. Sie begann mit einer Form, die man pedantisch nennen möchte: die alphaften Geschöpfe seiner Phantasie sind in eine zähe u. gewissenhafte Technik gefangen; sie haben eine starke Plastik der Formen und eine große Deutlichkeit der Umrisse. In einer zweiten Phase liebt er es, mit der Feder, die sein eigentliches Instrument ist, aufs subtilste zu spinnen; seine Zeichnungen sind Netze von äußerster Feinheit; die Fläche spielt jetzt eine größere Rolle als die Mystik des Raums. In einer nächsten Phase drängt K. aus einer dämonischen Intimität zu einer gewissen, zuweilen mächtigen Freiheit der graphischen Form; die Striche, vorher überfein und gleichsam ein auf das Blatt geklebtes mikroskopisches Gewebe, werden locker, weit, satt und frei - doch ohne aufzuhören, auch in dieser Verfassung das Gespenstische und Grauenerregende zu umkreisen. In dieser dritten Phase wird die sozusagen linkische Spröde der beiden ersten Phasen, die, namentlich am Anfang, die Grenze des infantilen Zeichnens berührten (nicht etwa aus "Unvermögen" zu. ,richtigem" Zeichnen, wie etliche damals meinten, sondern aus moralischer Notwendigkeit), zu geschmeidiger Gestalt entwickelt; es zeigt sich in diesem Prozeß, daß K. eine vollkommene Herrschaft über die Zeichnung besitzt, ja daß sie latent immer in ihm dagewesen sein muß. Diese Phasen, die sich zeitlich nicht genau gegeneinander abgrenzen lassen, sondern ineinander übergreifen, mischen sich im weiteren Verlauf der Entwicklung K.s immer aufs neue, wirken durcheinander und ergeben im Spätstil wunderbare Synthesen. Übrigens hat sich K. im Verlauf seiner Entwicklung immer mehr von einer Haltung entfernt, die man als "dämonische Spezialität" bezeichnen könnte; denn seine Zeichnung hat an innerer Größe seitdem immer nur zugenommen, und wenn man heute sein Werk überblickt, so hat es nicht das Ansehen einer persönlichen Bizarrerie von bemerkenswerter graphischer Suggestivität, sondern den Charakter einer wahren und großen Weltanschauung, die überzeugt ist, das Furchtbare, die Auflösung, die Grimasse sei das eigentliche Gesicht der Welt, in der wir leben oder vielmehr zu leben verurteilt sind. In dieser großartigen Wendung "nach unten" berührt sich K. mit dem Satanismus des Mittelalters, mit dem Geist, der die Chimären der gotischen Dome erfand und in der schönen "Frau Welt" entsetzt Tod und Verwesung erkannte. Wilhelm Hausenstein. Illustrierte Biicher. 1903. Thomas Mann: Tristan, Berlin, S. Fischer (Umschlagzeichn.). 1908. Oscar A. H. Schmitz : Don Juan und andere erotische Charaktere, Stuttgart, Axel Juncker (Umschlagzeichn.). 1907. O. A. H. Schmitz: Der Untergang einer Kindheit, ebenda(Umschlagzeichn.). 1909. Alfred Kubin: Die andere Seite, München, Georg Müller (52 Illustr. u. 1 Plan), 1918 (mit e. Selbstbiogr.), 1923. E. A. Poe, Das schwatzende Herz u. andere Novellen, ebenda (14 Reprod. nach Federzeichn.). 1910. Gérard de Nerval: Aurelia oder Der Traum und das Leben, ebenda (57 Reprod.). E. A. Poe: Das Feuerpferd u. andere Novellen, ebenda (15 Reprod.). E. A. Poe: Der Goldkäfer u. andere Novellen, ebenda (14 Reprod.). Ernst Willkomm: Der Todseher u. andere Geschichten, Berlin, Hermann Barsdorf (8 Reprod.). 1911. Otto Julius Bierbaum : Samalio Pardulus, München, Georg Müller (20 Reprod.). W. Hauff : Märchen, ebenda (Titelzeichn. u. 65 Illustrationen). E. A. Poe: König Pest u. andere Novellen, ebenda (14 Reprod.). 1912. E. A. Poe: Nebelmeer, ebenda (29 III.). Hermann Eßwein: Megander, der Mann mit den zween Köpfen u. a., München, Delphin-Verlag (Umschlagzeichn.). 1913. F. M. Dostojewski: Der Doppelgänger, München, R. Piper, (60 III. u. Titelzeichn.), Neudruck 1922. E. T.A. Hoffmann : Nachtstücke, München, Georg Müller (47 III. u. Titelzeichn.). Oscar Panizza: Das Liebeskonzil, eine Himmelstragödie in 5 Aufzügen, München, Jahresveröffentl. 19121/3 der Gesellschaft Münchner Bibliophilen (9 Taf.). Paul Scheerbart: Lesabéndio, München, Georg Müller (14 Ill.), O. A. H. Schmitz: Haschisch, ebenda (12 Ill. u. Titelzeichn.). 1914. Das unheimliche Buch, gesammelte Erzählungen, ebenda (15 III.). W. Hauff: Phantasien im Bremer Ratskeller, ebenda (10 III. u. Titelzeichn.). F. M. Dostojewski: Bei nassem Schnee, München, R. Piper (Umschlagzeichn.). 1915. Der Gespensterkrieg, gesammelte Erzählungen, Stuttgart, Leseverlag (4 Ill. u. farbige Umschlagzeichn.). O. A. H. Schmitz: Herr von Pepinster und sein Popanz, Geschichten vom Doppelleben, München, Georg Müller (14 III.). 1917. Das peinliche Gericht, gesamm. Erzahlungen, Straßburg, Josef Singer Verlag (3 Reprod.). 1918. Jenseitsratsel, Geschichten aus dem übersinnlichen, München, Georg Müller (12 Ill. u. Umschlagzeichn.). Friedrich Otto: Ultra, 7 Erzählungen, ebenda (7 Ill.). J. Pons y Pagés: Josaphat, ebenda (22 Ill.). E. A. Poe : Gordon Pym, ebenda (18 Ill.). Der Prophet Daniel, ebenda (Umschlagzeichn., 12 Ill. u. 12 Initialen). O. Wilde: Die Ballade von Reading Goal, Berlin, Hyperion-Verlag (Titelzeichn.). Katarina Botsky: Der Traum, München, Albert Langen (Umschlagzeichn.). Mynona: Hundert Bonbons, München, Georg Müller (Umschlagzeichn.). Paul Rosenhayn : Der Cotillon der Toten, Berlin, K. Ehrlich (Umschlagzeichn.). 1919. Paul Leppin: Daniel Jesus, Wien, Ed. Strache (Umschlagzeichn,). 1920. H. de Balzac: Mystische Geschichten, München, Georg Müller (Umschlagzeichn., Titelzeichn., 12 Lithogr. u. 8 Strichätzungen). - Flaubert: Der Büchernarr, Hannover, Paul Steegemann (3 Ill.), †1923 (4 Ill.). Friedr. Huch: Neue Träume, München, Georg Müller (20 Ill.), 1921 (20 Ill. u. Schlußzeichn.). Mynona: Der Schöpfer, Munchen, Kurt Wolff (18 III. u. Umschlagzeichn.). E.A. Poe: Ligeia u. and. Novellen, ebenda (14 Ill.). E. A. Poe: Hans Pfaalls Mondreise u. and. Novellen, Berlin, Propyläenverlag (14 Ill.). Almanach der Bücherstube auf das Jahr 1921, 3. Jahrg., München, Horst Stobbe (Umschlagzeichn.). 1921. J. A. Barbey d'Aurevilly: Teufelskinder, München, Georg Muller (Umscblagzeichn. u. 22 III.). Jean Paul: Die wunderbare Gesellschaft in der Neujahrsnacht, München, R. Piper (27 111.). Ausstellungsverzeichnis für die Galerie Garvens, Hannover (Umschlagzeichn.). Irene Heberle: Echo, Kleine Lieder, Berlin. Fritz Heyder (Umschlagzeichn.). 1922. - C. Andersen: Die Nachtigall u. and. Märchen, Berlin, B. Cassirer (Umschlagzeichn. u. 32 111,). A. v. Arnim: Die Majoratsherrn, Wien, Avalunverlag (Umschlagzeichn. u. 24 Ill.). Voltaire: Candide, eine Erzahlung, Hannover, Paul Steegemann (Umschlagzeichn. u. 27 III.). Der Spuk: 250 Geschehnisse aus der Welt des übersinnlichen, ges. v. O. Piper, München, R. Piper (Umschlag- u. Titelzeichn.). E. W. Bredt: Alfred Kubin, München, Hugo Schmidt (Umschlagzeichn.). 1923. Charles de Coster: Smetse, der Schmied, München, Buchenau & Reichert (Titelzeichn., farb. Initiale u. 24111.). Albrecht Schaeffer, Lene Stelling, Privatdruck im Auftrag von Gottbard Laske bei Otto v.}lohen, Berlin (Umschlagzeichn., 1 farb. Initiale u. 3 Lithogr.). Willy Seidel: Das älteste Ding der Welt, München, Musarion Verlag (Titelzeichn. u. 25 III.). Das graphische Jahr, Berlin, Fritz Gurlitt (Titelzeichn.). 1924. H. von Kleist: Die Verlobung in St. Domingo, Berlin, Wolfgang Krüger (4 Lithogr.). Frank Wedekind: Der greise Freier, Berlin, Franz Schneider (1 Titelzeichn" 1 Initiale, 1 Schlußzeichn. u. 6 Lithogr.). Theodor Etzel: Kreise der Liebe, Dichtungen, Stuttgart, Walter Seifert (Titelzeich.). Prospekt der Gesellschaft der 33, Wien, Galerie Otto Nirenstein (Umschlagzeichn.). 1925. Annette von Droste-Hülshoff : Die Judenbuche, Berlin - Zehlendorf, Fritz Reyder (Umschlagzeichn. u. 10 Ill.). Gerhart Hauptmann : Fasching, Berlin, S. Fischer (Umschlagzeichn. u. 12 Lith). 1926. Heinrich Lautensack: Unpaar, Romanfragment, Berlin, Fr. Gurlitt (20 Lithogr.). Robert Schmidt: Episoden des Untergangs, Heidelberg, Merlin Verlag (Umschlagvignette und 28 III.). Robert Schmidt: Der fremde Magier, ebenda (Umschlagzeichn., in der Auflage nicht verwandt). 1927. S. Eringhaus: Julius, ein Habsburger Bastard, Selbstverlag des Autors (Umschlagzeichn.). Hugo von Hofmannsthal: 3 Erzählungen, Leipzig, Inselverlag (24 111.). Mynona: Unterm Leichentuch, eine Gespenstergeschichte, Heidelberg, Merlin Verlag (18 III.), Rübezahl, ausgewählt u. mit Bildern geschmückt von Alfred Kubin, Augsburg. Johannes Stauda. Max Peinhofer, Da rout Bua, Passau, M. Waldbauersche Buchhandlung (farb. Umschlagzeichn.). Mappenwerke. 1903. 15 Faksimiledrucke nach Kunstblattern (getönten Zeichn.), München, Hans v. Weber. 1911. Sansara, ein Zyklus ohne Ende, München, Georg Müller. 1914. Die 7 Todsünden, Berlin, J. B. Neumann. 1918. 10 kleine Originallithogr., Berlin, J. B. Neumann. Ein Totentanz, 24 Zeichn., Berlin, B. Cassirer, 2.Ausg. 1925. 1920. Wilde Tiere, 29 Federzeichn., München, Hyperionverlag. Kritiker, 18 Federzeichn. München, Georg Muller. 1921. Am Rande des Lebens, 20 Federzeichn., in Faksimile, München, R. Piper. 1922. Nach Damaskus, 18 Lithogr. zu Strindberg, München, Georg Muller. Traumland (Meine Traumwelt), 2 Mappen mit je 12 Lithogr., Berlin, F. Gurlitt. Die Zeichnung, 2 Bande, Berlin-Zehlendorf, Fritz Heyder. Zeichnungen u. Aquarelle (Umscblagzeichn. u. 6 Taf. farb. Reprod.), München, O. C. Recht (Wielandverlag). 1923. Filigrane (20 Federzeichn.), München, Georg Müller. 60 Zeichn., Simplizissimus-Album" München, Albert Langen. 1924. 20 Bilder zur Bibel, Munchen, R. Piper. Masken (12 Lithogr.), Berlin, Rembrandtverlag. 1925. Rauhnacht, 13 Steinzeichnungen, Berlin, Volksverband der Bücherfreunde, Wegweiser-Verlag. 1927. Heimliche Welt, 21 Zeichnungen mit einem Vorwort, Heidelberg, Merlin Verlag. Einzelgraphik (Lithographien). 1913. Der Flüchtling, Münchner Künstler-Vereinig. "Sema". 1916. Verlassene Stadt, Berlin, J. Bard. 1918. Caliban, Berlin, Marées-Gesellschaft. 1919. Frauenraub, Münchner Neue Sezession. Das Grab meiner Mutter, Potsdam, Kiepenheuer. Gelandete Leiche, ebenda. 1920. Auf der Flucht, Leipzig, Friedrich Dehne. In Memoriam Dostojewski, Potsdam, Kiepenheuer. Märchenprinzessin, Wien, Verlag Neue Graphik. Pferdeschwemme, ebenda. Der steinerne Fischer, ebenda. Spaziergänger und Schädel, Wien, Verlag Neue Graphik. Der Zauberer. München, Gal. Caspari. 1921. Entführung, München, Hans Goltz. Ritter Roland, Weimar, Staatl. Bauhaus. Der Werwolf, Berlin, Euphorion-Verlag. Die verlorene Tochter, ebenda. Stier auf der Alm, München, R. Piper. Jeremias, ebenda. 1922. Halluzination, Leipzig, Museum für Buch und Schrift. Die Juden in der Gefangenschaft, Frankfurter Kunstverein. Die Löwenjagd, Leipzig, Arndt Beyer. Die Verbuchung des hl. Antonius, München, O. C. Recht. 1923. Ame rikanische Kapelle. Berlin, A. Hager. Ecce homo, ebenda. Metzger, ebenda. Susanna im Bade, ebenda. Sterbezimmer, ebenda. Antlitz des Tigers, Berlin, Hermelinverlag. Der Tod bei der Arbeit, ebenda. Waldgespenst, ebenda. Blick auf eine Stadt, Wien, Neue Galerie. Pietà, ebenda. Selbstmörderfriedhof, ebenda. Straßenszene, ebenda. Bonaparte in Ägypten, München, Hans Goltz. Die drei Sarge, Berlin, Fritz Gurlitt. Frühlingsvision, Dresden, Avalun-Verlag. Der verlorene Sohn, ebenda. Windige Gesellen, ebenda. Gespräch über den Tod, Leipzig, Menes-Verlag. Judith. ebenda. Der Tag weckt die Blume, ebenda. Das Hochmoor, Berlin, Euphorion-Verlag. Simson und Dalila, ebenda. Laotse, ebenda. Tod im Baum, ebenda. Neue Welt, München, Debold-Verlag. Der Räuber, München, Roland-Verlag. Streitende Weiber, Berlin, Fritz Gurlitt. Uferstädtchen, Selbstverlag. Alter Tempel, ebenda. 1924. Ägir, Charlottenburg, Berg - Verlag. Diplomaten, ebenda. Der Bibliophile, Wien, Neue Galerie. Der gestiefelte Kater, ebenda. Faust in der Hexenküche, Berlin, Rembrandtverlag. Gulliver, ebenda. Jager und Nymphe, ebenda. Hengst und Schlange, ebenda. Pierrot und Harlekin, ebenda. Der Schmerzensmann, ebenda. Der Traum, ebenda. Der Freier am Neujahrstag, Dresden, Avalun-Verlag. Der Kuß, ebenda. Menschheitsdämmerung, ebenda. Pferde im Gewitter, ebenda. Der Sultan, ebenda. Das Zauberbuch, ebenda. Heimkehr, Berlin, Hermelin-Verlag. Riviera, ebenda. Kirchhofsszene, Selbstverlag. Der Lebensbaum, Frankfurter Kunstverein. Strandgut, ebenda. Ritter St. Georg, Berlin, Fritz Gurlitt. Der wilde Jäger, Leipzig, Arndt Beyer. 1925. Abenteuer eines Kaisers, Berlin, Bruno Cassirer. Tändlerei, ebenda. Der ausgespiene Jonas, Leipzig, Arndt Beyer. Faschings Ende, ebenda. Kundmachung, Wien, Neue Galerie Otto Nirenstein. Der Kalkofen, Frankfurter Kunstverein. Der Truthahn, ebenda. Kinder bei der Hexe, Selbstverlag. Verirrter Hengst, ebenda. 1926. Der Grubler, ebenda. 1927. Überschwemmung, Leipzig, Balderpresse. Die Erzeugung des Homunculus.•Selbstverlag. Begegnung. ebenda. Eigene Schriften u. Aufsätze. 1909. Die andere Seite, ein phantast. Roman, München, Georg Müller, 1918 (mit e. Selbstbiogr.). 1923. 1911. Selbstbiogr., in dem Mappenwerk Sansara, München, Georg Müller. 1913. Brief an Georg Müller, in 10. Jahreskatalog, München, Georg Müller. Beantwortung einer Rundfrage (Die meist Belesensten Bücher des Jahres), in Berliner Tageblatt vom 25.12.1913. 1920. Vorbemerkung des Zeichners, in F. Huch, Neue Traume, München; Georg Müller. S. Friedländer, Schöpferische Indifferenz, ein Hinweis, in Das Ziel (Jahrbuch), München, Kurt Wolff. 1921. Aus meinem Leben, in Der Ararat, II 58/73. Mein Tag, ein Brief, in Ganymed, Jahrh. der Marées-Gesellsch., III 149/54. Des Perser Prinzen Muzaffer-Eddin Besuch in. Olching, in Das Gelbbuch der Münchner Mappe, München, Hyperion-Verlag. Kurze Selbstbiographie, in Das graphische Jahr, I 88, Berlin, Fritz Gurlitt. 1922. Die Kunst der Irren, in Das Kunstblatt, VI 185/90. Von verschiedenen Ebenen, mehrere Aufsätze mit zahlreichen Illustr., Berlin, Fritz Gurlitt (teilweise abgedruckt in Kunstchronik u. Kunstmarkt, XXXIV 41/47). Helle Nacht, in Die Zeichnung, Heft 10 (Kubin-Nr), Berlin-Zehlendorf, Fritz Heyder. Vorwort zu dem Mappenwerk: Nach Damaskus, München, Georg Müller. Aus meinem Leben, in Hellweg, II 252/55. 1923. Erinnerungen an Max Dauthendey, in Der Zwiebelfisch, XVI, Heft 1, München, H. v. Weber. 1924. Ein Brief, in Almanach 1904/24, München, R. Piper. Erinnerung an Hans v. Weber, in Die Bucherstube, 3. Jg, Heft 5, München, Buchenau & Reichert. Rhythmus und Konstruktion, in Der Piperbote, I, München, R. Piper. Bekenntnis, in Situation 1924, Berlin, Hermelin-Verlag. Der Heimweg, eine Anekdote, in Der Zwiebelfisch, XVII, Heft 3/4. 1925. Der Guckkasten, 8 Erzahlungen mit Ill., Wien, Gesellschaft der 33. 1926. Über künstlerische Befruchtung, in Das Kunstblatt, X 177/83. Die Geliebte eines Kindes, in Die Bücherstube, 5. Jg, Heft 1, München, Horst Stobbe. Dämonen und Nachtgesichte, mit einer Selbstdarstellung und 130 Bildtafeln, Dresden, C. Reißner. Ein Längsschnitt durch die Zeit (Oscar A. H. [Schmitz], Das Selbstbildnis eines Schriftstellers), in Hannoverscher Anzeiger vom 14.11.1926 und Münchner Neueste Nachr. vom 26.11. 1928. Skizze meines Lebens, in Wiener Neueste Nachr. vom 7. 11. 1926. 1927. Die Federzeichnung, in Bohemia v. B. 2. 1927. Ansprache zur Eröffnung einer Kubin-Ausstellung [Okt. 1926 bei Götz in Hamburg], in Zeitwende, III (1927) 195f. Literatur. H. Esswein, A. K., der Künstler u. sein Werk, mit Portrat, 82 Taf. u. zahlreichen Textabb., 1911. - E. W. Bredt, A. K., mit 63 Abb., 1922. - Oscar A. H. Schmitz. Brevier für Einsame, 1923, p. 29ff.: Die Beschwörung der Dämonen oder Alfred Kubin, der magische Mensch. - P. F. Schmidt, A. K., mit einer Selbstbiogr. des Künstlers, 52 Taf. u. 1 farb. Titelbild, 1924 ("Junge Kunst" Bd 44). - Für Alfred Kubin, eine Widmung österr. Dichter u. Künstler zu seinem 50. Geburtstag, Wien 1927. - G. F. Hartlaub, Der Genius im Kinde, 19.22, p. 97, m. Fig. 42,44; ders. in Zeitwende, III (1927) 188/92, m. 4 Abb. - W. Hau-sensteinin Das Kstblatt, V (1921) 198/203, m. 5 Abb. - A. Faistauer, Neue Malerei in österr., o. J. (1923), m. 4 Abb. - A. Rößler, Krit. Fragmente (Aufsätze über österr. Neukünstler), 1918. -lZeitschr. für Bücherfreunde, N. F. VIII (1916) 113/28 (R. v. Hoerschelmann), m. 18 Abb. - Die Kunst, VII (K. f. A. XVIII), 1902/03, p. 163 (A. Holitscher), m. 5 Abb.; XLVII (K. f. A. XXXVIII), 1922/23, p. 293/304 (E. W. Bredt), mit 13 Abb.; XLIX (K. f. A. XXXIX) 1923/24, p. 372 (H. Kiener); LIII (K. f. A. XLI), 1925/26, p. 218/18 (E. W. Bredt). - Kunst u. Kstler, XVIII (1919/20) 109/23 (K. Scheffler), m. 15 Abb. - Der Cicerone, XIII (1921) 125/27 (L. Zahn); XVI (1924) 1180/87 (P. F. Schmidt), m. 14 Abb. (abgedruckt in Jahrbuch der jungen Kst, V). - Die graph. Künste, XLVIII (1925) 43/80 (O. Stoessl), m. 12 Abb. - Hochland, XIX (1921/22), 1. Band, p. 581/86 (R. v. Schankal), m. Abb. - Monatschrift für die ostbayr. Grenzmarken, XII (1923) 53/57 (I. Heberle), in. Abb. - Wieland, VI (1920) Heft 6 (Kubin-Nr mit Beiträgen von W. Mayer u. I. Lauden-heimer). - Der Ararat, II (1921) 57188 (Kubin-Nr mit 17 Abb.). - Elseviers geill. Maandschrift, 1921 II 361ff. (C. Veth), m. Abb. - Über weitere Literatur vgl. das in Vorbereitung befindliche Kubin-Werk von Kurt Otte, Hamburg, das ein vollständiges Verzeichnis der Arbeiten K.s bringen wird.
Kubin, Alfred, sudetendtsch. Federzeichner, Illustr., Aquarellmaler u. Schriftst. (Prof.), *10.4. 1877 Leitmeritz, ansässig auf s. Landgut Zwickledt bei Wernstein a. Inn. In s. kurzen Münchner Akademiezeit 1898 gefördert durch L. Schmid-Reutte u. das Studium der alten Meister. Einflüsse von Rops, Redon, Ensor, Munch u. M. Klinger. Studienaufenthalte in Wien u. Paris (1905). Seit 1006 in Zwickledt. 1907 in Dalmatien, 1909 auf d. Balkan. Die Bereiche der Feder - nur gelegentlich bedient er sich der Pinseltuschzeichng oder des Aquarells - dieses eigenwilligsten aller Zeichner sind das Fabel- u. Traumland, die unbegrenzten Bezirke der Visionen u. okkulten Erlebnisse mit all ihren Fährnissen u. Rätselhaftigkeiten, dem Abenteuerlich-Geheimnisvollen, Spukhaft-Unheimlichen, Dämonisch-Grauenhaften bis zum Grotesk-Verzerrten, zum graph. Ausdruck gebracht in einem gitterartig-chaotisch-verwirrend-krausen, wie im Fieber der Inspiration hingekritzelten Strich, dem die restlose Übereinstimmung zwischen dem Gedanklich-Gegenständlichen und den aufgewendeten formalen Mitteln in seltner Weise glückt. Ehrenmitgl. d. Akad. d. bild. Kste Wien, österr. Staatspreis Wien 1952, internat. Preis für Zeichnung Säo Paulo 1955. Koll.-Ausst.: 1926 u. 1930 Graph. Rab. München; 1929 Wertheim, Berlin; 1930 Kestner-Ges. Hannover u. Graph. Rab. J. B. Neumann, München; April -Mai 1931 Neue Gal. Wien; 1934 Gal. Nierendorf. Berlin; 1936 Oberöst. Kstlerbund, Linz; 1942 Rab. Günther Franke, München; 1947 Gerd Rosen, Berlin, u.Albertina Wien (ill. Kat.); 1948 Stuttgarter Kstkab. u. Gal. Henning, Halle (ill. Kat.); 1951 Leopold-Hoesch-Mus. Düren, Mus. d. Univers. Marburg u. Gal. Otto Ralfs, Braunschweig; 1952 Staatl. Graph. SmIg München. Ergänzungen zu d. Werkverzeichnissen bei Th.-B.: Illustr. Bücher. 1927: J. Auerbach-Ilmari, Der Selbstmörder-Wettbewerb, Darmstadt (5 Federzeichngn); Mynona [Salomo Friedländer), Unterm Leichentuch; Joh. Prätorius, Daemonologia Bubenzalii Silesii, dtsche Ausg.; Hugo v. Hofmannsthal, 3 Erzählungen. - 1928: Thomas Hardy, Der angekündigte Gast. Übertr. von A.W.Freund. Mit eingedr. Zeichngn. - 1929: Willy Seidel, Larven, Novelle; Walther Harich, Jean Paul in Heidelberg (2. Aufl. 1048); Hans Watzlik, Stilzel, der Kobold des Böhmerwaldes, Eger (11 Lith.); Herm. Wolfg. Zahn, das Wallmüllerhaus; Max Roden, Magie. - 1930: Paul 5Iadsack, Die metaphys. Wachsfigur oder: Auf Geisterfang mit Sir Arthur Conan Doyle; Erich Knauf, Das blaue Auge; Otto Stoessl, Der bedenkliche Kauf. - 1932: Oskar A.H.Schmitz, Märchen aus dem Unbewußten; ders., Herr von Pepinster sein Popanz; Ali, der Schimmelhengst, Schicksale eines Tatarenpferdes, Wien; Peter Elias, Germania. -1933: Hans Schiebelhuth, Schalmei von Schelmenried. - 1934: Gerh. Hauptmann, Das Meerwunder; Iaroslav Durych, Die Kartause von Walditz. - 1937: Max Roden, Immer u. immer; Rud. Georg Binding, Das Peitschchen; Aug. Strindberg, Tschandala. -1940: Peter Scher, Gerade dies. - 1943: Schemen, 60 Köpfe aus einer verklungenen Zeit, Königsbg/Pr. - 1946: O. M.Fontana (Oskar Maurus), Die Türme des Beg Begouja. - 1947: Wunderbare Reisen u. Abenteuer des Freih. v. Münchhausen; W. Schneditz, Der Matador (10 Federz.); Wollg. Weyrauch, Der Main. Eine Legende, Frankf. a. 51., Georg Tran Offenbarung u. Untergang. - 1948: Herbert Lange, Das poetische Zeitalter. - 1949: Anton Schnack, Phantast. Geographie; Orff, Astutuli; Oskar Marischler von Rottenheim, Nüchterne Balladen. - 1930: Georg Trakl, Prosa-Dichtungen. - 1952: Wolfg. Schneditz, Der Tümpel von Zwickledt, Wien; Walter Hauth, Whisky, der Schatzgräber; E. T. A. Hoffmann, Märchen. - 1953: Konrad Weiss, Harpyie. Mappenwerke: 1939: Vom Schreibtisch eines Zeichners (72 Zeichngn), Berlin; 1941: Abenteuer e. Zeichenfeder, München. - 1947: Ein neuer Totentanz (7 Lith.); Wilde Tiere. -1048: Orbis pictus. -1952: Phantasien im Böhmerwald; Abendrot (45 unveröff. Zeichngn). Eigene Schriften u. Auf sätze. 1928: Die andere, Seite (textl. u. 'Bustrat erweit. Ausgabe des 1909 zuerst erschien. Romans); Neuaufl., m. 60 bisher unveröff. Zeichngn, Zurich 1949. - 1931: Mein Werk Dämonen u. Nachtgesichte. 130 Bildtaf. mit e. Autobicgr., fortgef. bis 1931, Volksausg. Dresden. Fragment e. Weltbildes, in: D. Kstblatt, 15 (1931) 301/16. - 1933: Ein Bilder-ABC, Hamburg 1933 u. Lübeck 1048; Dämmerungswelten, in: D. Kst, 67 (1932/33) 340/42. - 1034: Brief K.s an W. Hausenstein aus Zwickledt 15. 3. 1521, in: Galerie u. Sammler (7.ü- [ich). 2 (1934) 356/58. - 1935: Wie ich illustriere. Kleine Berufsplauderei, in: Zeitschr. f. Bücherfreunde, 37 (1933) 57/60 u. in: D. Ackermann aus Böhmen, 3 (1935) 277/86. Lit.: Th.-B., 22 (1928). - H. Eßwein, A. R., Kasse] 1028. - W. Meier, A. R. Der Magier d. Zeichenfeder, 1954. - A. Horodisch, A.K., Book Illustrator, New York 1950. - W. Schnedi tz, A.K. u. seine magische Welt, Salzburg 1949. - Wer ist Wer in öst., 1053. - Franz Blei, Erzählung e. Lebens. I pzg 1930, p. 355/57. - Breuer, m. 5 Abbn u. Selbstbildn. - Hartlau b. - Pfister, Taf. 8. - Schmidt. - Teich 1. - Der Ackermann aus Böhmen, 1(1933) 163/76; 5 (1937) 267f. - Archiv f. Buchgew., 69 (1932) 511 (Abb.). - Aufbau, 3 (1947) 273/74. - Aussaat (Lorch b. Stuttgt), 1 (1946/47) H. 12 p. 10f., m. 4 A bbn. - Belvedere (Wien), 10 (1931) 217/19; 12 (1934/36) 215/19. - D. Bücherwurm, 18 (1933) 221-23. - D. Bund, 1933, p. 516f., m. 3 Abbn; 1934, p. 715f. - D. Cicerone, 15 (1923) 349f.; 16 (1924) 90, 1180/87, m. 15 Abbn; 19 (1927) 288; 21 (1929) 299; 22 (1930) 85, 203, 345, 609 (Abb.). - D. getreue Eckart (Wien), 7 (1929/30) farb. Taf. geg. p.388. - Exlibris, 39 (1929) 11/16, m. 5 Abbn. - Galerie u. Sammler (Zürich), 2 (1934) 356/58. - Dtsche Heimat (Plan b. Marienbad), 4 (1928) Taf. geg. p. 464; 7(1931) 462/65, Taf. geg. p. 439, 520; 9 (1933) Taf. geg. p.410; 12 (1936) Taf. geg. p.80. - Hellweg (Essen), 7 (1927) 113f. - Sonderband Jahrb. d. Oberöst. Kstlerbundes, "März" 1936. - Sudetendtsch. Jahrb., 4 (1928) 102/13. - Imprimatur, 7 (1938)148f. - D. Kommenden, 1 (1947) H. 7, p. 11 (Abb.); 4 (1950) H. 8, p. 5, m. Abb. - D. Kreis (Hambg), 8 (1931) Abb. geg. p. 665, 676/81, m. 3 Abbn, 714/16. - D. graph. Kste (Wien), 51 (1928) Mitteil. d. Ges. f. vervielf. Kst, p. 31. - D. Kat f. Alle, 48 (1932/33) 334/42, m. 9 Abbn; 49 (1933/34) 301 (Abb.); 54 (1938/39) 55/61, m. 8 Abbn. - D. Kst u. d. schöne Heim,48 (1949) 51 (Abb.); 50 (1952)326/31,m. 2 Abbn u. 4-Taf. - Kst- u. Antiquit.-Rundsch., 42 (1934) 317/19. - Kst u. Kstler, 27 (1929) 362f. - öst. Kst (Wien), 1 (1929-30) H. 7 p. 10/16; 2(1931) H. 5, Taf. geg. p. 16, 18, 19; 8 (1937) H. 4, p. 18f. - D. Kstblatt, 10 (1926) 46, 177/83; 11 (1927) 170. - D. Kstwerk (Baden-Baden), 3 (1949) H.6, p.54; 5 (1951) H.6, p.5 (Abb.), 18/25, 65; 7 (1953) H.5, p.3 (Abb.). - D. Lucke, 2 (1947) H.9, p.20 (Abb.). - Westermanns NIonatsh., 1949, H.4 p.81 (Abb.). - Münchner Mosaik, 5 (1942) 106 (Abb.). - D. Neubau, 1 (1947) H. 1, p. 9(2 Abbn). - Oberöst., 3 (1953) f1.1/2 p. 43/45, m. Abb. - Philobiblon, 12 (1940) 135/37. - Prisma (München), 1 (1947) H.7, Umschlagbild, p.31 f., m. Abbn p. V, VI, H.11, p.28, 29, H.15 (1948) p.28 (Abb.). - Pro Arte (Genf), 2 (1943) 319. - D. Innere Reich, 9 (1942) 444/46. - Europ. Rundsch., 2 (1947) 703/07. - Die Neue Rundsch., 53 (1942) 173/81. - D. Schaffenden (Weimar), I, 4. Mappe; II, 2. Mappe; IV, 1. Mappe; VI, 1. Mappe. - lhema (Gauting b. Münch.), 1949-50 H.4, p.3/12, 18, 19, 25, 34 (Fotobildn.), 35, 36. - D. Weltbuhne (Berl.), 12. 4. 1948. - D. Weltkst, 22 (1952) H. 3, p. 11, H. 9, p. 4, m. 2 Abbn, H. S, p. 10. - Zeitschr. f. Kst, 3 (1949) 53/61. - Allg. Zeitg, (Mainz), 11. 9. 1949. - Tagebuch, 10 (1955) Bl. Nr. 22, m. 7 Abbn.
Kubin, Alfred, dtsch-böhm. Federzeichner, Illustr., Aquarellmal. u. Schriftst., †20.8.1959 im Schlößchen Zwickledt b. Wernstein a. Inn. Sonderausst. anläßl. s. 80. Geburtst. 1957 in Weimar u. Halle, ferner in d. Gal. Wolfg. Gurlitt, Linz, Gal. St. Etienne, New York, Albertina Wien, Gal. Welz, Salzburg, u. im Oberhausmus., Passau; 1958 im Kstver. Haus Salve Hospes, Braunschweig. Gedächtnis-Ausst.: 1959 in d. Gal. Wolfg. Gurlitt, München (reich-illustr. Kat.); 1960 in d. Gal. St. Stephan Wien u. in d. "Neuen Galerie" der Stadt Linz. Sein kstler. Nachlaß geteilt zwischen d. Albertina Wien u. dem Oberöst. Landesmus. in Linz. Lit.: Vollmer, 3. - W. Schneditz, A. K., Wien 1956. - Paul Raabe, A. K. Leben, Werk, Wirkung, Hamburg 1957. - Alte u. mod. Kst, 4 (1959) H. 10 p. 28 (Nachruf). - Von Atelier zu Atelier, 7 (1959) 118. - Art Internat. (Zürich), 4 (1960) H. 1 p. 47 (Abb.). - D. Blatt d. Verb. bild. Kstler Dtschlands, 9 (1958) H. 6 p. 11 (A. K. D. Optikaster). - Gebrauchsgraphik, 28 (1957) H. 4 p. 56, 57, m. 2 Abbn u. Fotobildn. d. Kstlers. - Habitat (São Paulo), 10 (1959) Juli p. 47 (Nachruf). - Schönere Heimat, 47 (1958) H. 1, p. 438f., m. Abb. - D. Kst u. d. schöne Heim, 55 (1956/57) 292/95, m. 7 Abbn u. Beil. p. 329; 59 (1960/61) Beil. p. 306. - Bild. Kst (Dresden), 1957 p. 309/13, m. 4 Abbn, 353 (Abb.). - D. Ksthandel, 49 (1957) H. 8 p. 26, 27, m. 2 Abbn; 51 (1959) H. 9 p. 13f., m. 4 Abbn; 53 (1961) H. 2 p. 24/26, m. Abb. - Magnum (Frankf. a. M.), 2 (1955) H. 5 p. 69 (Abb.). - Ostdtsche Monatsh., 22 (1956) 468/71, m. 3 Abbn. - Salve Hospes, Braunschweig. Blatter f. Kst u. Kultur, 1958 p. 37f., m. Abb. - Öst. Tagebuch (Wien), 3 (1948) Augusth.: Umschlagbild: Eva u. d. Apfel (unveröff. Lith.). - D. Weltkst, 27 (1957) H. 7 p. 5, m. Fotobildn., H 9 p. 6; 29 (1959) H. 17 p. 10. - D. Werk (Zürich), 45 (1958) Beil. p. 149f. - Myers.